J-Pop: Scandal – Die Musikvideos sind wieder da

Scandal „Haruka“; © Epic Records/Her

Große Aufregung herrschte vergangenes Jahr, als von einem Tag auf den anderen beinahe alle Musikvideos der japanischen All-Girl-Rockband Scandal von sämtlichen Plattformen verschwanden. Unter den Fans ging die Angst um, dass sich die Band auflösen könnte. Doch die Wirklichkeit sah ganz anders aus.

Wie wir bereits in früheren Artikeln berichtet haben, löste sich die Band nicht auf, sondern erfand sich neu. Und dies, indem die vier Musikerinnen ein eigenes Label mit dem Namen Her gründeten, welches Anfang dieses Jahres mit dem Song „Masterpiece“ an den Start ging. Neben Musik vertreiben die vier jungen Damen nun auch eine eigene Modekollektion.

Scandal „Pin Heel Surfer“; © Epic Records/Her

In verschiedenen Interviews, die Leadsängerin Haruna Ono, Bassistin Tomomi Ogawa, Drummerin Rina Suzuki und Gitarristin Mami Sazasaki in diesem Jahr gegeben haben, erklärten sie, dass sie ihr letztes Album „Honey“ als Abschluss ihrer bisherigen Karriere betrachten und mit ihrem Label Her weg vom Mainstream zurück zur Indie-Musik kehren wollen, was bedeutet, dass sie von nun alle Songs selbst schreiben – bis dahin wurden ihnen hin und wieder bestimmte Songs von der Plattenfirma aufgedrückt.

Scandal „Harukaze“; © Epic Records/Her

Interessant hierbei ist ein neues Interview, das die Band vor wenigen Wochen gab, in dem sie etwas offener über den plötzlichen Wechsel erzählen: demnach soll Epic Records ihnen „empfohlen“ haben, sich selbständig zu machen. Dieses „empfohlen“ klingt unserer Meinung danach, da alle Musikerinnen inzwischen das 30. Lebensjahr erreicht haben und die Produktionsfirma sie daher nicht weiter unterstützen wollte – was ja vor mehreren Jahren z.B. bei der Kult-Band Vu-Den geschehen war, dort wurde die Band trotz großen Erfolgs aufgelöst, da alle drei Mitglieder 20 geworden waren.

Natürlich ist das bisher Spekulation und ein konkrete Antwort wird man in nächster Zeit garantiert nicht erhalten, dennoch ist in Japan dieses Auflösungsbestreben aufgrund eines bestimmten Alters der Protagonistinnen nichts Ungewöhnliches.

Scandal „Shouju S“; © Epic Records/Her

Mit diesem Wechsel von Epic zum eigenen Label Her erfolgte das oben bereits erwähnte Verschwinden der Videoclips und der Songs aus dem Internet. Nur in Japan selbst waren sämtliche Videos und Songs noch aufrufbar. Inzwischen scheint sich das Hickhack im Hinblick auf die Rechte der Clips und Songs gelöst zu haben. Denn seit heute sind sämtliche Videos auf den offiziellen Youtube-Kanal von Scandal „zurückgekehrt“.

Scandal „Love me do“; © Epic Records/Her

Schön ist, dass dabei auch das bis dahin schwer zu findende Video zum Song „Haruka“ mitveröffentlicht wurde, ebenso die mit narrativen Elementen versehene Version von „Harukaze“ (eine kürzere Version zeigt lediglich die Performance). „Stamp!“ ist ebenfalls dabei, genauso wie „Pin Heel Surfer“. Schade dagegen ist, dass von „Love me do“ lediglich die Kurzversion veröffentlicht wurde, d.h. lediglich ein etwas mehr als einminütiger Ausschnitt.

Auf jeden Fall hat das Warten für die Fans ein Ende. Kürzlich verkündete die Drummerin Rina Suzuki, dass sie einen neuen Song geschrieben haben und diesen auf den jährlichen Sommerkonzerten in Japan zum ersten Mal spielen werden. Man darf gespannt sein, ob es dazu ebenfalls bald ein Video geben wird.

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J-Pop: Scandal – Alles neu macht der März

Scandal (Tomomi Ogawa, Haruna Ono, Rina Suzuki, Mami Saszaki) bei Billboard Live Osaka 2017; © Billboard Live Osaka

Und es gibt wieder Neuigkeiten der japanischen Girl-Rockband Scandal. Wie in unserem letzten Beitrag Ende Dezember erwähnt, hat sich die Band von Epic/Sony verabschiedet und ihr eigenes Label namens Her gegründet. Ende März wird nun die erste Single mit dem Titel „Masterpiece“ in diesem Label erscheinen. Ein Videoclip dazu wurde ebenfalls gedreht und steht praktisch in den Startlöchern.

Der Titel „Masterpiece“ klingt dabei beinahe wie eine Kampfansage. Denn das Problem, das Scandal zurzeit hat, hängt damit zusammen, dass Epic/Sony die Rechte der früheren Songs und Videos besitzt und sie anscheinend auch weiter besitzen wird. Auf jeden Fall bleiben die meisten Songs und Videos auf diversen Plattformen verschwunden bzw. sind nur in Japan aufrufbar.

Eigentlich ein schlechter Start für eine Band, die sich gerade neu erfindet, indem sie zurück in den Indie-Bereich kehrt, wo ja der musikalische Ursprung der Band liegt. „Masterpiece“ ist ein lautes, rockiges Stück, in dem es, so könnte man es durchaus deuten, um den Streit zwischen Epic und Scandal geht. „Ich habe diese vielen Tage überstanden“, lautet z.B. eine Zeile, während es in einer anderen heißt: „Ich habe endlich meinen Weg gefunden.“ Damit betonen sie zugleich ihren Neustart oder besser ihren neuen Aufbruch als vollkommen unabhängige Künstlerinnen.

Live dürfen Scandal ihre alten Songs noch spielen, wobei sie höchstwahrscheinlich jeweils Abgaben an ihre alte Plattenfirma zahlen müssen. Alles in allem nicht wirklich toll. Dennoch geben die vier jungen Frauen alles und man darf gespannt sein, wann und ob eine neue CD geplant ist und vor allem, ob diese nur, aufgrund des neuen Labels, in Japan bzw. im asiatischen Raum erscheinen wird oder ob sie auch ihren Weg nach Europa finden wird. Es bleibt also spannend.

J-Pop: Scandal – Das Rätsel um die gelöschten Musikvideos ist gelöst

Scandal (Tomomi Ogawa, Haruna Ono, Rina Suzuki, Mami Sasazaki) vor ihrem Konzert zum 11-jährigen Jubiläum bei Billboard Live Osaka im Jahr 2017

Mitte diesen Jahres machte die japanische Girl-Rockband Scandal zusätzlich auf sich aufmerksam, da auf einmal sämtliche Musikvideos auf Youtube und anderen Plattformen sowie sämtliche Songs bei diversen Streamingdiensten gelöscht wurden. Schnell waren Gerüchte im Umlauf, dass sich die Band trennen würde, was sicherlich ein großer Verlust für die Musikwelt gewesen wäre.

Nun gaben die Bandmitglieder bei ihrem Weihnachtskonzert am 24.12. bekannt, dass sie ein eigenes Label gegründet haben. Von nun an würden sie ihre sämtlichen Alben und Songs selbst vertreiben. Der Name des Labels lautet Her und geht Anfang kommenden Jahres an den Start.

Ein mutiger Schritt für die vier jungen Musikerinnen, die sich damit quasi aus dem Mainstream wieder verabschieden und zurück zu ihrem Urpsrung kehren. Denn hatten Scandal als Indie-Band begonnen, bevor sie von Epic/Sony unter Vertrag genommen wurden, so kehren sie nun in die Indie-Szene zurück. Das bedeutet, dass höchstwahrscheinlich auch die Musikvideos nach und nach wieder auf Youtube erscheinen werden.

So wie es aussieht, ging diesem Schritt ein langwieriger Rechtestreit voraus, schrieben an manchen Songs doch mehrere Personen, hinzu kommen eben auch die Videoclips, bei denen wiederum die Rechte bei Regisseur, Plattenfirma usw. liegen. Inzwischen scheint ein Großteil davon geregelt zu sein.

Allerdings werden sich Haruna Ono, Tomomi Ogawa, Mami Sasazaki und Rina Suzuki im Laufe der Zeit nicht nur auf den Vertrieb ihrer eigenen Werke konzentrieren, sondern nach und nach auch andere Indie-Bands unter Vertrag nehmen. Wie gesagt, ein überaus mutiger Schritt.

Yo-Yo-Girlcops – Kult-Trash aus Japan und ein weniger kultiges Remake

Szenenfoto aus „Sukeban Deka 1“; Copyright: Rapid Eye Movies

Irgendwie kam und kommt aus Japan der bessere Trash. Ein wunderbares Beispiel dafür dürften die beiden Kazama-Schwestern sein, die mithilfe ihrer Yo-Yos den Bösewichten den Garaus machen. 1987 und 1988 entstanden zwei Filme, die so erfolgreich waren, dass die Schauspielerinnen sogar als Bandformation durch die Präfekturen tingelten.

Bei den Kazama-Schwestern handelt es sich um außergewöhnliche Schulmädchen, deren Herkunft im Dunkeln liegt. Auf jeden Fall sind sie sehr kampferprobt. Auch ihre Waffen sind alles andere als gewöhnlich: so gibt es Killer-Origamivögel oder auch die oben genannten Yo-Yos, mit deren Hilfe unter Umständen sogar Helikopter vom Himmel geholt werden können. Die Schwestern arbeiten im Geheimauftrag der Polizei und sollen größenwahnsinnige Verbrecher aus dem Weg räumen.

In Teil 1 aus dem Jahr 1987 haben es Asamyia Saki und ihre Kampfgenossinnen mit einem Cyborg zu tun, der auf einer abgelegenen Insel Schüler zu Attentätern ausbildet. In Teil 2 ist es ein geisitg verwirrter Jura-Student, der Japan in seine Macht bringen möchte.

„Sukeban Deka – The Movie“; Copyright: Rapid Eye Movies

Ganz klar schwierige Aufgaben. Doch die Supermädels haben es drauf, und schon fliegen die Fetzen. Beide Filme sind gefüllt mit bizarrer Action und haufenweise Explosionen, so dass zum Schluss kaum noch ein Stein auf dem anderen liegt.

Teil 1 ist in dieser Hinsicht eindeutig besser und witziger als sein Nachfolger, der zwischendurch ein, zwei Durchhänger hat, bevor es wieder zur Sache geht. Insgesamt aber liefern beide Filme ein wahren Feuerwerk an trashiger Unterhaltung.

Beide Filme liefen damals sehr erfolgreich in den japanischen Kinos. Nach dem zweiten Film jedoch war Schluss mit Lustig, und auch die Gesangs-Tournee wurde wieder abgesetzt. Die Filme selbst waren übrigens Adaptionen einer damals erfolgreichen Manga-Serie.

Etwa 20 Jahre nach den beiden Erfolgen Sukeban Deka 1 und 2, verfilmten die japanischen Studios erneut eine Geschichte um das Yo-Yo schwingende Supergirl Asamiya Saki. Dabei kommt jedoch alles andere als Freude auf.

Inzwischen lebt die frühere Yo-Yo Kämpferin Saki in den USA, wo sie sich dem tristen Alkoholgenuss hingibt. Ihre Tochter wird der Spionage verdächtigt und zurück nach Japan gebracht. Dort kommt es zwischen ihr und der Polizei zu einem Deal: sie soll merkwürdige Todesfälle unter Schülern untersuchen. Wenn ihr die Lösung des Falles gelingt, so kommt sie frei. Die junge Saki nimmt das Angebot an. Bei ihren Nachforschungen kommt sie auf die Spur einer gemeinen Gaunerbande …

Alles in allem überzeugt der neue Saki-Film nur sehr wenig. Waren die früheren Filme voller kurioser Action und bizarrer Bösewichte, so läuft in Yo-Yo Girlcop alles zu normal ab. Im Zentrum des Films steht die Diskussion über die heutige Jugend von Japan, die sich ganz und gar nicht den alten Traditionen anpassen möchte.

Immer diese Schlägereien auf dem Schulhof …; „Yo-Yo-Girlcop“ (2006); Copyright: Rapid Eye Movies

So kommt Saki hinein in eine Welt, in der Schüler gemobbt und schikaniert werden, in der Joints am Schulklo geraucht werden und in der der Selbstmord von Schülern an der Tagesordnung ist. Der Film liefert dadurch ein extrem pessimistisches Bild der japanischen Gesellschaft. Battle-Royal 2-Regisseur Kenta Fukasaku zeigt ein völlig heruntergekommenes Japan, das fast schon dystopische Merkmale besitzt. Dabei verliert er sich jedoch zu sehr in gesellschaftskritischen Aspekten, sodass die eigentliche Handlung flöten geht. So gesehen ist hier Action Mangelware, die Bösen keineswegs so grotesk wie in den 80ern und von Ironie und Witz kann schon fast gar nicht mehr die Rede sein.

Um die Zuschauer dennoch in die Kinos zu locken, engagierten die Produzenten die drei Mitglieder der damals angesagten Girl-Band Vu-Den, die es inzwischen längst nicht mehr gibt. Zwar spielt die Leadsängerin ihre Rolle als Bösewichtin wirklich gut, doch ist ihre Mühe leider vergeblich. Trotz guter Optik, funktioniert die Neuadaption so gut wie gar nicht.

Sukeban Deka 1 u. 2 sind jedoch bis heute Kult und gelten als Actionklassiker des japanischen (Trash-)Kinos.

Sukeban Deka – Der Film/Sukeban Deka 2 – Die Kazama-Schwestern schlagen zurück (OT: Sukeban Deka 1 + 2), Regie: Hideo Tanaka, Drehbuch: Izo Hashimoto, Darsteller: Yui Asaka, Masato Ibu, Keizo Hanie, Goro Kataoka. Japan 1987/88, jeweils 90 Min

Yo-Yo Girl Cop (OT: Sukeban Deka: Kodo nemu = Asamiya Saki), Regie: Kenta Fukasaku, Drehbuch: Shoichi Maruyama, Darsteller: Aya Mahuura, Rika Ishikawa, Shunsuke Ishikawa. Japan 2006, 98 Min

J-Pop: Tokyo Ska Paradise Orchestra – Zwischen Jazz, Funk und allem anderen

Tokyo Ska Paradise Orchestra „Pride of Lions“; © Epic Records

Bereits seit 1989 touren die Mitglieder des Tokyo Ska Paradise Orchestras durch Japan. Seit 2000 ist die Band auch in den USA und Europa bekannt, wo ihre Fangemeinde stetig wächst.

Gegründet hat das Orchestra der Drummer Asa Chang, der um sich herum bekannte Musiker aus der Underground-Szene versammelte. Damals war der Ska-Stil in Japan mehr als nur ungewöhnlich, auch wenn Japan als eines der Jazz-Länder gilt. Was Ska mit Jazz zu tun hat? Für T.S.P.O. eine ganze Menge. Hinzu kommen Pop, Rock und alle möglichen andere Musikrichtungen.

War die Band zunächst nur im Indie-Bereich bekannt, so stießen ihre durcheinander wirbelnden Performances Ende der 90er Jahre auf das Interesse des Labels Epic Records, das auch bekannte Gruppen wie die Girlrock-Band Scandal unter Vertrag hat. Ihr Stil hat sich dadurch zum Glück nicht geändert. Noch immer sind ihre meist als reine Instrumentals konzipierten Stücke verspielt-verrückte Kompositionen, die mit einem solchen Ideenreichtum und einer solchen Vielfalt daher kommen, dass man zunächst einmal von dieser wild-originellen Instrumentalitis regelrecht erschlagen wird.

Tokyo Ska Paradise Orchestra „Pride of Lions“; © Epic Records

Dadurch werden die einzelnen Stücke nie langweilig, im Gegenteil, bei jedem neuen Anhören entdeckt man weitere Klangebenen, weitere eingewebte musikalische Gags, dass jeder Song und jedes Instrumental zu einem wahren akkustischen Abenteuer wird. Interessanterweise ist es ausgerechnet ihre Zusammenarbeit mit der Indie-Band Asian Kung-Fu Generation, die nicht ganz überzeugen will. Der melancholisch-rockige Stil von Generation passt dann doch nicht ganz in die vergnügliche Musikwelt von T.S.P.O. – Weitaus spannender wäre in dieser Hinsicht sicherlich eine Zusammenarbeit mit der Girl-Punkrock Band Band-Maid.

Im März diesen Jahres hat das Tokyo Ska Paradise Orchestra mit „Glorious“ sein 24. Album veröffentlicht. Im Sommer und Herbst tourt die Band durch Süd- und Nordamerika. Vielleicht machen sie ja auch einmal wieder in Deutschland halt.

J-Pop: Niemand weiß was oder Das Kuriosum um Scandal weitet sich aus

Scandal „Platform Syndrome“; © Epic Records

In dem vorangegangenen J-Pop-Beitrag haben wir über das Verschwinden der Videoclips der Girl-Rockband Scandal berichtet. Was sich zunächst nur auf Youtube und auf Musikvideos bezogen hat, hat nun ein weitaus größeres Ausmaß angenommen.

Wie das internationale Scandal-Fanforum mitteilt, sind nun auch alle Songs der Band von sämtlichen Streaming-Diensten gelöscht worden. Dieser radikale Löschvorgang betrifft nur Scandal und ist wahrscheinlich einzigartig in der bisherigen Geschichte des J-Pop. Im Gegensatz dazu werden die CDs weiterhin international verkauft.

Ironisch könnte man natürlich sagen, hier möchte wohl jemand kein Geld mehr verdienen. Aber die Sache ist doch recht eigenartig. Vor allem, da bisher weder seitens des Managements noch seitens der Band irgendwelche Statements gemacht wurden. Für uns von FuB schaut dies jedoch nach einem ziemlich heftigen Rechtsstreit aus, der da hinter den Kulissen im Gange ist.

Auf jeden Fall trifft dies die Band auf unschöne Weise, da sie kurz vor ihren Tourneen durch Asien und die USA stehen. Man darf gespannt sein, wie sich dieser Fall weiterentwickelt und ob demnächst doch Informationen über die Ursachen der Löschvorgänge bekannt gegeben werden.

 

J-Pop: Keine Videoclips mehr – Die Girl-Rockband Scandal verschreckt ihre Fans

Scandal „Platform Syndrome“; © Epic Records

Eine ziemlich seltsame Sache vollzog sich in den vergangenen Tagen bei der japanischen Girl-Rockband Scandal. Denn auf einmal wurden bis auf zwei Videoclips alle anderen Videos für das Ausland gesperrt. Weder auf der Homepage der Band noch auf ihrer Facebook-Seite gibt es einen Kommentar dazu. Die Fans macht dies jedenfall ratlos.

Was der Grund für diese Aktion auch immer sein mag, die Sperrung ereignet sich im wohl schlechtesten Augenblick. Im Sommer beginnt die Asien-Tour und im Herbst startet die Tour der Band durch die USA. Eventuell treten sie auch mal wieder in Europa auf.

Möglich wäre es, dass es bei den Videos um irgendwelche Rechtsstreitigkeiten geht. Betroffen sind interessanterweise nur die Clips, die sich auf der offiziellen Youtube-Seite der Band befinden. Clips, die von Fans hochgeladen wurden, können weiterhin gesichtet werden.

Überhaupt tut sich die Band schwer, wenn es um Gerüchte oder – wie gerade jetzt – um Ereignisse geht, welche durchaus einer Erklärung ihren Fans gegenüber bedurften. Nur immer auf die neuesten Konzerte und diverse Merchandizingprodukte hinzuweisen wirkt dann doch zu oberflächlich und fast schon lieblos. Wobei die Bandmitglieder selbst wahrscheinlich nichts dafür können, sondern eher das Management, dem wohl Geld wichtiger ist als eine funktionierende Kommunikation mit den Fans und eine Einbeziehung der Fans.

So wurde bis heute nicht auf die Gerüchte eingegangen, die besagen, dass es innerhalb der Band Streitigkeiten gebe und die Bassistin Tomomi Ogawa vor habe, aus der Band auszusteigen. Mindestens auf eine solche Gerüchtewelle hätte das Management (evtl. mit einem Dementi) reagieren müssen. Denn bei dem Auftritt der Band bei der Japan Jam 2018 merkte man eindeutig, dass es zwischen den Mitgliedern etwas kriselt. Und nun eben die Sache mit der Sperrung der Videoclips. Dem Image der Band tut das sicherlich nicht gut, denn ihre Fans werden schlicht und ergreifend alleine gelassen.