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Archive for the ‘News’ Category

Cover des Albums „Primitiva“ aus dem Jahr 1958; © Liberty Records

Wenn man böse sein möchte, so könnte man Lounge Music als eine Art Fahrstuhlmusik bezeichnen. Es ist Musik, die nichts besonderes möchte, als einen klanglichen Hintergrund zu bilden für was auch immer. So auch in den 50er Jahren. Der Komponist und Pianist Martin Denny bezeichnete seine Musik selbst als „Fensterverzierung“.

Doch dann kam wie eigentlich immer alles anders, und eben dieser Martin Denny entwickelte einen Stil, der als Exotica bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um Easy Listening und leichte Jazzmusik, die mit Tierlauten untermalt oder in denen traditionelle Instrumente aus Asien, Afrika oder auch aus Südamerika verwendet werden. Gleich seine erste LP aus dem Jahr 1955, der er den Titel Exotica gab, machte diese oben genannten Arrangements zum Programm.

Der Erfolg war riesig, doch so richtig los ging es eigentlich mit seiner LP Primitiva aus dem Jahr 1958. Gleich das erste Stück „Train to Burma“ haut einen regelrecht um, die Tierlaute sind allesamt von den Musikern selbst nachgeahmt, hinzu kommen rasante Percussion-Klänge und eine Melodie, die mehr als nur einprägend ist. Man kommt sich vor, als haben Jim Knopf und sein Freund Lukas Crystal Meth eingeworfen.

Die ganze LP besteht aus ähnlichen Stücken, manche kitschig, manche jazzig und manche irgendwo dazwischen. „Llama Serenade“ wäre ein solches Dazwischen. Beginnt das Stück mit traditionellen tibetischen Klängen, so wandelt es sich in der Mitte um in eine heiße Drum-Session, um zum Schluss wieder in einer Art Weltmusik-Stil zurückzukehren. – Nicht weniger beeindruckend ist übrigens das Cover des Albums mit Fotomodell Sandra Warner, die hier im Stil von Acquanetta in dem Film Jungle Woman (1944) posiert.

Exotica als Musikstil war immer irgendwie dabei, manchmal erfolgreicher, manchmal beinahe am Verschwinden. In den 80er Jahren hatte diese Jazz-Lounge-Easy Listening-World Music-Mischung ein kurzes Rivival, bevor sie dann doch irgendwie verschwand.

Cover des Kult-Albums des Easy Listening-Orchesters 101 Strings aus dem Jahr 1969; © Scamp Records

Einen weiteren Höhepunkt erlebte Exotica davor aber noch. Und zwar Ende der 60er Jahre, als das Orchester 101 Strings ein Album mit dem Titel Astro Sounds from beyond the Year 2000 herausbrachte. Das Orchester hatte sich eigentlich auf Easy Listening à la Bert Kaempfert oder James Last spezialisiert, im Jahr 1969 aber brachten die Musiker die bürgerlichen Stuben außer Rand und Band.

Denn das Album hatte nichts mehr mit braver Hintergrundmusik zu tun, sondern war eine Mischung aus Rock, Easy Listening und Psychedelic. Man könnte auch sagen, 101 Strings flippten hier völlig aus. Stücke wie „Flameout“, „Disappointed love with a desensitized robot“ oder „Where were you in 1982?“ erweisen sich im Grunde genommen als Wegbereiter der Filmmusik der späteren Schmuddelfilm-Ära.

Ein absolutes Unikum ist hierbei das Stück „Instant Nirvana“, das auf der LP leider nicht enthalten ist, sondern extra veröffentlicht wurde. Rockiger Psychedelic-Sound mischt sich hier mit dem Stöhnen einer Frau, die gerade ihren Höhepunkt erreicht. Astro Sound from beyond the Year 2000 gilt als absoluter Klassiker der Exotica-Welle. Das Album wurde erst kürzlich wieder neu veröffentlicht – ebenso wie Primitiva von Martin Denny.

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Zwischen 2009 und 2015 erschien bei dem Online-Magazin Geisterspiegel die Serie „Prähuman“, die sich mit weit über 35.000 Lesern zur heimlichen Kultserie entwickelte. Damals erschienen insgesamt 18 Bände.

Nun hat der bekannte Horrorautor Carl Denning die Serie komplett überarbeitet und erweitert. Besaß z.B. Band 1 in der Urfassung etwa 45 Seiten, so umfasst die Neuausgabe beinahe 90 Seiten. Die Serie besticht durch ihre Mischung aus genreübergreifenden Elementen aus Science Fiction, Abenteuer, Action und Horror und orientiert sich dabei an den sog. Leihbüchern der 50er und 60er Jahre.

Es geht um den Grenzwissenschaftler Frederic Tubb, der zusammen mit seinen beiden Mitarbeitern Maki Asakawa und Hans Schmeißer auf die Spur einer prähumanen Hyperzivilisation kommt, die angeblich noch immer existiert. Gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis dieser unheimlichen Zivilisation zu lösen und geraten dabei von einem Abenteuer zum nächsten, wobei eine gefährliche Situation der anderen folgt. Gewürzt ist alles mit einem herrlich-skurrilen Humor.

Wer also auf aberwitzige Ideen, eine rasante Handlung und jede Menge Action steht, der ist bei „Prähuman“ goldrichtig. Denn der Unterhaltungswert der Serie ist kaum zu überbieten. Carl Denning, der mit seinen intensiven Horrorromanen wie z.B. „Blutige Schatten“, „Monster“, „Das Böse“ oder „Todesstation“ vielen Lesern das Gruseln lehrt, zeigt auch hier, dass er sein Handwerk versteht. Denn die „Prähuman“-Bände sind so konzipiert, dass kein Band dem anderen gleicht. Jeder Band besitzt sein eigenes Thema und seinen eigenen Charme, sodass es zu keinen Wiederholungen kommt.

In Band eins kommen Frederic Tubb, Maki Asakawa und Hans Schmeißer nach Kambodscha. Mitten im Dschungel wurde von Archäologen eine riesige Stadt entdeckt. Alter: 60 Millionen Jahre. Kaum ist Tubb dort angekommen, als ein Teil des Archäologen-Teams spurlos verschwindet. Doch ist dies noch nicht alles. Denn während der Besichtigung der Stadt werden Tubb und sein Team auf einmal von riesigen Maschinen angegriffen. Aber das ist noch längst nicht alles … – Der kambodschanische Dschungel, London und Seoul sind die spannenden Schauplätze des ersten Bandes.

Die tollen Coverbilder der Serie stammen von Gerd Atlmann.

Band 2 „Angriff der Anderen“, in dem es um seltsame Zwischenfälle in London geht, und Band 3 „Frederic Tubb funkt SOS“, in dem es Tubb und sein Team mit einer gigantischen Maschine im pazfischen Ozean zu tun haben, sind ebenfalls schon erschienen. Die Serie ist auf insgesamt 20 Bände angelegt.

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Dieses Jahr ist nicht nur fünf Jahre FILM und BUCH, sondern auch drei Jahre Carl Denning. Das bedeutet drei Jahre Spannung und Gänsehaut. Der Slogan „Nur eines ist sicher: ihr werdet euch fürchten“ ist hier Programm. Fünf Romane sind bisher erschienen. Der neueste Roman erscheint noch in diesem Sommer. Und ebenfalls wird in wenigen Wochen eine Heftromanserie im e-Book-Format starten. 🙂

Hier die bisher erschienenen Horrorthriller:

Todesstation ist der bisher erfolgreichste Roman von Carl Denning:

Die Besatzung einer abgelegenen Forschungsstation in den Alpen macht eine seltsame Entdeckung: Bei einem Zwischenfall wird der Eingang einer Höhle freigelegt, in der sich prähistorische Felszeichnungen befinden. Manche von ihnen wirken äußerst bizarr. Die junge Archäologin Joan Jansen soll die Bilder untersuchen. Doch sie steht selbst vor einem Rätsel. Solche Bilder hat sie bisher noch nirgendwo gesehen. Die Situation wird noch merkwürdiger, als die Forscher mit unheimlichen Ereignissen konfrontiert werden, die sich von Mal zu Mal intensivieren. Als es schließlich zu einem schrecklichen Todesfall kommt, gerät die Lage zunehmend außer Kontrolle …

Ich habe von Carl Denning alle Bücher gelesen. Und dieses gehört zu den Besten für mich.“ (Lesermeinung)

Blutige Schatten ist der erste Roman von Carl Denning:

Ein Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

Spannung bis zum Ende. Das Buch ist schwer aus der Hand zu legen.“ (Lesermeinung)

Das Böse ist der zweite Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

„‚Blutige Schatten‘ fand ich schon genial. Dieses hat mir genauso gut gefallen. Ein toller Schreibstil, der einen das Buch nicht aus den Händen legen lässt.“ (Lesermeinung)

Angst lautet der dritte Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

„Das perfekte Buch für einen Gruselabend! Es ist nur zu empfehlen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.“ (Lesermeinung)

Darkmoore ist der bisher umfangreichste Roman von Carl Denning:

Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

„Spannend, gruselig. Ein bisschen auch wie ein Krimi.“ (Lesermeinung)

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Zum fünfjährigen Jubiläum gibt es eine neue Reihe auf FILM und BUCH. Eigentlich wollten wir diese ja Five Years nennen, da diese als Jubiläums-Special gedacht war. Doch der Titel zeigte sich als Rohrkrepierer 😀 . Daher haben wir die Serie jetzt umbenannt in FuBs Double Feature, was auch dem eigentlichen Hintergedanken nahe kommt.

In FuBs Double Feature geht es um jeweils zwei Filme aus einem Jahrzehnt. Begonnen haben wir bereits mit 1900 -1910. In diesem ersten Beitrag stellten wir die beiden Filme „The haunted House“ aus dem Jahr 1908 und „Frankenstein“ aus dem Jahr 1910 vor. Als nächstes wird es zwei Filme von 1910 – 1920 geben. Die Reihe wird bis zum vergangenen Jahrzehnt, also 2000 – 2010 gehen.

Die Auswahl der Filme erfolgt dabei eher subjektiv, das heißt, wir wollen nicht nur Filme vorstellen, die jeder kennt, sondern auch über Filme schreiben, die zwar überaus sehenswert sind, die aber zugleich einen eher geringeren Bekanntheitsgrad haben. Auf diese Weise wird sich dann auch das jeweilige Double Feature aufteilen.

Hier der Link zum ersten Artikel aus der Reihe: FuBs Double Feature (1900 – 1910).

Viel Spaß! 🙂

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„Five Years“ lautet ein Song von David Bowie, aber natürlich war damit nicht FILM und BUCH gemeint. Aber eine Gemeinsamkeit gibt es dann doch: den Blog gibt es nämlich jetzt seit fünf Jahren. Fünf Jahre bedeutet: 11 Ausgaben und 2 Sonderausgaben des e-Magazins und beinahe 450 Artikel hier auf der Seite.

Außerdem gibt es ja auch noch unsere diversen Themenreihen: Trash der 50er, Trash der 60er, Trash der 70er, The 80s, Die Klunkerecke, in der wir besondere Filme vorstellen, Horror de Luxe, in der wir besondere Horrorfilme vorstellen, und FuBs Fundgrube, wo wir lesenswerte Bücher vorstellen, die es allerdings nur noch antiquarisch gibt. Hinzu kommt immer wieder mal die ein oder andere Film- und Buchrezension.

Zum 5 jährigen Jubiläum gibt es etwas Besonderes: Eine neue Reihe mit dem Titel (Bowie gab mit seinem Song quasi das Stichwort): Five Years. In dieser Reihe möchten wir jeweils ein oder zwei Filme aus einem Jahrzehnt vorstellen – begonnen wird mit den 1910ern. Wir hoffen, dass die Jubiläumsreihe euch viel Spaß macht und ihr dabei den ein oder anderen Film neu oder wieder entdecken könnt.

Wir wünschen euch auf alle Fälle weiterhin viel Vergnügen mit FILM und BUCH!!!!

 

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traintobusanNachdem es in den vergangenen Jahren schien, als würde sich K-Horror langsam aber sicher von den Bühnen dieser Welt verabschieden (die meisten Filme, die produziert wurden, waren einfach nur schlecht), sorgt nun die Produktionsfirma Next World Entertainment für einen wahren Paukenschlag. Die Firma hat sich bereits 2013 einen Namen durch den Verleih des Indie-Films „Hide and Seek“ gemacht, einem hervorragend inszenierten Psycho-Thriller. Nun sprang NWE auf die Zombiewelle auf und liefert mit „Train to Busan“ einen ultimativen Horror-Actioner.

Gut, die Handlung ist alles andere als originell, doch liefert dafür eine Straight Story, die sich gegen Ende auch nicht in unzählige Ungereimtheiten verheddert, so wie man dies von den letzten paar Horrorfilmen aus Korea inzwischen gewohnt war. Nein, die Story ist konzipiert, um Action und Spezialeffekte so gut wie möglich in Szene zu setzen. Und das gelingt „Train to Busan“ durchaus. Es geht um nichts anders, als dass mal wieder ein Virus ausgebrochen ist, der Menschen in Sekundenschnelle in rasende Zombies verwandelt. Auf der Zugfahrt von Seoul nach Busan versuchen sich die Passagiere, gegen das unendlich erscheinende Heer aus Zombies zu wehren.

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Jin-Hee (Ahn So-Hee) auf der Flucht vor den Zombies. „Train to Busan“, Copyright: Next World Entertainment.

Mit der Wahl der Schauspieler konnte man nichts falsch machen. Hauptdarsteller Gong Yoo, der durch die Drama-Serie „Coffee Prince“ bekannt wurde, ist seit dem Agententhriller „The Suspect“ auch im Action-Genre beheimatet. Hier spielt er den Angestellten Seok-Woo, der seine Exfrau in Busan besuchen möchte. Seine Tochte ist ebenfalls mit auf der Reise, auch wenn die Beziehung zwischen beiden nicht gerade die beste ist. Doch der Kampf gegen die Zombies wirkt sozusagen als Familientherapie. So ganz ohne Kitsch kommt „Train to Busan“ deswegen dann doch nicht weg, allerdings stört dieser weniger, da Regisseur Yeong Sang-Ho lieber aufs Gaspedal drückt.

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Seok-Woo (Gong Yoo) bereitet sich auf das nächste Schlamassel vor. „Train to Busan“, Copyright: Next World Entertainment.

Die vielen Actionszenen zeigen, dass sich Yeong stark an dem Blockbuster „Worldwar Z“ orientiert. Eigentlich findet man in dem Film so ziemlich alles, was seit „28 Days later“ an rasenden Zombies über die Leinwand gelaufen ist. Dennoch macht der Film Spaß und ist überaus spannend inszeniert. Yeong kann es dabei nicht lassen, hin und wieder koreanische Horror und Thriller-Klassiker zu zitieren, wie etwa den Film „Oldboy“, wenn Sang-Hwa (gespielt von Gangstermime Ma Dong-Seok) im Wagon auf die Zombies losgeht.

„Train to Busan“ zählt bereits jetzt zu den erfolgreichsten koreanischen Filmen und schaffte es auch in die US-amerikanischen Kinos. Zwar läuft der Film in Deutschland auf dem Fantasy Filmfest, doch ob er danach seinen Weg in die regulären Kinosäle finden wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall hat mit „Train to Busan“ das koreanische Kino nach „Snowpiercer“ erneut ein Zeichen gesetzt und damit gezeigt, dass es sich vor Hollywood nicht verstecken muss.

 

 

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Man sollte nie einen Film anhand seines Trailers kritisieren. Trailer sind nichts anderes als von darauf spezialsierten Agenturen gefertigte Werbefilmchen. Ein schlechter Film kann einen guten Trailer haben und umgekehrt. Bei „Ghostbusters 3“ lag die Spannung jedoch ziemlich weit oben – und zwar im Hinblick darauf, was aus dem Projekt nun gemacht wurde.

Wir erinnern uns, dass Bill Murray nie einen dritten Teil haben wollte, im Gegensatz zu Dan Aykroyd, der unbedingt einen dritten Teil drehen wollte. Dann aber überschlugen sich beinahe die Nachrichten, dass nun doch ein dritter Teil gedreht werden würde. In Sachen Besetzung tauchten immer wieder neue Meldungen auf, bis schließlich klar war, dass die eigentlichen „Ghostbusters“ nicht mitspielen werden. Stattdessen wurde ein Frauenensemble vorgestellt, was sehr viele Fans enttäuschte.

Der Grund war folgender: Als Murray den ersten Drehbuchentwurf gelesen hatte, soll er gemeint haben, dass niemand alte Männer sehen möchte, die Geistern hinterher jagen. Nun, da hat er sich sicherlich getäuscht. Denn z.B. funktioniert die „Expendables“-Serie genau aus dem Grund, da dies die Zuschauer sehen möchten. Was folgte, war ein sonderbares Marketing. Es wurden über lange Zeit lediglich ein, zwei Setfotos gezeigt. Tweets von der alten Garde wurden durchs Netz gejagt, in denen sie beteuerten, dass die Schauspielerinnen (in den USA bekannte Comedians) ihre Arbeit sehr gut machen würde. Alles klang überaus verkrampft und irgendwie unecht, so als hätten die Macher schon während des Drehs Angst gehabt, der Film könne ein finanzielles Desaster werden.

Und nun der erste Trailer. Was man sieht, ist ein Neuaufguß – ein sog. Reboot -, der im Grunde genommen nichts Neues bietet. Die angedeutete Story orientiert sich sehr stark an dem Originalfilm, die Gags zum Teil ebenfalls, sodass sie in der neuen Version ihren Reiz verloren haben und eher langweilen. Was ebenfalls zu sehen ist, ist, dass man einfach auf mehr Effekte setzte, um mehr Bewegung und mehr Farben ins Bild zu bringen. Die Farben orientieren sich hierbei ebenfalls an dem Original. Auch die Musik ist wieder dieselbe.

Während der Produktion kam auch ein kritischer Kommentar von Rick Moranis auf, der sagte, dass er nicht mitpsielen werde, da er bereits den zweiten Teil für schlecht gefunden habe. Sicher ist schon jetzt, dass Murray durch sein Gezicke dem Projekt wahrscheinlich einen Bärendienst erwiesen hat. Andererseits war in einem Artikel der TIME zu lesen, dass Filme, in denen hauptsächlich Frauen mitspielen, mehr Umsatz erzielen würden. – Man darf also gespannt sein, wie die Zuschauer auf den dritten Teil reagieren werden. Auf Youtube hat der Trailer des Reboots jedenfalls doppelt soviele negative Bewertungen wie positive.

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