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Posts Tagged ‘Abenteuer’

Zwischen 2009 und 2015 erschien bei dem Online-Magazin Geisterspiegel die Serie „Prähuman“, die sich mit weit über 35.000 Lesern zur heimlichen Kultserie entwickelte. Damals erschienen insgesamt 18 Bände.

Nun hat Carl Denning die Serie komplett überarbeitet und erweitert. Besaß z.B. Band 1 in der Urfassung etwa 45 Seiten, so umfasst die Neuausgabe beinahe 90 Seiten. Die Serie besticht durch ihre Mischung aus genreübergreifenden Elementen aus Science Fiction, Abenteuer, Action und Horror. Es geht um den Grenzwissenschaftler Frederic Tubb, der zusammen mit seinen beiden Mitarbeitern Maki Asakawa und Hans Schmeißer auf die Spur einer prähumanen Hyperzivilisation kommt, die angeblich noch immer existiert. Gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis dieser unheimlichen Zivilisation zu lösen und geraten dabei von einem Abenteuer zum nächsten, wobei eine gefährliche Situation der anderen folgt. Gewürzt ist alles mit einem herrlichen Humor.

In Band Eins kommen Frederic Tubb, Maki Asakawa und Hans Schmeißer nach Kambodscha. Mitten im Dschungel wurde von Archäologen eine riesige Stadt entdeckt. Alter: 60 Millionen Jahre. Kaum ist Tubb dort angekommen, als ein Teil des Archäologen-Teams spurlos verschwindet. Doch ist dies noch nicht alles. Denn während der Besichtigung der Stadt werden Tubb und sein Team auf einmal von riesigen Maschinen angegriffen. Aber das ist noch längst nicht alles … – Der kambodschanische Dschungel, London und Seoul sind die spannenden Schauplätze des ersten Bandes.

Die tollen Coverbilder der Serie stammen von Gerd Atlmann.

Band 2 wird Anfang Juli erscheinen. Die Serie ist auf insgesamt 20 Bände angelegt.

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mandaraDie These, dass das ZDF verantwortlich ist für eine gute, spannende und damit äußerst unterhaltsame Fernsehserie, würde bei den meisten Leuten sicherlich für große Lacher sorgen. Doch so unglaublich dies auch erscheint, so ist es dennoch wahr. Am 15. November 1983 startete dort im Kinderprogramm eine 12teilige Serie, deren Grundkonzept eine Mischung aus Fantasy, Mystery und Abenteuer offenbarte. Für das ZDF wiederum spricht, dass diese Serie kein zweites Mal ausgestrahlt wurde. Wieso auch? War doch nur hochwertige Qualität.

Der bekannte Dreh- und Jugendbuchautor Justus Pfaue, der hinter dem Projekt steckt, erzählt in „Mandara“ die Geschichte der kleinen Eltje, die herausbekommen möchte, was hinter dem Geheimnis der Strandpiraten steckt. Als sie die maskierten Männer beobachtet, wie sie einem Schiff falsche Signale geben und dieses auf Grund läuft, beginnt für sie ein gefahrvolles Abenteuer. Denn nicht nur die Strandpiraten sind hinter ihr her, sondern auch ein mächtiger Dämon (gespielt von Erzbösewicht Horst Frank), der Eltje zur neuen Priesterin der Göttin Mandara machen möchte. Die Statue der Göttin sowie ihr dämonischer Beschützer als auch der Prinz Shabu, der die Statue aus seiner Heimat verbannen wollte, befanden sich auf dem gestrandeten Schiff. Während der Prinz versucht, Eltje vor dem Dämon zu schützen, gerät diese jedoch immer mehr in dessen Bann.

Justus Pfaue teilt seine Geschichte auf in zwei Teile. Jeder dieser Teile beinhaltet sechs Folgen. Der erste Teil spielt Mitte des 19. Jahrhunderts, der zweite Teil 1983. In beiden Teilen wird im Grunde genommen dieselbe Geschichte erzählt. Dies macht die Serie jedoch keineswegs langweilig. Denn vor allem der Charakter des Shabu weist in beiden Teilen andere Züge auf. Ist er im 19. Jahrhundert noch ein netter junger Mann, so wird der Shabu im zweiten Teil zu einem egoistischen und machtsüchtigen Kerl. Hierbei verwischt Pfaue eindeutig die Grenzen zwischen Gut und Böse und liefert zugleich ein recht kritisches Menschenbild. So gelingt es dem Dämon stets, die Dummheit und Gier der Menschen auszunutzen. Selbst die Kinder sind vor den Tricks des bösen Geistes nicht gefeit. Themen wie Geldgier, Ausländerfeindlichkeit oder auch kaputte Familienverhältnisse werden in „Mandara“ zwar ironisch, aber sehr direkt angesprochen. Zum Glück verhindert es Pfaue, mit erhobenem Zeigefinger den Moralapostel zu spielen. Die Kritik ist wunderbar eingewebt in die Geschichte.

Dieses düstere Menschenbild passt sehr gut zu der unheimlichen und bedrohlichen Atmosphäre, von der alle zwölf Teile geprägt sind. Das klassische Auftreten des Dämons mit wehendem Umhang, die maskierten Strandpiraten, die fremdartige Statue sowie die gespenstischen Geschehnisse, welche die komplette Serie durchziehen, kreieren zusammen eine enorme Dichte und Spannung, der man sich auch als Erwachsener nicht entziehen kann. Die schnellen und pointierten Dialoge liefern zusätzlich alles andere als Langeweile. Wie gesagt, kaum zu glauben, dass die Serie vom ZDF produziert wurde.

Mandara, Regie: Franz Josef Gottlieb, Drehbuch: Justus Pfaue, Darsteller: Horst Frank, Christina Kubinek, Florian Jentsch, Stefan Ernst, Roger Hübner, Hellmut Lange. Deutschland 1983, Laufzeit: 300 Min. (TV-Serie in 12 Teilen)

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jacklondonAm 7. April 1907 stach Jack London endlich in See. Endlich deswegen, da sich seine Abfahrt aufgrund diverser Mängel an seinem selbstgebauten Boot verzögert hatte. Eigentlich hatte London etwas Anderes zu tun, doch auf einmal – mitten in einem Gespräch – beschloss er, zusammen mit seiner Frau Charmian eine Weltumsegelung auf einem kleinen, selbstgebauten Boot zu wagen. Gesagt, getan. Denn tatsächlich setzte London alles daran, in See zu stechen.

Doch das Pech verfolgte ihn auf Schritt und Tritt. Die Lieferanten schickten ihre Waren zu spät (waren aber äußerst pünktlich bei der Versendung der Rechnungen) und das Boot leckte an so ziemlich jeder Stelle. Der Schiffsmotor funktionierte nicht, die Kombüse stand knietief unter Wasser und der Schiffskoch konnte nicht nur nicht kochen, sondern war zudem auch noch seekrank. Nichtzuletzt war der Navigator felsenfest davon überzeugt, dass sie sich im Inneren einer Hohlwelt befänden.

londonundcharmian

Jack London und seine Frau Charmian.

Schließlich aber stach London zusammen mit seiner Frau doch noch in See. Ziel ihrer Reise war zunächst Hawaii. Genauso amüsant wie sein Bericht beginnt, setzt sich dieser auch fort. London trifft auf alle möglichen Exzentriker, lernt das Surfen – und sein Bericht über dieses Freizeitvergnügen machte Surfen in den USA überhaupt erst bekannt. Nicht weniger unterhaltsam ist sein Besuch in der Leprakolonie. Der Leiter dieser Kolonie bat London, einen wahren Bericht über die dort lebenden Menschen zu schreiben, da in den Zeitungen nur Unwahrheiten veröffentlicht wurden. Das Eregbnis war ein erstaunlicher Einblick in eine Art Parallelgesellschaft, in der es den Mitglieder so gut geht, dass sie hoffen, nicht geheilt zu werden, denn sonst müssten sie die Kolonie wieder verlassen.

Jack Londons Bericht ist von der ersten bis zur letzten Seite überaus witzig. Ein weiteres Highlight sind die Bewerbungsbriefe unterschiedlichster Leute, die ihn auf seiner Reise begleiten wollten. Man merkt dabei, dass sich an der Mentalität der Menschen im Grunde genommen nie etwas geändert hat.

Das Buch liest man praktisch in einem durch. Es ist schade, dass London nicht tatsächlich auf der Snark die Welt umsegeln konnte. Denn das Ergebniss wären sicherlich noch mehr unterhaltsame und humorvolle Berichte gewesen.

Jack London. Die Reise mit der Snark. Übersetzt und herausgegeben von Alexander Pechmann. Mare Verlag 2016, 350 Seiten, 28,00 Euro.

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Der erste Teil unserer kleinen Artikelreihe beschäftigte sich mit Invasionen aus dem Weltall. Neben diesen SF-Filmen wurden noch eine Reihe anderer Trash-Movies produziert, welche ein Crossover zwischen Abenteuerfilm, Horror und SF darstellten. Obwohl es sich dabei um reine Unterhaltungsfilme handelte, schwang in der ein oder anderen Story auch ein Hauch von Sozialkritik mit. Zum einen kritisierten sie den Umgang mit radioaktiven Stoffen und warnten – natürlich auf ihre übliche verspielte Weise – vor den Konsequenzen radioaktiver Verunreinigungen. Zum anderen verurteilten sie Diktaturen als veraltete, nicht überlebensfähige Herrschaftsform. Dies geschah in der Regel in Form einer Konfrontation zwischen amerikanischen Expeditionsteilnehmern und einem vergessenen Volk, das seit Jahrtausenden dieselben Riten verfolgt und starr an seinen Traditionen festhält. Natürlich wurde dabei indirekt auch auf die Überlegenheit der USA gegenüber nicht-westlichen Gesellschaften angespielt. Immerhin betrachtete sich die USA als die am höchst entwickelte Nation auf der Erde, was durch die in den 50er Jahren entworfenen Modernisierungstheorien von Talcott Parsons u. a. sozialwissenschaftlich bewiesen werden sollte. In den 60er Jahren begann diese Weltsicht langsam zu bröckeln, bevor sie Anfang der 70er Jahre, bedingt durch den Vietnamkrieg, vollends ad acta gelegt wurde. Doch nun zu ein paar Beispielen zu den oben genannten Filmen:

The Snow Creature (1954)

The Snow Creature (1954) orientiert sich in gewissem Sinne an Merian C. Coopers King Kong. Eine Forschungsexpedition sucht im Himalaya nach dem sagenumwobenen Schneemenschen. Tatsächlich finden sie dieses menschenähnliche Ungeheuer, fangen es und bringe es nach New York. Dort bricht es aus und sorgt gehörig für Unruhe. Der Film ist auch heute noch recht unterhaltsam. Das Auftreten des Monsters ist recht originell in Szene gesetzt. Die Jagd durch das New Yorker Kanalsystem beeinflusste zahlreiche spätere Produktionen wie etwa den Tierhorrorfilm Alligator (1980). Zugleich war The Snow Creature der Auftakt für eine ganze Reihe von Yeti-Filmen, die sich durch die ganze Filmgeschichte ziehen. Angefangen von The abominable Snowman (1957) bis zu Snow Beast (2011).

The Mole People (1956)

The Mole People (1956) spielt ebenfalls im Himalaya. Der Film orientiert sich an den phantastischen Abenteuerromanen Henry Rider Haggards und daher an dem sog. „Lost People“-Subgenre. Einer seiner She-Romane spielt im Himalaya. Die Expeditionsteilnehmer in The Mole People finden jedoch keine unsterbliche Frau, sondern ein Volk, das in einem Höhlensystem unterhalb des Gebirges existiert. Da sie nie in Berührung mit direktem Licht gekommen sind, halten sie die Eindringlinge zunächst für Götter, da das Licht ihrer Taschenlampe das Volk in Angst und Schrecken versetzt. Allerdings kommt der Hohepriester schnell dahinter, dass es sich bei den Wissenschaftlern um ganz normale Sterbliche handelt und möchte sie daher so schnell wie möglich opfern. The Mole People ist überaus spannend in Szene gesetzt. Im Hinblick auf die weibliche Hauptfigur ist das Ende für einen 50er Jahre Trash-Film sehr überraschend.

The Cyclops (1957)

The Cyclops (1957) handelt von einer Reise nach Mexiko. Eine Frau sucht dort nach ihrem Mann, einem Piloten, der seit drei Jahren vermisst wird. Zusammen mit ihrem Bekannten und zwei zwielichtigen Draufgängern geht sie den Hinweisen auf seinen letzten Verbleib nach. Dadurch gelangt sie in eine abgelegene Gegend, die aufgrund des Vorkommens hochradioaktiven Materials unzählige Mutationen aufweist. Hierbei vor allem Riesenwuchs. Somit müssen sich die Schauspieler vor durch Rückprojektion eingeblendeten Mäusen, Schlangen und anderem Getier in Sicherheit bringen. Und natürlich auch vor dem Zyklopen, der dort sein Unwesen treibt. Wie viele andere Trash-Filme, so ist auch Cyclops äußerst kurzweilig. In der Tat wundert man sich, dass im Zeitalter der Remakeitis kein Mensch auf die Idee gekommen ist, diese alten Produktionen neu zu verfilmen.

The increcible petrified world (1957)

Zum Schluss werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Incredible Petrified World (1957). Forscher untersuchen in einer Taucherglocke die Tiefen des Ozeans. Da reißt das Verbindungskabel, die Taucherglocke sinkt in die Tiefe und gelangt dadurch in ein unterirdisches Kanalsystem, das den Eingang in eine prähistorische Welt darstellt. Die Handlung kommt bekannt vor? Stimmt, denn im gewissen Sinne kann The Warlords of Atlantis (1980) als eine Art Remake dieses Filmes betrachtet werden, wobei der Trash-Faktor der 80er Jahre-Version eindeutig höher liegt.

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