The Movies – Die Geschichte Hollywoods

Filmgeschichte im Schnelldurchlauf, das präsentiert die TV-Serie „The Movies – Die Geschichte Hollywoods“, die u. a. von Tom Hanks produziert wurde. Positiv zu bewerten ist, dass endlich jemand auf die Idee gekommen ist, die Geschichte Hollywoods in einer sehr unterhaltsamen und interessanten Doku-Reihe darzustellen. Allerdings nimmt sich die Serie nicht die komplette Geschichte des Films vor, sondern lässt leider die Stummfilmzeit aus. Auf diese Weise beginnt die Doku mit „The Jazz Singer“, dem ersten Tonfilm.

Cover zur Doku-Reihe „The Movies“

Danach geht es Schlag auf Schlag. Von den 30ern bis ins Jahr 2018 geht die Reise, wobei sich kurze Filmausschnitte mit kurzen Interviewsequenzen stetig abwechseln. Das alles ist, wie gesagt, sehr interessant und die Serie bemüht sich, die sozialen Zusammenhänge zu berücksichtigen. Doch das Tempo ist dermaßen rasant, dass es einem manchmal einfach zu schnell geht.

Wer sich eine hintergründige Arte-Dokumentation erhofft, ist bei „The Movies“ sicherlich fehl am Platz. Denn hier werden vor allem kurze Statements zu den Filmen abgegeben (von Schauspieler X war dies die beste Darstellung; der Film war ein riesen Erfolg usw.), doch mehr eigentlich nicht. Auf manche Filme geht die Doku etwas genauer ein und präsentiert dabei auch die wesentlichen Fakten, allerdings alles eher schlagwortartig.

„The Movies“ berücksichtigt dabei fast alle Genres, leider aber lässt er dabei das Horrorgenre beinahe ganz unter den Tisch fallen, was schade ist, da dieses Genre vor allem in den 70ern wesentlich zur Veränderung der Darstellungsweisen beigetragen hat. Stattdessen nimmt sich die Doku-Reihe gelegentlich das SF-Genre vor, wobei es dieses in den jeweiligen sozialen und politischen Zusammenhang stellt.

Das alles ist, wie jetzt schon ein paar mal bemerkt, sehr interessant und gut gemacht (faszinierend an der sechsteiligen Doku sind vor allem die Unmengen an Filmausschnitten – der Schneideraum muss regelrecht geglüht haben), doch bleibt bei all den Fakten, die einem dabei um die Ohren gehauen werden, eher oberflächlich.

Daher ist die Serie vor allem für Leute geeignet, die sich einen einfachen Überblick über die Geschichte des Hollywoodkinos machen wollen. Alle anderen werden sicherlich auch ihren Spaß an der Serie haben, aber ein wenig enttäuscht sein, da die Serie nicht wirklich in die Tiefe geht.

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