Erschienen: Prähuman 21 – Großalarm in Tokio

Nein, Band 20 war nicht der letzte Band der Serie „Prähuman“, wie manche vielleicht geglaubt haben. Mit Band 21 geht es mit den Abenteuern des beliebten Teams um den Grenzwissenschaftler Frederic Tubb weiter. Mit von der Partie sind wie immer Maki Asakawa, Hans Schmeißer und John Arnold.

Dieses Mal ist, wie der Titel bereits verrät, Tokio der Schauplatz der Handlung. Band 21 schließt sich dadurch direkt an das Ende von Band 20 an, in dem Tubb plötzlich eine SMS seiner seit Jahren verschwundenen Frau Kathrin erhält. Demnach hält sich Kathrin Jarvis anscheinend in Tokio auf. Doch kaum sind Tubb und sein Team in Japans Hauptstadt angekommen, geschehen auch schon die sonderbarsten Dinge.

Eigenartige Signale hallen durch die Häuserschluchten. Menschen werden von Wahnvorstellungen heimgesucht. Eine Reihe eigenartiger Beben erschüttern immer wieder die Stadt. Niemand kennt die Ursachen für diese merkwürdigen Zwischenfälle. Während Tubb nach seiner Frau sucht, bringt ein weiteres Ereignis Chaos und Zerstörung – und in Tokio herrscht plötzlich Großalarm …

Band 21 liefert erneut eine spannende, gewitzte und originelle Handlung, die einen nicht mehr losläßt. Der Band beginnt wie ein Thriller, um dann umzuschwenken in eine rasante SF-Geschichte. Mehr soll nicht gesagt werden, da dies sonst zu viel verraten würde. Verraten aber werden darf, dass in „Großalarm in Tokio“ Maki Asakawas Eltern auftreten, was Carl Denning mit viel Humor und überaus liebevoll in Szene gesetzt hat. Miyu und Hiroku Asakawa sind dermaßen sympathisch, dass man die beiden gerne in weiteren Bänden erleben möchte. Gut, über Makis Freundin Yuna hätte man gerne mehr erfahren, aber vielleicht kommt das ja noch in den folgenden Bänden.

Ingesamt ist Band 21 wieder völlig anders als die vorherigen Bände, was ja zum Markenzeichen der „Prähuman“-Reihe ist. Carl Denning zeigt sich hier eindeutig mal wieder als Meister seines Fachs, denn es ist erstaunlich, dass es innerhalb einer so großen Anzahl von Abenteuern bisher zu keinen Wiederholungen gekommen ist. Kurz: „Großalarm in Tokio“ liefert erneut beste „Prähuman“-Unterhaltung und macht von der ersten bis zur letzten Seite Spaß.

Der Junge im Dunkeln – Mervyn Peakes düstere Fantasy-Erzählung

Der Maler und Illustrator Mervyn Peake (1911 – 1968) verfasste von Mitte der 40er Jahre bis Ende der 50er Jahre eine Romantrilogie, deren literarischer Stellenwert demjenigen von Tolkiens „Herr der Ringe“ durchaus gleichkommt. Im englischen Sprachraum zählt Peakes „Gormenghast“ längst zu den Klassikern der Literatur. In Deutschland dagegen hält sich der Bekanntheitsgrad dieser außergewöhnlichen Romane immer noch in Grenzen.

Dennoch bzw. zum Glück gibt es eine deutsche Übersetzung im Klett-Cotta-Verlag, die erst vor wenigen Jahren neu aufgelegt wurde. 2011 erschien dann sogar der vierte Gormenghast-Roman mit dem Titel „Titus erwacht“, eigentlich ein Romanwrackment, das Mervyn Peakes Frau nach dessen Tod vollendet hat.

In „Gormenghast“ geht es um Titus Groan, der im Schloss Gormenghast aufwächst, es geht um die seltsamen Bewohner des Schlosses und um deren heimtückischen Intrigen. Peakes Romane sind einzigartig, wunderschön geschrieben und besitzen durchweg diese spezielle, düster-schaurige Atmosphäre, welche das uralte Schloss regelrecht lebendig werden lässt.

Nun ist eine weitere Gormenghast-Erzählung erschienen, übersetzt von Alexander Pechmann, der bereits „Titus erwacht“ ins Deutsche übertragen hat. Die Erzählung mit dem Titel „Der Junge im Dunkeln“ erzählt von Titus‘ 14. Geburtstag. Ein geheimnisvolles Ritual steht bevor, dem sich Titus jedoch entziehen möchte. Daher flieht er eines nachts aus dem Schloss und gelangt schließlich an einen äußerst sonderbaren Ort und zu nicht weniger sonderbaren Wesen: Bock und Hyäne, zwei Tiermenschen, die sich gegenseitig nicht leiden können, doch den Jungen unbedingt zu ihrem Herrn bringen wollen, da dieser seit langer Zeit nach einem solchen Jungen sucht.

Die Erzählung ist überaus spannend und genauso wunderbar geschrieben wie die Romane. Titus erlebt darin ein düsteres, ja schauriges Abenteuer, das durch die grotesken Figuren eine ungeheure Faszination erhält. Stets stellt man sich die Frage, wie Titus aus seiner unheimlichen Gefangenschaft wieder entfliehen kann. Denn ein Entkommen scheint erfolglos, besonders da der Herr dieses bizarren Ortes, an den Titus gebracht wird, die Macht besitzt, allein durch einen Blick den Willen seiner Opfer zu brechen.

„Der Junge im Dunkeln“ ist eine erstklassige Mischung aus Fantasy und Schauergeschichte, die man auch lesen und nachvollziehen kann, wenn man Mervyn Peakes Romane noch nicht kennt. Bei der Aufmachung des Buches stellt sich allerdings die Frage, weswegen der Verlag statt eines Nachworts eine Leseprobe des ersten Gormanghast-Romans ans Ende des Buchs gestellt hat. Fast scheint es wie eine hilflose Notlösung, da man nichts anderes hinbekommen hat, was doch recht ärgerlich ist. Ein Nachwort hätte die Ausgabe um ein Vielfaches aufgwertet. Die Geschichte selbst aber ist absolut lesenswert und wird vielleicht auch Leser, die noch nichts von Mervyn Peake gelesen haben, dazu bringen, sich mit den eigentlichen Gormenghast-Romanen zu beschäftigen.

Mervyn Peake. Der Junge im Dunkeln. Klett-Cotta Verlag 2019, 110 Seiten, 16,00 Euro.

FuBs Fundgrube: „Hüter der Finsternis“ von Anthony O’Neill

Es gibt tatsächlich Bücher, die einen ärgern. Und das, obwohl man sie für wenig Geld am Bücherflohmarkt erstanden hat. So erging es jedenfalls mir, als ich den Roman „Der Hüter der Finsternis“ des australischen Autors Anthony O’Neill für gerade mal einen Euro gekauft habe.

Davor hatte ich noch nie etwas über den Autor gehört. Inzwischen weiß ich, dass er vor zwei Jahren einen SF-Roman veröffentlicht hat, sein Debut aber (aus dem Jahr 2003) war der oben genannte Roman, eine Mischung aus historischem Roman und Thriller. So steht es jedenfalls auf dem Klappentext. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Edinburgh. Eine Reihe brutaler Morde sucht die Stadt heim, die Polizei ist ratlos, Augenzeugen wollen ein Ungeheuer gesehen haben, das nachts durch die Straßen streift. Neben Inspektor Groves machen sich auch der Philosophieprofessor McKnight und sein Freund Canavan auf die Suche nach dem Mörder.

Eine junge Frau namens Evelyn rückt mehr und mehr ins Zentrum der Ermittlungen. Alles schön und gut, doch hapert es in O’Neills Debut an allen Ecken und Enden. Kurz, man fragt sich, wieso der Roman auf diese Weise veröffentlicht und nie überarbeitet wurde, denn Handlungslogik schaut anders aus. Vor allem zum Schluss schustert O’Neill alle möglichen Ideen krampfhaft zu einer einzigen zusammen, was dazu führt, dass der Roman weg vom Thriller hin zum wirren Fantasy-Abenteuer führt. Der Übergang von einem Genre zum anderen hätte durchaus überraschend sein können, doch O’Neill macht dadurch alles noch schlimmer. Denn das, was der Autor dem Leser präsentiert, hat einfach weder Hand von Fuß.

Stutzig wird man bereits bei so manchen Figuren, die mit Tamtam eingeführt werden, nur um sie dann einfach links liegen zu lassen. Unnötige Szenen ziehen manche Kapitel in die Länge, ohne dass sie eine bestimmte Funktion erfüllen, die Hauptfiguren wirken zum großen Teil wenig überzeugend, was sich besonders bei Groves bemerkbar macht. Zum Teil sind die Dialoge einfach nur nervig, da sie die Handlung nicht weiterbringen, sondern dazu führen, dass diese auf der Stelle tritt. Das Resultat: das Finale des Ganzen ist dermaßen dämlich, dass man nur noch den Kopf schüttelt.

Nach dem Lesen habe ich viel über den Roman nachgedacht, eben weil er dermaßen schlecht konzipiert ist. O’Neill schreibt in der Schlussbemerkung, dass ihm vor allem Robert Louis Stevenson beeinflusst habe. Ich persönlich meine, dass sich Anthony O’Neill an den Romanen James P. Blaylocks orientiert hat, der als eines seiner Vorbilder übrigens auch Stevenson nennt und vor allem in den 1990er Jahren mit „Homunculus“ oder „Land der Träume“ großen Erfolg hatte. Der Unterschied zwischen Blaylock und O’Neill ist aber, dass Blaylock hervorragend konzipierte Romane auf den Leser losließ, während O’Neills angebliche Mischung aus historischem Roman und Thriller völlig daneben geht.

Man kann sich also wirklich über Bücher ärgern, selbst dann, wenn man sie für wenig Geld erstanden hat. „Hüter der Finsternis“ ist 2006 im Bastei Lübbe Verlag erschienen und inzwischen nur mehr antiquarisch erhältlich.

Unsterbliche Liebe: Henry Rider Haggard und Lilly Archer – Eine besondere Beziehung

Henry Rider Haggard

Für Henry Rider Haggard (1856 – 1925) sollte sie immer die Frau sein. Gemeint ist Lilly Archer (geb. Jackson, 1854 – 1909), in die sich der bekannte englische Schriftsteller von phantastischen Abenteuer- und sog. Lost World-Romanen auf einem Ball unsterblich verliebt hatte. In seinen 44 Romanen machte er sie unsterblich.

Lilly Archer war zwei Jahre älter als Haggard. Die Begegnung mit ihr war für Haggard, so schrieb er es in einem seiner Briefe, wie ein plötzlicher Lichtstrahl. Doch sollte aus Haggards Wunsch, sie zu heiraten, nichts werden. Überhaupt kam keine richtige Beziehung zustande, obwohl sie zum Freundeskreis von Haggards Familie gehörte und sogar mit seiner späteren richtigen Frau Mariana Louisa Margitson engen Kontakt pflegte. Gleich den ersten Liebesbrief, den Haggard Lilly schrieb, beantwortete sie mit einem klaren Nein. Ihr Brief war jedoch keineswegs als eindeutige Abfuhr zu verstehen. Denn anscheinend empfand sie auch etwas für Haggard, doch – aus bis heute ungeklärten Gründen – konnte oder durfte sie ihm nicht näher kommen. War dies bereits ein erster Dämpfer, so kam es bei ihm beinahe zu einem seelischen Zusammenbruch, als er erfuhr, dass Lilly den Makler Francis Archer geheiratet hat.

Lilly Archer

Die Ehe sollte jedoch alles andere als glücklich verlaufen. Denn Francis Maklerfirma ging bankrott. Er floh nach Südafrika und ließ Lilly und ihre beiden Kinder mittellos zurück. Haggard, der inzwischen mit „König Salomons Schatzkammer“ (1885) einen der damals größten Bucherfolge hingelegt hatte, nahm sich ihr und ihrer Kinder an. Er mietete für sie ein Haus und sorgte sich darum, dass ihre Kinder weiterhin die Schule besuchen konnten.

Doch nachdem Lilly einen Brief ihres Mannes erhalten hatte, dass sie zu ihm nach Afrika kommen solle, folgte sie dieser Bitte. Francis jedoch war schwer an Syphillis erkrankt. Nach seinem Tod kehrte Lilly nach England zurück – ebenfalls an dieser damals verbreiteten Infektionskrankheit leidend. Haggard  kümmerte sich erneut um sie. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1909.

Für Henry Rider Haggard war Lilly Archer die schönste Frau, der er jemals begegnet war. In seinen Romanen, in denen es nicht selten darum geht, dass ein Abenteurer (nicht selten Allan Quatermain) Gerüchten über eine weiße Göttin in den entferntesten Winkelns Afrikas nachspürt, sollte es stets Lilly sein, der diese Rolle insgeheim zukam. Darauf verwies in den 1950er Jahren seine Tochter Lilias, die selbst Autorin war und Haggards Biographie verfasste.

Als Höhepunkt seines Schaffens gilt dabei sein Meisterwerk „She“ (1886), das zu den besten Romanen der Weltliteratur zählt und bis heute eines der meist verkauften Bücher überhaupt ist. Über Ayesha, eine wunderschöne, unsterbliche Frau, die sehnsüchtig auf die Wiedergeburt ihres Geliebten wartet, verfasste Haggard vier Romane, wobei „Ayesha – The Return of She“ (1905) in Tibet spielt. Mit „She and Allan“ (1921) schuf Haggard eines der ersten Crossover der Kulturgeschichte, indem in diesem Roman She und Allan Quatermain, über den Haggard ebenfalls mehrere Romane verfasste, aufeinander treffen.

Cover von „Sie und Allan“ der Haggard-Reihe im Heyne-Verlag (1985)

Ayesha bzw. She ist die Person gewordene Sinnlichkeit. Tatsächlich haut einem diese Figur regelrecht um, egal, wie oft man die entsprechenden Romane bereits gelesen hat. Der Psychoanalytiker C. G. Jung war von dieser Figur so fasziniert, dass er über sie eine Abhandlung schrieb.

„She“ wurde zweimal verfilmt. 1935 unter der Regie von Irving Pitchel mit Helen Gahagan als She. Merian C. Cooper, der mit „King Kong“ (1933) einen Welterfolg landete, hatte auch diesen Film produziert, damit jedoch einen Flop gelandet. 1964 verkörperte Bondgirl Ursula Andress She in der gleichnamigen Produktion der Hammer-Studios.

Viele damalige Zeitgenossen hielten übrigens Lilly Archer für ziemlich dumm. Dem aber widersprach Haggard vehement in einem seiner Briefe an seine Schwester. Darin beschrieb er Lilly fast genauso wie die weiblichen Figuren in seinen Romanen. Die Beziehung zwischen beiden war durchaus tragisch, doch nicht weniger romantisch, auf jeden Fall aber einzigartig. Bis heute gibt diese Beziehung und die unbeschreibliche Wirkung Lillys auf Haggard Rätsel auf. Sicher ist nur eines: Lilly Archer ist als She in die Weltliteratur eingegangen.

FuBs Klassikbox: Doc Savage – Der Mann aus Bronze (1975)

Doc Savage (Ron Ely) weist seinen Leuten den Weg; „Doc Savage“ (1975), © Warner Bros

Mitte der 70er Jahre wollte Warner Bros eine Reihe von Filmen in die Kinos bringen, deren Helden Adaptionen sog. Pulp-Magazine waren. Das Vorhaben scheiterte jedoch bereits mit dem ersten Film. Dennoch wurde „Doc Savage – The Man of Bronze“ zu einem Klassiker des Fantasy- und Abenteuerfilms.

„Doc Savage“ basiert auf den Romanen von Lester Dent (1904 – 1959), der bis zu seinem Tod 159 Romane unter dem Pseudonym Kenneth Robeson verfasste. 1933 erschien der erste Roman mit dem Titel „The Man of Bronze“. Dent schrieb insgesamt 20 weitere Doc Savage-Romane, bevor andere Autoren bis Ende der 40er Jahre daran weiter arbeiteten.

1975 schließlich kam es zur Verfilmung, die leider nicht die Erwartungen erfüllte, die sich Produzent George Pal erhofft hatte. Pal war durch seine grandiosen Kinoerfolge wie „Der jüngste Tag“ (1951), „Krieg der Welten“ (1953) oder „Die Zeitmaschine“ (1960) geradezu von hohen Einnahmen verwöhnt. Doch „Doc Savage“ holte ihn auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Folge: George Pal zog sich danach aus dem Filmgeschäft zurück.

Wenn man es genau nimmt, hätte „Doc Savage“ zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt produziert werden können. Die USA lagen aufgrund des Vietnamkriegs moralisch am Boden, die Bürgerrechtsbewegungen waren noch immer voll im Gange – niemand also brauchte eine Superheldenfigur, nicht einmal eine, die sich selbst aufs Korn nahm und damit zugleich eine Satire auf das US-amerikanische Sendungsbewusstsein lieferte.

Doc Savage (Ron Ely) und Mona Flores (Pamela Hensley); „Doc Savage“ (1975), © Warner Bros

Heute wird der Film ganz anders betrachtet. Denn „Doc Savage“ machte sich über all das lustig, was den US-Amerikanern wichtig war, etwas, was 10 Jahre später „Ghostbusters“ nochmals machen sollte – natürlich mit weit größerem Erfolg. Aus dieser Perspektive reiht sich „Doc Savage“ in die Vielzahl von Protestfilmen und Satiren der 70er Jahre ein, welche das postmoderne Kino einläuteten.

Doc Savage ist Wissenschaftler, Dichter, einfach ein Alleskönner, dem noch dazu fünf der begabtesten Wissenschafter, Ingenieure und Anwälte zur Seite stehen. Doc gerät völlig unerwartet in eine Reihe gefährlicher und mysteriöser Zwischenfälle, die alles etwas mit dem Tod seines Vaters zu tun haben. Denn sein Vater soll angeblich einen unbekannten Indianerstamm in Südamerika entdeckt haben. Auf der Suche nach diesem sagenumwobenen Ort ist aber auch der heimtückische Millionär Captain Seas, der alles daran setzt, um Doc Savage zur Strecke zu bringen.

„Doc Savage“ gehört zu den witzigsten und unterhaltsamsten Actionfilmen der 70er Jahre. Ron Ely, der zuvor durch seine Verkörperung des Tarzan in der gleichnamigen TV-Serie bekannt wurde, spielte die Figur mit einer überaus köstlichen Selbstironie, die immer wieder begeistert, auch wenn man den Film bereits zum x-ten Mal gesehen hat. Damals, wie bereits erwähnt, wollten oder konnten die Zuschauer damit nichts anfangen. Für Elys Karriere hatte dies weder positive noch negative Konsequenzen. Nach „Doc Savage“ spielte er wieder in verschiedenen TV-Serien mit, bevor er sich 2001 von der Schauspielerei verabschiedete.

Lester Dents Witwe Norma Dent, auf die nach Lesters Tod die Rechte an Doc Savage gingen, war von Ron Elys Darstellung so begeistert, dass sie sich den Film gleich dreimal hintereinander ansah. Schade, dass diese Begeisterung damals nicht auch das übrige Publikum ansteckte. Die im Abspann angekündigte Fortsetzung „Doc Savage: The Arch Enemy of Evil“ wurde nicht mehr gedreht, da der Film an den Kinokassen floppte.

Seit Ende der 90er Jahre tauchen jedoch immer wieder Gerüchte auf, dass es ein Remake von „Doc Savage“ geben sollte. War zunächst von Arnold Schwarzenegger die Rede, der die Rolle des Doc übernehmen sollte, so soll es angeblich nun Dwyne Johnson sein. Der Film soll angeblich 2020 in die Kinos kommen.

Doc Savage – Der Mann aus Bronze (OT: Doc Savage – The Man of Bronze). Regie: Michael Anderson, Drehbuch: Joe Morhaim, George Pal, Produktion: George Pal, Darsteller: Ron Ely, Paul Gleason, William Lucking, Michael Miller, Eldon Quick, Darrel Zwerling, Paul Wexler, Pamela Hensley. USA 1975, 112 Min.

J. R. R. Tolkien: Der Fall von Gondolin – Eine Rezension von Alexander Pechmann

Nach Die Kinder Hurins und Beren und Luthien präsentiert Christopher Tolkien zum dritten Mal eine der großen Geschichten aus dem ersten Zeitalter von Mittelerde; eine von jenen Geschichten also, die den mythologischen Hintergrund zum Herrn der Ringe bilden. Die Methode ist weitgehend dieselbe wie in dem vorigen Band: Der Herausgeber verdeutlicht den Entstehungsprozess der Sage vom Fall der Elbenstadt Gondolin von den ersten Entwürfen bis zu den letzten Versionen. Hinzu kommt ein ausführlicher Anhang mit Verzeichnis, Stammbäumen und einer Karte.

Die beiden umfangreichsten Texte des Bandes wurden bereits im Buch der verlorenen Geschichten und in Nachrichten aus Mittelerde veröffentlicht und dürften treuen Tolkien-Lesern bereits bekannt sein: Tuor wird nach Gondolin geschickt, um den König vor einem drohenden Angriff Melkos/Morgoths zu warnen. Er bleibt in der Stadt, heiratet die Königstochter und hat ein Kind mit ihr. Tuors eifersüchtiger Rivale Meglin verbündet sich mit Melko/Morgoth, um die Prinzessin für sich zu gewinnen und das Kind zu töten, und verrät dem feindlichen Heer aus Orks, Balrogs und Drachen den geheimen Weg in die Elbenstadt.

Die Urfassung der Geschichte besticht vor allem durch die ausführliche Beschreibung der Schlacht um Gondolin, wobei das Kriegsgerät – hohle Drachen aus Eisen und andere vage beschriebene Höllenmaschinen – deutlicher als sonst das Gefühl vermittelt, Tolkien habe hier seine eigenen Fronterfahrungen während des 1. Weltkriegs verarbeitet. In der letzten, sprachlich und inhaltlich ausgefeilteren Version steht Tuors Reise nach und Ankunft in Gondolin im Mittelpunkt, und man muss bedauern, dass der Text lange vor dem spektakulären Kampf um die Stadt abbricht.

Lesenswert ist das Buch für alle, die sich ausführlicher mit der Entstehung und Entwicklung von Tolkiens Sagenwelt auseinandersetzen möchten. Die üppige Aufmachung mitsamt farbigen Illustrationen, Lesebändchen und herausnehmbarer Karte macht es zudem zu einer prachtvollen Ergänzung einer jeden Tolkiensammlung. Christopher Tolkiens Lebenswerk, die kenntnisreiche Edition der verstreuten Texte, Notizen und Entwürfe seines Vaters, findet hier einen würdigen Abschluss.

J. R. R. Tolkien: Der Fall von Gondolin, Herausgegeben von Christopher Tolkien, Illustrationen von Alan Lee. Übersetzt von Helmut W. Pesch. Hobbit Presse/ Klett-Cotta 2018. Hardcover, 352 Seiten

The 80s: Legend (1985)

Normalerweise fackelt man nicht gleich das Studio ab, wenn man einen Film drehen möchte. Aber genau das ist bei den Dreharbeiten von „Legend“ geschehen. Die Folge: ein Teil der Kulissen musste erneuert werden.

Regie führte Ridley Scott, der den Film eigentlich in einem der US-amerikanischen Nationalparks drehen wollte. Doch die Kosten dafür wären höher gewesen, als einen künstlichen Wald im Studio zu errichten. Also schufen seine Mitarbeiter innerhalb von zwei Wochen einen kompletten Wald in dem Studio, das normalerweise für die James Bond-Filme verwendet wurde.

So aufwendig die Produktion auch war, so einfach gestaltete sich die Handlung: Prinzessin Lilli wird vom Fürsten der Dunkelheit entührt, da er sie zu seiner Frau machen möchte. Jack versucht dies zusammen mit seinen Freunden zu verhindern.

Jack wird von Tom Cruise gespielt, und irgendwie nimmt man ihm die Rolle nicht ab. Im Gegensatz zu den anderen Darstellern merkt man ihm zu sehr an, wie er versucht zu schauspielern. Da half auch nicht der berühmte Schweizer Schauspieler David Benennt (bekannt durch „Die Blechtrommel“), der hier wundervoll klassisch den Elfen Gump spielt. Oder Mia Sara, die hier ihr Debut gab und ein Jahr darauf durch ihre Rolle in der Komödie „Ferris macht blau“ bekannt werden sollte. Nicht zu vergessen natürlich Tim Curry, der den Fürsten der Finsternis verkörpert.

Für Tim Currys Teufelsmaske hagelte es dann auch jede Menge Preise. Bis heute stellt sie eine der komplexesten Ganzkörpermasken der Filmgeschichte dar. Das macht seine Rolle natürlich zum Augenfang. Und daher ist es jedes Mal von neuem faszinierend, Curry als Teufel in Aktion zu sehen.

Über die Kulissen muss man nicht mehr viel sagen. Man merkt dem ganzen Film über den enormen Aufwand an, was dazu führt, dass die Kulissen zu den eigentlichen Hauptdarstellern des Films werden. Erst recht, wenn alles hüfthoch im Schnee versinkt. Heute würden dafür ein paar EDV-Granaten mit Bits und Bytes jonglieren. Damals noch alles wunderbar handgemacht.

Zwar beginnt „Legend“ ein bisschen zu kitschig, doch ändert sich das nach nur wenigen Minuten, spätestens aber dann, wenn die Diener des Fürsten der Dunkelheit einem der Einhörner das Horn abschlagen. Denn abrupt wird aus dem barocken Kunstmärchen ein spannender und überaus düsterer Fantasyfilm, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.

Damals floppte der Film jedoch an den Kinokassen. Erst mit der Zeit fand „Legend“ seine Zuschauer (vor allem in der Zweitverwertung) und gilt heute als absoluter Klassiker des Genres.

Legend. Regie: Ridley Scott, Drehbuch: William Hjortsberg, Produktion: Arnon Milchan, Darsteller: Tom Cruise, Mia Sara, Tim Curry, David Benennt, Robert Picardo. England 1985, 94 Min.

The 80s: A Chinese Ghost Story (1987)

Das Aufsehen war groß, als 1987 mehrere Artikel über den chinesischen Spielfilm „A Chinese Ghost Story“ in den damaligen Phanastik-Magazinen erschienen. Bisher war man ja nur Kung Fu-Filme aus der damaligen britischen Kolonie gewöhnt. Doch mit der Mischung aus Fantasy, Horror und Liebesfilm schlugen die dortigen Filmstudios ein neues Kapitel des phantastischen Films auf.

„A Chinese Ghost Story“ von Regisseur Ching Siu-Tung basiert auf klassischen chinesischen Geistergeschichten aus dem 17. Jahrhundert. Speziell wird hierbei immer wieder der Autor Pu Sonling (1640 – 1715) genannt, der diese unheimlichen Legenden und Geschichten sammelte und in einem Band veröffentlichte.

In dem Film geht es um den jungen und etwas naiven Schuldeneintreiber Ling, der bei einem Unwetter in einen verlassenen Tempel flüchtet. Während er versucht, das durch den Regen zerstörte Schuldenbuch wieder zu trocknen, vernimmt er auf einmal wunderschöne Klänge, die vom Ufer des in der Nähe liegenden Sees herkommen. Ling möchte der Sache auf den Grund gehen und trifft dort die hübsche Siu Sin, die jedoch ein Geist ist und den Auftrag hat, einem alten Baumdämon männliche Opfer darzubringen. Siu Sin aber verliebt sich in den Schuldeneintreiber und versucht, ihn vor dem Dämon zu schützen …

Der Film ist längst ein Klassiker des Hong Kong-Kinos und nicht weniger ein Klassiker des Fantasy-Films. Mit einer ungeheuren Farbenpracht inszenierte Ching Siu-Tung, der zu den wichtigsten chinesischen Regisseuren zählt, ein furioses Grusel-Abenteuer, das von Szene zu Szene mit immer spektakuläreren Ideen und Effekten aufwartet.

Zwar steht eindeutig die Action im Vordergrund, doch legte Ching genauso Wert darauf, die besondere Atmosphäre der klassischen Geistergeschichten beizubehalten. Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass diese unheimlichen Erzählungen aus dem 17. Jahrhundert zugleich Liebesgeschichten sind, woraus sich eine ganz spezielle dichterische Komposition ergibt. Genau diese findet sich auch in „A Chinese Ghost Story“ wieder, wenn sich Ling und Siu Sin ineinander verlieben. Denn die Frage ist ja, kann eine solche Beziehung überhaupt gut gehen?

Auf diese Weise schleicht sich in das wilde Geschehen eine sanfte Melancholie, welche den gesamten Film bestimmt. Mit jeder Menge Spezial- und Puppeneffekten erweckt Ching dabei ganze Geisterheere zum Leben oder lässt den bösartigen Baumdämon sein Unwesen treiben. Kurz: mit „A Chinese Ghost Story“ gelang dem Regisseur ein wundervoller Film, der später Filme wie „Bram Stokers Dracula“ beeinflussen sollte.

Ching Siu-Tung drehte Anfang der 90er Jahre zwei Fortsetzungen, wobei der dritte Teil eindeutig der schwächste der Trilogie ist und im Grunde genommen eher halbherzig die Geschichte des Originalfilms wiedergibt. 2011 wurde ein Remake produziert, dass ebenfalls nicht die Qualität des Klassikers erreicht. „A Chinese Ghost Story“ jedoch ist und bleibt einer der faszinierendsten und witzigsten Fantasyfilme, die in diesem Bereich jemals gedreht wurden.

A Chinese Ghost Story. Regie: Ching Siu-Tung, Drehbuch: Yun Kai-Chi, Produktion: Tsui Hark, Darsteller: Leslie Cheung, Joey Wong, Wu Ma,

 

The 80s: Die Abenteuer des Baron Münchhausen (1988)

Terry Gilliams 11. Spielfim zählt heute zu den größten Flops der Filmgeschichte. Eigentlich hätte alles anders kommen können, doch geriet Gilliams Film mitten hinein in studiointerne Konflikte der Columbia Pictures, was dazu führte, dass von dem Film lediglich 117 Kopien in den USA in Umlauf gebracht wurden, was natürlich nicht gerade dazu beitrug, dass der Film die Kosten von über 40 Millionen Dollar wieder einfahren konnte.

Der neue Chef von Columbia wollte mit den Vereinbarungen, die sein Vorgänger getroffen hatte, nichts mehr zu tun haben. Auf diese Weise blieben Gilliam und der deutsche Produzent Thomas Schühly sich praktisch selbst überlassen. Das Resultat war das oben erwähnte finanzielle Desaster. Selbst die überaus positiven Kritiken konnten diesen Tatbestand nicht mehr umkehren.

In „Die Abenteuer des Baron Münchhausen“ geht es darum, dass Münchhausen zusammen mit seinen Freunden Bertold, Adolphus, Albrecht und Gustavus eine Stadt vor den Türken retten muss, die die Stadt belagern. Doch sind Münchhausens Freunde in alle Winde zerstreut. Zunächst muss er sein „Team“ wieder zusammensuchen, bevor er gegen die Belagerer etwas unternehmen kann, und erlebt dabei jede Menge skurriler Abenteuer.

Der Film basiert lose auf den Lügengeschichten des Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen (1720 – 1797), die vor allem von den deutschen Dichtern Rudolf Erich Raspe (1736 – 1794) und Gottfried August Bürger (1747 – 1794) in Buchform 1786 bzw. 1788 veröffentlicht wurden. Doch durch die Rahmenhandlung verbindet Gilliam die einzelnen Episoden zu einer einzigen Geschichte, die in optischer Hinsicht den Zuschauer regelrecht erschlägt.

„Baron Münchhausen“ ist, wenn man es auf den Punkt bringen möchte, ein riesengroßes Kunstwerk. Die gewaltigen, bis ins kleinste Detail gestalteten Kulissen bringen einen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dieses bildgewaltige Abenteuer ist fast schon zu viel für das Auge, und zum Glück kann man den Film immer wieder anhalten, um den detailverliebten Einfallsreichtum zu genießen.

Gut, anfangs braucht der Film ein wenig zu lange, bis er in die Gänge kommt, doch sobald es so richtig losgeht, kennt Terry Gilliam kein Halten mehr. Er wirft mit den Ideen nur so um sich, wobei er sich klarerweise an den Gemälden und Zeichnungen des 18. Jahrhunderts orientiert, und sorgt auf diese Weise dafür, dass „Baron Münchhausen“ keine Sekunde langweilig wird. Hier und da blitzt noch der typische Monthy Python-Humor auf, in der Höhle des Gottes Vulkan wird der Film zu einer bissigen Satire auf die Waffenlobby – doch immer steht die Kunst im Vordergrund.

Als Second Director fungierte übrigens Michele Soavi, der später mit seinen beiden Horrorfilmen „The Church“ (1989) und „DellAmore, DellaMorte“ (1994) zwei Klassiker des euoropäischen Horrorfilms schuf.

Terry Gilliam gehört zu den wirklich großen Filmautoren, den man in einem Atemzug mit Federico Fellini nennen kann. Und wer „Die Abenteuer des Baron Münchhausen“ tatsächlich noch nicht gesehen hat, sollte dies so schnell wie möglich nachholen.

Die Abenteuer des Baron Münchhausen. Regie: Terry Gilliam, Drehbuch: Terry Gilliam, Charles McKewon, Produktion: Thomas Schühly, Darsteller: John Neville, Eric Idle, Sarah Polley, Oliver Reed, Uma Thurman, Robin Williams, Jonathan Pryce. Engand/Deutschland 1988, 126 Min. 

 

The 80s: Big Trouble in Little China (1986)

Die Produzenten von 20th Century Fox erhofften sich den Blockbuster des Sommers. Doch aus John Carpenters zweiter Big Budget-Produktion wurde der Flop des Sommers. Später sollte Hauptdarsteller Kurt Russell sagen, dass er sich damals gewundert habe, dass die Leute überhaupt das Skript verfilmen wollten. Und mit dem Skript fing eigentlich auch alles an.

Geschrieben hatten dies die beiden Jungautoren Gary Goldman und David Z. Weinstein. Während Weinstein (nicht verwandt mit den beiden Produzentenbrüdern) schnell wieder in der Versenkung verschwand, erhielt Goldman später den Auftrag, das Drehbuch für „Total Recall“ umzuschreiben, bevor auch seine Karriere direkt nach unten ging. Goldman und Weinsteins erste Arbeit aber war eben „Big Trouble in Little China“, das jedoch im 19. Jahrhundert spielen sollte und als Western konzipiert war.

Das Drehbuch soll unglaublich schlecht gewesen sein, doch die Story war interessant. Daher entschied das Studio, dass Regisseur und Autor W. D. Richter das Skript umschreiben solle. Die Handlung wurde damit in die Gegenwart verlegt und aus dem Cowboy Jack Burton wurde ein Truckfahrer. Richter war übrigens durch seinen Flop und späteren Kultfilm „Buckaroo Banzai“ (1984) bekannt. John Carpenter erhielt schließlich den Auftrag, die Regie zu übernehmen.

Es geht um den Truckfahrer Jack Burton, der unverrichteter Dinge mitten hinein gerät in einen Konflikt, in dem ein furchtbarer Dämon in Chinatown die Herrschaft über das Universum übernehmen möchte. Dafür braucht er jedoch eine Frau mit grünen Augen. Diese ist schnell in der Verlobten von Jacks Freund Wang Chi gefunden. Kaum ist sie am Flughafen von San Francisco angekommen, wird sie von einer Gruppe Gangster entführt. Und als auch die Anwältin Gracie Law verschwindet, setzen die beiden Freunde alles daran, sie aus den Klauen des Dämons zu befreien.

„Big Trouble in Little China“ ist eine typische Actionkomödie der 80er Jahre, die zwischen Trash und tollen Effekten hin und her pendelt. Robert Edlund, der u. a. für die Spezialeffekte von „Ghostbusters“ und „Fright Night“ verantwortlich war, zeigte in „Big Trouble“ erneut sein Können und ließ es nur so blitzen, wenn die drei Stürme auftauchen, die als Diener des Dämons Lo Pan fungieren. Auch an Monstern fehlt es in dem Film nicht, auch wenn diese leider nur kurz auftreten.

Der Film selbst ist eine rasante Komödie, die vor Selbstironie und Witz nur so sprüht. Die einzige ruhige Minute findet sich am Anfang des Films, als der Busfahrer Egg Shen einem Anwalt über die Geschehnisse in Chinatown erzählt. Danach folgen die Zwischenfälle Schlag auf Schlag. Eine Actionszene baut quasi auf der anderen auf und zwischendurch ist Jack Burton kräftig am Sprücheklopfen.

Doch um das Publikum dadurch ins Kino zu locken, war dies anscheinend zu wenig. Filmkritiker meinten, dass der Film durch den gleichzeitigen Release von „Aliens“ in den Schatten gestellt wurde. War der Film im Kino nicht erfolgreich, so änderte sich dies durch die Veröffentlichung auf Video. Von da an entwickelte sich der Film zunächst zum Geheimtipp, bis er schließlich als Klassiker des Genres und nichtzuletzt als Kultfilm bezeichnet wurde.

John Carpenter ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Er hatte die Nase gestrichen voll, was Großproduktionen und das Einmischen der Produzenten in seine Arbeit betraf. Nach „Big Trouble in Littel China“ wandte er sich wieder den Low Budget-Filmen zu und schuf ein Jahr später einen weiteren Klassiker des Horrorfilms: „Fürsten der Dunkelheit„.

Big Trouble in Little China. Regie: John Carpenter, Drehbuch: W. D. Richter (Gary Goldman/David Z. Weinstein), Produktion: Larry J. Franco, Darsteller: Kurt Russell, Kim Cattrall, Dennis Dun, Victor Wong, James Hong. USA 1986, 96 Min.