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Archive for the ‘Buchrezension’ Category

Zwischen den Jahren 1811 und 1815 veröffentlichten die beiden Schriftsteller Friedrich Laun und Johann August Apel „Das Gespensterbuch“, eine Sammlung unheimlicher Erzählungen in fünf Bänden. Im Jahr 1812 stellte der französische Übersetzer Jean-Baptiste Benoît Eyriès daraus eine eigene Sammlung zusammen, die er unter dem Titel „Fantasmagoriana“ veröffentlichte.

Es war diese französische Ausgabe, die 1816 Lord Byron, seinem Arzt Polidori, Mary Shelley und ihrem Mann Percy Shelley in die Hände fiel, als sie sich im Sommer jenes Jahres in der Villa Diotati aufhielten. Da es mehrere Tage durchgehend regnete, vertrieb man sich die Zeit mit dem Vorlesen der unheimlichen Geschichten aus jenem Buch.

Dies führte dazu, dass die Gruppe daraus ein Spiel machte, denn jeder sollte nun eine eigene unheimliche Geschichte erfinden. Während Polidori die berühmte Erzählung „Der Vampyr“ verfasste, sollte dieses Spiel ebenfalls zur Geburt eines anderen Stücks Weltliteratur führen: zu dem Roman „Frankenstein“, der eben durch jene Geschichten inspiriert wurde.

Im Verlag Ripperger u. Kremers ist nun eben diese Anthologie, wie sie Byron, Polidori und das Ehepaar Shelley in den Händen hielten, erschienen. Neun Erzählungen beinhaltet die Sammlung, von denen „Die Bilder der Ahnen“ die Bewohner der Villa anscheinend am meisten beeindruckt hat. Darin geht es um einen unheimlichen Familienfluch, denn durch die Gemäuer eines alten Herrenhauses stampft in manchen Nächten ein Ritter. Und wenn dies geschieht, so kommt es jedes Mal zu sonderbaren Todesfällen.

Und auf diese Weise geht es weiter. In „Die Totenbraut“ verführt eine Untote junge Männer, in „Der Totenkopf“ nimmt eine Geisterbeschwörung ein fatales Ende und in „Verwandtschaft mit der Geisterwelt“ erzählt eine junge Frau von ihrer verstorbenen Schwester. Das Märchen „Stumme Liebe“ ragt dabei aus der Sammlung heraus, da es sich hierbei um eine Art fantastisches Abenteuer handelt, in dem ein Mann, der sein ganzes Erbe verprasst hat, nach einem geheimnisvollen Schatz sucht. Dennoch besitzt auch diese Geschichte ihre unheimlichen Momente und liefert sozusagen den Auftakt zu den übrigen Erzählungen.

Der Sammlung voran geht das Vorwort von Jean-Baptiste Benoît Eyriès, das hier zum ersten Mal überhaupt in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Die Zusammenstellung bietet nicht nur kurzweilige und spannende Unterhaltung, sondern liefert zugleich einen faszinierenden Einblick in die damalige Lebenswelt. Ein sehr interessantes Nachwort von Markus Bernauer rundet das Buch ab. Wer sich also nicht nur angenehm gruseln lassen, sondern auch wissen möchte, was bei Percy Shelley damals eine regelrechte Wahnvorstellung ausgelöst hatte, der hat sicherlich viel Vergnügen mit diesem Buch.

Fantasmagoriana. Geisterbarbiere, Totenbräute und mordende Porträts. Ripperger u. Kremers 2017, 288 Seiten, 19,90 Euro, ISBN: 978-3-943999-88-4

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Was im Jahr 1828 an Bord der Mary Russell geschehen ist, gehört bis heute zu den rätselhaftesten Kriminalfällen der Seefahrtsgeschichte. Nun hat der bekannte Übersetzer Alexander Pechmann, der erst kürzlich an dem gewaltigen Lovecraft-Band Das Werk mitgearbeitet hat, daraus einen historischen Kriminalroman geschrieben, den man nicht so schnell aus der Hand legt.

Der berühmte Arktisforscher und Theologe William Scoresby möchte unbedingt in Erfahrung bringen, was an Bord der Mary Russell tatsächlich geschehen ist. Nur so viel ist sicher: sieben Mitglieder der Besatzung wurden brutal ermordet. Der Kapitän ist verschwunden. Scoresby beginnt nun, die Überlebenden des Massakers zu befragen. Doch die Geschichte wird von Mal zu Mal mysteriöser, je mehr er über das Geschehen an Bord erfährt.

Sieben Lichter gestaltet sich als eine Mischung aus klassischem Kriminalroman und Mystery-Thriller. Alexander Pechmann gelingt es dabei, von Anfang an eine dichte und rätselhafte Atmosphäre zu gestalten, die das gesamte Buch durchzieht. Besonders gut gelingen ihm dabei atmosphärische Momentaufnahmen, wie etwa die Mischung aus Schock und Bedrückung, die Scoresby entgegen schlägt, als er zum ersten Mal an Bord des Schiffes kommt.

Verfasst in einem erstklassigen Schreibstil wird der Roman zu einem wahren Pageturner, der noch dazu bis ins kleinste Detail hervorragend recherchiert ist. Man merkt, dass sich der Autor schon seit Jahren mit der Geschichte der Seefahrt auseinandersetzt, was dem Roman eine zusätzliche realistische Note verleiht.

Die Spannung nimmt dabei von Kapitel zu Kapitel zu, sodass man kaum noch mit dem Lesen aufhören kann. Stets möchte man wissen, welche Informationen Scoresby noch herausfindet, um dadurch hinter das Geheimnis des unheimlichen Falls zu kommen. Dies macht Sieben Lichter zu einem echten Leckerbissen nicht nur für Krimifans, sondern überhaupt für Leute, die auf der Suche nach einem wirklich guten Buch sind

Alexander Pechmann. Sieben Lichter. Steidl Verlag 2017, 166 Seiten, 18,00 Euro, ISBN: 978-3-95829-370-0

 

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Literaturnobelpreisträger Sinclair Lewis (1885 – 1951) verfasste mit seinem Roman „Babbitt“ eine der Satiren über den Alltag in den USA. Veröffentlicht 1922, hat dieses Buch nichts von seiner Aktualität verloren.

Es geht um den Immobilienmakler George Babbitt, der die Alltagsroutine mehr und mehr satt hat. Doch obwohl er immer den Wunsch verfolgt, sich zu verändern, fällt er dennoch wieder zurück in den alltäglichen Trott. Dies scheint sich zu ändern, als er die attraktive Tanis Judique kennenlernt. Doch was ihn zunächst wie ein neues Leben scheint, besitzt letztendlich auch wieder seine negativen Seiten …

Man könnte „Babbitt“ als den Roman über Amerika bezeichnen. Lewis konzentriert sich zwar auf das soziale Milieu der Mittelschicht, blickt aber auch immer wieder in andere Bereiche der Gesellschaft. Daraus ergibt sich ein ganzes soziokulturelles Panorama, das von ihm minutiös durch den Kakao gezogen wird. Denn die USA, in der Freiheit hochgehalten wird, wird bestimmt von strengen gesellschaftlichen Regeln, denen man sich beugen muss, wenn man nicht ins Abseits rutschen möchte.

Sinclair Lewis (1914)

Babbitt beginnt eben diese Regeln nach und nach zu hinterfragen. Dabei versucht er zwar immer wieder, selbst diese Regeln zu durchbrechen, scheitert letztendlich aber immer wieder an sich selbst. Das fängt schon damit an, dass er mit dem Rauchen aufhören möchte, aber dann doch immer wieder Zigarren raucht, da er es ja immer schon so getan hat.

Doch die Regeln und der Anstand erweisen sich als bloße Fassade. Die Konsequenz davon ist ein Spießertum, das sich vor allem in der Mittelschicht gebildet hat und dort regelrecht zelebriert wird. Dieses satirische Blossstellen sollte ca. 40 Jahre später auch Richard Yates in seinem berühmten Roman „Zeiten des Aufruhrs“ aufgreifen, wenn auch intensiver.

Liest man „Babbitt“, so ist dies so, als würde einem jemand die Augen öffnen. Denn der Roman wirkt wie ein Schlüsselwerk, mit dem man auf einmal alle anderen US-amerikanischen Romane und Filme besser versteht. Und der wunderbare Schreibstil lässt einen dabei regelrecht durch George Babbitts Weltsicht gleiten, deren Kernpunkte sich ohne weiteres auch auf unsere Gesellschaft übertragen lassen. Ein wirklich toller Roman.

Sinclair Lewis. Babbitt. Manesse 2017, 782 Seiten, 28,00 Euro, ISBN: 978-3-7175-2384-0

 

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Mit seinem neuesten Roman spinnt der bekannte SF-Autor Stephen Baxter die Geschichte von H. G. Wells‘ Klassiker „Krieg der Welten“ weiter. 14 Jahre sind seit dem Angriff der Marsianer auf die Erde vergangen. Die marsianische Technologie hat den sozialen Wandel und den Modernisierungsprozess der Gesellschaften beeinflusst. Doch da kommt es zu einem neuen Angriff und die Menschheit muss sich erneut gegen die Invasoren verteidigen.

Baxter schildert die Geschehnisse um diese zweite Invasion aus der Sicht einer Journalistin. Dabei entwirft er ein alternatives Geschichtsmodell, das zugleich bespickt ist mit Anspielungen auf weitere klassische SF-Romane. Zu erwähnen wäre hier vor allem Sakis „Als Wilhelm kam“. Auch bei Baxter hat Deutschland einen Krieg (alternativ zum Ersten Weltkrieg) gewonnen und herrscht nun über ganz Europa – teilweise auch über England.

Dies schafft Baxter viel Raum für ironische und satirische Anspielungen, die teils zwischen den Zeilen versteckt sind, teils offen hervortreten und nicht nur die Splendid Isolation betreffen. Sehr schön ist z.B. wie die englischen Behörden auf emanzipierte Frauen reagieren und der Journalistin am liebsten ein Einreiseverbot erteilen wollen. Durchaus interessant ist auch der Schreibstil, den Baxter für „Das Ende der Menschheit“ gewählt hat, da dieser sich an den klassischen SF-Romanen orientiert.

Auch bei den späteren Kriegsszenen bleibt Baxter diesem Stil treu. Für den einen oder anderen Leser mag dies gewöhnungsbedürftig sein. Wer sich aber mit den klassischen Romanen (nicht nur von Wells) beschäftigt, wird darin durchaus einen angenehmen Witz finden. Insgesamt ließt sich das Buch dann auch tatsächlich wie ein Roman aus den 20er Jahren, was durchaus Baxters Können unterstreicht.

„Das Ende der Menschheit“ ist bespickt mit witzigen und interessanten Ideen, manchmal wirkt die Story zwar etwas umständlich konzipiert, doch alles in allem ist „Das Ende der Menschheit“ ein spannender und durchaus gelungener SF-Roman, der irgendwo zwischen Alternativwelt- und Invasionsroman anzusiedeln ist.

Stephen Baxter. Das Ende der Menschheit. Heyne Verlag 2017, 588 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3-453-31845-8

 

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Graham Masterton ist der Meister des Grauens aus England. Seit seinem Debut „Manitou“ ist er aus dem Horrorgenre nicht mehr wegzudenken. In seinem neuen Roman „Bleiche Knochen“ verbindet er gekonnt Krimielemente mit Aspekten des Horrorromans.

Es geht um die Ermittlerin Katie Maguire, die es plötzlich mit einem äußerst unheimlichen Fall zu tun hat. Auf einem Bauernhof werden bei Bauarbeiten die Skelette von elf Frauen gefunden, die dort 1915 vergraben wurden. Die Untersuchung der Knochen ergibt, dass die Frauen bei lebendigem Leib entbeint wurden. Gerade als die Ermittlungen zu den Akten gelegt werden sollen, ereignet sich jedoch ein neuer Fall, der nach demselben Muster verläuft …

Wenn man es genau nimmt, gibt es nicht gerade viele Kriminalromane, die nicht nur spannend, sondern auch hervorragend geschrieben sind. „Bleiche Knochen“ ist solch eine wunderbare Ausnahme. In dem Roman stimmt einfach alles. Nicht nur der perfekte Spannungsaufbau lässt einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Hinzu kommt ein wirklich toller Schreibstil, mit dem es Masterton gelingt, eine dichte und mysthisch angehauchte Atmosphäre zu schaffen. Aber das ist noch nicht alles, denn der Roman ist bespickt mit interessanten und vielschichtigen Figuren, denen man gerne durch die Geschichte folgt.

Besonders Katie Maguire ist Masterton sehr schön gelungen. Kein 08/15-Charakter wie in so vielen anderen Krimis und Thrillern, sondern eine komplexe Figur, die sich gegenüber der Männerwelt behaupten muss und dabei mit ihren Schwächen und Stärken beschrieben wird. Sehr überzeugend stellt Masterton dabei die Skepsis und Abneigung der traditionellen Bewohner der Stadt Cork dar, in der Maguire als Chefermittlerin tätig ist.

Doch ist „Bleiche Knochen“ ja nicht nur ein Kriminalroman, sondern genauso ein Mystery-Thriller und nicht weniger ein Horrorroman. Masterton setzt alles daran, um das Grauen nicht abwegig oder übertrieben darzustellen, sondern ihm liegt daran, sowohl mit direkten als auch mit subtilen Mitteln eine Bedrohung zu schaffen, die einem im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht.

Besser als Masterton mit „Bleiche Knochen“ kann man einen Horrorthriller nicht schreiben. Eindeutig das Highlight des Jahres.

Graham Masterton. Bleiche Knochen. Festa Verlag 2017, 441 Seiten, 13,99 Euro, ISBN: 978-3-86552-558-1

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Im Jahr 1943 trafen sich Churchill und Roosevelt in Casablanca, um über ihre Strategie gegen Hitler zu beraten. Das Ergebnis der geheimen Konferenz läutete das Ende des Dritten Reiches ein. Im selben Zeitraum produzierten die Warner Studios ein romantisch angehauchtes Drama um einen Barbesitzer und dessen unerwarteter Begegnung mit seiner früheren Geliebten.

Der Film basierte auf dem Theaterstück „Everybody comes to Rick’s“ der beiden Autoren Murray Burnett und Joan Alison. Auf Anraten ihres Agenten schickten die beiden Autoren das Stück an Warner, die letztendlich daraus den unvergessenen Filmklassiker schufen. Der Film orientierte sich an den damaligen Geschehnissen in Europa und Nordafrika und versuchte dabei, so realistisch wie möglich zu sein. Beeinflusst wurde das Werk jedoch von dem Treffen zwischen Churchill und Roosevelt.

Der Autor Norbert F. Pötzl schrieb darüber nun ein Buch, in dem er auf geradezu minutiöse Weise die damaligen Ereignisse, die sich während und vor der Konferenz ereignet haben, schildert. Indem er die Produktionsgeschichte von „Casablanca“ den historischen Ereignissen nicht nur gegenüberstellt, sondern diese miteinander verknüpft, gelingt es ihm zu zeigen, auf welche Weise die Politik Auswirkungen auf die Tätigkeiten in Hollywood hatte.

Denn die großen Studios versuchten, mit ihren Produktionen, ihren Teil zum Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland beizutragen, wobei sie bestimmte Vorgaben einhalten mussten. Innerhalb dieses Rahmens entstand auch der Filmklassiker schlechthin, der Humphrey Bogart und Ingrid Bergman zu den Ikonen Hollywoods werden ließ.

Obwohl sich Pötzl in der Hauptsache auf die Geschichte der Konferenz orientiert, gelingen ihm immer wieder spannende Hinweise auf Parallelen zwischen Film und Wirklichkeit. Diese reichen bis in Roosevelts geheimes Liebesleben, gab es doch Gerüchte, er habe ein Verhältnis mit der norwegischen Kronprinzessin Märtha. Aus diesem Grund wandelten die Gebrüder Epstein die weibliche Hauptfigur um in eine Norwegerin. Im Theaterstück handelt es sich um eine leichtlebige Amerikanerin.

Pötzl berichtet über all dies in einem packenden und dichten Schreibstil. In einer rasanten „Montage“ zeigt er sämtliche Aspekte der Geschichte um die Konferenz und deren Mitwirkenden auf, geht auf die Biographien ein und verbindet dieses stets mit dem sich verändernden Gesamtbild der Lage in Europa. All dies macht „Casablanca 1943“ zu einem gewinnbringenden Leseerlebnis, das sich sowohl an Filmliebhaber richtet als auch an historisch interessierte Leser.

Norbert F. Pötzl. Casablanca 1943. Das geheime Treffen, der Film und die Wende des Krieges. Siedler Verlag 2017, 256 Seiten, 20,00 Euro, ISBN: 978-3-641-19679-0

 

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21 Fälle beinhaltet der zweite Band des „Thüringer Mord Pitaval“, die vom Jahr 1606 bis ins Jahr 1968 reichen. Wie auch im ersten Band, so hat auch für diese Ausgabe der Diplom-Archivar Frank Esche verschiedene Archive durchforstet und sonderbare als auch schreckliche Kriminalfälle zutage befördert.

So geht es unter anderem um einen Mann, der im Jahr 1606 seine ganze Familie erschlägt, so als sei er von einer Sekunde auf die andere dem Wahnsinn verfallen. Eine hübsche Frau entpuppt sich als heimtückische Mörderin und ein Arzt verhindert quasi in letzter Minute einen Justizirrtum. Serienmörder treiben ihr Unwesen, genauso aber kommt es zu Mord aufgrund sozialer Not.

Wie auch in dem vorangegangenen Band, beschreibt Esche nicht nur außergewöhnliche Fälle, die sich über die Jahrhunderte ereignet haben, sondern sucht nach den sozialen Ursachen für die Gräueltaten. Dies macht die einzelnen Kapitel zu Fenstern in vergangene Zeiten, indem der Autor aus Gerichtsprotokollen zitiert, den jeweiligen Lebensumständen und den Biografien der Täter als auch der Opfer nachgeht, sodass man stets ein Gesamtbild der damaligen Situationen erhält.

Wie auch Band 1 des „Thüringer Mord Pitaval“ liefert Band 2 dadurch nicht allein ein spannendes und durchaus auch unheimliches Leseerlebnis, sondern zugleich überaus interessante und detaillierte Hintergründe, welche die Vergangenheit regelrecht lebendig werden lassen. Sicherlich nichts für Leser mit schwachen Nerven, nimmt einem Esche mit in die Abgründe der menschlichen Seele und der dunklen Seiten des sozialen Miteinanders.

Egal ob sich ein Fall im 17. Jahrhundert oder im 20. Jahrhundert ereignet hat, Esche schreibt über all dies auf eine Weise, als hätten sich die Fälle erst vor wenigen Tagen ereignet. Dies zeigt, dass sich die Charaktere und die Handlungsgründe der Menschen eigentlich nie geändert haben. Und genau dieser Punkt macht das Buch zusätzlich faszinierend.

Frank Esche. Thüringer Mord Pitaval Band 2. Verlag Kirchschlager 2017, 278 Seiten, 12,95 Euro, ISBN: 978-3-934277-69-4

 

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