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Archive for Dezember 2013

Der Klassiker des modernen japanischen Horrorfilms schlechthin.

1998 sorgte die japanische Low Budget Produktion „Ringu“ für großes Aufsehen. Der Erfolg und die originelle Machart des Films gründeten nicht nur das Genre J-Horror, sondern beeinflussten diverse asiatische Filmproduktionen. Selbst in Hollywood hatte man, laut des Filmhistorikers David Kalat, einen solchen Film noch nicht gesehen, was schnell dazu führte, dass ein Remake hergestellt wurde. Doch bei einem einzigen Remake blieb es nicht. Weitere J-Horrorfilme wurde „kopiert“. Nichtzuletzt beeinflusste J-Horror die Machart anderer US-Horrorfilme.

Ein Beispiel für den modernen japanischen Splatterfilm ist „Tokyo Gore Police“ (2008)

Doch was kam nach „Ringu“? Der moderne japanische Horrorfilm steht eng im Zusammenhang mit langhaarigen Geisterfrauen. Parallel zu diesen Filmen stylte man das für Japan typische Splattergenre auf. „Tokyo Gore Police“ wäre hierfür ein geeignetes Beispiel, eine Mischung aus Splatter, Groteske und Satire. Die als Hannyas bezeichneten Geisterfrauen tauchten jedoch in so vielen Horrorfilmen auf, dass sie nach wenigen Jahren für eine Art Sättigung sorgten. Teilweise versuchte man, ihr Aussehen leicht zu verändern, wie etwa in dem Film „Ghost Train“ (2006), in dem die Antagonistin statt eines weißen ein schwarzes Kleid trägt. Doch viel half das nicht. Selbst der Ausflug Hideo Nakatas in den anspruchsvollen Kunstfilm, wie er ihn in „Kaidan“ (2007) durchführte, brachte nicht viel, obwohl dieser Film im ästhetischen Sinne einen echten Genuss darstellt.

Die Folge: immer weniger J-Horrorfilme erreichten den ausländischen Filmmarkt. Das Interesse ließ nach. In einem solchen Moment könnte man denken, dass sich J-Horror neu erfinden müsste, um wieder Erfolge zu erzielen. Doch die Filmemacher scheinen selbst keine große Lust mehr zu haben, Low Budget Produktionen herzustellen. Stattdessen versucht man sich, ähnlich wie in Südkorea, dem Thriller zuzuwenden und bringt dabei sogar die ein oder andere interessante Produktion zustande. Doch in Sachen J-Horror scheint der Zug abgefahren zu sein.

Einer der letzten sehenswerten J-Horrorfilme ist „Slit Mouthed Woman“ (2007)

Wir möchten sogar so weit gehen, zu behaupten, dass die letzte wirklich sehenswerte J-Horror-Produktion „The Slit-Mouthed Woman“ aus dem Jahr 2007 war. Dieser Film setzte sich mit einer urbanen Legende auseinander, die vor allem in Tokyo recht populär ist. Die Machart des Films hebt nochmals sämtliche positiven Aspekte des J-Horrors hervor. Aber schon der zweite Teil, der ein Prequel des Originals darstellt, funktionerte zwar als Drama recht gut, nicht mehr aber als Horrorfilm, auch wenn die letzten 10 Minuten eine grandiose Horrorästhetik aufweisen.

Hideo Nakata versuchte es mit „The Complex“ (2013) erneut. Doch konnte er die Erwartungen nicht erfüllen.

Danach herrschte mehr oder weniger Funkstille. Viele Horrorfilme wurden in Deutschland nicht mehr veröffentlicht. 2013 versuchte man, eine Rückkehr des modernen japanischen Horrorfilms einzuleiten. Doch blieben die Produktionen weit hinter den Erwartungen zurück. Selbst Hideo Nakata, der mit „Ringu“ als der Pionier in Sachen J-Horror betrachtet werden kann, gelang mit seinem neuesten Film „Complex“ ein eher durchschnittlicher Horrorfilm, der mit den gewohnten Gruseleffekten hantiert, ohne jedoch wirklich etwas Aufregendes oder Originelles zu bieten.

Einen Tiefpunkt erreichte man mit der Direct to Video-Produktion „The Cult“, einer Mockumantary, die so schlecht ist, dass sie einfach nicht funktionieren kann. Der Regisseur hätte aus der Story viel herausholen können, schafft es aber nicht, seinen Stil konsequent durchzuziehen. Dies schienen selbst die Produzenten gemerkt zu haben. Denn um dem Film etwas mehr Spannung zu verleihen, greift man zum 08/15-Hilfsmittel: der Filmmusik, die irgendwann mitten im Film auf einmal ein paar Szenen untermalt. Dies zerstört dem Blair Witch-Klau die letzte Stütze.

Wohin steuert also der (post)moderne japanische Horrorfilm? Innerhalb des Genres ist, wie oben bereits bemerkt, ein Lustlosigkeit eingetreten. Gute Storys fehlen ebenfalls. Da in Japan eine Indie-Szene (so wie wir sie kennen und wie sie auch in Südkorea vorhanden ist) innerhalb der Filmbranche fehlt, gibt es auch keine neuen, kreativen Impulse, die dem Genre zu neuem Leben verhelfen würden. Man versucht zwar, auf den modernen Klassikern aufzubauen, schafft dabei allerdings nur Halbgares. Kreative Köpfe wie z. B. Sion Sono konzentrieren sich zurzeit auf Thriller und Sozialdramen. In Südkorea hatte „Killer Toon“ 2013 für einen wahren Paukenschlag gesorgt und das am Boden liegende Horrorgenre wieder neu belebt. Doch ein Paukenschlag ist im Hinblick auf J-Horror nicht in Sicht.

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2013 war ein Jahr, das zeigte, dass die interessanten Filme und Bücher nicht im Mainstream zu finden sind, sondern im Bereich der Kleinverlage und Independentproduktionen. Im Grunde genommen war dies immer so, doch in diesem Jahr offenbarten die Diskussionen im Netz, dass von Großverlagen nicht mehr viel zu erwarten ist und dass Hollywood – Krise hin, Krise her – sich, und hierbei beziehen wir uns auf die Aussage Larry Fessendens, sich voll und ganz auf Superheldenfilme eingeschossen hat. Auch von dieser Seite ist also kaum noch Originelles zu erwarten. Im Gegensatz dazu „brodelt“ es richtiggehend in der Kleinverlags- und Independendszene. In diesen Bereichen treffen Leser und Zuschauer noch auf interessante Storys und gut ausgedachte Plots. Aber auch den koreanischen Filmmarkt darf man nicht vergessen. 2013 waren 60% aller Filme, die in Südkorea gezeigt wurden, einheimische Produktionen. Deutschland kann von solchen Zahlen nur träumen. Dies könnte sich jedoch bald ändern, wenn deutsche Produzenten – ähnlich wie in Korea – beginnen, sich auf Thriller und Mystery-Filme zu konzentrieren. Die Weichen dafür sind im Grunde genommen schon gestellt.

Im Folgenden möchten wir auf Filme und Bücher aufmerksam machen, die unserer Meinung nach die besten Produktionen bzw. Releases darstellen.

Beste DVD-Veröffentlichung (Klassiker):

twilight zoneAls beste DVD-Veröffentlichung zählt ganz klar „Twilight Zone“. Dies hat zwei Gründe. Zum einen wurden dem Zuschauer nicht nur die Episoden geliefert, sondern zugleich ein Kapitel Zeit- und (Pop)Kulturgeschichte aufgeschlagen. Die Episoden an sich sind bereits erstklassige Arbeiten. Es sind spannende, tragikomische, fast schon poetische „Kurzgeschichten“. Die Box, welche die komplette erste Staffel enthält, bietet außer den Filmen die damaligen TV-Vorschauen auf andere Sendungen, damalige Werbeeinblendungen und die Hörspielproduktionen, die parallel zur TV-Serie im Radio gesendet wurden. Hinzu kommen Interviews mit noch lebenden Produktionsmitarbeitern und Ausschnitte von Preisverleihungen. Mehr kann man von einer solchen DVD-Box nicht verlangen.

Platz 2: Das schwarze Buch (Film Noir), Platz 3: Die Nacht des Jägers (Film Noir), Platz 4: Flesh + Blood (Ritterfilm), Platz 5: Peterchens Mondfahrt (Kinderfilm)

Beste Low Budget-Produktion:

innkeepers„The Innkeepers“ ist für uns auf Platz 1. Nicht, weil es sich um einen Horrorfilm handelt, sondern weil dieser Film mit ganz wenigen Mitteln auskommt, um damit eine interessante und spannende Geschichte zu erzählen. Man braucht keine Millionen Dollar zu verheizen, um richtiges Kino zu kreieren. Im Gegenteil, es sind die einfachen Methoden, die zählen. Der Film ist ein sehr schöner, weil klassischer Geisterhausfilm, der genauso gut aus der Feder des Geistergeschichtenmeisters M. R. James hätte stammen können. Regisseur Ti West schwimmt mit Absicht gegen den Strom, indem er auf sämtliche Aspekte des modernen  Low Budget-Horrors verzichtet. Im Fokus seines Films stehen die beiden Hauptfiguren und die durch ihre Ängste vorangetriebene Handlung. Leider gingen viele Zuschauer mit völlig falschen Erwartungen an den Film heran. Dies lag an der vom deutschen Vertrieb geforderten FSK 18-Freigabe, welche in keiner Weise nachvollziehbar ist.

Platz 2: Saya Zamurai (Tragikomödie), Platz 3: Passion (Thriller), Platz 4: Under the Bed (Horrorfilm), Platz 5: Maniac (Thriller)

Bester koreanischer Film:

hide and seekAls besten koreanischen Film wählten wir die Low Budget-Produktion „Hide and Seek“. Der Film ist nicht nur unerhört spannend, sondern weist völlig überraschende Wendungen auf, welche den Zuschauer jedes Mal verblüffen. Ein sehr intelligent gemachter Thriller, der seinesgleichen sucht. Bisher wurde der Film nur in Korea gezeigt. Die positiven Kritiken, die Preise, die der Film erhielt, und nicht zuletzt der überraschende Erfolg dürften jedoch dazu führen, dass „Hide and Seek“ bald auch in Deutschland als DVD veröffentlicht wird. Es ist zu befürchten, dass Hollywood ein Remake plant. Hoffen wir nicht, aber die Remakeitis ist leider nicht zu bremsen.

Platz 2: Cold Eye (Thriller), Platz 3: Killer Toon (Horrorfilm), Platz 4: New World (Gangsterfilm), Platz 5: The Terror Live (Thriller)

Bestes Buch:

zwielicht 3Hier mussten wir ebenfalls nicht lange überlegen. Die Anthologie „Zwielicht“ des Herausgebers Michael Schmidt ist eindeutiger Favorit. Die Anthologie präsentiert deutsche Nachwuchsautoren, die in ihren Geschichten ihr Können zeigen. Sämtliche Autoren lösen ihre Aufgaben mit Bravour. Ganz jenseits der Eintönigkeit, die derzeit auf dem Buchmarkt herrscht, liefern sie erfrischende und originelle Kurzgeschichten ab. Die Anthologie lässt durchaus hoffen. Und sie zeigt, dass interessante Werke eben nicht (mehr) in den Großverlagen zu finden sind.

Platz 2: John Marr und andere Matrosen (Autor: Herman Melville; Gedichtband), Platz 3: Die Ritter vom schwallenden Wasser (Autor: Michael Kirchschlager; historischer Kinderroman), Platz 4: Das Casting (Autor: Ryu Murakami; Mystery-Thriller), Platz 5: Überfahrt mit Dame (Autor: Henry James; Novelle).

 

 

 

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DER ERSTE WELTKRIEG UND DIE KÜNSTE
Vortragsexposé zur Wirksamkeit von DADA
Richard Albrecht

„Der erste Weltkrieg ist ein zentrales Thema für die Dada-Künstler. Dada steht dem Kriegstreiben ablehnend gegenüber und er wird für sinnlos erklärt. Dada versteht sich als ein „Protest“ gegen die Gesellschaft und gegen die vorherigen Kunststile. Für die Dadaisten steht die Provokation im Vordergrund. Neben dem Medium Sprache drückt sich Dada in der Malerei aus und geht hier neue Wege. Die Collagentechnik entsteht und findet mit Kurt Schwitters einen Höhepunkt innerhalb des Dada. […] Die Fotomontage erlebt ebenfalls im Dada ihre Geburt. Die Fotomontage bietet den Dadakünstlern neue Möglichkeiten ihren Werken eine bislang nicht erreichte Wirkung zu verleihen. Die Fotografie ist zu dieser Zeit noch jung und die Menschen verbinden mit ihr den Touch des „Wahren“. Mittels künstlerisch und handwerklich raffiniert erstellter Fotomontagen können die Dadaisten Menschen zueinander in Beziehung setzen, wie sie in der Wirklichkeit nicht zu realisieren wären. Prägnantes Beispiel hierfür ist John Heartfield, der mit seinem eher politischen Kunst-Gesamtwerk sich stark gegen den Nationalsozialismus und für die sozialistische Idee verschrieb.“[1]

John Heartfield: So sieht der Heldentod aus (1917)
Netzquelle: http://www.zeitenblicke.de/2004/01/derenthal/ [Abbildung 1]

Im ersten Teil seines Vortrags faßt der Autor als erfahrener historisch arbeitender Sozialforscher im Anschluß an Eric J. Hobsbawms allgemeinen kultursoziologischen Ansatz[2] und als synchrone Dimension seine speziellen Forschungen zur historisch wichtigsten antibellizistischen Kunstströmung im ersten großen „Weltfest des Todes“ (Thomas Mann) mit Schwerpunkt auf Entstehung, Wirkung und Ausdrucksformen DADA-Züri kurz zusammen[3]. Im zweiten, ausgreifenden Teil geht es in Form eines Grundbeitrags um die diachrone Dimension, genauer: um postbellizistische Verbreitung(en) des DADA-Aufbruchs und seiner politästhetischen Wirksamkeit(en) seit 1919 sowohl im Osten als auch im Westen: in Rußland (ab 1923 Sowjet-Union/UdSSR: Союз Советских Социалистических Республик / СССР) u n d in den USA (United States of America) bis Mitte der 1920er Jahre des letzten „kurzen“ Jahrhunderts.

[1] http://www.kunst-zeiten.de/Dada-Allgemein
[2] Erich Hobsbawm, Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Dt. Yvonne Badal. München-Wien: Hanser, 1995: 228ff.; zum Autor vgl. den Nekrolog
http://soziologieheute.wordpress.com/2012/10/02/eric-j-hobwsbawm-1917-2012/
[3] Richard Albrecht, Dada, Dadaismus, Hans Arp: Kunst als Event – Show – Performance; in: soziologie heute, 4 (2011) 18: 28-32; Netzfassungen: https://filmundbuch.wordpress.com/2012/12/13/dada-dadaismus-hans-arp-ein-artikel-von-richard-albrecht/ [und] http://www.poetenladen.de/richard-albrecht-dadaismus.php; als übergreifend-allgemeinen und historisch fundierten Ansatz vgl. Wilma Ruth Albrecht, „Wer von den Produktionsver-hältnissen nicht redenwill, sollte vom malerischen Schaffen schweigen …” Eine illustrierte These zur Malerei als Prolegomena einer speziellen Soziologie der Künste; in: soziologie heute, 3 (2010) 14: 18-23; erweiterte Netz-version http://soziologisch.wordpress.com/2013/12/21/illustrierte-these-zur-malerei/

Richard Albrecht ist ausgebildeter Journalist, betrieblicher Ausbilder, promovierter und habilitierter Sozialwissenschaftler und lebt seit seiner Beurlaubung als Privatdozent 1989 als unabhängiger Wissenschaftsjournalist, Editor und Autor in Bad Münstereifel. 1991 Veröffentlichung des Forschungsansatzes THE UTOPIAN PARADIGM. 1994/97 Redaktionsleiter der Carl-Zuckmayer-Blätter und Hg. Theater- und Kulturwissenschaftliche Studien. 2002/07 Hg. des Netzmagazins rechtskultur.de. 2005/10 Forschungen zum ARMENOZID als erstem Völkermord im 20. Jahrhundert. 2011 erschien als bisher letzte Buchveröffentlichung HELDENTOD. Kurze Texte aus Langen Jahren. Netzarchiv des Autors http://wissenschaftsakademie.net

(c) Richard Albrecht (2013)

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Die 80er Jahre brachten so unterschiedliche Filme wie „Re-Animator“ (1985), „Waxwork“ (1988), „Elmer“ (1988) oder schließlich „Ghostbusters“ (1984) hervor. Ihnen gemeinsam ist, dass sie im Grunde genommen Komödien sind. Die Kritik an Horrorfilmen war aufgrund des aufkommenden Videomarkts und der damit einhergehenden Direct-to-Video-Productions, welche für eine wahre Trash-Welle sorgten, besonders groß. Die Behauptung, dass dies alles bloß Spaß ist, wollten und wollen die wenigsten glauben. Betrachtet man die Filme genauer, so erkennt man, dass „Re-Animator“ sicherlich ein hervorragender Splatterfilm ist, dass er zugleich aber auch als Slapstickkomödie überzeugt. Nicht anders verhält es sich bei dem Episodenfilm „Waxwork“, der äußerst blutig erscheint, in Wahrheit jedoch einen überragenden Humor beweist. Die ungeschnittene Fassung von Frank Henenlotters „Elmer“ ist noch immer indiziert, auch wenn niemand so recht weiß, warum, handelt es sich bei diesem Kultwerk schließlich ebenfalls um eine überaus witzigen Film über unsere Spaßgesellschaft.

„Ghostbusters“ (1984) ist nicht nur Komödie, sondern auch eine Satire, welche die amerikanische Gesellschaft bloß stellt.

Einer der wenigen Produktionen, die auch beim breiten Publikum als Komödie durchging, ist „Ghostbusters“. Interessanterweise hat dieser Film keinerlei moralische Kritik geerntet, teilt er doch selbst mächtig aus. Regisseur Ivan Reitman siedelt seine Story nicht in der Vorstadt an und macht sich auch nicht über ehemalige Hippies lustig. Vielmehr steht bei ihm die amerikanische Kultur als Ganzes auf dem Servierteller und hierbei speziell die Esskultur. Auf der ersten Ebene erzählt „Ghostbusters“ die Geschichte dreier Akademiker, die von der Universität geschmissen werden und nun versuchen müssen, sich in der freien Wirtschaft zu behaupten. Auf der zweiten Ebene lässt Reitman keinen satirischen Seitenhieb aus. Angefangen vom Universitätswesen bis hin zur Stadtpolitik und Behördenwahnsinn lässt es der Film nicht an Spott und Hohn fehlen. Doch interessanterweise zielt der Film immer wieder auf das Essenverhalten ab. Der Dämon Zuul, der aus einer anderen Dimension kommt, um die Welt in Besitz zu nehmen, taucht als erstes in einem Kühlschrank auf, in dem sich vor allem Fertigprodukte sowie Coladosen befinden. Einer der Hauptszenen spielt in einem Hotel, wo die Geisterjäger ein ganzes Buffet demolieren, während sie versuchen, einen herumschleimenden Geist zu fangen. Dieser stopft sich voll mit fettigem Essen, bevor er schließlich doch noch in die Falle geht. Im Finale, in dem die Gestalt gewählt werden soll, in welcher der Dämon die Welt vernichtet, erscheint dieser schließlich in Form des „allseits beliebten Marschmallow-Manns“. Die Geisterjäger machen somit nicht nur Jagd auf echte Gespenster, sondern zugleich auf die US-amerikanische (Ess-)Kultur und entpuppen sich dadurch als wahrer Bürgerschreck, da ihnen so gut wie nichts heilig ist oder Ehrerbietung einflößt.

„Re-Animator“ (1985) kann als Satire auf die wissenschaftliche Elite bezeichnet werden.

Unter das Siegel Bürgerschreck lassen sich ebenso oben erwähnte Horrorfilme einordnen. Herbert Wests bis ins Groteske ausartende Experimente in „Re-Animator“ machen sich (für manche auf geschmacklose Weise) lustig über nach außen hin kompetent erscheinende Wissenschaftler und ziehen dadurch das Ansehen der Wissenschaft als solche durch den Kakao. Produzent Brian Yuzna und Regisseur Stuart Gordon präsentieren keine verantwortungsbewusste Wissenselite, sondern vielmehr Chaoten, die im Grunde genommen gar nicht wissen, was sie tun. Für die Beteiligten bedeutete dies natürlich nichts Gutes.

Nicht weniger amüsant verweist Frank Henenlotter mit seinem Parasiten Elmer auf die in den 80er Jahren aufgekommene Spaßgesellschaft. Brian ist ein Hedonist, dem nichts Besseres passieren kann, als von einem Parasiten befallen zu werden, der ihm Glückshormone liefert. Allerdings muss er dafür morden, um seine Belohnung zu erhalten. Zwar versucht Brian, von seiner Sucht nach Glück loszukommen, was dem Film eigentlich einen recht moralischen Anstrich gibt. Doch Elmer erweist sich jedes Mal als stärker. Für Brian wird dadurch der Spaß zur Qual. Henenlotter sieht im Vergnügen eine Sucht, die durch immer neue Anreize befriedigt werden muss. Die Spaßgesellschaft liefert sich somit dem Stress aus, nach Innovationen zu suchen, die allein dazu dienen sollen, Freude zu bringen. Nicht zuletzt führt dieses Verhalten zu Dekadenz und psychischem Verfall. Der Originaltitel „Brain Damage“ erhält in diesem Sinne eine doppelte Bedeutung.

„Waxwork“ (1988) schließt sich dem typischen Suburbia-Horror der 80er Jahre an und macht sich lustig über die Null-Bock-Generation.

Die Lust auf Spaß und Vergnügung ist auch das Grundthema von „Waxwork“, in dem ein Wachsfigurenkabinett in einer Vorstadt eröffnet wird. Die einzelnen Ausstellungsstücke zeigen die berühmtesten Psychopathen und Ungeheuer aus Legende und Wirklichkeit. Eine Gruppe Jugendlicher, die nichts mit sich anzufangen weiß, sieht darin eine lang ersehnte Abwechslung. Der Unterhaltungswert schlägt jedoch rasch um in tödliche Gefahr, da die Figuren alles andere als leblos sind. Die Fassaden der Vorstadt zeigen keine helle Freundlichkeit, sondern wirken leer und kalt, was den allgemeinen Vorstellungen einer Suburbia widerspricht. Die Kleinstadtidylle verkommt zu etwas Leblosem. In dem Wachsfigurenkabinett ist alles im gewissen Sinne spiegelverkehrt, denn hier ist das Leblose durchaus etwas Lebendiges. Dies bedeutet keinesfalls einen Vorteil. Denn auch das Vergnügen wird hier zu etwas wenig Wünschenswertem. Spaßgesellschaft und Vorstadt geraten hier auf den Prüfstand. Das Ergebnis ist ähnlich wie bei „Elmer“: eine Zunahme von Dekadenz, die im Chaos endet.

So gesehen erscheinen die Aussagen dieser Filme, trotz ihres spaßigen Charakters, überaus kritisch, um nicht zu sagen pessimistisch. Sie zeigen Gesellschaften, die sich „kaputt“ amüsieren und dabei alles andere vergessen. Ihre Aussagen passen genauso gut in die heutige Zeit. Vielleicht ist dies u. a. ein Grund dafür, weswegen sie zu Klassikern geworden sind.

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Hwayi (Kinoplakat)

Hwayi – A Monster Boy lautet der neueste Thriller, der im Herbst in Korea in die Kinos gekommen ist. Besuchten die Zuschauer die Vorstellungen zunächst eher zögerlich, so entwickelte sich der Film mit inzwischen etwas mehr als 3 Millionen Besuchern zu einem Kassenmagnet. Der englische Unterttitel „A Monster Boy“ ist etwas unglücklich gewählt. Es handelt sich um keinen Horror- oder Mystery-Thriller. Regisseur Jang Joon-Hwan liefert mit seinem neuesten Werk einen ultraharten Gangsterthriller ab.

Erzählt wird darin die Geschichte des Jungen Hwayi, der als Kind von fünf Gangstern entführt und danach von ihnen aufgezogen wurde. Allerdings besuchte Hwayi nie eine Schule. Die fünf „Väter“ brachten ihm kriminelle Handfertigkeiten bei, erzogen ihn zum Scharfschützen und Fahrprofi. Eines Tages überfallen die fünf Gangster das Haus eines Immobilienmaklers. Hwayi wird gezwungen, den Mann zu erschießen. Nach und nach bekommt Hwayi heraus, dass er seinen eigenen Vater erschossen hat. Hwayi beschließt, an seinen fünf Vätern Rache zu nehmen.

Hwayi (alternatives Werbeplakat)

Es ist erstaunlich, dass der Hauptdarsteller des Films gerade einmal 16 Jahre alt ist. Er spielt die Rolle des Jungen absolut überzeugend und stellt dabei beinahe sämtliche Profidarsteller in den Schatten. Seine überragende Darstellungsweise brachte ihm im November auch den Blue Dragon Award als bester neuer Darsteller ein. Einen zweiten Award erhielt Hwayi für die beste Filmmusik.

Regisseur Jang beginnt den Film wie einen der üblichen koreanischen Gangsterfilme, sodass man zunächst an der Originalität des Werkes zweifelt. Immerhin wird der koreanische Filmmarkt davon regelrecht überflutet, egal ob als Thriller oder Komödie. Auch dass Jang aus dem Gangsterfilm eine Rachestory werden lässt, lässt Hwayi zunächst nicht aus der Flut an für den koreanischen Filmmarkt typischen Racheplots herausragen. Was den Film schließlich interessant und packend macht, ist der interne Konflikt, der hier auf zwei Ebenen stattfindet. Zum einen innerhalb der Gruppe der Gangster, zum anderen in Hwayi selbst, nachdem er seine wahre Identität erkannt hat. Diesen Konflikt baute Jang radikal aus und zog jede Menge Make up-Effektler heran, welche die Brutalität von Hwayis Rache drastisch in Szene setzten. Halb klassisches Drama, halb postmodernes Actionkino zieht der Film fast sämtliche Register, wobei er angenehm altmodische 80er Jahre Shoot outs zitiert und hin und wieder ironische Seitenhiebe auf die korrupte Immobilienbranche Koreas macht.

Hwayi liefert einen gelungenen Abschluss für das koreanische Kinojahr 2013, das mit durchaus positiven Überraschungen aufwartete. Es bleibt zu hoffen, dass der Film bald auch in Deutschland veröffentlicht wird.

 

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Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.

(Friedrich Schiller, Wallenstein. Die Piccolomini, V/1 [Octavio Piccolomini])

Im Anschluß an (m)einen ersten Beitrag zum staats- und regierungskriminellen Skandal-„Fall Mollath“[1] werden hier drei weitere, Ende 2013 erschienene, Bücher vorgestellt. Sie sind skandalistisch angelegt und beanspruchen justizkritische Aufklärung: Wilhelm Schlötterers freistaat-bayernkritisches Sachbuch Wahn und Willkür; der Sammelband Staatsversagen auf höchster Ebene mit Hinweisen, was sich nach dem Fall Mollath ändern muss; und eine unterm Titel Staatsgewalt veröffentlichte Wiener Fallsammlung über die Schattenseiten des Rechtsstaats.

staatsgewaltIm Staatsgewalt-Buch werden sieben vor Wiener Gerichten verhandelte teils rechtsstaatsarme, teils rechtsstaatswidrige, teils menschen(rechts)feindliche Verfahren als „Fälle“ beschrieben. Es ging gegen „junge, engagierte Menschen mit ausgeprägtem Sinn für Recht und Unrecht“, die jeweils als „Objekte“ der Justiz „behandelt“ wurden: „sie konnten kaum zu Wort kommen, geschweige denn eine Strategie zum ihrer Verteidigung aufbauen“. Das ist die Parallele zum „Fall Mollath“ mit der rechtsstaatwidrigen und verfassungsfeindlichen Landgerichtsverhandlung vom 8.8.2006 mit der Konstruktion des fingierten Freispruchs als Rechtsgrundlage der jahrelangen Wegsperre in geschlossenen psychiatrischen Anstalten des Freistaats Bayern. Als Fallinformation zu „Schattenseiten des Rechtstaates“ mit der Mutmaßung, es handelt sich um „die Spitzen eines Gebirges von Eisbergen unter der Oberfläche unseres rechtsstaatlichen Systems“, mag das Buch durchgehn. Die Autorenposition zu „unserem im Prinzip gut konstruierten, aber doch recht fehleranfälligen Rechtsstaat“ freilich fällt so begriffs- wie konzeptionslos hinter alle Falleinsichten zurück und ist insofern staatsapologetisch.

Unter der scheinbar griffigen Titelmetapher vom Staatsversagen geht es im Sammelband, der auch einpommrenke staatsversagen viereinfünftelseitiges Schlusswort von Gustl Mollath enthält, um im „Fall Mollath“ offensichtliche „Schwachstellen“ und „Fehler“. Dabei bewegen sich die Herausgeber und ihre siebzehn Autoren (die Hälfte davon Juristen und Ärzte) mit Ausnahme grundlegender Kritik forensischer Gutachterei (Rudolf Sponsel) vorwiegend auf der Ebene von Einzelheiten. Insofern kommt der Sammelband so konzeptlos wie theoriearm daher und ist bestenfalls oberflächlich justizkritisch: im „Fall Mollath“ sichtbar werdende Staats- und Regierungskriminalität können als justizielle „Fehler“ und „Schwachstellen“ nur ungenügend beschrieben und schon gar nicht kritisch-systematisch analysiert werden. Allein die bei der Durchsicht der vom letzten Mollathverteidiger, Gerhard Strate, bereitgestellten Materialien[2] naheliegende Einsicht, daß die staatsamtliche Front der Mollathunterdrücker nur scheinlegal – wenn nicht überhaupt kriminell – agierte[3], liegt dem Groß der Beiträger fern(er als fern). Darüber hinaus entsteht bei diesen Juristenbeiträgern der Eindruck, daß diese Leute dem im Grundsatz der Morgenstern-Logik[4] – es kann nicht sein was nicht sein darf – angelegten tabuistischen Denkverboten folgen.

Wilhelm Schlötterers flüssig geschriebenes und lesbares Wahn und Willkür-Buch ist besonders nach Mollaths im August 2013 erfolgter, auf einem Entscheid des Bundesverfassungsgerichts beruhender, Freilassung für den wahn und willkürGesamtzusammenhang des „Falls“ wichtig. Dies nicht nur deshalb, weil der Autor als früher und öffentlichkeitswirksamer Mollath-Unterstützer (und Jurist) argumentativ der „Justizirrtum“-These widerspricht und viel Material dazu, daß „alle bekannten Fakten auf vorsätzliches Handeln schließen lassen“ mit „einer ganzen Kette strafbarer Rechtsbeugungen“, auf gut hundert Seiten zusammenträgt und in einen übergreifenden justizkritischen Zusammenhang stellt. Sondern auch und weitergehend deshalb, weil Schlötterer ohne Staatskotau seine auch rechtstheoretisch-diskursiv wichtigen Schlußfolgerungen überzeugend begründet: i) im CSU-dominierten Bayern etablierte sich jahrzehntelang „inmitten einer formalen Demokratie ein Unrechtssystem“ mit „gleichgerichtetem Handeln aller staatlichen Organe“; ii) „eine wirkliche Gewaltentrennung zwischen Parlament und Regierung gibt es nicht“; und iii) als verallgemeinerte Grundthese mittlerer Reichweite: „Bayern ist kein Rechtstaat, wenn es um bestimmte Sachverhalte mit ´politischem´ Bezug geht.“

[1] https://filmundbuch.wordpress.com/2013/06/14/die-affare-mollath-eine-film-und-buchvorstellung-von-richard-albrecht

[2] http://www.strate.net/de/dokumentation/

[3] Grundlegend Gustav Radbruch, Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht; in: Süddeutsche Juristenzeitung, 1 (1946) 5: 105-108; Gesamtausgabe Radbruch. Hg. Arthur Kaufmann. Band III. Heidelberg 1990: 83-93; vgl. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Radbruchsche_Formel ; Egon Schneider, Logik für Juristen. Die Grundlage der Denklehre und der Rechtsanwendung. Berlin; Frankfurt/M. 1965: 310, betont: auch für „alle Rechtswissenschaft, die diesen Namen verdient, [ist] die Gerechtigkeitsfrage“ das Kernproblem; vgl. http://duckhome.de/tb/archives/9816-LOGIK-FUER-JURISTEN.html

[4] http://www.christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Die_unm%C3%B6gliche_Tatsache

©Autor (2013)

 Richard Albrecht ist ausgebildeter Journalist und Sozialwissenschaftler (Diplom 1971; Promotion 1976, Habilitation 1988/89). Er lebt seit seiner Beurlaubung als Privatdozent (1989) als unabhängiger Wissenschaftsjournalist, Editor und Autor in Bad Münstereifel. 1991 Veröffentlichung des Forschungsansatzes THE UTOPIAN PARADIGM. 1994/97 Redaktionsleier der Carl-Zuckmayer-Blätter und Herausgeber Theater- und Kulturwissenschaftliche Studien. 2002/07 Herausgeber des Netzmagazins rechtskultur.de. 2005/10 Forschungen zum ARMENOZID als erstem Völkermord im 20. Jahrhundert. Bisher letzte Buchveröffentlichung 2011: HELDENTOD. Kurze Texte aus Langen Jahren.

Bio-Bibliographie http://wissenschaftsakademie.net

Kontakt eingreifendes.denken@gmx.net

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twilight zone

Kaum eine andere TV-Serie prägte das Bild der US-Popkultur wie „Twilight Zone“, die Anfang Oktober 1959 zum ersten Mal gesendet wurde. Erfinder dieser mehrfach mit dem Emmy-Award ausgezeichneten Serie war Rod Serling. Er schrieb nicht nur die meisten Drehbücher selbst, sondern trat auch als ausführender Produzent in Erscheinung.

Die Geschichten von „Twilight Zone“ beschreiten, wie der Titel der Serie bereits andeutet, den Grad zwischen Realität und Traum oder besser Albtraum. Das Konzept war damals neu und schien, was die Einschaltquoten betraf, zunächst ein Flop zu werden. Doch nach und nach entwickelte sich eine Art Hype um die Serie, was eben dazu führte, dass sie nicht nur zu einem wesentlichen Merkmal der Popkultur wurde, sondern diese stark beeinflusste. Mystery-Serien wie „Twin Peaks“, „Outer Limits“ oder „Akte X“ sind im Grunde genommen Weiterentwicklungen von „Twilight Zone“.

 Die komplette erste Staffel der Serie von 1959/60 ist nun in einer DVD-Box erschienen. Die einzelnen Episoden gehören unterschiedlichen Genres an und reichen von Science Fiction bis zum Psychothriller. Allen Geschichten gemein ist, dass sie mit surrealen Aspekten arbeiten. Rod Serling bleibt jedoch keineswegs oberflächlich. Er hauchte seinen Geschichten stets eine Prise Tragik ein, was den einzelnen Filmen fast schon eine poetische Note verleiht. Gelegentlich verbirgt sich in den jeweiligen Episoden auch eine scharfe Sozialkritik. Vor allem die Episode „Nicht nach Fahrplan“ kann als eine Kritik am Kapitalismus bewertet werden. „Die Monster der Maple Street“ veranschaulicht, wie schnell Zivilisation in Barbarei umschlagen kann. Genauso wenig aber fehlt es den einzelnen Filmen an Ironie und Witz. Zugleich ist jede Episode für sich ungemein spannend und teilweise recht unheimlich. So ist z.B. „Das Kind auf der Treppe“ eine Mischung aus Mystery- und Psychothriller, der an Spannung nichts zu wünschen übrig lässt. Mit der Episode „Traum vom Comeback“ schrieb die Serie einmal mehr Fernsehgeschichte. Fast sämtliche Figuren werden von schwarzen Schauspielern dargestellt, eine absolute Sensation am Ende der 50er Jahre.

Betrachtet man die Box als Ganzes, so hat es diese durchaus in sich. Neben der kompletten ersten Staffel (36 Episoden) befinden sich noch haufenweise Extras auf den DVDs. Diese reichen von den damals eingeblendeten Werbeclips bis hin zu den damaligen Radiohörspielen. Es gibt mehrere Interviews und noch einen TV-Film, für den Rod Serling das Drehbuch geschrieben hat. Ausschnitte aus „Emmy“-Verleihungen, bei denen Serling jeweils den Preis entgegennimmt, sind ebenfalls darauf zu finden. Das macht die Twilight Zone-Box zu einem wahren Feuerwerk nicht nur für Phantasikfans.

Titel: Twilight Zone, Regie: John Brahm u. a., Drehbuch: Rod Serling, Charles Beaumont, Richard Matheson, Produktion: Buck Houghton, Rod Serling. USA  1959-1960 (36 Folgen), Laufzeit: 892 Min.

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