Erschienen: Prähuman Band 19 – Geheimprojekt X-69

Der 19. Band der Serie „Prähuman“ ist nun erschienen. Carl Denning bleibt seinem Motto treu, dass kein Band dem anderen gleichen soll. Nachdem es in Band 18 um einen sonderbaren Magier ging, haben es Frederic Tubb und sein Team nun mit einer Reihe rätselhafter Erdbeben zu tun.

Ein schweres Erdbeben in Kanada scheint weitere Erdbeben auf der ganzen Welt auszulösen. Daher machen sich Tubb, John Arnold, Maki Asakawa und Hans Schmeißer auf nach Nordamerika, um zu ergründen, was zu dem Erdbeben geführt hat. Die Spur führt in die mysteriöse Stadt Sakami, die in einem völlig abgelegenen Gebiet liegt und in der bizarre Dinge vor sich gehen …

Band 19 nimmt sich dieses Mal mehr Raum für die Hintergründe der einzelnen Figuren, was der Geschichte ausnahmslos gut tut. Schon allein dadurch wird „Geheimprojekt X-69“ überaus lebendig. Hinzu kommt die spannende Handlung, die wie eine Mischung aus Katastrophen- und Science Fiction-Roman konzipiert ist. Natürlich fehlt hierbei auch nicht der für die Serie so typische Humor, der einem immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Für Band 19 hat sich Denning noch ein kleines Schmankerl ausgedacht. Denn Chefinspector Susan Gant ist dieses Mal mit von der Partie. Nach den drei Horrorthrillern „Monster“, „Boten des Schreckens“ und „Menschenfresser“ (die ersten beiden Romane sind mit Frederic Tubb), hat sie nun auch einen „Auftritt“ in der Prähuman-Serie, was die Geschichte zusätzlich interessant macht, da sie hier zum ersten Mal auf John Arnold trifft, und beide können sich nicht wirklich leiden.

Alles in allem also wieder ein äußerst unterhaltsamer und spannender Roman voller origineller Ideen. Man darf gespannt sein, was dem Autor für den 20. Prähuman-Band einfallen wird.

Erschienen: Prähuman 18 – Der geheimnisvolle Mr. Bolton

Es ist mal wieder soweit: der 18. Band der außergewöhnlichen Serie „Prähuman“ ist erschienen. Dieses Mal haben es Frederic Tubb, Maki Asakawa und Hans Schmeißer mit einem mysteriösen Magier zu tun.

Harold T. Bolton kennt kaum einer mehr, doch in den 70er und frühen 80er Jahren soll er sehr erfolgreich von einem Auftritt zum nächsten gezogen sein. Nun hat er sich in der Nähe von London in einer riesigen Villa niedergelassen, in der er ausgewählten Gästen seine Zaubertricks vorführt. Doch anscheinend geht dabei nicht alles mit rechten Dingen zu. Denn bei einer dieser Vorstellungen kommt es zu einem rätselhaften Todesfall.

Was ist Illusion, was ist real? Diese Gegenüberstellung zieht sich durch den ganzen 18. Band von „Prähuman“ und sorgt dabei für enorme Spannung und eine dichte, faszinierende Handlung. Der Charakter des Magiers ist vortrefflich rätselhaft gelungen, auch die Beschreibungen der Darbietungen hat etwas düster-geheimnisvolles. Und schon bald ist es Tubb selbst, der in dieses Netz aus Illusion und bloßen Tricks gerät.

Auch dieser Band ist äußerst kurzweilig und es fehlen natürlich auch nicht die für diese Serie so typischen Gags. Die tiefe der Handlung und der Charaktere macht Prähuman 18 zu einem der besten Bände von Carl Dennings Reihe. Eine richtige kleine Perle, die uns da der Autor präsentiert. In diesem Sinne darf man schon gespannt sein, was uns in Band 19 erwarten wird.

Auslöschung oder Endlich mal wieder richtige Science Fiction

Der SF-Film „Annihilation“ von Regisseur Alex Garland wurde, um es auf den Punkt zu bringen, Opfer des aktuellen Produktions- und Kinogeschehens. Die Produktionsfirma hielt den Film für zu intellektuell und anspruchsvoll und wollte, dass Garland „Annihilation“ komplett umschneidet. Zum Glück konnte dies verhindert werden und „Auslöschung“, so der deutsche Titel, wurde in der Version veröffentlicht, die der Regisseur gewollt hatte.

Die Folge jedoch war, dass der SF-Streifen lediglich zwei Wochen in den US-amerikanischen Kinos lief, bevor er von Netflix online veröffentlicht wurde. In Deutschland wurde „Auslöschung“ nicht einmal in den Kinos gezeigt. Einmal mehr haben damit Kinobetreiber und Produzenten bewiesen, dass Anspruch für sie ein Pfui-Wort darstellt und sie nichts anderes haben wollen, als gehirnlose Kost.

Es geht in „Auslöschung“ um eine Gruppe Forscherinnen, die ein Gebiet untersuchen sollen, in dem sich sonderbare Veränderungen abspielen. Bisherige Expeditionen sind nicht zurückgekehrt – bis auf Kane, dem Mann von Lena, einer Molekularbiologin, die sich der Forschergruppe anschließt. Kane kann sich an nichts erinnern, daher hofft Lena herauszufinden, was in dem Gebiet vor sich geht.

Die Handlung erinnert ein wenig an Robert Charles Wilsons SF-Roman „Darwinia“, in dem sich in ganz Europa seltsame Veränderungen abspielen, doch handelt es sich bei „Annihilation“ um die Adaption eines Romans des SF-Autors Jeff VanderMeer. Regisseur Alex Garland schuf einen ruhigen, doch nicht weniger intensiven Film, in dem es um die Frage der menschlichen Existenz und den Sinn des Lebens an sich geht. Nicht weniger steht dabei die Frage der eigenen Identität im Mittelpunkt sowie die Wahrnehmung des Anderen und damit das Hinterfragen, was das Andere überhaupt ist.

Alles in allem schürft der Film damit in zentralen philosophischen Fragen, was „Auslöschung“ eine solche Tiefe verleiht, die man im heutigen Kino nicht mehr oder kaum noch gewohnt ist. Garland aber reizt das Thema vollkommen aus und macht aus der Expedition einen geradezu psychedelischen Trip. Der Film bekommt dadurch eine solch düstere Atmosphäre, dass er an manchen Stellen eine regelrechte Trostlosigkeit zelebriert, indem er nach dem Sinn von allem fragt, jedoch keinen Sinn findet.

Auf diese Weise schuf Garland einen großartigen und tiefschürfenden SF-Film, absolut jenseits hohler Actionszenen, ja in dem sogar die wenige Action, die in dem Film vorkommt, eine wesentliche Tiefe besitzt. Garlands Film fasziniert jedoch nicht nur aufgrund seiner Thematik, sondern ebenfalls aufgrund seiner ungeheuer guten Optik. Die Kameraführung ist exzellent, die Bilder, die uns Garland zusammen mit seinem Kameramann Rob Hardy präsentiert, wirken wie surreale Gemälde.

Wirklich schade, dass ein so großartiger Film quasi mit Füßen getreten wurde. Aber in einer solchen Epoche leben wir nun einmal.

Auslöschung (OT: Annihilation). Regie u. Drehbuch: Alex Garland, Produktion: Andrew MacDonald, Darsteller: Natalie Portman, Jennifer Jason Leigh, Gina Rodrigues, Tuva Novotny, Tessa Thompson, Oscar Isaak. England 2018, 115 Min.

 

 

 

 

2019 – Wir leben mal wieder in einem Science Fiction-Jahr

Die Reise zum Mond (1902)

Science Fiction-Fans wissen längst Bescheid: 2019 ist das Jahr, in dem Rick Deckard Jagd auf Replikanten macht. Und nun hat uns die Zukunft mal wieder eingeholt. Mal wieder, da „“2012 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ ebenfalls spurlos an uns vorbeigetrudelt ist.

2019 sieht für unsere Realität dann auch recht mau aus. Wir haben weder den Mars besiedelt noch ist Los Angeles eine japanische Kolonie geworden. Was bald hinkommen könnte, wäre, dass wir statt echten Tieren nur noch künstliche Tiere um uns herum haben werden. Jedenfalls dann, wenn es mit Umwelt und Natur weiter bergab geht.

Eigentlich steht uns daher der Film „“2022 – Die überleben wollen“ weitaus näher. Die Weltmeere sind leer gefischt, die Natur völlig im Eimer, eine reiche Elite suhlt sich in ihrer Dekadenz, während die restliche Menschheit in Armut und Elend lebt. Zu essen gibt es dann nur noch grüne Kekse.

So gesehen leben wir am Rande eine hausgemachten Dystopie, in der statt Zombies nur noch Dumpfbacken durch die Gegend torkeln. Und Idioten gibt es heutzutage schon mehr als genug. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass die Menschen in Zukunft intelligenter sein werden. Und wenn man bedenkt, dass man mit Leuten unter einer Glaskuppel leben müsste, die Sanitäter und Feuerwehrleute angreifen, die wegen nichts Leute anpöbeln und mit Sicherheit nicht einmal ihren Namen richtig schreiben können, dann wäre es doch besser, unter einer Glaskuppel auf der Rückseite des Mondes zu wohnen, weil man dort garantiert seine Ruhe hat. So gesehen, haben sich sowohl die Literaten als auch die Filmemacher seit jeher ein zu positives Bild unserer Zukunft gemacht, egal wie düster dieses in den Romanen und Filmen auch aussieht. Denn, wie das bekannte Sprichwort sagt: Schlimmer geht immer.

The 80s: Die dreibeinigen Herrscher (1984)

Wer Science Fiction liest, kennt John Christopher. Zwischen den 60er und 80er Jahren war der englische Autor aus dem Bereich der Kinder- und Jugendbücher nicht wegzudenken. Mit seinen Werken prägte und beeinflusste er viele andere Autoren und gilt nicht nur aufgrund seiner Trilogie über die Dreibeinigen Herrscher als Klassiker des Genres. Seine Zukunftsszenarien sind überaus düster, sein Menschenbild sehr pessimistisch. Doch gerade das macht seine Werke so interessant und faszinierend. Seine Bücher sind nicht nur spannend, sondern rütteln auf.

In vielen Büchern von John Christopher sind die Gesellschaften der Zukunft zurück in eine Form des Feudalismus gefallen. Technische Errungenschaften sind in Vergessenheit geraten. Die Menschen betreiben in der Hauptsache Landwirtschaft und einfaches Handwerk. Aberglaube und Traditionen beherrschen das Leben. Das Wissen über die menschliche Vergangenheit ist abhanden gekommen.

Diese Charakteristik trifft auch auf „Die dreibeinigen Herrscher“ zu. Die Trilogie (später kam ein Prequel als vierter Band hinzu) erschien bereits Ende der 60er Jahre. Zwanzig Jahre später verfilmte die BBC die Romane als Fernsehserie. Auch die Serie entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum Kult.

Die Menschheit wird von Außerirdischen beherrscht, die in riesigen dreibeinigen Maschinen durch die Lande ziehen. Sie kontrollieren die Menschen durch Chips, die jeder Person auf dem Kopf befestigt wird. Dadurch erfahren die Menschen eine Art Gehirnwäsche. Sie glauben fest daran, dass die Anwesenheit der Außerirdischen gut für die Menschheit ist. In der Tat gibt es seit der Besatzung keine Kriege mehr. Als der Junge Will Parker und sein Cousin Henry kurz vor der Weihung stehen (also kurz bevor sie den Chip erhalten sollen), stellen sie sich immer mehr Fragen über den Sinn dieses Ritus. Sie erfahren, dass es auch Menschen gibt, die nicht geweiht wurden und in Freiheit in einem Gebiet leben sollen, das die Weißen Berge genannt wird. Will und Henry beschließen daraufhin, dorthin zu fliehen, um somit ihrem eigentlichen Schicksal zu entgehen. Die Reise erweist sich jedoch als äußerst gefährlich.

Die dramaturgische Umsetzung der Romane von John Christopher ist einwandfrei gelungen. Die Kulissen sind hervorragend, die Effekte für eine damalige Fernsehserie überdurchschnittlich. Jeder Teil kreiert eine extrem dichte Atmosphäre und ist spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Überaus detailliert liefert die Serie ein unheimliches Zukunftsszenario.

Zu den beeindruckensten Szenen gehört sicherlich der Aufenthalt von Will und Henry in Paris, das – wie auch alle anderen Großstädte auf der Welt – von den Außerirdischen völlig zerstört wurde. Hier wird zum Teil „Der Omegamann“ zitiert, andererseits spiegeln sich hier die Ängste vor einem atomaren Kahlschlag wider.

Wer die Romane bereits kennt, sollte sich auf jeden Fall auch die TV-Adaption ansehen. Hier wurde keine Mühe gescheut, um eine erstklassige SF-Serie hinzubekommen. Nicht nur ein Klassiker, sondern ein Meilenstein der TV-Geschichte.

Die dreibeinigen Herrscher (OT: The Tripods) Regie: Christopher Barry u. a., Drehbuch: Christopher Penfold, Produktion: Richard Bates, Darsteller: John Shackley, Jim Baker, Ceri Steel. England 1984

Ghost in the Shell (2017)

Wenn der Manga-Adaption „Ghost in the Shell“ von Kritikern eines vorgworfen wurde, dann Seelenlosigkeit. Aber kann man das denn überhaupt als Vorwurf gelten lassen? Schließlich geht es um Maschinen, zwar um „beseelte“ Maschinen, aber eben um Maschinen. Und die Gradwanderung zwischen dieser Form einer mechanischen Seelenlosigkeit und dem Versuch, in der Maschine so etwas wie eine Seele zu finden, erarbeitet der Film eigentlich recht gut.

Dies liegt auch daran, da der Film die speziellen Begriffe des Mangas übernimmt und dadurch auch Masamune Shirows Grundideen einwebt, auch wenn die Figuren nicht immer dieselbe Hintergrundgeschichte besitzen wie in der Vorlage. Natürlich reicht die Umsetzung dieser Thematik nicht an „Blade Runner 2049“ heran, der regelrecht darüber meditiert. In diesem Punkt setzt „Ghost in the Shell“ dann doch zu sehr auf Action, was dazu führt, dass es so scheint, als würde das eigentliche Thema der Identitätsfindung an den Rand gedrängt werden.

Doch hat es eben nur den Anschein, denn Sanders arbeitet auch zwischen den Zeilen, sodass Gesten, Blicke und kurze Situationen zu Symbolen werden, in denen sich die Suche nach einer Maschinenseele widerspiegelt. „Ghost in the Shell“ ist ein durch und durch gelungener SF-Film, der sich einerseits am Cyberpunk der 80er Jahre orientiert, andererseits versucht, eine bessere Version von Luc Bessons „Lucy“ zu sein. Der Film ist durch und durch interessant, das Setdesign faszinierend und auch die Spannung kommt keineswegs zu kurz.

Doch egal, wie man es auch betrachtet, dem Film nutzte weder der Versuch einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Maschine/Seele noch die gut dargestellte Action. „Ghost in the Shell“ floppte. Sehenswert ist der Film auf jeden Fall.

Ghost in the Shell. Regie: Rupert Sanders, Drehbuch: William Wheeler, Jamie Moss, Produktion: Avi Arad, Darsteller: Scarlett Johansson, Pilou Asbæk, Takeshi Kitano, Juliette Binoche, Michael Pitt. USA 2017, 106 Min.

 

 

 

Die Klunkerecke: Unternehmen Feuergürtel (1961)

Regisseur Irwin Allen war auch unter dem Namen Master of Desaster bekannt, da er sich auf die Produktion von Katastrophenfilmen spezialisiert hatte. Auf sein Konto gehen Filme wie „Die Höllenfahrt der Poseidon“ (1972), „Flammendes Inferno“ (1974) oder auch „Der tödliche Schwarm“ (1978). Nebenher schuf er auch TV-Serien, die inzwischen zu Klassikern geworden sind, wie etwa „Time Tunnel“, „Lost in Space“ oder „Land of the Giants“.

1961 drehte er mit „The Voyage to the Bottom of the Sea“, der unter dem Titel „Unternehmen Feuergürtel“ in die deutschen Kinos kam, eine rasante Mischung aus Action-, SF- und Katastrophenfilm, dessen Erfolg (er spielte mehr als das Dreifache der Produktionskosten ein) ebenfalls zu einer gleichnamigen TV-Serie führte. Es geht um die Abenteuer der Besatzung der Seaview, eines Atom-U-Boots, das von Admiral Nelson selbst entworfen und gebaut wurde. Gerade als sich die Seaview am Rand der Arktis befindet, kommt es zur Katastrophe: ein Meteoritenschauer setzt den Van-Allen-Gürtel, der die Erde umgibt, in Flammen, was zu einem drastischen Temperaturanstieg auf unserem Planeten führt. Admiral Nelson und der Wissenschaftler Lucius Emery berechnen, dass man von einer bestimmten Stelle des Pazifik aus eine Atombombe auf den Van-Allen-Gürtel abfeuern könnte, um durch diese gezielte Explosion das Feuer zu löschen. Doch bis dahin gibt es so allerhand Gefahren zu überstehen.

Dr. Susan Hiller (Joan Fontaine), Cathy Connors (Barbara Eden) und Lucius Emery (Perer Lorre) im Cockpit der Seaview; „Unternehmen Feuergürtel“ (1961), © Koch Media

Die Kritiker mochten den Film nicht. Sie fanden ihn albern und wissenschaftlich völlig plemplem. Aber die Zuschauer störte das nicht – und sie bekamen dafür auch die volle Ladung Spannung, Action und Unterhaltung geboten. Und das ist es ja eigentlich auch, was zählt. Denn in kaum einem anderen Film gibt es so viele Abenteuer zu bestehen und so viele Konflikte zu lösen wie in „Unternehmen Feuergürtel“. Der Kampf mit einem Riesenkraken ist dafür nur ein Beispiel.

Denn während äußere Gefahren lauern – durch Unterwasserminen, zusammenbrechende Eisberge, einem feindlichen U-Boot, das Jagd auf die Seaview macht -, steigern sich die Konflikte an Bord. Aufgrund der globalen Katastrophe möchte die Mannschaft lieber nachhause und beginnt daher zu meutern. Noch dazu ist ein unbekannter Saboteur mit an Bord, der versucht, das U-Boot zu vernichten.

Bei all der Action und Spannung und bei all dem Nervenkitzel vergisst Allen auch nicht, seine Figuren Diskussionen über Religion und das Wesen Gottes führen zu lassen, da es schließlich um das Ende der Welt geht. Ironischer Weise entpuppt sich ausgerechnet einer der Wissenschaftler als ein religiöser Fanatiker, was durchaus originell ist und den Dialogen eine interessante Tiefe verleiht.

Schon allein das Intro des Films ist so etwas wie ein Meilenstein der Überraschung. Denn nach einem furiosen Orchesterauftakt, setzt auf einmal Frankie Avalons Sülzsong „A Voyage to the Bottom of the Sea“ ein. Doch kaum sind auch diese Klänge verhallt, als mit einem riesen Spektakel die Seaview aus dem Meer geschossen kommt – und schon beginnt der rasante Teil des Films, der ohne Durchhänger bis zum Ende fortläuft.

All dies  macht „Unternehmen Feuergürtel“ zu einem der mit Sicherheit unterhaltsamsten Filme überhaupt, der noch dazu mit allerhand überraschender Wendungen aufwartet.

Unternehmen Feuergürtel (Voyage to the Bottom of the Sea). Regie u. Produktion: Irwin Allen, Drehbuch: Irwin Allen, Charles Bennett, Darsteller: Walter Pidgeon, Joan Fontaine, Peter Lorre, Barbara Eden, Frankie Avalon, Robert Sterling. USA 1961, 105 Min.