Die Nebelkrähe – Auf Spurensuche im London der 20er Jahre

Nach seinem erfolgreichen Debut „Sieben Lichter“, in dem es um einen recht sonderbaren Kriminalfall auf hoher See geht, erscheint mit „Die Nebelkrähe“ nun der zweite Roman von Alexander Pechmann.

Es geht um den jungen Kriegsveteranen und Mathematikstudenten Peter Vane, der von einer sonderbaren Stimme heimgesucht wird, die ihm immer wieder den Namen Liliy zuflüstert. Seit dem spurlosen Verschwinden seines Kameraden Finley, lässt Vane eine Sache nicht mehr los: Wer ist das junge Mädchen auf dem Foto, das ihm Finley geschenkt hat? Vane, der nicht an das Übernatürliche glaubt, begibt sich auf der Suche nach Antworten in sonderbare spirtitistische Kreise …

Wer bereits „Sieben Lichter“ verschlungen hat, der wird bei „Die Nebelkrähe“ noch mehr begeistert sein. Dies liegt nicht nur an dem wunderbaren Schreibstil, sondern auch an der Geschichte selbst, die mysteriös, spannend und zugleich mit einem herrlichen Witz garniert ist. Sofort zieht einem die Geschichte um Peter Vane in den Bann. Unvermittelt gerät er an Personen, die alle irgendetwas mit Oscar Wilde zu tun haben. Doch sind es Betrüger? Halten Vane alle zum Narren? Oder ist alles echt, was er erlebt?

Der Roman lässt den Leser miträtseln, was den Unterhaltungswert von „Die Nebelkrähe“ noch zusätzlich steigert. Hinzu kommt, dass es alle Personen, die in dem Roman auftreten, tatsächlich gelebt haben. Angefangen von Dorothy Wilde bis hin zu einer Opium süchtigen Prinzessin – und nicht zu vergessen den außergewöhnlichen Papagei. All das macht den neuen Roman von Alexander Pechmann zu einem echten Lesevergnügen. Kurz: Eine gelungene Mischung aus Mystery, Krimi und historischem Roman.

Alexander Pechmann: Die Nebelkrähe. Steidl Verlag 2019, 173 Seiten, 18,00 Euro