500 Mal FILM und BUCH: Die erfolgreichsten Filme der Filmgeschichte

FILM und BUCH kommt aus der Feierlaune gar nicht mehr raus. Nicht nur 5 Jahre alt,  sondern nun auch noch der 500. Beitrag :) . Daher muss natürlich etwas Besonderes her. Daher dachten wir, ein Special unserer Jubiläumsreihe „FuBs Double Feature“ zu bringen. Ihr wisst ja, mit dem „Double Feature“ geht es mit je zwei Filmen durch die Filmgeschichte. Angefangen von 1900 bis in unsere Gegenwart. Im Special möchten wir euch die erfolgreichsten Filme der Filmgeschichte präsentieren. Aus welchem Grund auch immer, gibt es keine Daten für die Jahre 1910 bis 1920, daher beginnen wir mit den Goldenen Zwanzigern:

Der erfolgreichste Film der 20er …

… war „Ben Hur“ aus dem Jahr 1925. Den Film erwähnten wir bereits in unserem „Double Feature“. Obwohl „Ben Hur“ ein enormer Erfolg wurde, waren zunächst die hohen Kosten, die vor allem dadurch entstanden, dass die Produktion aufgrund von diversen Streitigkeiten zwischen Produzenten und Regisseuren in die Länge gezogen wurde, höher als der Gewinn. Erst bei der Wiederaufführung in den 30er Jahren machte der Film Gewinn. Bis heute gilt „Ben Hur“ als Vorbild für so ziemlich alle späteren Actionfilme, sogar die „Fast and Furious“-Filme nehmen immer wieder Bezug darauf. Also nicht nur ein Klassiker, sondern zugleich ein Film, der bis heute das Filmschaffen beeinflusst.

Der erfolgreichtse Film der 30er …

… war „Vom Winde verweht“ aus dem Jahr 1939. In jenem Jahr schmelzte das weibliche Publikum einfach nur so dahin, wenn Rhett Butler als sexiest Man Scarlett O’Hara in die Arme schließt. „Morgen ist auch noch ein Tag“ gilt bis heute zu den bekanntesten Filmzitaten, doch in Wahrheit waren es die aufwendigen Massenszenen und die verschwenderischen Kulissen und Kostüme, die den Film damals zu etwas Einzigartigem machten. 1940 wurde der Aufwand mit acht Oscars belohnt, wobei Clark Gable leer ausging. Ein größeres Geschäft machte in den 30ern kein anderer Film. Den Kosten von fast 4 Millionen Dollar standen ein Einspielergebnis von 350 Millionen Dollar gegenüber.

Der erfolgreichste Film der 40er …

… war „Bambi“ aus dem Jahr 1942. Es war der fünfte Trickfilm der Disney Studios in Spielfilmlänge und eine Adaption des gleichnamigen Buches von Felix Salten. Wahrscheinlich ist dies der einzige Film von Disney, der sich sehr realistisch gibt und noch dazu für einen Schock unter den Zuschauern sorgte, als Bambi seine Mutter verliert. Dafür sorgen Bambis Freunde wie der Hase Klopfer und das Stinktier Blume wieder für etwas mehr Spaß, auch wenn der Film letztendlich eine grundlegende düstere Atmosphäre besitzt. Vom American Film Institute wurde „Bambi“ auf Platz drei der wichtigsten Animationsfilme gesetzt.

Der erfolgreichste Film der 50er …

… war „Die zehn Gebote“ aus dem Jahr 1956. Für Charlton Heston war dies der Film, der seine spätere Karriere ebnete. Als Moses sorgt er in dem Film für jede Menge Spezialeffekte, von denen der damals aufwendigste die Teilung des Roten Meeres war. „Die zehn Gebote“ war das Remake des gleichnamigen Stummfilms aus dem Jahr 1923. Damals führte ebenfalls Cecil B. DeMille Regie. Sein Wunsch war es immer gewesen, die Handlung nochmals als Ton- und Farbfilm umzusetzen. 13 Millionen Dollar kostete das Epos und führte zu einem Einspielergebnis von 122 Millionen Dollar. Hestons Gegenspieler war niemand anderer als Yul Brunner, der als Pharao eine düster-sinnliche Performance ablieferte.

Der erfolgreichste Film der 60er …

… war „The Sound of Music“ aus dem Jahr 1965. Regie führte bei der Mischung aus Drama und Musical der bekannte Regisseur Robert Wise. Zwei Jahre zuvor drehte er mit „The Haunting“ einen der berühmtesten Horrorfilme und 1979 war er für den ersten „Star Trek“-Film verantwortlich. „The Sound of Music“ erzählt von Maria, die durch ihren Hang zur Musik wieder Leben in die Bude der Familie Trapp bringt, die vom strengen Vater dominiert wird. Schließlich kann auch Kapitän von Trapp nicht mehr länger an sich halten, doch ob es dann auch ein Happy End gibt, wird hier nicht verraten. Manche halten „The Sound of Music“ für puren Kitsch. Sehenswert ist der Film auf jeden Fall.

Der erfolgreichste Film der 70er …

… war „Star Wars“ aus dem Jahr 1978. Irgendwann soll George Lucas mal gesagt haben, dass er „Star Wars“ als eine Kritk am Vietnamkrieg betrachtet. Nun, viel ist davon nicht zu erkennen, auf jeden Fall aber definierte Lucas den Begriff Atemgerät neu. Beeinflusst von den „Sternenkrieger“-Romanen des SF-Autors Edmond Hamilton aus den 40er Jahren, schuf Lucas einen bis dahin noch nie dagewesenen SF-Abenteuer-Film, dessen Erfolg und Einfluss bis heute anhält. Außer Harrison Ford allerdings machte keiner der Darsteller wesentlich Karriere. Und die Einnahmen versüßten George Lucas‘ Nervenzusammenbruch, den er während des Drehs gehabt haben soll. Obwohl „Star Wars“ ein ganzes Genre neu definierte, halten die meisten Zuschauer „Das Imperium schlägt zurück“ (1982) für den besten der „Star Wars“-Filme.

Der erfolgreichste Film der 80er …

… war „E. T. – Der Außerirdische“ aus dem Jahr 1982. Es war der zweite Riesenerfolg von Regisseur Steven Spielberg und begründete letztendlich auch seinen Ruhm als der Regisseur Hollywoods. Nachdem „Alien“ Ende der 70er das Bild des Außerirdischen nochmals kräftig ins negative geschubst hatte, nutzte Spielberg die Andersartigkeit als Knuddeleffekt. Auf diese Weise war der Außerirdische nicht mehr Täter, sondern Opfer. Der Film beinhaltete ebenfalls eine gehörige Portion an Wissenschaftskritik und zeigte auch, wie man den Fieberthermometer beeinflussen kann, wenn man nicht zur Schule gehen möchte. Das Aussehen E. T.s entwarf der italienische Maskenbildner Carlo Rambaldi, der seit den 60er Jahren im Geschäft war und davor bereits mit Größen wie Mario Bava zusammengearbeitet hatte.

Der erfolgreichste Film der 90er …

… war „Titanic“ aus dem Jahr 1997. In jenem Jahr hatte es nochmals gehörig Blubb gemacht, als das als unsinkbar bezeichnete Schiff mal wieder gegen einen Eisberg knallte. Dies verbunden mit einer romantischen Liebesgeschichte und einem Fiesling, der sich auch an Bord befindet, sorgte für ein Einspielergebnis von fast 3 Milliarden Dollar. Im Gegensatz zur UFA-Produktion aus dem Jahr 1943, geht das Schiff nicht mehr als Model unter, sondern als CGI-Variante. Regisseur Cameron, der seine ersten Erfahrungen bei Roger Corman sammelte, wurde dadurch zu einem der erfolgreichsten Regisseure, dem die Produzenten gerne auch ein größeren Budget anvertrauten. Dies sollte sich im folgenden Jahrzehnt noch einmal bezahlt machen.

Der erfolgreichste Film der 2000er …

… war „Avatar“ aus dem Jahr 2009. Die Idee des Films geht zurück auf das Jahr 1995, als Cameron bereits einen Teil des Drehbuchs geschrieben hatte. Doch war damals die Umsetzbarkeit nicht möglich. Erst durch die Weiterentwicklung der sog. Computer generierten Effekte gelang es, diesen fast vollständig Computer generierten Film zu drehen. Dieses Mal hatte Cameron ein Budget von 300 Millionen Dollar zur Verfügung. Und wieder sollten es die Produzenten nicht bereuen. Irgendwo zwischen Kitsch und SF-Abenteuer, wurde „Avatar“ die wohl teuerste und erfolgreichste Kapitalismuskritik der Filmgeschichte.

Der bisher erfolgreichste Film der 2010er …

… ist „Star Wars 7“. Allerdings ist das Jahrzehnt noch nicht vorbei, sodass man noch kein endgültiges Urteil fällen kann. Auch wenn der Film wie ein Remake des Originalfilms wirkt und kaum neue Ideen hervorbrachte, so lockte der Film dennoch die meisten Zuschauer in die Kinos. Die Frage ist natürlich, wie die nächsten beiden Filme abschneiden werden. In diesem Jahr ging die Anzahl der Kinobesucher deutlich zurück und befindet sich wieder im Quasi-Krisenzeitmodus. Anscheinend sind die Streaming-Dienste eine doch größere Konkurrenz zum Kino als gedacht. Doch unabhängig davon, wer der erfolgreichste Film in diesem Jahrzehnt sein wird, erfahren wir spätestens in drei Jahren …

Rogue One – Zwischen Kriegsfilm und Science Fiction-Abenteuer

rogueoneWas passierte eigentlich kurz vor der Raumschlacht, mit der Star Wars IV beginnt? Dieser Frage nahm sich Regisseur Gareth Edwards an und schuf dabei einen Film, der irgendwo zwischen Kriegsfilm und klassischem SF-Abenteuer anzusiedeln ist.

Und dennoch ist „Rogue One“, so der Titel des Star Wars-Interludiums, nicht zu vergleichen mit den bisherigen Filmen. Edwards verleiht der Handlung, in der es darum geht, wie eine Einheit der Rebellen die Pläne des Todessterns stielt, einen düsteren Touch, in dem Gags nichts zu suchen haben. Für diese ist allein der umprogrammierte Imperial-Droide verantwortlich. Somit wirkt das neueste Abenteuer überraschend ernst.

Und dennoch findet man eine interessante Übereinstimmung in der Machart mit dem Klassiker aus dem Jahr 1978. Hatte sich bereits George Lucas für die Raumschlachten von den Luftschlachten des Zweiten Weltkriegs beeinflussen lassen, so übernimmt Edwards aktuelle Kriegsreportagen als Basis für die gespielten Kampfhandlungen. Dies gelingt ihm sehr überzeugend und dies verleiht dem Film eben auch den oben genannten düsteren und ernsten Touch. Im Kontrast dazu wirken C-3PO und R2 D2, die in einer Einstellung kurz am rechten Bildrand zu sehen sind. Denn hier schimmert der klassische Star Wars-Charakter durch, in dem mit viel Witz das Böse bekämpft wurde.

Bevor ich „Rogue One“ gesehen habe, mochte ich Regisseur Gareth Edwards eigentlich nicht. Er kam mir stets vor wie jemand, der nicht weiß, was er will. Auf diese Weise wirkt sein Debut „Monsters“ und nicht weniger sein zu ernst geratener „Godzilla“. „Rogue One“ steht jedoch im vollen Gegensatz dazu. Denn hier wird offensichtlich, dass Edwards wusste, was er wollte. Recht gewitzt ist hierbei gleich am Anfang die Einstellung, in der er Mads Mikkelsen als Galen Erso nochmals wie Michael Kohlhaas erscheinen lässt – und es gibt ja auch charakterlich eine Übereinstimmung, denn beide Figuren, die Mikkelsen darstellt, wollen sich rächen. Ebenfalls hervorragend ist, wie es Edwards gelingt, den Stil des Films im Laufe des Finales immer mehr dem Stil des ersten Star Wars-Abenteuers anzugleichen. Es bleibt zwar bei der Ernsthaftigkeit, und wenn Darth Vader sein Lichtschwert schwingt, so wirkt dies überaus brutal, doch in Sachen Beleuchtung, Kulissen bis hin natürlich zu den Kostümen, gleitet „Rogue One“ elegant über in den Beginn von „Star Wars IV“.

Obwohl die Figuren nicht die Klasse besitzen, wie diejenigen der Star Wars-Filme von George Lucas, so geben sie dann doch ein recht interessantes Team ab, wobei vor allem der Jedi Chirrut Imwe überzeugt, der rotz seiner Blindheit hervorragend kämpfen kann. Was ich schade fand, ist, dass dieses weiße Pelzmonster, das in zwei Einstellungen im Hintergrund zu sehen ist, nicht mit von der Partie war. Wahrscheinlich aber hätte die Figur für mehr Humor gesorgt und den wollte Edwards ja größtenteils vermeiden.

Doch unabhägig vom persönlichen Monstergeschmack: „Rogue One“ ist großartige Unterhaltung, vermeidet Längen und bringt Action mit einer spannenden Handlung in Verbindung. Nicht zu vergessen die Optik des Ganzen, denn diese ist ungeheuer gut.

Star Crash oder Star Wars war gestern

starcrashDer Erfolg von „Star Wars“ brachte die italienische Filmindustrie dazu, George Lucas zu zeigen, wo der Hammer hängt. Und schon war „Star Crash“ geboren.

Der Film, der interessanterweise seine Premiere in Deutschland feierte, bevor er ein Monat später in Italien uraufgeführt wurde, handelt von der Schmugglerin Stellar Star, die zusammen mit ihrem Kompagnon Akton den Weltraum unsicher macht. Doch dann werden beide vom galaktischen Imperator gefangen genommen. Erst nachdem sie zugestimmt haben, ihm bei der Suche nach seinem verschollenen Sohn zu helfen, kommen beide wieder frei und geraten von einem Abenteuer ins nächste.

Regie führte bei diesem Trash-Meisterwerk Luigi Cozzi, der zusammen mit Dario Argento das Drehbuch für den Film „Vier Fliegen auf grauem Samt“ geschrieben hat. Im Vorspann nannte er sich vorsichtshalber Lewis Coates. Natürlich nur, damit die Amis glaubten, dass „Star Crash“ ein Landsmann von ihnen gedreht hat, was bis in die 80er Jahre bei italienischen Trash-Filmen üblich gewesen war. Doch die eigentliche Frage lautet doch, ob „Star Crash“ nun besser als „Star Wars“ ist und die Antwort ist ein eindeutiges Ja.

Während sich George Lucas in Sachen Perfektion übte, übte sich Cozzi darin, die physikalischen Gesetze für Null und Nichtig zu erklären. Das bedeutet, wenn das Fenster in einem Raumschiff kaputt geht, passiert in dem Raumschiff nichts. Aber das ist eigentlich nur Nebensache. Hauptsache ist Trash-Ikone Caroline Munroe, die stets im tief ausgeschnittenen Weltraumkostüm zu sehen ist. Ihr zur  Seite stehen The Hoff in einer seiner ersten Rollen und Joe Spinell, der ein Jahr später mit dem Psychothriller „Maniac“ Filmgeschichte schrieb. Als Imperator ist Hollywood-Ikone Christopher Plummer zu sehen, der damals vor allem eines brauchte: Geld.

Luigi Cozzi behauptete später, dass die ersten Arbeiten zu „Star Crash“ beinahe ein Jahr vor „Star Wars“ begonnen hätten. Dabei verzettelte er sich allerdings mit den Jahreszahlen. Denn „Star Wars“ kam 1977 in die Kinos, die Produktion von „Star Crash“ begann 1977. Das heißt, dass Cozzi oder die Produzenten des Films, die auch ein Büro in Hollywood besaßen, von George Lucas‘ Film wussten und das deswegen „Star Crash“ grünes Licht bekam, vorausgesetzt natürlich, dass die Produktion begann, bevor „Star Wars“ in die Kinos kam. Wie dem auch sei, Cozzis Film ist auf jeden Fall ein Klassiker des Trash-Kinos.

Star Crash. Regie: Luigi Cozzi, Drehbuch: Luigi Cozzi, Nat Wachsberger, Produktion: Nat Wachsberger, Darsteller: Caroline Munroe, Joe Spinell, David Hasselhoff, Christopher Plummer. Italien 1978, 97 Min.

 

Star Wars VII – Und?

starwarsJ. J. Abrams wird anscheinend zurzeit gerne dazu benutzt, um Produkte so zu gestalten, dass sie exakt in die Form passen, die von den Produzenten vorgegeben wird. Abrams daher als Visionär zu bezeichnen, ist eher lächerlich. Viel eher ist er in Hollywood jemand, der nicht aneckt, und genau solche Leute hat man dort gerne.

So ist auch aus „Star Wars VII“ genau das geworden, was man von Abrams erwartet: Ein Film, der nicht aneckt. Denn ihm gelingt das, was sich der Konzern Walt Disney erhofft hat: Ein Star Wars-Film, der den Stil der drei Klassiker wieder aufleben lässt. Dies gelang den drei verkorksten Prequels nicht. Während der Produktion ließ Abrams verlautbaren, dass Teil sieben wieder so sein wird wie die Originalfilme. In einer Randbemerkung fügte er hinzu, dass er in der Wüste das Skelett von Jar Jar Binks zeigen würde, der Figur, welche die Fans wohl am meisten genervt hat. Vielleicht hat er es getan, bei der ersten Sichtung haben wir es jedenfalls nicht entdeckt.

Über die Handlung von Abrams‘ Star Wars-Version muss man nicht mehr viel sagen. Folgt man den Kritiken im Internet, so halten sich Begeisterung und Ärger die Waage. Die einen finde es gut, dass Abrams dem Film den Charme der Klassiker verliehen hat, die anderen finden, dass die Handlung zu sehr dem „Krieg der Sterne“ aus dem Jahr 1977 ähnelt.

In der Tat hat man sich für „Star Wars 7“ kein Bein abgebrochen, was die Story betrifft. Diese ist mehr Remake als Sequel. Alles, was der Film zeigt, gab es bereits in den früheren Filmen. Es wird nichts Neues ausprobiert, es kommt zu keinen Überraschungen und während des Finales wird der Film schlicht und ergreifend langweilig, da er zu sehr alles andere kopiert.

„Star Wars 7“ ist ein Beispiel dafür, woran Hollywood zurzeit krankt: an Ideenlosigkeit, an der Angst vor dem Risiko, an dem Glauben, alles zu vereinheitlichen, da man nur so Geld machen kann. Hollywood hat sozusagen den Fordismus auf die Filmwirtschaft übertragen. Jeder Arbeitschritt ist der gleiche und das fertig gestellte Produkt darf sich von allen anderen Produkten nicht unterscheiden. Die großen Studios haben es geschafft, die Frage, ob Film Kunst oder eine bloße Ware ist, für sich beantwortet. Leider.

Star Wars geht weiter – Die Hollywoodkrise auch

hollywoodBereits der erste Trailer von Star Wars VII ließ die Herzen der Fans höher schlagen. Umso größer wurde die Euphorie, als vergangene Woche ein weiteres Appetithäppchen in Umlauf gebracht wurde. Liest man in diversen Foren, so zeigt sich, dass die Mehrheit mit den ersten Eindrücken zufrieden ist, scheint sich doch das Sequel in Sachen Aufmachung an den Klassikern sehr zu orientieren.

Eines ist sicher, die Kosten von 200 Millionen Dollar werden die Walt Disney Studios ab Mitte Dezember garantiert innerhalb kürzester Zeit wieder einnehmen. J. J. Abrams, der bereits Star Trek durch zwei Prequels wiederbelebte, hat nun auch Star Wars in gewisser Weise reanimiert. In gewisser Weise deshalb, da Star Wars ja nie richtig „weg vom Fenster“ gewesen ist.

Zugleich verdeutlicht die groß angelegte Werbekampagne allzu genau, dass die Krise in Hollywood weitergeht. Man setzt auf Altbekanntes. Statt neuer Ideen und statt einen Schritt in die Originalität zu wagen, klammern sich Hollywoodproduzenten – und mit ihnen auch die Regisseure – an bekannten Storys und Figuren fest, um ja kein Geld zu verlieren. Mit einer Neuauflage von Star Wars geht man garantiert kein Risiko ein, es sei denn, man ist völlig auf den Kopf gefallen.

So bleibt auch dieses Jahr einmal mehr den Sequels und Remakes überlassen. Obwohl manche Kritiker in veränderten Erzählstrukturen mancher Hollywoodfilme doch eine ästhtetische Neuausrichtung sehen, bleibt der Großteil dem Ewiggleichen überlassen. So müssen sich die Big Six nicht wundern, wenn auch dieses Jahr die Anzahl der Ticketverkäufe zurückgehen wird. Wahrscheinlich werden sie dies wieder auf Filmpiraterie zurückführen, wie in so vielen Berichten, die in den letzten paar Jahren von der MPAA (Motion Picture Association of America) herausgegeben wurden. In der Tat aber liegt es an den Filmen selbst, dass sich immer mehr potentielle Zuschauer entscheiden, diese lieber zuhause anzusehen, als dafür überteuerte Preise für 3D-Vorstellungen zu zahlen.