FILM und BUCH zum 600sten: Die 10 erfolgreichsten Horrorfilme

FILM und BUCH gibt es seit sechs Jahren und, um eins oben drauf zu setzen, gibt es jetzt auch noch den 600. Beitrag auf unserem Blog. Wenn sich jetzt noch irgendwo eine dritte Sechs findet, dann würde dies glatt den Vatikan alarmieren. Und schon sind wir beim Thema, denn zum 600sten von FILM und BUCH gibt es die zehn erfolgreichsten Horrorfilme. – Viel Spaß! :)

Platz 10: Van Helsing (2004). Wie es dieser Streifen auf Platz 10 geschafft hat, ist schleierhaft, aber so ist es. Das, was eigentlich als eine nette Hommage an die Monsterfilme der Universal Studios gedacht war, entpuppte sich als ein in die Länge gezogenes CGI-Spektakel, das eher langweilt, als unterhält. Ohne weiteres hätte Ghostbusters (1984) diesen Platz  verdient, aber die landeten leider auf Platz 12 und sind daher in unserer Auflistung nicht vertreten. Aber ohne den Film zu erwähnen, wäre es einfach nicht gegangen. ;)

Platz 9: Conjuring (2015). Man nehme ein Spukhaus und zwei Amateure, die sich auf Spukphänomene spezialisiert haben und schreibe darunter, dass das alles wahr ist, und schon hat man einen Riesenerfolg. Eigentlich ist an dem Film nichts originell oder Aufsehen erregend. Dennoch ließ er die Kassen klingeln. Von Anfang an als Serie mit allen möglichen Spin Offs konzipiert, ist der Film auch eher ein Produkt der Marketingabteilung als Filmkunst.

Platz 8: Conjuring 2 (2016). Siehe oben. Hinzu kommt: man platziere hinter dem Titel eine Zwei. Hier fragen wir uns weiter, was den Erfolg dieser Produktserie ausmacht. Und wieso sind wir bei der Auflistung eigentlich nur am meckern? Diese Frage ist mindestens genauso rätselhaft. :D

Platz 7: Seven (1997). Zum Glück gab es keine Fortsetzung von Seven, denn diese hätte dann wahrscheinlich Eight geheißen oder vielleicht sogar Seven Zwei. Aber Ernst beiseite, Spaß komm her: Der Film ist ein wirklich gut gemachter Horrorthriller, der es in sich hat und noch dazu mit einer wunderbaren Symbolik arbeitetet. wie zum Beispiel die stets völlig verwinkelten Wohnungen. Auch nach mehrmaligem Ansehen lässt die starke Atmosphäre nicht nach. – Erst zum Schluss ist uns aufgefallen, dass Seven auf Platz sieben gelandet ist. Irgendwie unheimlich … :D

Platz 6: Hannibal (2001). Einmal Kannibale, immer Kannibale. Oder anders ausgedrückt: ein Film mit der Freigabe ab 18 wird zu einem Riesenerfolg. So etwas geschieht nicht alle Tage und heutzutage würden sich die Produzenten lieber ihr linkes Bein amputieren lassen, als so etwas zu wagen. Aber Anfang des Jahrtausends war es zum Glück noch anders. So wurde Hannibal ein interessanter Horrorthriller, dem die FSK-Stelle mal wieder die Schere ansetzen wollte. Daher mal wieder nur in Deutschland: eine geschnittene Fassung und eine Originalfassung.

Platz 5: Signs (2002). Eine Farmerfamilie bekommt Besuch von Außerirdischen. Bevor Shyamalan mehrere Flops kreierte und Mel Gibson zum Alki mutierte, drehte er noch diese nette, kleine Geschichte, in der er den Stil von seinem Erstling Sixth Sense fortführte. Der Film punktet vor allem durch die dichte Atmosphäre, wobei Shyamalan gekonnt mit den Erwartungen der Zuschauer spielt. Ein schönes Beispiel, das zeigt, dass es kein riesiges Budget braucht, um tolle Filme zu schaffen.

Platz 4: Der Exorzist (1973). Der Film kam 2001 nochmals als Directors‘ Cut in die Kinos und sorgte dabei erneut für einen großen Erfolg. Interessanterweise war Drehbuchautor William Blatty ja eigentlich im Komödienfach zuhause. Dass er aber seinen größten Erfolg ausgerechnet mit einem Horrorfilm erlangen sollte, hätte er sich wahrscheinlich auch nicht gedacht. Nun ja, der Film ist eine echte Wucht und packt einen jedes Mal von neuem. Dabei spielt natürlich die großartige Dämonenfratze eine wesentliche Rolle. Damals fast schon ein Skandalfilm, heute einer der Filmklassiker. Falls es jemanden geben sollte, der diesen Film wirklich noch nicht gesehen haben sollte, sofort nachholen.

Platz 3: Der weiße Hai (1975). Steven Spielberg drehte nicht nur einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, sondern schuf damit zugleich den ersten Blockbuster der Filmgeschichte. Konzipiert als eine Mischung aus Horror und Abenteuerfilm, hat der Streifen bis heute nichts von seiner Spannung und seiner Faszination verloren. Großartig natürlich das Haimodell, das zunächst zu schwer war und ständig unterging. Aber irgendwie schaffte die Crew es dann doch, sodass der Hai schließlich auf die Zuschauer losgelassen werden konnte.

Platz 2: The Sixth Sense (1999). Filmhistoriker streiten sich noch immer darüber, inwieweit der japanischen Horrorfilm Ring Regisseur Shyamalan bei seinem Debut beeinflusst hat. Der Regisseur selbst hält sich bedeckt, aber im Grunde genommen ist es auch egal. Der Film mit dem Spuckfaktor, wenn man ihn falsch ausspricht, ist eine schöne, klassisch angehauchte Geistergeschichte, die jedoch daran leidet, dass man den Film nicht unbedingt nochmals anschaut, da er zu sehr auf die Pointe hinarbeitet. Und wenn diese mal bekannt ist, verliert man an The Sixth Sense sogleich das Interesse. Dennoch ein großartiger Film.

Platz 1: It (2017). Wer hätte das gedacht, dass die Neuverfilmung von Stephen Kings Klassiker dermaßen einschlägt. Der Trailer ließ eher Skepsis aufkommen, doch der Film selbst ist großartiges Kino, auch wenn er viele Aspekte des Romans unerwähnt lässt. Dennoch hat man hier endlich einen Versuch, Kings sprachlichen Stil filmisch umzusetzen, was bei vielen anderen King-Verfilmungen eher nicht der Fall ist. Anscheinend haben die Drehbuchautoren und der Regisseur mit ihrer Adaption den Nerv der Zeit getroffen. Man darf daher gespannt auf die Fortsetzung warten.

So, und das waren auch schon die zehn erfolgreichsten Horrorfilme. Falls ihr den einen oder anderen der Filme noch nicht kennt, dann wünschen wir euch viel Spaß beim Anschauen und Gruseln. :)

 

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FuBs Double Feature (1970 – 1980): Shaft (1971) und Der weisse Hai (1975)

Die 70er Jahre veränderten das Kino vollständig. Der Hauptgrund lag vor allem darin, da die USA sich nicht weiter als Übernation präsentieren konnte. Besonders der Krieg in Vietnam führte zu einem Verlust des nationalen wie internationalen Ansehens, der zusätzlich von diversen sozialen Bewegungen forciert wurde. Die Hippie-Bewegung war noch voll im Gange, hinzu kamen Frauenbewegungen und Schwarzenbewegungen, die gegen Diskriminierung und Rassismus auf die Straße gingen. Der Begriff „Black Power“ wurde zum Programm. In dieser Zeit übernahmen die Regisseure die Kritik der Protestwelle und kreierten Filme, die diese Bewegungen unterstützten – allen voran Horrorfilme wie „Last House on the Left“ (1972) oder „Texas Chainsaw Massacre“ (1973) und später die Filme David Cronenbergs, die jeweils althergebrachte Moral- und Wertvorstellungen hinterfragten.

Die Filme wurden rauher und brutaler, in Sachen Sex legten sie die Andeutungen der vorangegangenen Jahrzehnte ab und wurden direkter. Die Schmuddelfilmära war dadurch geboren. Parallel dazu entstand das Blacksploitationgenre, das die Black Power-Bewegung unterstützte. Mitte der 70er Jahre wurde der Begriff „Blockbuster“ geprägt, als Spielbergs „Der weisse Hai“ sämtliche Rekorde brach. George Lucas (wie Spielberg von der aus Frankreich in die USA übergeschwappten Nouvelle Vague beeinflusst) mischte mit „Krieg der Sterne“ (1978) die Geschichte des Films erneut auf. Und schließlich präsentierte „Alien“ (1979) den Kinozuschauern zum ersten Mal eine Frau als Heldin in einem Männergenre.

Der europäische Film gab sich dank der gelockerten Zensurbestimmungen experimentierfreudiger und gewagter. In dieser Zeit entstanden eine Reihe der bekanntesten Trash- und Horrorfilme, wie etwa der Kultklassiker „Suspiria“ (1978) von Dario Argento. In Deutschland setzten u. a. Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorf das Konzept des Neuen Deutschen Films konsequent um. Der Leichtigkeit und Verspieltheit der Karl May- und Edgar Wallace-Filme der 60er Jahre folgten dadurch die sog. Autorenfilme, in deren Fokus soziale und politische Probleme standen.

1971 sorgte ein schwarzer Privatdetektiv für klingelnde Kinokassen. Shaft zählt zu den ersten Blacksploitationfilmen und dies, obwohl in der Romanvorlage von Ernest Tidyman die Figur als ein Weißer beschrieben wird. Die Veränderung der Figur war den sozialen Bewegungen zuzuschreiben und sollte eine der besten Entscheidungen von MGM werden, brachte der Film doch das Zehnfache der Produktionskosten ein.

Das Besondere an „Shaft“ ist u. a., dass man versuchte, den sog. „Black Power-Slang“ in die Dialoge mit einfließen zu lassen, was den Film noch lebendiger und realer erscheinen ließ und was es davor noch nicht gegeben hatte. Der Film handelt davon, dass Shaft die entführte Tochter eines Gangsterbosses finden soll. Dabei gerät er jedoch mehr und mehr in den Konflikt zwischen rivalisierenden Banden.

„Shaft“ ist ein Film, der einen von der ersten Sekunde an packt und einen regelrecht in die Handlung hineinzieht. Dies hängt sicherlich auch mit der berühmten Anfangssequenz zusammen, in der Richard Roundtree als John Shaft durch die Straßen New Yorks schlendert, während Isaac Hayes‘ „Shaft-Theme“ erklingt, für das Hayes dann auch den Oscar erhielt.

Der Film ist voller Action und cooler Sprüche und wirkt wie eine Art Noir-Film im postmodernen Gewand. Der riesige Erfolg führte zu zwei Sequels, die jedoch nicht mehr diesen gekonnten Stil des Originals beinhalten. Auch das Remake aus dem Jahr 2000 wurde zu einem kommerziellen Erfolg, auch wenn Manches dann doch zu sehr gestellt wirkte. Seit 2015 gibt es das Gerücht, dass ein neuer Shaft-Film geplant sei. Man darf also gespannt sein.

1975 schuf Steven Spielberg mit Der weisse Hai den ersten Blockbuster der Filmgeschichte. Die abenteuerliche Jagd nach dem Hai gleicht einem Duell, einer Art „High Noon“ auf dem Meer, wobei ein Acht-Meter-Hai einem wasserscheuen Polizisten gegenübersteht bzw. gegenüberschwimmt. Der Hai lässt sich nicht so leicht zur Strecke bringen. Und da die Gefahr besteht, dass er jederzeit erneut ahnungslose Badegäste verspeist, wird Jagd auf ihn gemacht.

Die Geschichte ist nicht nur eine Adaption des gleichnamigen Romans von Peter Benchley, sondern basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 1916, als bei New Jersey ein Hai mehrere Menschen attackierte. 2006 wurde der Bericht über jene Geschehnisse von Jack Sholder unter dem Titel „12 Days of Terror“ verfilmt. Steven Spielberg macht sich in seinem Horrorstreifen die Angst des Menschen vor den ungeahnten Tiefen des Ozeans zunutze, in denen noch unbekannte, gefährliche und vor allem enorm große Wesen hausen. Taucht eine dieser Bestien an die Oberfläche, dann ist erst einmal Schluss mit lustig.

In „Der Weiße Hai“ erscheinen der Spannungsaufbau der einzelnen Szenen sowie die Optik des Films wie aus dem Lehrbuch, eine Spezialität Spielbergs. die er auch auf alle seine späteren Filme anwenden sollte. Und dies, obwohl er beim Dreh von „Der weisse Hai“ mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen hatte.

Zum einen war das Haimodell, das von den Mitarbeiterin Bruce genannt wurde, zu schwer und ging einfach unter, zum anderen versagte mehrmals die Mechanik des Hais. Schließlich und endlich gelang es dann doch, das Modell für die relevanten Szenen zu verwenden. Somit entstand letztendlich einer der bekanntesten Tierhorrorfilme. Die beiden Sequels aus den Jahren 1978 und 1983 erreichten weder die Qualität noch die Spannung des Originals, auch wenn in „Der weiße Hai 3“ das Ungetüm in 3-D auf die Zuschauer losgelassen wurde. Seinen Erfolg sollte Steven Spielberg 1982 mit „E.T.“ nochmals toppen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Tierhorror (3): Kat

katWer schon immer mal wissen wollte, ob das Verschwinden seiner Nachbarn möglicherweise etwas mit seiner Katze zu tun haben könnte, der bekommt Aufschluss darüber in einem dänischen Katzen-Thriller, der sich speziell dieses Themas annimmt. „Kat“ ist ein recht interessanter Tierhorrorstreifen des dänischen Horrorregisseurs Martin Schmidt.

„Kat“ handelt von der Studentin Maria, die gemeinsam mit ihrer Freundin und ihrer Katze in einem Appartement wohnt. Die Obermieter sind die Großeltern von Marias Freundin und haben ein äußerst skurriles Hobby: Sie versuchen mit Dämonen in Kontakt zu treten. Bei einer der Seancen aber geht etwas schief. Ein äußerst boshafter Dämon übertritt die Schwelle in unsere Welt. Und auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Äußerst brutale Morde geschehen. Mit Marias Katze scheint etwas nicht zu stimmen. Maria selbst wird immer wieder von bizarren Visionen geplagt. Schließlich glaubt die Polizei, Maria selbst sei die Mörderin. Aus Mangel an Beweisen wird sie jedoch wieder freigelassen. Doch sucht nun Maria selbst nach den Ursachen für diese plötzlichen Geschehnisse. Anscheinend hängt alles mit ihrer Katze zusammen …

Für Leute aus dem Horrorgenre ist es recht einfach, mit Filmen über Spinnen beim Zuschauer Ekel bzw. Grauen zu erregen. Bei Filmen über unsere schnurrenden Hausgenossen aber wird dies schon schwieriger. In der Tat stellt es einen Regisseur vor eine schier unlösbare Aufgabe, einen Horrorfilm über eine Katze zu drehen. Die Sympathie der Zuschauer ist auf alle Fälle auf Seiten des Stubentigers. Daher bleibt der einzige Weg, eine äußerst subtile Art der Darstellung zu wählen, um somit auch beim größten Katzenfreund eine (kleine) Gänsehaut hervorzurufen.

Dies gelingt Martin Schmidt allemal. Die Katze mutiert in „Kat“ nach und nach zu einer mordenden Bestie, die sämtlichen Menschen, die sie streicheln wollen, eine mit ihren Krallen verpasst. Dabei spielt Schmidt mit den gängigen abergläubischen Vorstellungen über das Wesen der Katze. Auch die typische Fähigkeit von Katzen, plötzlich zu verschwinden, um irgendwann mal genauso plötzlich wieder aufzutauchen, wird dadurch zu etwas äußerst Unheimlichem und Bedrohlichem umgewandelt.

Die Figuren wirken dabei sehr überzeugend und werden von recht guten Schauspielern verkörpert. Die Spezial-Effekte sind durchaus gelungen und werden gegen Ende überaus blutig. Trotzdem ist „Kat“ alles andere als ein Splatter-Film. Vielmehr ist Martin Schmidts Gruselstreifen ein Garant für stilvollen Horror und bedrohliche Atmosphäre. – Aber denkt dran: nicht eure Katze sehen lassen …

Kat, Regie: Martin Schmidt, Drehbuch: Marie Trolle Larsen, Produktion: Henrik Danstrup, Darsteller: Liv Corfixen, Soren Pilmark, Martin Brygmann, Charlotte Munck. Dänemark 2001, 85 Min.

Tierhorror (2): Centipede

centipedeMonster in Höhlen. Solche Geschichten haben sich sicherlich bereits unsere Vorfahren in der Steinzeit erzählt. Für einige Zeit war dieses Thema wieder interessant geworden. So führte der Film The Descent zu einigen Nachfolgeproduktionen, zu denen man unter anderem auch Centipede zählen kann.

Der Film handelt von einer Gruppe Hobbyhöhlenforscher, die eine Reise nach Indien unternehmen, um dort die noch unerforschte Shankali-Höhle zu erkunden. Doch kaum sind sie in der Höhle angekommen, als sie auch schon von einem nicht sehr zahmen Tausendfüßler angegriffen werden. Im Laufe des Filmes werden diese Biester nicht nur mehr, sondern auch noch größer …

Klar ist, bei Centipede handelt es sich um einen Trash-Film, und etwas anderes hatte Regisseur Gregory Gieras auch nie vorgehabt. Mit einem Budget von etwa 500.000 Dollar war wirklich nicht viel Geld vorhanden, immerhin aber reichte es für ein paar Gummitausendfüßler. Dass sich deren Beine nicht bewegen, sondern sie an einem Seil über den Boden gezogen werden, ist hierbei nicht einmal schlimm, sondern sogar richtig spaßig. Interessant hierbei ist, dass der Film tatsächlich in Indien gedreht wurde.

Gieras blieb der Kombination aus Trash und Tierhorror treu und schrieb bzw. schreibt seine Filme weiterhin selbst. So stammte aus seiner Feder u. a. die spätere Trash-Granate Big Ass Spider.

Centipede, Regie u. Drehbuch: Gregory Gieras, Produktion: Eileen Craft, Darsteller: Larry Casey, Margaret Cash, Trevor Murphy. USA 2004, 94 Min.

Tierhorror (1): 12 Days of Horror

12daysofterrorNew Jersey 1916. Vor der Küste taucht eines Tages ein großer Weißer Hai auf. 12 Tage treibt er sein Unwesen, bevor ein alter Fischfänger versucht, das Tier zu fangen …

Die Geschichte von einem Weißen Hai, der vor der Küste ahnungslose Badegäste verspeist, kommt natürlich recht bekannt vor. Während Steven Spielberg mit „Jaws“ sich auf den gleichnamigen Roman von Peter Benchley bezog, bezog sich dieser wiederum auf eine wahre Begebenheit, die sich zwischen dem 1. und 12. Juli 1916 zugetragen hat. Diese Originalstory wurde 2004 von Horrorveteran Jack Sholder fürs Fernsehen verfilmt.

Das Budget war anscheinend ein bisschen größer als bei gewöhnlichen TV-Produktionen und so kam ein recht ansehnlicher Film heraus. Die Story beschränkt sich nicht nur auf die Jagd auf den Hai, sonders zeigt auch, wie aufgrund wirtschaftlicher und politischer Interessen Gefahren vertuscht oder verharmlost werden. Dadurch erhält Sholders Film eine gewisse Tiefe, die der Handlung unwahrscheinlich gut tut.

Eine deutliche Schwachstelle ist, dass der Hai größtenteils als Computeranimation in Erscheinung tritt. Ansonsten aber ist „12 Days of Terror“ ein gelungener Tierhorrorfilm, der ein hohes Maß an Spannung liefert.

12 Days of Terror, Regie: Jack Sholder, Drehbuch: Jeffrey Reiner, Tommy Lee Wallace, Produktion:Dennis Stuart Murphy, Richard G. Fernicola, Darsteller: Colin Egglesfield, John Rhys-Davis, Mark Dexter, Jenna Harrison, USA 2004, 86 Min.