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Archive for Oktober 2015

mrsamworthIn dem kleinen Ort Maxley geschieht so gut wie nie etwas. Doch kaum ist die lebenslustige Mrs. Amworth nach Maxley gezogen, kommt es zu merkwürdigen Zwischenfällen. Die beiden Freunde Francis Urcombe und Emmet Foster sind sich über ihre neue Nachbarin uneins. Während Foster sich darüber freut, jemanden gefunden zu haben, um Karten zu spielen, bereitet Urcombe Mrs. Amworths Art und Weise immer größeres Kopfzerbrechen.

„Mrs. Amworth“, nach einer Kurzgeschichte von E. F. Benson (1867-1940), macht von der ersten Minute an Laune. Die Handlung wird vor allem durch die beiden Hauptfiguren Emmet Foster und Francis Urcombe getragen. Die Gegensätzlichkeit der beiden Charaktere führt zu viel Witz und durchaus schwungvollen Dialogen. Während Urcombe als ehemaliger Professor stets alles kritisch hinterfragt, ist für den leicht naiven Foster alles in bester Ordnung. Dies führt dazu, dass sich ihre Geister gegenüber Mrs. Amworth scheiden. Während Foster ihre aufgeschlossene Art schätzt, rätselt Urcombe darüber, wer diese Frau wirklich ist.

Es kann als große Leistung betrachtet werden, dass es Marc Gruppe und Stephan Bosenius geschafft haben, ein Hörspiel, in dem es eigentlich nur drei Figuren gibt, so zu gestalten, dass es nie langweilig wird. Dies ist natürlich auch den hervorragenden Sprechern zu verdanken, die ihre Arbeit erstklassig machen. Sven Dahlem als Emmet Foster, Eckart Dux als Francis Urcombe und Anita Lochner als Mrs. Amworth gehen in ihren Rollen förmlich auf. Der Witz, der darin besteht, dass zwei alte, gelangweilte Herren versuchen, das Geheimnis ihrer Nachbarin zu lösen, ist geradezu köstlich. Während Urcombe in Mrs. Amworths Vergangenheit herumschnüffelt (sie lebte vor ihrem Umzug nach Maxley in Indien), ist Foster darüber höchst erfreut, dass er Mrs. Amworth sein Gartenmagazin ausleihen kann. Dass Mrs. Amworth etwas Seltsames anhaften soll, kann Foster nicht nachvollziehen.

Auch als die Geschehnisse zunehmend unheimlicher werden, bleibt Foster bei seiner Einstellung, obwohl Urcombe zu höchst sonderbaren Ergebnissen bei seinen Recherchen gestossen ist. Auf diese Weise gehen Spannung, Grusel und Humor Hand in Hand, und man lässt sich gerne auf das Rätsel um Mrs. Amworth ein, das unterhaltsamer nicht hätte sein können.

Mrs. Amworth. (Gruselkabinett Folge 102). Titania Medien 2015. Laufzeit: ca. 70 Min. Buch: Marc Gruppe, Produktion: Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Sprecher: Sven Dahlem, Eckart Dux, Anita Lochner, Marius Clarén, Jochen Schröder.

 

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mordfälleKriminalrat a. D. Hans Thiers ermittelte während seiner Dienstzeit in 180 Tötungsverbrechen. Bereits in seinem ersten Band „Mordfälle im Bezirk Gera“ berichtete er über Fälle, die sich zwischen den Jahren 1973 und 1990 zugetragen haben. Nun ist der zweite Band erschienen.

In „Mordfälle im Bezirk Gera II“ nimmt Hans Thiers auch Fälle mit auf, die sich vor seiner Tätigkeit bei der Kriminalpolizei zugetragen haben. So reicht die Spannweite der Berichte von 1945 bis 1990. Dieser Dokumentationsrahmen ist wichtig, da sich dadurch zugleich die historische Entwicklung im Strafgesetz der ehemaligen DDR nachvollziehen lässt.

Hans Thiers schildert, wie es in der Nachkriegszeit aufgrund von Lebensmittelmangel zu Mordverbrechen kam und welche psychosozialen Auswirkungen die Besatzungszeit mit sich brachte. Thiers geht dabei auch auf den Aspekt der Todesstrafe ein, die in der ehemaligen DDR noch bis Anfang der 70er Jahre vollstreckt wurde, bevor die Höchststrafe auf Lebenslänglich umgewandelt wurde.

Die Fälle, in denen der Autor selbst ermittelt hatte, reichen von Sexualstraftaten über Raubmord bis hin zum Muttermord. So ist von einem sonderbaren Fall die Rede, in denen das Opfer in die Brust gebissen wurde, oder von einer Frau, die ihren Mann mit einem Bolzenschußgerät umbringen wollte. Nicht selten spielte der Alkohol eine zentrale Rolle, wenn es um die Überwindung der Hemmschwelle zum Töten ging. In den Fällen, von denen Hans Thiers berichtet, entpuppen sich soziale Tragödien, wird von Menschen berichtet, die ihr Leben nicht in den Griff bekamen. Der kriminalistische Rahmen weitet sich dadurch aus, indem Hans Thiers anhand der Biographien der Mörder und Opfer nach den Ursachen für die Verbrechen sucht.

Zugleich veranschaulicht Thiers, auf welche Weise die Arbeit der Kriminalpolizei vonstatten ging und welche Einheiten in den diversen Fällen mitermittelten. Daraus ergibt sich, parallel zur spannenden Erzählweise, ein sehr genaues Bild über die Polizeiarbeit in der ehemaligen DDR und ist damit auch aus einer historischen Perspektive unglaublich interessant. Diverse Polizeifotos dokumentieren zusätzlich die verschiedenen Berichte.

Den Berichten voran steht eine historische Abhandlung über die Ursprünge der Morduntersuchungen sowie Statistiken über Tötungsverbrechen nach 1945. „Mordfälle im Bezirk Gera II“ ist somit wiederum ein höchst lesenswertes Buch aus dem Hause Kirchschlager.

Hans Thiers. Mordfälle im Bezirk Gera II. Berichte, Bilder, Dokumente. Verlag Kirchschlager 2015, 284 Seiten, 18,95 Euro, ISBN: 978-3-934277-56-4.

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thechosenVergangenes Jahr hatte der koreanische Horrorfilm seinen Tiefpunkt erreicht. „The Tunnel“ dürfte als die wohl dämlichste Produktion in die koreanische Filmgeschichte eingehen. Dieses Jahr zeigte sich K-Horror wieder von seiner besseren Seite.

„The Chosen: Forbidden Cave“ ist eine Adaption eines koreanischen Horrorromans, in dem es um eine geheimnisvolle Höhle geht, in der eine Riesenschlange hausen soll. Regisseur Kim Whee nahm sich dieses Romans an. Kim ist einer der wenigen Horrorregisseure, der kein unbeschriebenes Blatt ist. Bereits als Drehbuchautor machte er sich einen Namen. Auf sein Konto gehen der erste koreanische Katastrophenfilm „Haeundae“ und der vortreffliche Thriller „Midnight FM“.

In „The Chosen: Forbidden Cave“ geht es um den Parapsychologen Jin Myung, der zusammen mit seinem männlichen Medium Ji-Kwang an einen äußerst mysteriösen Fall gerät. Eine allein erziehende Mutter möchte von ihm behandelt werden, da sie glaubt, von einer Hexe verfolgt zu werden. Sicher ist nur, dass Gaum-Joo an einer gespaltenen Persönlichkeit leidet. Bei einer Hypnosesitzung kommt Jin-Myung darauf, dass Gaum-Joo, die von ihrer Kindheit so gut wie nichts mehr weiß, tatsächlich verfolgt wird. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, folgen sie den Hinweisen zu einer sonderbaren Höhle auf der Insel Jeju.

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Jin Myung und Gaum-Joo bei der Hypnosesitzung.

Im Gegensatz zu den Filmen aus dem Jahr 2014 versucht Kim Whee, keine Story krampfhaft zusammenzubasteln, sondern ist stets darum bemüht, plausibel zu bleiben. Das und eine sorgfältige Kameraführung tun dem Film sichtlich gut. Zwar ist die Anlehnung an „Ringu“ nicht zu übersehen, doch kopiert Kim nicht einfach, sondern nutzt dies, um die Story mit eigenen, volkstümlichen Aspekten zu füllen. Man hat hier einen durchaus guten Horrorfilm vor sich, der mit netten Schockeffekten zu gefallen weiß und der -man höre und staune – endlich einmal eine handgemachte Monstermaske aufweist.

Der Arbeitstitel von „The Chosen – Forbidden Cave“ lautete „The Exorcist“. Dieser Hinweis ist wichtig, denn nur so erklärt sich, weswegen Kim mitten im Film und auch im Finale Friedkins „Exorzist“ und Blattys „Exorzist 3“ zitiert. Auch eine Prise von „Das Omen“ fehlt nicht. Leider sind genau diese Zitate weniger gelungen, da sie teilweise aufgesetzt wirken. Dennoch gelingen Kim immer wieder recht unheimliche Szenen, die ihre Wirkung nicht verfehlen.

Vielleicht liegt es daran, dass „The Chosen-Forbidden Cave“ eine Adaption darstellt, oder es liegt daran, dass Kim ein erfahrener Horrorregisseur ist, der Film gefällt, auch wenn er hier und da hätte besser sein können.

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untouchablelawmenMit „Untouchable Lawmen“ versucht sich Komödienregisseur Shin Dong-Yeop im Polizeifilm. Was zunächst wie ein albernes Wirrwarr erscheint, entpuppt sich im Laufe der Handlung jedoch als gut durchdachte Actionkomödie.

Es geht um den sexsüchtigen Polizisten Yoo-Min und seinen Kollegen Jung-Ju, einem leicht psychopathisch veranlagten Schlägertypen. Beide wurden von ihrem Dienst suspendiert. Doch dann erhalten beide den Auftrag, einem mächtigen Sektenführer das Handwerk zu legen.

Die ersten Szenen erinnern an die typischen koreanischen Komödien der 90er Jahre. Übertriebene Albernheiten, über die man nur selten lachen kann. Dem gegenüber stehen aufgemotzte Stadt- und Landschaftsaufnahmen, die bereits zeigen, dass Regisseur Shin etwas ganz Anderes im Sinn hat, als zurück zu den Anfängen des modernen koreanischen Kinos zu kehren. Aus der albernen Komödie wird schnell ein rasanter Spannungsfilm mit niveaulvollem Witz, viel Ironie und einer bitterbösen Satire auf die Politik von Präsidentin Park. Dabei darf auch ein Seitenhieb auf K-Pop nicht fehlen, tritt doch die Girl Group Queen B’z in der Versammlungshalle des Sektenführers auf, um die Mitglieder zu begeistern – eine durchaus originelle Kritik sowohl an der Politik als auch am Kapitalismus, geht es in der Szene doch um den Aspekt der Verschleierung.

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Joo-Min und Jung-Ju als Gefangene des Sektenführers.

Die verschiedenen Handlungsstränge fließen elegant zusammen, die Actionchoreographien sind zwar nicht überragend, dennoch sehenswert. Shin hält stets die Balance zwischen Ernst und Ironie. Besonders in einer der Schlussszenen, in denen der Film in Kitsch abzudriften droht, gelingt es Shin, die Situation zu retten, indem er sich zugleich darüber lustig macht und die typischen koreanischen Endlos-Heulszenen gehörig durch den Kakao zieht.

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Joo-Min und Jung-Ju erneut in Bedrängnis.

„Untouchable Lawmen“ ist mit Sicherheit kein Meisterwerk, aber der Film macht von Anfang bis Ende Spaß, die zwei Stunden Spielzeit sind vollkommen ausgefüllt, sodass es zu keinerlei Durchhängern kommt. Es macht den Eindruck, als habe sich Shin Dong-Yeop mit diesem Film seinen Ärger und seine Wut auf Politik und Gesellschaft regelrecht von der Seele geschrieben. So heißt es in einer der letzten Dialogzeilen: „Korea ist ein Scheißland, aber es gibt auch noch Hoffnung.“ In diesem Sinne reiht sich nun auch Shin ein in die Reihe engagierter koreanischer Filmemacher, die mit ihren Filmen nicht nur unterhalten, sondern auch kritische Aussagen treffen wollen. Shin ist beides voll und ganz gelungen.

 

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Liebster Award

liebster awardVielen Dank an Ines und Katharina von Motionpicturemaniacs, dass sie FILM und BUCH für den Liebster Award nominiert haben! Hier nun die Antworten auf die 11 Fragen:

Wie ist dein Blog zu seinem Namen gekommen?

Das war eigentlich ganz einfach. Als wir (meine Frau und ich) vor drei Jahren das Magazin ins Leben riefen, fiel uns sofort der Titel FILM und BUCH ein, da es in dem Magazin um alles gehen sollte, was mit diesen beiden Begriffen zu tun hat. Zwar liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Trash und Horror, doch versuchen wir zugleich, sämtliche Themen abzudecken.

Welche Klischees-Szenen findest du in Filmen am dümmsten (z. B. in Horrorfilmen rennt das dumme Mädel weg und stolpert; Bomben sind mit einer Schaltzeituhr versehen; jedes Schloss lässt sich mit einer Büroklammer öffnen etc.)

Das ist eine gute Frage. Witzig ist z.B., dass jede Frau, die sich auszieht, einen schicken BH trägt.

Welches Filmgenre guckst du am liebsten mit deinen Eltern? Welche siehst du am liebsten mit Freunden?

Da meine Eltern allen Genres gegenüber aufgeschlossen sind, gucken wir, wenn ich denn mal auf Besuch bin, so ziemlich alles, angefangen vom klassischen Krimi bis zum modernen Horrorfilm. Dasselbe gilt bei Freunden.

Welche Art von Filmen guckst du lieber im Kino als zu Hause?

SF-Filme sehe ich mir lieber im Kino an, da die Effekte auf der Leinwand besser zur Geltung kommen.

Wie oft gehst du ins Kino?

Da ich nur selten ins Kino gehe, im Durchschnitt etwa fünfmal im Jahr.

Welches ist dein Lieblingsfilmzitat?

„Wenn irgendwo in der Wüste ein Stück Scheiße liegt, du trittst bestimmt hinein.“ Leider kann ich mich an den Titel des Films nicht mehr erinnern. Auf jeden Fall war es ein französischer Krimi aus den 70er Jahren.

Film Fight Club: In der aktuellen Situation, welcher von Jacks Körperteilen/Gefühlen bist du gerade (z. B.: “Ich bin Jacks entflammtes Gefühl der Ablehnung.”)?

Jacks vollkommenes Defizit an Überraschung.

Welches Gefühl erzeugt bei dir der Film, den du dir am häufigsten geschaut hast?

Am häufigsten und d.h. immer mal wieder sehe ich mir „Fürsten der Dunkelheit“ von John Carpenter an. Der Film ist immer wieder von neuem spannend und gruselig. Neben dem Gruseleffekt, ist es für mich aber auch stets eine schöne Erinnerung, da „Fürsten der Dunkelheit“ der erste Horrorfilm war, den ich im Kino (damals im versifftesten Raucherkino der Stadt) gesehen habe.

Von welchem Film würdest du jedem abraten, außer vielleicht Menschen, die du nicht magst?

Abraten würde ich von „Massage in a Bottle“, einem unerträglich langweiligen und kitschigen Film, bei dem sogar meine Frau damals eingeschlafen ist.

Welcher ist dein Lieblingsbösewicht im Film und warum?

Meine Lieblingsbösewichte sind die Reitenden Leichen aus den gleichnamigen spanischen Horrorfilmen. Besonders im ersten Film gefällt mir, dass ihr Erscheinen den Spukbeschreibungen in klassischen Gespenstergeschichten nachempfunden ist, wodurch eine sehr schöne Gruselästhetik hervorgerufen wird. Aber auch der Trash-Faktor lässt nichts zu wünschen übrig: So ist es immer wieder interessant, dass niemand vor ihnen fliehen kann, obwohl sie sich (jedenfalls zu Fuß) äußerst langsam bewegen.

Welche Art von Blogposts schreibst du am liebsten?

Zurzeit schreibe ich am liebsten Beiträge zur neuen FILM und BUCH-Rubrik „Die Klunkerecke“. Dort stelle ich alte, teils vergessene und neuere Filme vor, bei denen sich ein Entdecken und Wiederentdecken lohnt.

Hier sind die Regeln für den Liebster Award:

  • Danke dem Blogger, der dich nominiert hat.
  • Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat.
  • Füge eines der Liebster-Blog-Award Buttons in deinen Post ein. – optional
  • Beantworte die dir gestellten Fragen.
  • Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die du nominierst.
  • Nominiere Blogs, die weniger als 300 Follower haben.
  • Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass du sie nominiert hast.

FILM und BUCH nominiert folgende 11 Blogs für den Liebster Award:

http://tarankino.wordpress.com/

http://kinomensch.wordpress.com

http://infernalcinematicaffairs.wordpress.com

https://magofilmtipps.wordpress.com/

http://emotionsmassagen.wordpress.com

http://mightymovies.wordpress.com

http://filmschrott.wordpress.com

http://buecherstadtkurier.com/

http://1001buecher.wordpress.com

http://www.postmondaen.net

http://realitaetundimagination.wordpress.com

Die 11 Fragen lauten:

  1. Was brachte dich auf die Idee, einen eigenen Blog zu starten?
  2. Auf welche Themen gehst du auf deinem Blog besonders ein?
  3. Film oder Buch, was spricht dich mehr an?
  4. Es gibt kaum noch einen Film, der kein Remake ist. Was hältst du vom derzeitigen Remake-Wahn?
  5. Was ist dein Lieblingsfilm und wieso?
  6. Gibt es Genres, die du nicht magst?
  7. Was hältst du von Trash-Filmen?
  8. Gibt es ein Buch, das dir so gut gefallen hat, dass du es ein zweites Mal oder sogar ein drittes Mal gelesen hast?
  9. Welcher Regisseur ist dein Lieblingsregisseur? Was gefällt dir an den Filmen deines Lieblingsregisseurs besonders?
  10. Welches Filmmonster gefällt dir am besten und wieso?
  11. Siehst du Filme lieber zuhause auf DVD oder im Kino?

Weiterhin viel Spaß beim Bloggen und beim Entdecken anderer Blogs!

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Geisterhäuser sind nicht nur im Film wieder populär, sondern auch als Roman. Wer Lust auf richtige Gänsehaut hat, der ist bei den e-Books von Carl Denning bestens aufgehoben. Als Beispiele hier die Geisterhaus-Trilogie, bestehend aus drei unabhängigen Romanen, die in verschiedenen Häusern spielen, in denen es umgeht:

Blutige Schatten CoverBlutige Schatten

Ein Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

„Spannend bis zum Schluss.“ (Lesermeinung auf amazon)

„Ich konnte es nicht aus der Hand legen.“ (Lesermeinung auf amazon)

CoverDasBoeseDas Böse

Das Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

„Ein toller Schreibstil, der einen das Buch nicht aus den Händen legen lässt.“ (Lesermeinung auf amazon)

CoverAngstAngst

Das alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

„Das perfekte Buch für einen Gruselabend!“ (Lesermeinung auf amazon)

Alle drei Romane exklusiv als e-Book in der Edition FILM und BUCH.

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Red Velvet „Dumb Dumb“ (Copyright: SM Entertainment)

Zeitgleich zum Release ihres ersten Albums, veröffentlichte die Girl Group Red Velvet den Titelsong „Dumb Dumb“. Über Red Velvet haben wir bereits einen eigenen Artikel verfasst, inzwischen aber hat sich die Gruppe innerhalb des K-Pop etabliert, obwohl sie durch ihre skurrilen Songs und ihre Videoclips eine Ausnahmeerscheinung darstellt.

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Red Velvet „Dumb Dumb“ (Copyright SM Entertainment)

Bereits mit ihrem ersten Clip „Happiness“ erregten sie in Japan Empörung, da in einer der Bildmontagen der Atompilz von Hiroshima zu sehen war. Das Video musste umgeschnitten werden und liegt seitdem nur in der zensierten Version vor. Es folgte das elegante, nur aus Danceshots bestehende Video zu „Be Natural“ und das eher schwächelnde Video zu „Automatic“, das in denselben Kulissen gedreht wurde. Mit „Ice Cream Cake“ brachen sie ihre Soul-Phase ab und kehrten zu ihren skurrilen Anfängen zurück.

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Red Velvet „Dumb Dumb“ (Copyright: SM Entertainment)

Mit dem Clip zu „Dumb Dumb“ erreichten sie nun einen neuen Höhepunkt, neben dem so ziemlich alle anderen Clips langweilig wirken. In der Tat ist K-Pop längst nicht mehr das, was es mal war. Hin und wieder wachen die Produzenten auf und entwickeln interessante Konzepte, im Großen und Ganzen aber zeigt sich eine Ideenlosigkeit. Die Gruppe Red Velvet kommt hier gerade richtig, denn ihre Videoclips überschreiten die Grenze zwischen Kommerz und Kunst.

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Red Velvet „Dumb Dumb“ (Copyright: SM Entertainment)

„Dumb Dumb“ beginnt recht harmlos. Auffällig sind zugleich die hellen, reinen Farben. Als Zuschauer ist man zunächst enttäuscht, doch schon wenige Sekunden später erfolgt der Paukenschlag. Der Clip wandelt sich schalgartig von Durchschnitt zu Aberwitz. Bewegungsstudien, Spiegelungen und Videoeffekte, die an die 80er Jahre erinnern, werden überdreht dargestellt.

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Red Velvet „Dumb Dumb“ (Copyright: SM Entertainment)

Das Video beginnt banal, wird dann aber zu einem bizarren Rausch fast schon unheimlicher Ideen, die beinahe an Wahnsinn grenzen. Doppelgängerinnen stehen emotionslos um eine Holzkiste und schlagen mit einem Hammer darauf, menschliche Puppen werden am Fließband gefertigt und erinnern dabei an Werbeplakate aus den 50er Jahren. Die oben genannten Bewegungsstudien zitieren die Anfänge des Films und verdrehen diese zugleich ins Obskure. „Dumb Dumb“ wird damit zu einer visuellen Achterbahnfahrt zwischen Kafkaeskem und Postmoderne, die ihresgleichen sucht.

Einmal mehr beweist die Girl Group, dass man mit ihr rechnen muss. Die Produktionsfirma SM Entertainment, die sonst eher für üblichen K-Pop a la Girl’s Generation bekannt ist, zeigt, dass es auch anders geht. Das macht Red Velvet und ihre Videoclips zurzeit einzigartig im K-Pop.

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