The 80s: Arnie in Action – Filme mit Arnold Schwarzenegger von 1982 – 1987

Anfang der 80er Jahre begann die Karriere von Muskelpaket Arnold Schwarzenegger. So gut wie alle Filme, in denen er mitwirkte, waren nicht nur überaus erfolgreich, sondern prägten nachhaltig die Popkultur. Da es aus diesem Grund schwer ist, nur einen seiner Filme für die Reihe „The 80s“ herauszugreifen, gibt der folgende Beitrag einen kleinen Überblick über seine wichtigsten Filme aus den 80ern:

schwarzenegger5Ganz klar, begonnen hat Arnies Karriere als Conan im Jahr 1982. Wer heute Conan sagt, denkt sofort an Schwarzenegger im Barbarenkostüm. Wahrscheinlich hätte sogar Robert E. Howard (1906-1936) seine Freude daran gehabt und Arnold Schwarzenegger für die Rolle befürwortet. In dem Film geht es natürlich um Rache. Nachdem der Anführer des Schlangenkults Thulsa Doom Conans Dorf verwüstet hat, sinnt Conan auf Rache. „Conan“ ist von Anfang bis Ende nur eines: Ein geniales Fantasy-Abenteuer, das bis heute beeindruckt. Hervorragend natürlich auch James Earl Jones als Arnies Gegenspieler. Der Film erfuhr zwei Jahre später eine Fortsetzung, die jedoch nicht mehr ganz so erfolgreich war wie das Original.

schwarzenegger1984 hieß es einfach nur „I’ll be back!“ Und schon war damit Filmgeschichte geschrieben. In „Terminator“ spielt Arnie den eigentlichen Titelhelden, eine Kampfmaschine aus der Zukunft, die ins Jahr 1984 reist, um dort Sarah Connor, die Mutter des zukünftigen Anführers der Widerständler, die gegen die Maschinen kämpfen, umzubringen. Eine Mischung aus Zeitreise-  und Actionfilm, wobei die Action klarerweise im Vordergrund steht. James Cameron führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Schon während seiner Lehrzeit bei Roger Corman Ende der 70er Jahre hatte er die Idee zu diesem Film gehabt. 1991 kam es zum ersten Sequel des Films, in dem zum ersten Mal CGI-Effekte verwendet wurden.

schwarzenegger11987 verschlug es Arnie in „Predator“ in den südamerikanischen Dschungel. Was zunächst wie ein militärischer Auftrag für eine Gruppe Söldner beginnt, wird schon bald zum Kampf gegen einen außerirdischen Jäger. Die Story ist originell, der Film klasse. Und die Regierungen Südamerikas regten sich über „Predator“ auf, da sie sich verunklimpft vorkamen. Denn „Predator“ skizziert vor allem negative soziale Erscheinungen wie organisierte Kriminalität, Drogenkartelle oder instabile Regierungen, die im Zusammenhang mit Südamerika stehen. Und in der Realität ist es gaaaaar nicht so schlimm. Da gibt es nur das ein oder andere Beispiel. Aber egal, „Predator“ ist zu Recht ein Klassiker der 80er Jahre.

schwarzenegger4Im selben Jahr verschlug es Arnie auch in eine Spielshow der Zukunft. Das Jahr: 2017. Die Sendung: Running Man. Und so lautet dann auch der Titel des Films. Darin ist die USA zu einem totalitären Staat verkommen. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, wurde die Spielshow Running Man erfunden, in der Strafgefangene ähnlich wie Gladiatoren um ihr Leben kämpfen müssen. In diese Show gerät auch Ben Richards, der eigentlich unschuldig ist, und nun zusehen muss, wie er da wieder raus kommt. „Running Man“ ist eine gelungene Satire auf Medien, Politik und Gesellschaft. Ein Grund also für unsere FSK-Stelle, den Film zu indizieren. So etwas wie Satiren auf Politik und Gesellschaft mag man dort nämlich nicht. Erst 2014 wurde die Indizierung endlich aufgehoben. Der Film ist übrigens eine Stephen King-Adaption. Dieser schrieb den Roman allerdings unter seinem Pseudonym Richard Bachmann.

 

Golden Gate – Eine Brücke, viele Filme

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Foto von Bill Ebbesen. Quelle: Wikipedia.

In letzter Zeit musste vor allem ein Bauwerk herhalten, wenn es darum geht, es zu Kleinholz zu verarbeiten: Die Golden Gate Bridge in San Francisco. Die imposante Brücke, die 1937 fertig gestellt wurde, diente für unzählige Filme als schmückende Kulisse. Doch seit 2010 häufen sich Filme, die in San Francisco spielen und in denen daher der Brücke eine zentrale Rolle zukommt.

Frei nach dem Motto „Let’s go to San Francisco“ begeben sich Filmemacher in Zeiten der Krise in eben diese Stadt, um Produktionsgelder zu sparen.

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Eine der bekanntesten Sequenzen stammt allerdings nicht aus dem 21. Jahrhundert, sondern aus dem Jahr 1986, als Captain Kirk und seine Mannschaft mit einem geklauten Klingonenraumschiff unter der Golden Gate Bridge hindurchfliegen. Nun, so schön und eindrucksvoll die Szene auch ist, in der Realität hätte aufgrund seiner Größe das Raumschiff die Brücke wohl eher gerammt. Das Ergebnis wäre ein kolossaler Brückeneinsturz gewesen.

Ein Grund, weswegen zurzeit so viele Filme in San Francisco spielen, dürfte in den Vergünstigungen für die Produktionen seitens der Stadtverwaltung liegen, die sich dadurch mehr Touristen erhoffen. So kommt seit „Rise of The Planet of the Apes“ die Brücke immer wieder für Kampf- und Desasterszenen in Frage.

planetderaffenIn dem Reboot der „Planet der Affen“-Filme aus dem Jahr 2011, in dem es um die Hintergrundgeschichte geht, die zur Herrschaft der Affen über die Menschen führt (und sich in Ansätzen an die Hintergrundgeschichte in Pierre Boulles Roman hält), kommt es im Schlussszenario auf der Golden Gate Bridge zur Massenkeilerei zwischen Menschen und Schimpansen. Die Brücke selbst geht dabei nicht kaputt, aber immerhin werden ein paar Autos demoliert und ein Helikopter stürzt ab.

pazfiic rimIn „Pacific Rim“ (2013) zeigt eine der Anfangssequenzen ein Riesenmonster, während dieses die Brücke attackiert und zum Einsturz bringt. Von einem der überflüssigsten Filme, die je für teures Geld gedreht wurden, ist dies die einzig sehenswerte Szene. Leider droht del Toro mit einem Sequel, das wahrscheinlich genauso sinnfrei sein wird wie sein Vorgänger.

Godzilla_(2014)_posterNatürlich darf auch Godzilla in dem gleichnamigen Remake aus dem Jahr 2014 die Brücke ordentlich durchschütteln. Trotz Blockbuster-Niveau gelang es Indie-Regisseur Gareth Edwards, ein wenig den Charm des Monsters in die Postmoderne hinüberzuretten. Der übliche Vater-Sohn-Konflikt, die üblichen Dialoge, aber die Optik des Films weiß dennoch zu überzeugen.

terminatorIn dem Film „Terminator: Genesys“ (2015) darf eine Actionszene auf der Golden Gate Bridge ebenfalls nicht fehlen. Einfallsreich wie Hollywood nun einmal ist, erzählt der Film mehr oder weniger dieselbe Story wie bereits 1984. Der koreanische Schauspieler Lee Byung-Hun übernimmt die Rolle von Robert Patrick aus dem 1991er Sequel. Man darf sich also zurücklehnen und gelangweilt gähnen.

Mit Sicherheit gibt es noch eine größere Zahl an Filmen, die in den vergangenen Jahren produziert wurden und in denen die Golden Gate Bridge eine bestimmte Funktion für Action oder Zerstörung übernimmt. Auffallend ist außerdem, dass die Winkel, in denen die Brücke in den verschiedenen Filmen aufgenommen wurde, sich beinahe aufs Haar gleichen. Wahrscheinlich lässt sich dies auf eine Absprache mit der Stadtbehörde zurückführen, die natürlich das Wahrzeichen von San Francisco so vorteilhaft wie möglich abgelichtet haben möchte. – Die Stadt kann froh sein, dass sie die Brücke nicht jedes Mal neu bauen muss.