Carl Dennings Horrorthriller – Nur eines ist sicher: Ihr werdet euch fürchten

Seit drei Jahren lehrt Horrorautor Carl Denning seinen Lesern das Fürchten. Bisher sind fünf Romane erschienen:

TodesstationCover11Todesstation:

Die Besatzung einer abgelegenen Forschungsstation in den Alpen macht eine seltsame Entdeckung: Bei einem Zwischenfall wird der Eingang einer Höhle freigelegt, in der sich prähistorische Felszeichnungen befinden. Manche von ihnen wirken äußerst bizarr. Die junge Archäologin Joan Jansen soll die Bilder untersuchen. Doch sie steht selbst vor einem Rätsel. Solche Bilder hat sie bisher noch nirgendwo gesehen. Die Situation wird noch merkwürdiger, als die Forscher mit unheimlichen Ereignissen konfrontiert werden, die sich von Mal zu Mal intensivieren. Als es schließlich zu einem schrecklichen Todesfall kommt, gerät die Lage zunehmend außer Kontrolle …

CoverDasBoese

 

Das Böse:

Das Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

CoverAngst

 

Angst:

Das alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

Blutige Schatten Cover

 

Blutige Schatten:

Ein Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

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Darkmoore:

Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

 

Gänsehaut für den Sommer

Blutige Schatten CoverEin Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

CoverDasBoeseDas Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

CoverAngstDas alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

DarkmooreCoverNeu-Seite001Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

Der unheimliche Gast (The Uninvited)

unheimliche gastFast 20 Jahre vor dem Horrorklassiker „The Haunting“ („Bis das Blut gefriert“), sorgte ein anderer Spukhausfilm für Furore. Es handelt sich dabei um den ebenfalls als Genreklassiker bezeichneten „Der unheimliche Gast“, in dem Ray Milland („Der Mann mit den Röntgenaugen“) die Hauptrolle spielte.

Milland spielt darin den jungen Musikjournalisten Rick Fitzgerald, der zusammen mit seiner Schwester Pamela bei einem ihrer gemeinsamen Ausflüge zu einem verlassenen Haus kommt. Das Haus steht direkt an einer Klippe. Pamela gefällt das Gebäude so sehr, dass sie es unbedingt kaufen möchte. Gesagt, getan. Wenige Tage später sind beide stolze Besitzer von Windward House. Doch schon während ihres Einzuges machen sich sonderbare Dinge bemerkbar. Der Hund weigert sich, ins Obergeschoss zu kommen. In einem der Zimmer herrscht ständig eine Eiseskälte. Doch das ist erst der Anfang. Denn kaum haben sich beide einigermaßen eingelebt, als nachts unheimliche Geräusche durch das Gebäude hallen. Rick und Pamela sind immer mehr davon überzeugt, dass es in dem Haus spukt …

Man wäre beinahe geneigt, „Der unheimliche Gast“ als romantisch zu bezeichnen. Doch nur zu Anfang. Ähnlich wie bei einer Geschichte von Daphne du Maurier entwickelt sich aus der recht harmlos erscheinenden Handlung eine immer dichter werdende Gruselstory. Es geht um Mord, Ehebruch und eine lesbische Liebesbeziehung. Regisseur Lewis Allan, der mit diesem Film damals sein Debüt feierte, zeigt sich dabei als ein Könner in Sachen Spannungsaufbau und Gruseleffekten. Die Geräusche, die nachts durch das Haus hallen, haben es in sich und befinden sich, was ihre Qualität anbelangt, auf demselben Niveau wie die Soundeffekte in „The Haunting“ aus dem Jahr 1963. Die Wirkung wird dadurch verstärkt, da das erste Spukgeräusch völlig unerwartet in Erscheinung tritt. Es bildet quasi einen konkreten Wendepunkt, ab dem der Film sich immer mehr in einen Horrorfilm transformiert. Lewis Allan verleiht seinem Erstlingswerk durch die schwungvollen und durchaus witzigen Dialoge einen zusätzlichen Charme. Besonders der von Rick Fitzgerald geäußerte Schlusssatz des Films ist ein echter Knaller.

Für Liebhaber von Geisterhausfilmen ist „Der unheimliche Gast“ eine schöne (Wieder-)Entdeckung. In den 80ern lief der Film gelegentlich in den dritten Programmen. Seitdem aber wurde er nicht mehr gezeigt. Die Veröffentlichung auf DVD ist daher eine wahre Freude für jeden, der sich gerne gruselt.

Der unheimliche Gast (The Uninvited), Regie: Lewis Allen, Drehbuch: Frank Partos, Dodie Smith, Produktion: Charles Breckett, Darsteller: Ray Milland, Ruth Hussey, Donald Crisp, Cornelia Otis Skinner, Alan Napie, USA 1944, Laufzeit: 99 Min.

Die Klunkerecke: Das Geheimnis des schreienden Schädels

skullWeil Schauspieler Alex Nicols nie die Rollen bekam, die er eigentlich spielen wollte, fasste er eines Tages den Entschluss, einen eigenen Film zu drehen. In „The screaming Skull“ (1958) spielte er den geistig zurückgebliebenen Gärtner Mickey, der sich um ein leer stehendes Anwesen kümmert.

Das Haus gehört Eric Whitlock, der zusammen mit seiner zweiten Frau Jenni darin leben möchte. Seine erste Frau Marianne starb bei einem rätselhaften Unfall. Eric hat seit dem Tod seiner ersten Frau das Haus nicht mehr betreten, doch nun möchte er die Vergangenheit vergessen und zusammen mit Jenni ein neues Leben beginnen. Doch bereits in der ersten Nacht geschehen seltsame Dinge. Jenni vernimmt seltsame Laute. Noch schlimmer wird es, als sie über Nacht in dem Haus alleine ist. Während Eric glaubt, Jenni leide unter Wahnvorstellungen, spitzt sich die Lage mehr und mehr zu.

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Regisseur Alex Nicols als Gerätner Mickey.

Die Handlung klingt nicht nur spannend, sie ist es auch. Und hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt: Alex Nicols hatte für sein Debüt zwar so gut wie kein Budget zur Verfügung, doch machte er das Beste aus dem, was er hatte.

Die Aufnahmen des leer stehenden Hauses sind so gewählt, dass das Gebäude als Ganzes nie zu sehen ist. Immer bekommt der Zuschauer nur einen Teil der Fassade zu Gesicht, dabei sind die Kameraeinstellungen so gewählt, dass das Gebäude eine durchaus rätselhafte und latent unheimliche Ausstrahlung vermittelt. Das Gebäude erhält dadurch eine Art lebendigen Charakter, so als wolle es sich verstecken, als lauere es auf seine nächsten Opfer.

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Jenni am Grab von Erics erster Frau Marianne.

Interessant sind hierbei die beiden Pfauen, die durch den Garten des Hauses stolzieren und der Atmosphäre den Hauch einer klassischen Gespenstergeschichte verleihen. Man könnte meinen, dass Nicols mit seinem Film „The screaming Skull“ eine Adaption der berühmten gleichnamigen Gruselgeschichte von Marion Crawford im Sinn hatte, doch bestreitete er dies in einem Interview. Viel eher orientiert er sich, was den Spannungsaufbau und die ersten Spukerscheinungen betrifft an „Der unheimliche Gast“ (1944). Beide beginnen mit plötzlichen seltsamen Lauten, die mitten durch die Nacht hallen.

skull3Wie bereits angedeutet, machte Alex Nicols aus der Not eine Tugend. Das Geld für den Film war knapp, eine richtige Ausstattung daher zu teuer. Tatsächlich sind die Wände in dem Haus kahl, es gibt lediglich ein Bett und hin und wieder ist auch ein Stuhl zu sehen. Eric erklärt diesen Umstand Jenni, dass Marianne und er nie Wert auf irgendwelche Möbel gelegt haben, aber dass sie dies nun sicherlich ändern werden.

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Jenni hört seltsame Geräusche.

Und dann gibt es noch ein Porträt von Marianne, das einen seltsamen lebendigen Eindruck vermittelt. Jenni ist mehr und mehr davon überzeugt, dass Erics erste Frau durch das Haus spukt. Die Gruselszenen sind recht gut gemacht, vermitteln eine gewisse Dichte, sind spannend und spielen ansatzweise mit Licht und Schatten. In der Tat wurde der Film damals als absolutes Gruselereignis vermarktet. So beginnt der Film auch nicht mit dem eigentlichen Vorspann, sondern mit einem Vorwort, in dem der Erzähler den Zuschauern mitteilt, dass der Film so unheimlich ist, dass man vor Angst sterben könnte. Daher wurde ein kostenloses Begräbnis garantiert, wenn ein solcher Fall eintreten sollte.

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Auch Eric lauscht …

Diese Idee ist im Grunde genommen weniger originell, als sie zunächst wirkt. Bereits in den 30er Jahren warben Produktionsfirmen dafür, die Kosten für ein Begräbnis zu übernehmen, falls ein Zuschauer vor Angst sterben sollte.

Hauptakteur in dem Film, und hier kommen wir eindeutig zum trashigen Teil des Werks, ist ein Totenschädel, den Jenni in einem Schrank findet. Dass dieser aus Gummi ist, merkt man spätestens dann, wenn er wie ein Ball über den Boden hüpft. Im Finale schließlich schwebt ein eingeblendeter Riesentotenschädel durch den Garten, auf der Jagd nach seinen Opfern.

Gut, diese Szenen machen zwar Spaß, aber verderben gleichzeitig die klassische Gruselatmosphäre des bisherigen Films. Gut gelungen dagegen ist das Auftauchen des echten Geistes, dem Jenni unerwartet im Gewächshaus begegnet. Dieser schemenhafte Schrecken ist einfach, aber sehr wirkungsvoll in Szene gesetzt.

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Look, who’s back …

„The screaming Skull“ dauert etwas mehr als eine Stunde und nutzt ingesamt jede Sekunde für den Spannungsaufbau. Die Geschichte schreitet schnell voran, Durchhänger gibt es keine, und Nicols und sein Team waren anscheinend voll bei der Sache. Diese Motivation merkt man dem Film an, sodass der Spaß des Teams auf den Zuschauer übertragen wird. In Deutschland lief der Film unter dem Titel „Das Geheimnis des schreienden Schädels“ in den Kinos, geriet aber dann schnell in Vergessenheit. In den USA dagegen ist der Film Horrorfans noch immer bekannt.

 

 

 

Die Frau in Schwarz 2 oder Hammer-Studios auf Sequeljagd

frau in schwarz 2Fortsetzungsfilme haben immer ein Problem. Sie stehen im Schatten ihres Vorgängers. Besonders schwer hatte es das Sequel zu dem viel gelobten „Die Frau in Schwarz“. Das Original ist ein gut gemachter Geisterhausfilm, der nochmals die gesamte Bandbreite der Ästhetik der Hammer Studios ins Leben ruft. Und Teil 2? Die bisherigen Kritiken gehen weit auseinander.

In dem Sequel steht erneut das unheimliche Haus im Mittelpunkt. Man schreibt das Jahr 1941. Eine Gruppe Waisenkinder wird aus London gebracht, um in dem Haus dem Alltag des Krieges zu entkommen. Unter den Kindern ist auch Edward, der seit dem Tod seiner Eltern kein Wort mehr gesprochen hat. Während es in dem Haus zu immer mehr unheimlichen Zwischenfällen kommt, gerät Edward zunehmend in den Bann der Frau in Schwarz.

Was die Kulissen und die Atmosphäre betrifft, so zieht der Film erneut alle Register der Hammer-Ästhetik. Das herrlich unheimliche Haus, die schiefen Bäume, alles in sehr düsteren, fast schon bedrückenden Farben gehalten. Licht ist in „Die Frau in Schwarz 2“ überhaupt Mangelware. Sehr viele Szenen sind extrem dunkel gehalten, vielleicht sogar etwas zu dunkel, was den Aktionen im Film gelegentlich nicht gerade gut tut. Dennoch bemüht sich Tom Harper um eine sorgfältige Inszenierung, in denen vor allem die langsamen Kamerafahrten hervorstechen, welche für eine gewisse Anspannung sorgen. Um den Film einen leicht anderen Touch als seinem Vorgänger zu verleihen, setzte man hier mehr auf Schockeffekte.

Das eindeutige Problem an dem Film ist die Hintergrundgeschichte. Es wird nicht versucht, dem unheimlichen Drama einen interessanten Zusatz zu verleihen, der auch Zuschauer verblüfft, die den Originalfilm kennen. Im Gegenteil, man klammert sich an die Vorlage fest und gibt sie genauso wieder wie bekannt, was dazu führt, dass die Suche nach der Auflösung des Geheimnisses um das Haus überflüssig wird. Wieso nicht versucht wurde, diese Story weiterzuspinnen, ihr ein paar neue Aspekte zu verleihen, bleibt rätselhaft. Denn der Film verliert dadurch eindeutig an Spannung.

Dennoch hat Teil 2 ein paar schön schaurige Szenen vorzuweisen. Besonders diejenige, in der sich die Erzieherin Eve am nebligen Strand wieder findet, wobei das Heulen der Geister um sie herum tobt, ist ein sehr schönes Beispiel klassischen Grusels. Insgesamt aber reicht Teil 2 nicht an den Originalfilm heran.