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Archive for Oktober 2017

Eigentlich wie immer: Als der neueste Film von Mario Bava 1968 herauskam, mochten ihn die Kritiker nicht. Heute zählt die Comicadaption „Danger: Diabolik“ zu den besten Trash-Filmen der 60er Jahre. Und das zu recht. Denn kaum ein anderer Film aus dieser Zeit dürfte derart bunt, durchgeknallt und rasant sein wie eben dieses herrliche James Bond-Imitat.

Es geht um den Meisterdieb Diabolik, dem die Polizei seit Jahren vergeblich das Handwerk legen will. Seine Verbrechen erheben ihn zu einer Art Staatsfeind. Während die Polizei weiterhin versucht, ihm eine Falle nach der anderen zu stellen, vollbringt Diabolik zusammen mit seiner hübschen Freundin Eva ein kriminelles Meisterstück nach dem anderen.

Diabolik (John Philip Law) und Eva (Marisa Mell) bringen das Gold zum Schmelzen; „Danger: Diabolik“ (1968); Copyright: Paramount

Diabolik wäre kein Superganove, wenn er keine unterirdische Festung hätte. Und schon allein das poppige Design der Kulissen ist es wert, sich diesen Film anzusehen. Doch Mario Bava wäre nicht er selbst gewesen, wenn er seinen gesamten Film nicht mit seinen Lieblingsfarben und seinem Hang zum Künsterlischen gewürzt hätte.

Gleich zu Anfang, wenn Diabolik die Millionen Dollar der Polizei abnimmt, indem er am Hafen einen Nebel austreten lässt, ist es nicht einfach irgendein Rauch, sondern ein wundervoller Farbenmix aus knalligem Gelb und sattem Violett. Diesem Geschehen folgt wohl eine der längsten Kussszenen der Filmgeschichte. Denn kaum ist Diabolik mit Eva wieder in seiner Festung, als sich beide in die Arme fallen, wobei diese Kussszene verbunden ist mit einem Hin- und Herschieben von Art Deco- und Pop Art-Kulissen, dass man gar nicht weiß, wo man vor Begeisterung hinschauen soll – in erster Linie natürlich auf Trash-Ikone Marisa Mell mit ihrem orangefarbenen Ausschnitt von einem Kleid, aber die Szenerie als Ganzes ist geradezu einmalig und liegt irgendwo zwischen „Barbarella“, „Camille 2000“ und „James Bond“.

Diabolik (John Philip Law) und Eva (Marisa Mell) nach einem ihrer genialen Streiche; „Danger: Diabolik“ (1968); Copyright: Paramount

Nicht weniger faszinierend sind Bavas Ausflüge ins Surreale. Hier wäre z. B. die Disco-Szene zu erwähnen, in denen die Kulissen lediglich angedeutet sind, in der ein tiefes Blau vorherrscht und in der sich die Statisten wie in einem postmodernen Theaterstück bewegen.

Bava gelingt nun das geniale Kunststück, all diese optischen Feinheiten in eine rasante und Action reiche Story zu packen, die voller Witz und Selbstironie steckt. Fast schon besser als der eigentliche James Bond, erhebt Bava damit das Actiongenre zu einem Kunstwerk, das untermalt ist von Ennio Morricones coolem Easy Listening-Sound und dem genialen Titelsong „Deep Deep Down“, der so ziemlich alles schlägt, was man als Titelsong bezeichnet. Kurz gesagt, ein echter Knaller.

Gefahr: Diabolik (Danger: Diabolik). Regie: Mario Bava, Drehbuch: Dino Mairui, Brian Degas, Tudor Gates, Mario Bava, Produktion: Dino de Laurentis, Darsteller: John Philip Law, Marisa Mell, Michel Piccoli, Terry-Thomas, Adolfo Celi. Italien/Frankreich 1968, 105 Min.

 

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Literaturnobelpreisträger Sinclair Lewis (1885 – 1951) verfasste mit seinem Roman „Babbitt“ eine der Satiren über den Alltag in den USA. Veröffentlicht 1922, hat dieses Buch nichts von seiner Aktualität verloren.

Es geht um den Immobilienmakler George Babbitt, der die Alltagsroutine mehr und mehr satt hat. Doch obwohl er immer den Wunsch verfolgt, sich zu verändern, fällt er dennoch wieder zurück in den alltäglichen Trott. Dies scheint sich zu ändern, als er die attraktive Tanis Judique kennenlernt. Doch was ihn zunächst wie ein neues Leben scheint, besitzt letztendlich auch wieder seine negativen Seiten …

Man könnte „Babbitt“ als den Roman über Amerika bezeichnen. Lewis konzentriert sich zwar auf das soziale Milieu der Mittelschicht, blickt aber auch immer wieder in andere Bereiche der Gesellschaft. Daraus ergibt sich ein ganzes soziokulturelles Panorama, das von ihm minutiös durch den Kakao gezogen wird. Denn die USA, in der Freiheit hochgehalten wird, wird bestimmt von strengen gesellschaftlichen Regeln, denen man sich beugen muss, wenn man nicht ins Abseits rutschen möchte.

Sinclair Lewis (1914)

Babbitt beginnt eben diese Regeln nach und nach zu hinterfragen. Dabei versucht er zwar immer wieder, selbst diese Regeln zu durchbrechen, scheitert letztendlich aber immer wieder an sich selbst. Das fängt schon damit an, dass er mit dem Rauchen aufhören möchte, aber dann doch immer wieder Zigarren raucht, da er es ja immer schon so getan hat.

Doch die Regeln und der Anstand erweisen sich als bloße Fassade. Die Konsequenz davon ist ein Spießertum, das sich vor allem in der Mittelschicht gebildet hat und dort regelrecht zelebriert wird. Dieses satirische Blossstellen sollte ca. 40 Jahre später auch Richard Yates in seinem berühmten Roman „Zeiten des Aufruhrs“ aufgreifen, wenn auch intensiver.

Liest man „Babbitt“, so ist dies so, als würde einem jemand die Augen öffnen. Denn der Roman wirkt wie ein Schlüsselwerk, mit dem man auf einmal alle anderen US-amerikanischen Romane und Filme besser versteht. Und der wunderbare Schreibstil lässt einen dabei regelrecht durch George Babbitts Weltsicht gleiten, deren Kernpunkte sich ohne weiteres auch auf unsere Gesellschaft übertragen lassen. Ein wirklich toller Roman.

Sinclair Lewis. Babbitt. Manesse 2017, 782 Seiten, 28,00 Euro, ISBN: 978-3-7175-2384-0

 

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Mit dem Film „Den Sternen so nah“ („The Space between us“) erhoffte man sich anscheinend die Teenie-Romanze des Jahres zu bringen. Doch der Schuss ging nach hinten los, denn der Film wurde ein Flop-Desaster. Von den 30 Millionen Produktionskosten spielte er nicht einmal die Hälfte ein. Dabei hat der Film ein solches Schicksal eigentlich nicht verdient.

Die durchaus originelle Handlung dreht sich um den 16jährigen Jungen Gardner, der als erster Mensch überhaupt auf dem Mars aufgewachsen ist. Ein negativer Aspekt dieser Entwicklung aber ist, dass er unter der Glasknochenkrankheit leidet. Sein größter Wunsch: endlich einmal die Erde zu besuchen. Übers Internet chattet er inzwischen mit der Schülerin Tulsa. Als sich Gardners Wunsch endlich erfüllt und er ihr Tulsa begegnet, ist allerdings nicht jeder froh darüber. Der Unternehmer Nathaniel Shepherd möchte Gardners Existenz unter allen Umständen geheim halten und den Jungen in seine Gewalt bringen …

„Den Sternen so nah“ überzeugt als netter SF-Film, der ohne Geballer auskommt und dennoch jede Menge Action aufweist. Doch verlegt sich der Film zum Glück nicht allein darauf, aufregend zu sein. Regisseur Peter Chelsom konzentriert sich auf seine beiden liebevoll charakterisierten Hauptfiguren Gardner und Tulsa und deren Sicht auf die Welt. Und dies ist eine große Stärke des Films. Ganz ohne Kitsch erzählt der Film dadurch die Geschichte zweier Außenseiter, die beide versuchen, aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen.

So ist es nicht verwunderlich, dass Chelsom seinen SF-Film mit den Aspekten des Roadmovies verknüpft. Da, wo der Film allerdings schwächelt, sind ausgerechnet die Szenen, in denen sich Gardner und Tulsa nahe kommen. Das Romantische wirkt verkrampft und zu sehr gestellt. Kurz, genau in diesen Momenten nimmt man den beiden Hauptdarstellern ihre Rollen nicht ab.

Insgesamt aber ist es erstaunlich, dass „Den Sternen so nah“ auf ganzer Linie floppte. Die wundervolle Optik, die interessanten Figuren und die spannende und, wie oben bereits bemerkt, originelle Handlung hätten das nicht erwarten lassen. Möglicherweise aber gelingt dem Film der Durchbruch in der Zweitverwertung als DVD und auf diversen Streaming-Portalen. Verdient hätte er es.

Den Sternen so nah (OT: The Space between us). Regie: Peter Chelsom, Drehbuch: Allan Loeb, Stewart Schill, Richard Barton Lewis, Produktion: Richard Barton Lewis, Darsteller: Asa Butterfield, Britt Robertson, Gary Oldman, Carla Gugino, Janet Montgomery. USA 2017, 121 Min.

 

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Mit dem Titel „Invasion der Doppelgänger“ ist nun bereits der fünfte Band der erfolgreichen eBook-Serie „Prähuman“ erschienen. Der Titel ist Programm, denn der Grenzwissenschaftler Frederic Tubb und seine beiden Mitarbeiter Maki Asakawa und Hans Schmeißer werden auf einmal von Leuten heimgesucht, die ihnen bis aufs Haar gleichen.

Hier der Inhalt: Frederic Tubbs Ruf als Grenzwissenschaftler ist ruiniert, nachdem er auf einem Kongress in Lissabon verkündet hat, dass die prähumane Hyperzivilisation überhaupt nicht existiert. Doch gibt es da ein noch viel größeres Problem: Denn Tubb befand sich gar nicht auf dem Kongress. Wer aber war dann der Mann, der sich als Tubb ausgegeben hat? Als wäre dies noch nicht genug, ereignen sich in London auf einmal sonderbare Zwischenfälle, in denen wie aus dem Nichts Doppelgänger erscheinen und für Unruhe sorgen. Auch Tubbs Mitarbeiter Hans Schmeißer und Maki Asakawa bleiben davon nicht verschont. Und als Maki auf einmal spurlos verschwindet, nimmt die Bedrohung eine weitaus größere Form an …

Auch Band fünf ist eine Mischung aus SF, Action und Abenteuer, wobei dieser Band doch wiederum anders ist als die vorangegegangenen vier. Die Story rast beinahe atemlos voran und die Gags sind wieder einmal herrlich skurril. Dieses Mal nimmt die Handlung teilweise surreale Züge an, besonders die zweite Hälfte des Bandes ist davon geprägt. Insgesamt macht Band fünf genauso Spaß wie die ersten vier. Und die dichte, spannende Handlung bringt einen dazu, das eBook in einem Rutsch durchzulesen.

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Mit seinem neuesten Roman spinnt der bekannte SF-Autor Stephen Baxter die Geschichte von H. G. Wells‘ Klassiker „Krieg der Welten“ weiter. 14 Jahre sind seit dem Angriff der Marsianer auf die Erde vergangen. Die marsianische Technologie hat den sozialen Wandel und den Modernisierungsprozess der Gesellschaften beeinflusst. Doch da kommt es zu einem neuen Angriff und die Menschheit muss sich erneut gegen die Invasoren verteidigen.

Baxter schildert die Geschehnisse um diese zweite Invasion aus der Sicht einer Journalistin. Dabei entwirft er ein alternatives Geschichtsmodell, das zugleich bespickt ist mit Anspielungen auf weitere klassische SF-Romane. Zu erwähnen wäre hier vor allem Sakis „Als Wilhelm kam“. Auch bei Baxter hat Deutschland einen Krieg (alternativ zum Ersten Weltkrieg) gewonnen und herrscht nun über ganz Europa – teilweise auch über England.

Dies schafft Baxter viel Raum für ironische und satirische Anspielungen, die teils zwischen den Zeilen versteckt sind, teils offen hervortreten und nicht nur die Splendid Isolation betreffen. Sehr schön ist z.B. wie die englischen Behörden auf emanzipierte Frauen reagieren und der Journalistin am liebsten ein Einreiseverbot erteilen wollen. Durchaus interessant ist auch der Schreibstil, den Baxter für „Das Ende der Menschheit“ gewählt hat, da dieser sich an den klassischen SF-Romanen orientiert.

Auch bei den späteren Kriegsszenen bleibt Baxter diesem Stil treu. Für den einen oder anderen Leser mag dies gewöhnungsbedürftig sein. Wer sich aber mit den klassischen Romanen (nicht nur von Wells) beschäftigt, wird darin durchaus einen angenehmen Witz finden. Insgesamt ließt sich das Buch dann auch tatsächlich wie ein Roman aus den 20er Jahren, was durchaus Baxters Können unterstreicht.

„Das Ende der Menschheit“ ist bespickt mit witzigen und interessanten Ideen, manchmal wirkt die Story zwar etwas umständlich konzipiert, doch alles in allem ist „Das Ende der Menschheit“ ein spannender und durchaus gelungener SF-Roman, der irgendwo zwischen Alternativwelt- und Invasionsroman anzusiedeln ist.

Stephen Baxter. Das Ende der Menschheit. Heyne Verlag 2017, 588 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3-453-31845-8

 

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Graham Masterton ist der Meister des Grauens aus England. Seit seinem Debut „Manitou“ ist er aus dem Horrorgenre nicht mehr wegzudenken. In seinem neuen Roman „Bleiche Knochen“ verbindet er gekonnt Krimielemente mit Aspekten des Horrorromans.

Es geht um die Ermittlerin Katie Maguire, die es plötzlich mit einem äußerst unheimlichen Fall zu tun hat. Auf einem Bauernhof werden bei Bauarbeiten die Skelette von elf Frauen gefunden, die dort 1915 vergraben wurden. Die Untersuchung der Knochen ergibt, dass die Frauen bei lebendigem Leib entbeint wurden. Gerade als die Ermittlungen zu den Akten gelegt werden sollen, ereignet sich jedoch ein neuer Fall, der nach demselben Muster verläuft …

Wenn man es genau nimmt, gibt es nicht gerade viele Kriminalromane, die nicht nur spannend, sondern auch hervorragend geschrieben sind. „Bleiche Knochen“ ist solch eine wunderbare Ausnahme. In dem Roman stimmt einfach alles. Nicht nur der perfekte Spannungsaufbau lässt einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Hinzu kommt ein wirklich toller Schreibstil, mit dem es Masterton gelingt, eine dichte und mysthisch angehauchte Atmosphäre zu schaffen. Aber das ist noch nicht alles, denn der Roman ist bespickt mit interessanten und vielschichtigen Figuren, denen man gerne durch die Geschichte folgt.

Besonders Katie Maguire ist Masterton sehr schön gelungen. Kein 08/15-Charakter wie in so vielen anderen Krimis und Thrillern, sondern eine komplexe Figur, die sich gegenüber der Männerwelt behaupten muss und dabei mit ihren Schwächen und Stärken beschrieben wird. Sehr überzeugend stellt Masterton dabei die Skepsis und Abneigung der traditionellen Bewohner der Stadt Cork dar, in der Maguire als Chefermittlerin tätig ist.

Doch ist „Bleiche Knochen“ ja nicht nur ein Kriminalroman, sondern genauso ein Mystery-Thriller und nicht weniger ein Horrorroman. Masterton setzt alles daran, um das Grauen nicht abwegig oder übertrieben darzustellen, sondern ihm liegt daran, sowohl mit direkten als auch mit subtilen Mitteln eine Bedrohung zu schaffen, die einem im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht.

Besser als Masterton mit „Bleiche Knochen“ kann man einen Horrorthriller nicht schreiben. Eindeutig das Highlight des Jahres.

Graham Masterton. Bleiche Knochen. Festa Verlag 2017, 441 Seiten, 13,99 Euro, ISBN: 978-3-86552-558-1

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Im Jahr 1943 trafen sich Churchill und Roosevelt in Casablanca, um über ihre Strategie gegen Hitler zu beraten. Das Ergebnis der geheimen Konferenz läutete das Ende des Dritten Reiches ein. Im selben Zeitraum produzierten die Warner Studios ein romantisch angehauchtes Drama um einen Barbesitzer und dessen unerwarteter Begegnung mit seiner früheren Geliebten.

Der Film basierte auf dem Theaterstück „Everybody comes to Rick’s“ der beiden Autoren Murray Burnett und Joan Alison. Auf Anraten ihres Agenten schickten die beiden Autoren das Stück an Warner, die letztendlich daraus den unvergessenen Filmklassiker schufen. Der Film orientierte sich an den damaligen Geschehnissen in Europa und Nordafrika und versuchte dabei, so realistisch wie möglich zu sein. Beeinflusst wurde das Werk jedoch von dem Treffen zwischen Churchill und Roosevelt.

Der Autor Norbert F. Pötzl schrieb darüber nun ein Buch, in dem er auf geradezu minutiöse Weise die damaligen Ereignisse, die sich während und vor der Konferenz ereignet haben, schildert. Indem er die Produktionsgeschichte von „Casablanca“ den historischen Ereignissen nicht nur gegenüberstellt, sondern diese miteinander verknüpft, gelingt es ihm zu zeigen, auf welche Weise die Politik Auswirkungen auf die Tätigkeiten in Hollywood hatte.

Denn die großen Studios versuchten, mit ihren Produktionen, ihren Teil zum Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland beizutragen, wobei sie bestimmte Vorgaben einhalten mussten. Innerhalb dieses Rahmens entstand auch der Filmklassiker schlechthin, der Humphrey Bogart und Ingrid Bergman zu den Ikonen Hollywoods werden ließ.

Obwohl sich Pötzl in der Hauptsache auf die Geschichte der Konferenz orientiert, gelingen ihm immer wieder spannende Hinweise auf Parallelen zwischen Film und Wirklichkeit. Diese reichen bis in Roosevelts geheimes Liebesleben, gab es doch Gerüchte, er habe ein Verhältnis mit der norwegischen Kronprinzessin Märtha. Aus diesem Grund wandelten die Gebrüder Epstein die weibliche Hauptfigur um in eine Norwegerin. Im Theaterstück handelt es sich um eine leichtlebige Amerikanerin.

Pötzl berichtet über all dies in einem packenden und dichten Schreibstil. In einer rasanten „Montage“ zeigt er sämtliche Aspekte der Geschichte um die Konferenz und deren Mitwirkenden auf, geht auf die Biographien ein und verbindet dieses stets mit dem sich verändernden Gesamtbild der Lage in Europa. All dies macht „Casablanca 1943“ zu einem gewinnbringenden Leseerlebnis, das sich sowohl an Filmliebhaber richtet als auch an historisch interessierte Leser.

Norbert F. Pötzl. Casablanca 1943. Das geheime Treffen, der Film und die Wende des Krieges. Siedler Verlag 2017, 256 Seiten, 20,00 Euro, ISBN: 978-3-641-19679-0

 

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