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Archive for the ‘Buchvorstellung’ Category

„Bleak House“; Illustration der Erstausgabe von Phiz

Viele Kritiker halten „Bleak House“ (erschienen 1853) für Dickens‘ besten Roman. Und in der Tat ist die Geschichte um einen seit Jahren andauernden Gerichtsprozess überaus spannend und trotz seines enormen Umfangs von ca. 1150 Seiten (Ausgabe Fischer Verlag) extrem dicht. Seit langem wollte ich den Roman lesen und genauso lange habe ich es immer vor mich hergeschoben. Schließlich aber gab es kein Zurück mehr, denn wenn man „Bleak House“ zu lesen beginnt, so lässt einen dieser Roman einfach nicht mehr los.

So erging es jedenfalls mir. Ich war selbst überrascht, wie schnell ich den Roman zu ende gelesen hatte. Aus heutiger Sicht kann man „Bleak House“  durchaus als eine Art Pageturner bezeichnen. Schon von Anfang an herrscht diese düstere und geheimnisvolle Atmosphäre, die einen gleich auf der ersten Seite packt und in die Geschichte hineinzieht.

Charles Dickens (1812 – 1870)

Man spürt den Schlamm der Straßen regelrecht unter den eigenen Füßen und man ist nahe daran, einen Hustenanfall zu bekommen, wenn Dickens die schlechte Londoner Luft beschreibt. Hinzu kommt der „Londoner Echter“, der dichte Nebel, der alles und jeden einhüllt und damit ein zusätzliches Symbol für das Geheimnis wird, indem es nicht allein um den Rechtsstreit geht, sondern ebenso um die rätselhafte Geschichte von Esther Summerson, die von der strengen Miss Barbary erzogen wird, da Esthers Eltern angeblich tot sind.

Esther hat jedoch einen Gönner, einen älteren Mann, der sich schließlich als John Jarndyce entpuppt, der Besitzer von Bleak House, wo Esther als Haushälterin arbeitet. Ebenfalls wohnen dort Richard und Ada, die heiraten wollen, aber kein Geld haben. Jarndyce betont immer wieder, das dieser Gerichtsprozess „Jarndyce contra Jarndyce“ jeden, der sich damit beschäftigt, ins Verderben zieht. Und in der Tat, als es Richard sich zur Aufgabe macht, hinter das Geheimnis des Prozesses zu kommen, verliert er zunehmend seinen psychischen Halt.

Wie in jedem seiner Romane, so ist auch „Bleak House“ vollgepackt mit skurrilen, tragischen und zwielichtigen Figuren. Alle sind auf irgendeine Art und Weise mit dem Prozess verbunden. Da ist z.B. die alte Miss Flite, die täglich das Gericht aufsucht und lauter Vogelkäfige besitzt, die sie erst öffnen möchte, um die darin eingesperrten Vögel freizulassen, wenn der Prozess ein Ende findet. Oder der exzentrische und weltfremde Harold Skimpole, der mit Geld nicht umzugehen weiß und praktisch mit einem Bein auf der Straße lebt. Dann natürlich der zwielichtige Anwalt Mr. Vholes, dessen Bösartigkeit man eigentlich nur erahnen kann. Nicht zu vergessen die schöne und zugleich sinnliche Lady Dedlock, die erpresst wird.

Obwohl der Gerichtsprozess im Mittelpunkt steht, so ist „Bleak House“ kein Gerichtsdrama. Vielmehr ist es eine Mischung aus Gesellschaftsroman, Satire und Kriminalroman. Denn als ein Mord geschieht, ruft dies Inspector Bucket auf den Plan, der mit allen Mitteln versucht, den Fall zu lösen. Ist der Roman schon von Anfang an extrem spannend und beherrscht von einer unglaublichen Lebendigkeit, so steigert sich die Spannung ab etwa der Mitte von „Bleak House“, als Bucket beginnt, sich an die Lösung des verzwickten Falls heranzumachen.

Der verfallene Stadtteil „Toms Einöd“ (Tom All Alones), in dem die Ärmsten der Armen wohnen; Illustration der Erstausgabe von Phiz

Die Lektür von „Bleak House“ hat sich mehr als nur gelohnt. Es ist nicht nur ein kolossaler Roman, sondern zugleich ein kolossal guter Roman. Bisher existiert leider nur die Übersetzung von Gustav Meyrink. Seitdem hat sich anscheinend keiner an eine Neuübersetzung herangewagt. Denn was bei Meyrink etwas stört, ist der Einsatz von bayerischem Dialekt, wenn im Original der Londoner Straßen-Slang verwendet wird.

Eine Katastrophe in Sachen Lektorat liefert die Ausgabe im Fischer Verlag. Dort geben sich Zeichen- und Schreibfehler die Klinke in die Hand, manchmal gelingt es sogar, statt eines Wortes sinnlos aneinandergereihte Buchstaben abzuliefern. Und das in der 2. Auflage! Das ist nicht nur peinlich, sondern gegenüber den Lesern eine absolute Frechheit.

Doch unabhängig davon ist „Bleak House“ eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe. 2005 wurde der Roman von der BBC als TV-Serie verfilmt, mit Gillian Anderson als Lady Dedlock. Die Serie erhielt durch die Bank weg positive Kritiken und gilt als eine der genauesten Umsetzungen eines Dickens-Romans.

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Cover der Neuübersetzung im Manesse Verlag

Ein Thema, das sich durch beinahe alle Romane von Henry James (1843 – 1916) zieht, ist das Aufeinandertreffen der US-amerikanischen Kultur auf die europäische. So auch in seinem kleinen, aber feinen Meisterstück „Die Europäer“, in dem es um Baronin Eugenia von Münster (geborene Young) und ihren Bruder Felix geht, die in den USA entfernte Verwandte besuchen wollen, um durch sie wieder zu Geld zu kommen.

Denn Eugenia musste ihren adeligen Mann verlassen, da dessen Familie von Anfang an gegen die Heirat mit einer Bürgerlichen war, und Felix, ein erfolgloser Maler, der in den Tag hinein lebt, leidet nicht weniger unter Geldmangel. Auf diese Weise begegnen sie schließlich den Wentworths, die in einer großen Villa in der Nähe von Boston leben, und bringen deren Alltag gehörig durcheinander.

„Die Europäer“ ist ein leichter, geradezu schwungvoller Roman über die Unterschiede zwischen der amerikanischen und der europäischen Kultur, die sich im Verhalten der jeweiligen Protagonisten zeigt und für allerhand Verwirrungen und witzige Zwischenfälle sorgt. Dies fängt schon damit an, dass die Wentworths Puritaner sind, die mit dem Vergnügen nichts anfangen können, im Gegensatz zu Eugenia und Felix, die beide das Leben in vollen Zügen genießen und stets versuchen, das Beste daraus zu machen.

Henry James

So vor allem Felix, dessen Name Programm ist. Denn er ist immer und überall glücklich, was natürlich auf die beiden Töchter Charlotte und Gertrude eine anziehende Wirkung hat. Das Problem ist nur, Getrude ist dem Pfarrer Mr. Brand versprochen, doch diese möchte von ihrem Zukünftigen plötzlich nichts mehr wissen und setzt alles daran, ihn mit ihrer Schwester zu verkuppeln.

Aber auch Eugenia zieht durch ihr sinnliches und selbstsicheres Verhalten die Aufmerksamkeit der Männer auf sich. Nebenbei soll sie ausgerechnet dem recht schüchternen Bruder von Charlotte und Gertrude dazu verhelfen, sein Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Und dann ist da auch noch Mr. Acton, der sich in Eugenia verliebt und dabei ins Selbstzweifel gerät.

Henry James‘ herrliche Beziehungskomödie ist ein Roman, den man ohne weiteres immer wieder lesen kann. Der Witz geht dabei nie verloren, denn die Verwicklungen und die wunderbare Komik, die sich durch die völlig unterschiedlichen Weltsichten und Verhaltensregeln ergeben, ist immer wieder aufs Neue unterhaltsam. Nicht weniger faszinierend sind die lebendigen Charaktere, die den Roman mit ihren Eigentümlichkeiten beherrschen und schon allein dadurch für allerhand Situationskomik sorgen.

1979 wurde der Roman von James Ivory unter demselben Titel verfilmt – mit Lee Remick als Eugenia. Die Adaption wurde damals sehr gelobt und auch mehrfach für diverse Preise nominiert. Es ist wirklich verwunderlich, dass in unserer Zeit der Remakeitis bisher kein Regisseur sich an eine Neuadaption herangewagt hat. Denn im Grunde genommen müsste man den Roman nur in eine Filmrolle stecken, das Drehbuch liefert der Roman quasi von selbst.

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Nun erschien auch schon Band 9 der eBook-Serie „Prähuman“ mit dem Titel „Tödliche Schatten“. Und auch in diesem Band kommen die Freunde des Skurrilen, bizarrer Ideen, jeder Menge Spannung und Humor voll auf ihre Kosten.

In Band 9 geht es um Gray House, das sich auf einer Felseninsel vor San Francisco befindet. Merkwürdige Gerüchte ranken sich um das alte Gebäude und dessen früheren Besitzer, einem Exzentriker, der vor Jahren spurlos verschwunden ist. Angeblich soll in dem Haus ein wertvoller Schatz versteckt sein. Andere Leute behaupten, dass es in der Villa spukt. Erst kürzlich hat sich darin ein rätselhafter Todesfall ereignet. Als Frederic Tubb, Maki Asakawa und Hans Schmeißer Gray House besuchen, um dem Historiker und Archäologen Mark Ranger bei seinen Forschungen zu unterstützen, scheinen sich die Gerüchte auf unheimliche Weise zu bewahrheiten. Denn schon bald befinden sie sich in Lebensgefahr …

Band 9 ist nicht weniger spannend und witzig als seine Vorgänger. Die Story schreitet schnell voran und lässt eigentlich kaum eine ruhige Minute aufkommen. Ständig geschieht etwas, wobei der Verlauf, den die Handlung nimmt, wirklich interessant ist. Wie bei „Prähuman“ üblich, so ist „Tödliche Schatten“ eine Mischung aus Fantasy, SF, Abenteuer und Horror, wobei die Grenzen klarerweise verschwimmen. So lebt auch Band 9 von seinen lebendigen Charakteren und jenen oben bereits erwähnten bizarren Ideen. Leute ohne Sinn für Humor und Selbstironie werden sich wie immer ärgern, alle anderen werden mit „Tödliche Schatten“ einen köstlichen Spaß haben. Kurz: wie auch die Vorgängerbände bietet Band 9 spannende und äußerst kurzweilige Unterhaltung.

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Band 8 der eBook-Serie „Prähuman“ ist nun erschienen. Zum Inhalt: Seltsame Dinge ereignen sich in den schottischen Highlands. Auf einer einsamen Lichtung liegen riesige, aus Holzstücken zusammengefügte Buchstaben. In unmittelbarer Nähe entdecken Frederic Tubb und sein Team zwei menschliche Skelette. Der Fall, in dem sie ermitteln sollen, wird noch sonderbarer, als unheimliche Geräusche durch die Nacht hallen und Tubb von ominösen Wahnvorstellungen heimgesucht wird. Kaum sind Frederic Tubb, Maki Asakawa und Hans Schmeißer wieder zurück in London, als es auch dort zu merkwürdigen Zwischenfällen kommt. Und von Mal zu Mal werden diese bedrohlicher …

Dieses Mal wird es recht unheimlich. Denn Frederic Tubb und sein Team haben es mit allerhand unerklärlichen Phänomenen zu tun. Auf diese Weise entpuppt sich der achte Band der erfolgreichen Serie fast schon als eine Art Mystery-Thriller. Wie auch in den vorangegangenen Bänden, so zieht auch das neueste „Prähuman“-Abenteuer den Leser von Anfang an in seinen Bann. Die dichte Atmosphäre ist beinahe zum Greifen.

Interessant hierbei ist, dass die Handlung auf einem wahren Kriminalfall beruht, der sich Ende der 80er Jahre zugetragen hat und der bis heute als ungelöst gilt. Damals entdeckte ein Kamerateam tatsächlich bei Luftaufnahmen die aus Holzstämmen gefertigten Buchstaben SOS. Später fand die Polizei in der Nähe davon zwei Skelette. Das alles ereignete sich in Japan. Denning verlegte den rätselhaften Fall in ein abgelegenes Gebiet in Schottland. Kurz: Auch „Spur ins Unbekannte“ liefert ein absolut kurzweiliges Lesevergnügen.

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Seit Sommer 2017 erscheint die Serie „Prähuman“ in regelmäßigen Abständen als eBook und ist nun schon bei Band sieben angelangt. Dieser Band ist Teil zwei der Doppelfolge „Welt in Gefahr!“ mit dem Titel „Todesobjekt X“.

Zum Inhalt: Todesobjekt X, eine gefährliche Maschine der Prähumanen, bedroht die Menschheit. Tubb und sein Team sind hautnah dabei, als sie vor der Küste Chinas mehrere Kriegsschiffe zerstört. Wenige Tage später sucht das unheimliche Objekt London heim – mit katastrophalen Folgen. Die Funktionsweise dieser Maschine bleibt ein Rätsel. Sicher ist nur, dass von ihr eigenartige Signale ausgehen. Ein solches Signal empfängt die LOGE auch aus Peru. Doch kaum dort angekommen, haben es Frederic Tubb, Maki Asakawa und Hans Schmeißer mit einer noch größeren Gefahr zu tun …

Band zwei setzt fast genau an der Stelle an, an der der erste Teil endet. Tubb und sein Team befinden sich als Gefangene des ominösen Viktor Leng auf dessen Schiff – und es braucht nicht lange, bis auch schon eine aufregende Situation der anderen folgt. Denn Teil zwei ist wieder einmal eine gelungene Mischung aus Action, Spannung, SF und Fantasy. Vom Chinesischen Meer über London bis nach Peru erstreckt sich diesmal das Abenteuer des Teams um Frederic Tubb. Und erneut mischt Denning dabei Fakten und Theorien mit einer phantastischen Story.

Noch immer ist Maki Asakawas Schwester Yui verschwunden, was die Suche nach X auf zwei Ebenen verlaufen lässt: zum einen der Versuch, die tödliche Maschine der Prähumanen zu zerstören, und zum anderen eben die Suche nach Yui. Und dieses Mal ist auch wieder Hans Schmeißer dabei, der ja in Band sechs leider nicht aufgetaucht ist – aus Gründen, die noch aus Band fünf stammen. Auf jeden Fall steht „Welt in Gefahr! Teil 2“ den übrigen Bänden in nichts nach, im Gegenteil, die Handlung ist sogar noch besser und die Action und der Humor noch ausgereifter.

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Cover der Originalausgabe von 1945

Als Evelyn Waughs Roman „Wiedersehen mit Brideshead“ 1945 erschien, wurde er von den Kritikern eher mittelmäßig bewertet. Eigentlich wusste niemand so recht, was der Roman sollte. Und vor allem das Ende ließ die Leser irgendwie unbefriedigt zurück. Dennoch wurde „Wiedersehen in Brideshead“ ein Bestseller. Dies nicht nur in England, sondern auch in den USA, wo bis dahin Waughs Romane nur wenige Leser gefunden hatten.

„Wiedersehen mit Brideshead“ ist in aller erster Linie ein Familienroman. Allerdings nicht geschildert aus der Perspektive eines der Mitglieder, sondern eines Freundes und Liebhabers namens Charles Ryder. Als dieser während des Zweiten Weltkriegs im Landhaus Brideshead stationiert wird, beginnt er sich an die Zeit zu erinnern, als er selbst immer wieder in den 20er und 30er Jahren hierher gekommen ist.

Evelyn Waugh (1903 – 1966)

Aus dieser Rahmenhandlung ergibt sich eine wunderbare Geschichte, die voller Witz, Tragik und einer sanften Melancholie steckt. Es geht um Liebe, um Verlust, um Veränderung. Und dabei erschafft Evelyn Waugh ein Kaleidoskop einzigartiger tragikomischer Figuren, die dem Leser regelrecht ans Herz wachsen. Angefangen von Sebastian Flyte, der mit seinem Teddybären die Uni in Oxford besucht und mit dem sich Charles anfreundet, ja sich regelrecht in ihn verliebt, bis hin zur sinnlich-melancholischen Julia, Sebastians Schwester, für die Charles später seine Frau verlässt. Und dann gibt es da noch die vielen Nebenfiguren, wie den schrulligen Anthony Blanche, Julias ersten Mann Rex Mottram, der sich durch jeden und alles Vorteile erhofft, oder sogar den sonderbaren, fast schon widerlichen Kurt, der später von Sebastian nicht mehr weichen will.

Waugh haucht all diesen Figuren ein unvergleichliches Leben ein, was den Roman an sich zu etwas überaus Lebendigem macht. Als Leser ist man mitten drin in dem Geschehen. Man fühlt mit den Figuren, man lacht über die gelungenen Gags und ist tief betroffen bei den tragischen Episoden. Und dann ist da noch dieser wundervolle Schreibstil, mit dem man durch Charles Ryders Erlebnisse gleitet: nicht nur flüssig und makellos, sondern in jeder Hinsicht elegant.

Cover der Neuübersetzung im Diogenes Verlag

In absolute Hochform kommt Waugh im ersten Kapitel des dritten Teils, als Charles zusammen mit seiner Frau auf einem Schiff von den USA zurück nach England fährt und dort nach langen Jahren (ich glaube, es sind inzwischen zehn Jahre vergangen), wieder auf Julia trifft. Ich habe das Kapitel gleich mehrmals nacheinander gelesen, da es einfach nur wunderbar, genial, ja schlicht und ergeifend perfekt ist.

Doch dann kommt eben dieser unerwartete Schluss des Romans, der einem nach dem letzten Kapitel ratlos und nach dem Epilog irgendwie erschreckt zurücklässt. Es ist so, als wollte Waugh den Leser am Ende aus seinem Roman wieder vertreiben und die Tür hinter ihm zu schlagen. Nach dem Motto: Tschüss, das war’s dann. Aber böse kann man ihm deswegen nicht sein. Dafür ist die Geschichte von Charles und der Familie Flyte einfach ein zu großes Geschenk.

1981 wurde der Roman als TV-Serie verfilmt und schrieb dadurch Fernsehgeschichte. Der Erfolg der Serie war so enorm, dass in den USA Brideshead-Partys veranstaltet wurden und Geschäfte in ihren Auslagen Kleidung aus der damaligen Zeit (20er und 30er) ausstellten. Nicht zuletzt wurde dadurch der Roman selbst erneut zu einem Bestseller. Die Kinoadaption aus dem Jahr 2008 dagegen ging zu recht unter. Der Film konstruierte die Handlung des Romans auf eine Weise um, sodass diese völlig falsch wiedergegeben wird.

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Band 6 der eBook-Serie PRÄHUMAN ist nun erschienen. Der Titel lautet „Welt in Gefahr!“ und ist der erste Teil einer Doppelfolge. Teil zwei wird bereits Mitte Dezember erscheinen.

Und darum geht es:

Lemuria – gab es diesen Kontinent wirklich oder ist er bloß eine Legende? Bekannt ist nur, dass vor 140 Jahren eine Expedition sonderbare Artefakte aus der Tiefe des Indischen Ozeans zutage förderte, die seitdem unter Verschluss gehalten werden. Als Frederic Tubb davon auf einem Kongress in Tokio erfährt, weiß er noch nicht, dass er schon kurz darauf selbst in ein neues Abenteuer gezogen wird.

Denn als er in Osaka Maki Asakawa wieder findet, währt die Freude nicht lange. Eines Nachts wird ihre Schwester Yui entführt, die seit einiger Zeit unter sonderbaren Träumen leidet, in denen sie immer wieder eine bizarre, kugelförmige Maschine sieht. Dieselbe Konstruktion findet sich auch in uralten, rätselhaften Höhlenzeichnungen, die im Zusammenhang mit Lemuria stehen. Handelt es sich dabei etwa um eine Maschine der Prähumanen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Denn schon bald ist eines sicher: Nicht nur Yuis Leben steht auf dem Spiel, sondern das der gesamten Menschheit …

In Band 6 steht wieder das Abenteuer im Vordergrund. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite geht es dieses Mal um sog. hypothetische Kontinente. Neben Atlantis ist Lemuria ein weiterer möglicher Kontinent, der zwischen Afrika und Indien gelegen haben und vor Jahrtausenden untergegangen sein soll. Geschickt webt Denning die bisherigen Theorien und tatsächlichen Funde in die rasante Handlung ein. Das Ergebnis ist ein weiteres kurzweiliges Lesevergnügen, in dem man genauso Aspekte des phantastischen Abenteuerromans als auch SF-Elemente wieder findet. Auf die Fortsetzung muss man zum Glück nicht lange warten. Diese erscheint bereits Mitte Dezember.

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