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timecopIm Allgemeinen heißt es ja, dass ab den 90er Jahren die Qualität der Hollywoodfilme langsam nachließ. Der Grund: In den 90ern begann die bis heute anhaltende Krise die Studios heimzusuchen. Betrachtet man allerdings die 90er Jahre genauer, so zeigt sich, dass es eigentlich gar nicht so schlimm war. Peter Hyams’ „Timecop“ ist hierfür sicherlich ein gutes Beispiel.

Im Jahr 2004 gibt es die Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen. Jedoch nur in die Vergangenheit. Kriminelle machen sich dies zunutze, um dadurch ans schnelle Geld zu kommen. Da das Zeitreisen aber auch eine andere Gefahr mit sich bringt, da dadurch die Gegenwart verändert werden kann, wird eine neue Einheit der Polizei gegründet, die Verbrecher in der Vergangenheit aufspüren soll. Einer von den Timecops ist Max Walker, der 1996 seine Frau bei einem Überfall verloren hat. Als er merkt, dass die Möglichkeit zum Zeitreisen auch von einem Senator dazu benutzt wird, um durch Zeitmanipulationen an die Macht zu kommen, wird er vom Jäger zum Gejagten …

In den 90er Jahren machte Jean Claude Van Dammes Karriere eine kurze Fahrt nach oben. Vom B-Picture und Direct to Video-Produktionen wurde er auch für Filme mit einem größeren Budget engagiert. So eben auch für „Timecop“. Dadurch wurde aus dem Film eine sympathische Mischung aus SF, Action und Kick Box-Klopperei – inklusive Van Damme-Grätsche. Van Damme passt sehr gut in die Rolle des Zeitpolizisten, der nicht nur gegen einen hinterhältigen Senator, sondern eigentlich oder vor allem gegen die Zeit und damit gegen sein Schicksal kämpft, in der Hoffnung, dieses doch noch zu verändern. Und da dies alles mit viel Witz geschieht, macht „Timecop“ von der ersten Sekunde an Laune.

Die Handlung wird den ganzen Film über rasend vorangetrieben. So wird die Zeit nicht nur Thema des Films, sondern findet sich auch in dem hektischen Schnitt wieder, der teilweise schon atemlos wirkt. Diese Hektik treibt der Film in der Szene an die Spitze, in der Walker und seine vermeintliche Kollegin Sarah ihren gemeinsamen Start durch die Zeit ins Jahr 1996 wagen. Alles, was irgendwie mit Zeit zu tun hat, bündelt Hyams in eben dieser Schlüsselszene und lässt dabei den Rhythmus der Schnitte immer schneller werden. Aber die Handlung verläuft danach keineswegs ruhiger. Der Wettlauf gegen die Zeit geht unvermindert weiter.

Natürlich gibt es auch mehrere Logikfehler zu bestaunen. So stellt sich zum Beispiel die Frage, weswegen die Zeitreisenden ein Vehikel brauchen, um durch die Zeit zu reisen, wenn sie ohne diese Maschine in der Vergangenheit ankommen? Umgekehrt ist es nicht anders. Walker drückt auf sein Zeitmaschinenarmband – und kehrt in dem Vehikel wieder in seine eigene Zeit zurück. Aber im Grunde genommen erhöhen solche Logikfehler nur den Spaß am Geschehen. Denn das ist, was „Timecop“ zu hundert Prozent liefert: geniale Unterhaltung.

Timecop, Regie: Peter Hyams, Drehbuch: Mike Richardson, Mark Verheiden, Produktion: Sam Raimi, Darsteller: Jean Claude Van Damme, Mia Sara, Ron Silver, Bruce McGill, USA 1994, Laufzeit: 98 Min.

terminusDie 80er Jahre wurden quasi überflutet mit Filmen á la „Mad Max“. Die wenigsten konnten sich jedoch behaupten und noch weniger blieben im kollektiven Filmgedächtnis hängen. Eine der Ausnahmen ist der deutsch-französische SF-Streifen „Terminus“ aus dem Jahre 1987.

Dieser „Science Fiction-Action-Film“, wie es damals auf dem Filmplakat hieß, spielt im Jahr 2037. Durch Atomkriege und diverse Seuchen ist die Menschheit am Ende. Es herrscht eine bizarre Diktatur aus Militär und Polizei. Eine Gruppe fanatischer Wissenschaftler möchte mithilfe von genmanipulierten Menschen diesem Regime entgegentreten. Um die Militärs zu provozieren, wird ein sogenanntes Spiel gespielt, in dem ein Riesen-Truck durch eine für das Spiel verbotene Zone geschickt wird. Doch bei der neuesten Aktion treten einige Schwierigkeiten auf. Denn der Fahrer des Trucks beginnt, eigenmächtig zu handeln. Eine Gefahr für ein System, das eigenes Denken nicht duldet …

Aus welchem Grund „Terminus“ einen solchen Bekanntheitsgrad erreicht hat, kann nicht mehr richtig nachvollzogen werden. Wahrscheinlich hängt es mit der provokanten Themenmischung zusammen, die uns Regisseur Pierre-William Glenn liefert: Gen-Experimente, Faschismus, die Frage nach dem Wert des menschlichen Daseins. All dies ist verpackt in eine Story, die durchaus einer Graphic Novel entsprungen sein könnte. In dieser Hinsicht wird ja auch der französiche Comic-Zeichner Bilal unübersehbar zitiert, indem Graffiti-Sprayer seine düsteren Bilder an eine kaputte Mauer sprühen. Die Dialoge sind typische 80er-Jahre-Spruchkanonen wie z.B.: „Wer sind Sie?“ – „Ich bin jemand, der drei Meter entfernt von Ihnen sitzt.“ Oder (bei einer Verfolgungsjagd): „Hinter uns kommt noch so ein geiles Wiesel.“

Ein (zugegeben nerviger) Gag des Films ist, dass der Truck, der auf den Namen Monster hört, sprechen kann. Dafür befindet sich am Cockpit ein bizarrer Plastikmund, der ständig am Sprücheklopfen ist, und dies auf eine äußerst trockene Art und Weise. Ein weiterer (recht netter) Einfall des Regisseurs ist, Erz-Bösewicht Jürgen Prochnow gleich in drei Rollen auftauchen zu lassen. Zum einen als Sir, den grotesken Anführer der Wissenschaftler, zum zweiten als ein normaler Wissenschaftler und zum dritten als Kleiner Bruder, einen geisteskranken Truckfahrer, der den Monster-Truck außer Gefecht setzen soll. In vielen solcher kleinen Spielereien weist der Film darauf hin, wie ausgeprägt das Klonen in dieser düsteren Zukunft ist. Auch das Gesicht von Mat, einem hochintelligenten Jungen, und dem Gehilfen des Prochnow-Wissenschaftlers ähneln sich auf fast schon unheimliche Weise.

Auch wenn die Handlung äußerst einfach erscheint, so besitzt „Terminus“ doch eine komplexe Tiefe, die für solch einen Film ungewöhnlich ist. Hinzu kommt ein extrem pessimistisches Menschenbild, das so gar nicht als ironisch bezeichnet werden kann, sondern sich als ernstes Drama zwischen den Szenen sowie in deren Hintergrund abspielt. So gesehen kommt „Terminus“ als reiner Action-Film nicht durch. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein in Ansätzen stark philosophisches Zukunftsdrama, das in das Korsett eines Actionfilms gezwängt wurde. Ein sehr interessanter und daher sehenswerter SF-Film.

Terminus, Regie: Pierre-William Glenn, Drehbuch: Glenn u. Patricia Duvic, Produktion: Marita Coustet, Darsteller: Johnny Hallyday, Jürgen Prochnow, Karen Allen, Frankreich/Deutschland 1987, Laufzeit: ca. 80 Min.

unendlichegeschichteIn Deutschland wurden in den 80er Jahren hauptsächlich Komödien gedreht. 1984 wollte man aber dann doch auf die Fantasy-Welle aufspringen und verfilmte den Kinderbuchklassiker „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Dieser wollte jedoch mit der Produktion nichts mehr zu tun haben, nachdem er gesehen hatte, was Wolfgang Petersons und Bernd Eichinger aus seinem Werk gemacht hatten. So erging und ergeht es sicherlich auch den Fans des Romans. Denn Peterson und Eichinger verfilmten lediglich die erste Hälfte des Buchs. Die zweite Hälfte wurde mit dem Schlusssatz zusammengefasst, dass Bastian noch viele weitere Abenteuer erlebte. Schluss, Aus, Amen.

Der Film erzählt also lediglich die parallel verlaufenden Geschichten von Bastian im Schulhaus und von den Abenteuern Atréjus, der gegen das Nichts kämpft und versucht, die kindliche Kaiserin zu retten.

Betrachtet man aber „Die unendliche Geschichte“ nicht als Adaption, sondern als reinen Fantasy-Film, so muss sich die Produktion nicht hinter der Konkurrenz aus Hollywood verstecken. Mit einem Budget von etwa 60 Millionen DM, was für einen deutschen Film eine mehr als nur außergewöhnlich hohe Summe war (manchmal hatte man ja den Eindruck, dass deutsche Filme für die berühmten 1,50 gedreht wurden), gestalteten Regisseur Peterson und Produzent Eichinger eine sehr schöne, fantasievolle Welt, in der weniger die menschlichen Darsteller die Stars sind als vielmehr die vielen Kreaturen, allen voran der Steinbeißer, die Rennschnecke, die Riesenschildkröte Morla oder der Gmork, der bösartige Werwolf und Diener des Nichts. Ziemlich missglückt war allerdings die Figur des Glücksdrachen, der mehr wie eine Art fliegender Dackel wirkt als wie ein echter Drache.

Da man in Deutschland so gut wie keine Spezial- und Puppeneffekte verwendete, da ja weder SF- noch Fantasy-Filme produziert wurden, mussten sich Wolfgang Peterson und Bernd Eichinger bei US-amerikanischen Spezialeffektfirmen darüber schlau machen, wie diese hergestellt und umgesetzt wurden. Letztendlich waren manche der Puppen so groß, dass es bis zu 15 Leute brauchte, um diese bewegen zu können. So wurde „Die unendliche Geschichte“ zu einem Unikum des deutschen Films. Und ebenfalls wichtig zu erwähnen ist, dass in dem deutschen Film eigentlich keine deutschen Schauspieler agieren, was indirekt zeigt, was Peterson und Eichinger von deutschen Schauspielern halten bzw. hielten.

„Die unendliche Geschichte“ wurde ein sehr großer Erfolg. Da die Rechte der Adaption bei Warner lagen (die Verhandlungen zwischen Verlag und Produktionsfirma bzw. Michael Ende und Produktionsfirma waren anscheinend überaus ungeschickt geführt worden, da Ende keinen Einfluss mehr im Hinblick auf Fortsetzungen und Remakes hatte), wurden zwei Sequels gedreht, die jedoch keineswegs mehr an den Stil des Originals heranreichen. Vor wenigen Jahren ging plötzlich das Gerücht um, dass eine werkgetreue Neuverfilmung geplant sei, doch verliefen sich die Vorbereitungen im Sand.

klapperschlange„Nenn mich Snake“, erwidert Snake Plissken, wenn ihn jemand mit seinem Nachnamen anspricht. Mit dieser Figur schuf John Carpenter nicht nur einen 80er Jahre-Kult, sondern auch einen seiner erfolgreichsten Filme.

Die Handlung spielt im Jahr 1997. Ganz Manhattan ist ein Hochsicherheitsgefängnis und von einer Mauer umschlossen. Minen erschweren zusätzlich eine Flucht. Wer als Gefangener nach Manhattan reinkommt, kommt nie wieder raus. In dem Stadtteil haben sich über die Jahre hinweg (1988 wurden die ersten Gefangenen nach Manhattan verlegt) eigene Gesellschaftsstrukturen entwickelt. Unterirdisch leben die Crazys, die sich von Menschenfleisch ernähren, auf den Straßen herrscht der Duke, der seine Macht durch Gewalt aufrecht erhält. Eines Tages stürzt das Flugzeug des Präsidenten über Manhattan ab. Snake Plissken, der als Gefangener ebenfalls eingebuchtet werden soll, erhält dadurch noch eine Chance: Wenn er den Präsidenten findet und zurückbringt, wird er begnadigt.

„Escape from New York“, so der Originaltitel, kommt als sehr düstere Dystopie daher, in der sich die Welt im Krieg befindet und Gesellschaften verrohen. Die USA ist zu einer Art Polizeistaat geworden, eine linke Gruppierung versucht, gegen das System anzukämpfen. Das ist der Rahmen, innerhalb dessen sich Carpenters zweiter SF-Film bewegt. Doch ist sein Film keineswegs ernst. „Die Klapperschlange“ ist gewürzt mit viel Ironie und überaus schwarzem Humor. Schon allein die überzeichneten Figuren tragen dazu bei, dass man bei ziemlich vielen Szenen einfach Schmunzeln muss. Aber auch so manche Idee zeichnet sich durch gekonnten Witz aus. So z.B.  die Limousine des Duke, die mit Kronleuchtern auf der Kühlerhaube ausgestattet ist. Andererseits aber kommt der Film auch ziemlich hart daher, obwohl Vieles eher angedeutet ist.

Carpenter symbolisiert mithilfe der Kulissen, die leere und halb zerfallende Gebäude zeigen, eine vollkommen kaputte Gesellschaft. In dieser Gesellschaft regiert nur das Gesetz des Stärkeren. Aber auch die Welt außerhalb der Gefängnismauern ist alles andere als human. Flüchtende werden auf der Stelle erschossen. Dadurch wirkt der Film trotz seiner Ironie auch recht beklemmend.

Dass der Film so gut funktioniert, verdankt er auch den hervorragenden Darstellern, viele davon gehören zu Carpenters Stammschauspielern. Allen voran natürlich Kurt Russell, der die Rolle des Snake Plissken innehat und mit Augenklappe und Militärhose sein wohl bekanntestes Kostüm trägt. Aber auch Donald Pleasance, der ebenfalls in „Halloween“ und „Fürsten der Dunkelheit“ mitspielte, ist mit von der Partie. Adrienne Barbeau spielte später in „The Fog“ mit. Des weiteren konnte Carpenter Lee Van Cleef und Harry Dean Stanton engagieren. Die wohl unheimlichste Rolle, die zugleich stark die Atmosphäre des Films trägt, ist die des grotesken Romero, eine Art Spion und Schoßhündchen des Duke, gespielt von Frank Doubleday, einem bekannten Schauspiellehrer, der zuvor in Carpenters „Assault – Anschlag bei Nacht“ mitspielte.

„Die Klapperschlange“ ist längst ein Klassiker des SF-Films. 1996 drehte John Carpenter eine Fortsetzung, doch floppte das Sequel an den Kinokassen und kommt auch an das Original nicht heran.

 

 

ghostbusterÜber „Ghostbusters“ muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Der Film zählt nicht nur zu den erfolgreichsten Komödien der 80er Jahre, sondern ist schlicht und ergreifend ein Klassiker. „Ghostbusters“ ist einer der wenigen Filme, bei denen einfach alles stimmt. Die Pointen sitzen, die Figurenkonstellation ist geradezu perfekt und die Effekte sind heute noch genauso faszinierend wie dazumal.

Allerdings ist „Ghostbusters“ nicht nur eine gelungene Horrorkomödie. Der Film ist zugleich eine Satire auf die US-amerikanische Kultur. Auf der ersten Ebene erzählt „Ghostbusters“ die Geschichte dreier Akademiker, die von der Universität geschmissen werden und nun versuchen müssen, sich in der freien Wirtschaft zu behaupten. Auf der zweiten Ebene lässt Reitman keinen satirischen Seitenhieb aus. Angefangen vom Universitätswesen bis hin zur Stadtpolitik und Behördenwahnsinn lässt es der Film nicht an Spott und Hohn fehlen. Doch interessanterweise zielt der Film immer wieder auf das Essverhalten der US-Amerikaner ab. Der Dämon Zuul, der aus einer anderen Dimension kommt, um die Welt in Besitz zu nehmen, taucht als erstes in einem Kühlschrank auf, in dem sich vor allem Fertigprodukte sowie Coladosen befinden. Einer der Hauptszenen spielt in einem Hotel, wo die Geisterjäger ein ganzes Buffet demolieren, während sie versuchen, einen herumschleimenden Geist zu fangen. Dieser stopft sich voll mit fettigen Würstchen, bevor er schließlich doch noch in die Falle geht. Im Finale, in dem die Gestalt gewählt werden soll, in welcher der Dämon die Welt vernichtet, erscheint dieser schließlich in Form des „allseits beliebten Marschmallow-Manns“. Die Geisterjäger machen somit nicht nur Jagd auf echte Gespenster, sondern zugleich auf die US-amerikanische (Ess-)Kultur und entpuppen sich dadurch als wahrer Bürgerschreck, da ihnen so gut wie nichts heilig ist oder Ehrerbietung einflößt.

Was den Film nicht weniger faszinierend macht, ist, dass es Reitman zugleich gelingt, eine Art Querschnitt durch die Subgenres des Horrorfilms abzuliefern, wobei er nicht nur ganz spezielle Zitate aufgreift (z.B. ist Venkmans Klavierklimpern eine Anspielung auf den Horrorklassiker „The Haunting“), sondern auch die für die jeweiligen Subgenres typische Szenen durch den Kakao zieht, was „Ghostbusters“ auch auf einer filmtheoretischen Ebene überaus interessant macht. Und nicht zu vergessen sind natürlich die Spezialeffekte, die in schön ausgedachten Farben erscheinen (grün und violett – mit diesen Farben beleuchtete Horrorikone Mario Bava seine Sets) und von denen die aufbrechende Straße damals zu den aufwendigsten Effekten gehörte, da die dafür verantwortliche Crew einen kompletten Straßenzug nachgebaut hatte.

Über das Remake soll hier nicht nochmals eingegangen werden. Nur eines vielleicht: inzwischen meint Aykroyd, dass er hoffe, dass einmal doch noch ein Sequel mit den echten Ghostbusters zustande kommt. Also doch eine heimliche Kritik an dem Reboot?

Ghostbusters, Regie u.  Produktion: Ivan Reitman, Drehbuch: Dan Aykroyd, Harold Ramis, Darsteller: Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis, Ernie Hudson, Rick Moranis, Sigourney Weaver, USA 1984, Laufzeit: 105 Minuten

labyrinthTerry Jones schrieb das Drehbuch, George Lucas produzierte den Film und David Bowie schrieb die Songs.  – Dennoch floppte „Labyrinth“ von Regisseur Jim Henson gewaltig. Er brachte damals gerade einmal die Hälfte der Produktionskosten rein, und diese beliefen sich auf 25 Millionen Dollar.

Nach dem Erfolg von „Der dunkle Kristall“ (1982) wollte Henson auf eben diesem Erfolg anknüpfen. Dieses Mal aber sollten nicht nur Puppen die Hauptdarsteller sein. Neben David Bowie, der hier in der Rolle des Koboldkönigs zu sehen ist, spielte Jeniffer Conelly die Rolle der jungen Sarah, die sich nach der erneuten Heirat ihres Vaters vernachlässigt vorkommt. Die Schuld dafür gibt sie ihrem Halbbruder Toby. Um dem Alltag zu entfliehen, flüchtet sie sich immer wieder in eine Fantasiewelt. Doch eines Abends gehen Realität und Fantasie ineinander über, als sie sich wünscht, dass die Kobolde Toby, um den sie sich kümmern soll und der nicht aufhört zu weinen, holen sollen. Tatsächlich geht ihr Wunsch in Erfüllung. Doch bereut sie ihre Tat sofort und wünscht sich Toby wieder zurück. Der Koboldkönig gibt ihr 13 Stunden Zeit, um ihren Halbbruder in der Koboldstadt zu finden …

Wie schon bei „Der dunkle Kristall“, ließ Jim Henson von Handpuppen über Marionetten bis hin zu Ganzkörperkostümen alles in Erscheinung treten. Doch dieses Mal weitaus aufwendiger. So agierten z.B. in einer Szene, in der Bowie einen seiner Songs zum Besten gibt, 80 Puppenspieler auf einmal. Das Ungeheuer Ludo musste abwechselnd von zwei Puppenspielern bewegt werden, da die Konstruktion zu schwer geworden war. Im Gegensatz zu „Der dunkle Kristall“ ist „Labyrinth“ weitaus schneller und witziger. Dank des Humors von Monthy Python-Mitglied Terry Jones wird die Handlung durch ständige, teils skurrile Gags aufgelockert. Erstklassig sind die Kulissen des Films, die so konstruiert sind, dass sie nicht nur zweckgebunden den Hintergrund ausfüllen, sondern zugleich mit der Wahrnehmung der Zuschauer spielen. Hierbei bediente sich Henson und sein Team am Surrealismus und, was die Koboldstadt angeblagt, auch am Expressionismus. Die schiefen Häuser und verschnörkelten Straßen erscheinen wie eine Anlehnung an „Das Kabinett des Dr. Caligari“. Das Eschersche Labyrinth, das zum Schluss als Highlight präsentiert wird, darf hier nicht unerwähnt bleiben.

Es ist erstaunlich, dass der Film ein Misserfolg wurde. Damalige Kritiker betrachteten „Labyrinth“ teilweise als zu altmodisch. Im Nachhinein lag es wohl eher daran, da „Labyrinth“ in einer Phase veröffentlicht worden war, als die Fantasy-Welle langsam zurückging. Dennoch entwickelte sich der Film im nachhinein zu einem heimlichen Klassiker, der nicht nur Bowie-Fans immer wieder erfreut.

Die Reise ins Labyrinth (Labyrinth), Regie: Jim Henson, Produktion: George Lucas, Drehbuch: Terry Jones, Darsteller: David Bowie, Jenniffer Conelly. USA/England 1986, Laufzeit: 97 Minuten.

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CoverDasBoeseDas Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

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DarkmooreCoverNeu-Seite001Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

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