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Posts Tagged ‘unheimliche Geschichten’

Dieses Jahr ist nicht nur fünf Jahre FILM und BUCH, sondern auch drei Jahre Carl Denning. Das bedeutet drei Jahre Spannung und Gänsehaut. Der Slogan „Nur eines ist sicher: ihr werdet euch fürchten“ ist hier Programm. Fünf Romane sind bisher erschienen. Der neueste Roman erscheint noch in diesem Sommer. Und ebenfalls wird in wenigen Wochen eine Heftromanserie im e-Book-Format starten. 🙂

Hier die bisher erschienenen Horrorthriller:

Todesstation ist der bisher erfolgreichste Roman von Carl Denning:

Die Besatzung einer abgelegenen Forschungsstation in den Alpen macht eine seltsame Entdeckung: Bei einem Zwischenfall wird der Eingang einer Höhle freigelegt, in der sich prähistorische Felszeichnungen befinden. Manche von ihnen wirken äußerst bizarr. Die junge Archäologin Joan Jansen soll die Bilder untersuchen. Doch sie steht selbst vor einem Rätsel. Solche Bilder hat sie bisher noch nirgendwo gesehen. Die Situation wird noch merkwürdiger, als die Forscher mit unheimlichen Ereignissen konfrontiert werden, die sich von Mal zu Mal intensivieren. Als es schließlich zu einem schrecklichen Todesfall kommt, gerät die Lage zunehmend außer Kontrolle …

Ich habe von Carl Denning alle Bücher gelesen. Und dieses gehört zu den Besten für mich.“ (Lesermeinung)

Blutige Schatten ist der erste Roman von Carl Denning:

Ein Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

Spannung bis zum Ende. Das Buch ist schwer aus der Hand zu legen.“ (Lesermeinung)

Das Böse ist der zweite Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

„‚Blutige Schatten‘ fand ich schon genial. Dieses hat mir genauso gut gefallen. Ein toller Schreibstil, der einen das Buch nicht aus den Händen legen lässt.“ (Lesermeinung)

Angst lautet der dritte Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

„Das perfekte Buch für einen Gruselabend! Es ist nur zu empfehlen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.“ (Lesermeinung)

Darkmoore ist der bisher umfangreichste Roman von Carl Denning:

Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

„Spannend, gruselig. Ein bisschen auch wie ein Krimi.“ (Lesermeinung)

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Normalerweise lässt sich darüber streiten, inwieweit es sinnvoll ist, Klassiker neu zu übersetzen, besonders dann, wenn es bereits diverse Übersetzungen gibt, von denen behauptet wird, dass sie die besten und genauesten seien. Besonders gilt dies für die jetzige Zeit, in der es Neuübersetzungen nur so hagelt.  – Doch gibt es hier auch Ausnahmen.

Eine geradezu originelle Veröffentlichung ist kürzlich bei DTV erschienen. Man könnte fast sagen, dass hier jemand eine wirklich schöne Idee hatte. Der Autor, der neu übersetzt wurde, ist der Großmeister der Gänsehaut Edgar Allan Poe.

Es handelt sich dabei jedoch nicht um einfach irgendeine neue Sammlung seiner Erzählungen, sondern um eine ganz spezielle Veröffentlichung, nämlich um die Zusammenstellung, die Poe-Fan Charles Baudelaire 1856 veröffentlichte. Baudelaire war von dem amerikanischen Schriftsteller mehr als nur begeistert. In seinem Nachwort gibt er zu, dass er sich von Eddie, wie Baudelaire ihn liebevoll nannte, ganz falsche Vorstellungen machte. Er glaubte, dass ein solches Genie von seinen Veröffentlichungen leben könne und daher reich und angesehen sei. Wie erstaunt war er dann, als er erfuhr, dass Poe zeit seines Lebens an Geldmangel litt.

Edgar Allan Poe (1809-1849)

Um Edgar Allan Poe in Frankreich und letztendlich auch in Europa bekannt zu machen, beschloss Baudelaire, eine fünfbändige Sammlung von Poes Erzählungen herauszugeben. Der erste Band dieser Sammlung ist nun bei DTV unter dem Titel „Unheimliche Geschichten“ erschienen. Im Original lautet der erste Band „Histoires Extraordinaires“ , also eigentlich „außergewöhnliche Geschichten“. Und in der Tat trifft der französische Titel den Inhalt des ersten Bandes besser als derjenige der deutschen Übesetzung, handelt es sich hierbei doch vor allem um eine Art Überblick über die unterschiedlichen Genres, in denen Poe tätig gewesen war.

So befinden sich darin sowohl die berühmten Kriminalgeschichten um den Privatermittler Auguste Dupin, als auch zwei von Poes genialen Satiren, aber ebenso eine Auswahl seiner unheimlichen Geschichten, wie etwa „Die Fakten im Fall M. Valdemar“. Andreas Nohl hat diese Klassiker wunderbar übersetzt. Es macht Spaß, Poe auf diese Weise neu zu entdecken.

Charles Baudelaire (1821-1867)

Der Band beinhaltet ebenfalls Schriften von Charles Baueldaire über Poe (übersetzt von Kristian Wachinger). Hierbei vor allem hervorzuheben ist der etwa dreißigseitige Überblick über Poes Leben und Werk, in dem der Dichter der „Blumen des Bösen“ nicht nur seiner Bewunderung über Poe Ausdruck verleiht, sondern viele interessante Informationen wiedergibt, wie z.B. Francis Osgoods liebevolle Erinnerung an ein Treffen mit Poe und dessen Frau.

Nicht weniger wichtig zu erwähnen, ist die wundervolle Aufmachung des Bandes. Dem DTV-Verlag ist hier ein sehr schönes Buch gelungen, das man eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch ein netter grafischer Gag ist gelungen: Auf dem Cover befindet sich die Zeichnung eines Schwans. Nimmt man den Schutzumschlag herunter, so ist auf dem Einband derselbe Schwan als Skelett abgebildet. Nein, an dieser Ausgabe gibt es nichts zu meckern. Besser hätte man Edgar Allan Poe nicht neu veröffentlichen können.

Edgar Allan Poe. Unheimliche Geschichten. Hausgegegben von Charles Baudelaire. DTV 2017, 421 Seiten, 28,00 Euro, ISBN: 978-3-423-28118-8

 

 

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zwielicht sieben„Zwielicht“ lautet das von Michael Schmidt herausgegebene Magazin, das nun bereits sieben Bände vorzuweisen hat – Band acht wird in Kürze erscheinen (Band sieben gab Michael Schmidt zusammen mit Achim Hildebrand heraus). Wie in jeder Ausgabe, so beinhaltet auch diese eine Mischung aus Kurzgeschichten, Erzählungen und Fachartikeln. Doch anders als in den früheren Ausgaben, findet der Leser hier nicht nur deutschsprachige Autoren vertreten. So ist mit Alyssa Wong eine bekannte US-amerikanische Autorin mit von der Partie und aus England stammt die stark von M. R. James beeinflusste Autorin Sheila Hodgon (1921-2002). Es gehört zur Tradition jeder Ausgabe, dass eine bisher noch nicht ins Deutsche übersetzte Geschichte von Algernon Blackwood mit aufgenommen wird. Die Auswahl traf dieses Mal die Erzählung „Der Preis von Wiggins‘ Orgie“, einer Geschichte, die für Blackwoods unterschwelliges, doch zugleich eindringliches Grauen eher untypisch ist und den Meister des Unheimlichen aus einer anderen Perspektive zeigt.

Die Geschichten der deutschsprachigen Autoren haben beinahe alle eines gemeinsam: sie zeigen einen teils bizarren, teils schwarzen Humor, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt. Besonders gelingt dies der Geschichte „Eins, zwei, drei – Turnschuh“ von Dominik Grittner, die von einem Schüler erzählt, der am liebsten ein Superheld mit drei Superkräften gewesen wäre. Dummerweise hat er darüber einen Schulaufsatz geschrieben. Und alle fragen sich nun, was wohl die dritte Supereigenschaft von Super Stevie ist, über die er sich beharrlich aussschweigt, bis … Es soll natürlich nichts verraten werden. Aber der Gag hat gesessen und mir einen lauten Lacher entlockt.

Ellen Norton berichtet in „Der Knochen“, wie der Knochen des Opas der Ich-Erzäherin plötzlich aus dem Grab schnellt und von da an für Chaos sorgt. Michael Tillmanns Kurzgeschichte „Ein so guter Mensch, man könnte kotzen …“ fand ich zunächst wenig überzeugend, da irgendwie kitschig, bis es aber zum Wendepunkt kam und die Story dadurch eine andere Dimension erhielt. Weniger mit schwarzem Humor versehen ist die Geschichte „Gulag“ von Christian Weis, in der es um einen aus einem russischen Gefangenenlager heimgekehrten Mann geht, der sich äußerst seltsam verhält. Die Geschichte ist zwar vorhersehbar, überzeugt aber dennoch durch eine düstere Atmosphäre. Bettina Ferbus beschreibt in „Radio 4“ eine etwas andere Zombiefizierung, die durchaus gelungen, da durchaus sozialkritisch ist. Daniel Huster schließlich beschreibt in „Flesh Drive USB“ einen unheimlichen Konflikt, in dem eine Frau hinter das Geheimnis ihres zweiten Mannes kommt. Eine sehr eindringliche und überaus spannende Geschichte.

Den Abschluss liefern Artikel über Bradbury, Sheila Hodgon und über Vampire. Besonders interessant ist der Text von Eric Hantsch über Martin Luserke, einem deutschen Schriftsteller und Pädagogen.

Alles in allem besteht auch die siebte Ausgabe des Magazins „Zwielicht“ aus einer ausgewogenen und durchweg unterhaltsamen Auswahl an unheimlichen Geschichten. Eine klare Leseempfehlung.

Michael Schmidt/Achim Hildebrand: Zwielicht 7. Saphir im Stahl 2015, 368 Seiten, 12,95 Euro, ISBN: 978-3-943948-48-6

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