The Chosen: Forbidden Cave – K-Horror einmal wieder besser

thechosenVergangenes Jahr hatte der koreanische Horrorfilm seinen Tiefpunkt erreicht. „The Tunnel“ dürfte als die wohl dämlichste Produktion in die koreanische Filmgeschichte eingehen. Dieses Jahr zeigte sich K-Horror wieder von seiner besseren Seite.

„The Chosen: Forbidden Cave“ ist eine Adaption eines koreanischen Horrorromans, in dem es um eine geheimnisvolle Höhle geht, in der eine Riesenschlange hausen soll. Regisseur Kim Whee nahm sich dieses Romans an. Kim ist einer der wenigen Horrorregisseure, der kein unbeschriebenes Blatt ist. Bereits als Drehbuchautor machte er sich einen Namen. Auf sein Konto gehen der erste koreanische Katastrophenfilm „Haeundae“ und der vortreffliche Thriller „Midnight FM“.

In „The Chosen: Forbidden Cave“ geht es um den Parapsychologen Jin Myung, der zusammen mit seinem männlichen Medium Ji-Kwang an einen äußerst mysteriösen Fall gerät. Eine allein erziehende Mutter möchte von ihm behandelt werden, da sie glaubt, von einer Hexe verfolgt zu werden. Sicher ist nur, dass Gaum-Joo an einer gespaltenen Persönlichkeit leidet. Bei einer Hypnosesitzung kommt Jin-Myung darauf, dass Gaum-Joo, die von ihrer Kindheit so gut wie nichts mehr weiß, tatsächlich verfolgt wird. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, folgen sie den Hinweisen zu einer sonderbaren Höhle auf der Insel Jeju.

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Jin Myung und Gaum-Joo bei der Hypnosesitzung.

Im Gegensatz zu den Filmen aus dem Jahr 2014 versucht Kim Whee, keine Story krampfhaft zusammenzubasteln, sondern ist stets darum bemüht, plausibel zu bleiben. Das und eine sorgfältige Kameraführung tun dem Film sichtlich gut. Zwar ist die Anlehnung an „Ringu“ nicht zu übersehen, doch kopiert Kim nicht einfach, sondern nutzt dies, um die Story mit eigenen, volkstümlichen Aspekten zu füllen. Man hat hier einen durchaus guten Horrorfilm vor sich, der mit netten Schockeffekten zu gefallen weiß und der -man höre und staune – endlich einmal eine handgemachte Monstermaske aufweist.

Der Arbeitstitel von „The Chosen – Forbidden Cave“ lautete „The Exorcist“. Dieser Hinweis ist wichtig, denn nur so erklärt sich, weswegen Kim mitten im Film und auch im Finale Friedkins „Exorzist“ und Blattys „Exorzist 3“ zitiert. Auch eine Prise von „Das Omen“ fehlt nicht. Leider sind genau diese Zitate weniger gelungen, da sie teilweise aufgesetzt wirken. Dennoch gelingen Kim immer wieder recht unheimliche Szenen, die ihre Wirkung nicht verfehlen.

Vielleicht liegt es daran, dass „The Chosen-Forbidden Cave“ eine Adaption darstellt, oder es liegt daran, dass Kim ein erfahrener Horrorregisseur ist, der Film gefällt, auch wenn er hier und da hätte besser sein können.

K-Horror 2014 oder Das war wohl nichts

Es ist verwunderlich. 2013 schien es so, als würde K-Horror in stylischer Form reanimiert werden. Filme wie „Doctor“ oder „Killer Toon“ sorgten für großen Beifall. Die Filme waren hervorragend konzipiert und erstklassig umgesetzt. Zu jenem Zeitpunkt war die Behauptung angebracht: K-Horror ist wieder im Rennen.

A Touch of Unseen
„A Touch of Unseen“ (2014)

Doch weit gefehlt. Die Euphorie, die durch die Filme, welche 2013 veröffentlicht wurden, ausgelöst wurde, war verfrüht. Denn 2014 versenkte sich K-Horror quasi selbst. Die ersten beiden Filme gaben allerdings noch Hoffnung. „Mourning Grave“ ließ den koreanischen Schulhorrorfilm nochmals aufleben. Die Produktion war zwar kein Knaller, dennoch präsentierte sie nostalgisch geprägte K-Horror-Atmosphäre mit Witz, Ironie und durchaus unheimlichen Momenten. Auch die erste Horrorproduktion aus dem Jahr 2014 mit dem Titel „A Touch of Unseen“ zeigte durchaus interessantes Kino, auf dem man hätte aufbauen können. – Genaue Besprechungen zu diesen Filmen findet ihr hier auf dem Blog.

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„The Tunnel“ (2014)

Doch im Laufe des Sommers, und dies ist bekanntlich die Saison, in welcher koreanische Horrorfilme in die Kinos kommen, wurde man nur noch enttäuscht. Ein Desaster reihte sich an das andere. Dämliche Storys, schlechte Visualisierungen, keine Ideen. Um die Zuschauer dennoch in die Kinos zu locken, wurde z. B. „The Tunnel“ als 3D-Horrorschocker beworben. Was der Film aber in Wahrheit ist, bemerkte man bereits nach den ersten paar Minuten: ein langweiliges, sinnloses Etwas. FILM und BUCH verabreichte dem Machwerk eine glatte Sechs. Der Film, der in einem stillgelegten Bergwerksstollen spielt, klaut gelegentlich von dem 80er Jahre-Klassiker „My bloody Valantine“, schafft es dabei aber nicht einmal, die „Klaumente“ gekonnt in den Film einzufügen, sondern versagt im Grunde genommen auf ganzer Linie. Um es auf den Punkt zu bringen: „The Tunnel“ ist so schlecht, dass es schon weh tut.

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„Manhole“ (2014)

Genauso miserabel ist „Manhole“, der als eine Mischung aus Psycho- und Horror-Thriller beworben wurde. Es geht um einen wahnsinnigen Killer, der Frauen in Kanalöffnungen zerrt. Ähnlich wie in „Tunnel“ versuchte man, sich am US-Horrorkino der frühen 80er Jahre zu orientieren, schaffte es aber nicht. „Manhole“ ist von der ersten Minute an uninteressant. Die Story ist komplett vorhersehbar, das Ende vollkommen dämlich und zwischendurch quält sich der Zuschauer von einer Minute zur nächsten und hofft nur noch, dass dieser Sch… aufhört.

Nein, 2014 war alles andere als ein Jahr des koreanischen Horrorfilms. Junge Regisseure wurden für miserable Produktionen verheizt, um die Kosten niedrig zu halten. Leider waren die Regisseure vollkommen unbegabt. Ihre Arbeiten wirken unbeholfen, haben weder Hand noch Fuß und sind zudem optische Rohrkrepierer.

Im Gegensatz zum Horrorgenre, konnten allerdings koreanische Thriller und Historienfilme erneut Punkte einfahren. Hier wurden die Produktionen aufwendiger und ästhetisch ausgereifter. K-Horror aber ist ein Genre, dessen Zeit nun endgültig vorbei zu sein scheint.

Mourning Grave – Neuer Schoolhorror aus Korea

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Mourning Grave (2014). Kinoplakat.

Eigentlich dachte man, die Schoolhorrorfilme aus Südkorea wären längst in Vergessenheit geraten. Die Überraschung war daher groß, als Anfang Juli der Film „Mourning Grave“ in die koreanischen Kinos kam. Die internationale Erstvorführung gab es bereits bei den Filmfestspielen in Cannes. Erzählt wird darin die Geschichte des Schülers In-Su, der die Fähigkeit, Geister zu sehen, besitzt. Diese Fähigkeit liegt quasi in der Familie, denn auch sein Onkel kann mit Geistern kommunizieren. Um diesem Fluch zu entkommen, zieht In-Su von Seoul zu seinem Onkel aufs Land. Doch bereits bei seiner Ankunft in dem kleinen Ort geschehen seltsame Dinge. Auf der neuen Schule, die er besucht, setzt zudem eine berüchtigte Schlägergruppe diverse Mitschüler unter Druck. Nach und nach werden die Mitglieder dieser Clique brutal ermordet…

Die Mischung aus Mystery und Horror scheint dieses Jahr Programm zu sein. Bereits die Low Budget-Produktion „A Touch of Unseen“, welche die Horrorsaison 2014 in Südkorea eröffnete, war ein Mix aus beiden Genres. „Mourning Grave“ setzte diese Linie fort. Um es kurz zu machen: Der Film gefällt. Die Handlung geht zügig voran. Die Farbgebung orientiert sich interessanterweise wie auch schon „A Touch of Unseen“ an den skandinavischen Thrillern. Ein kühles Weißblau schimmert überall hindurch und verschafft dem Film dadurch eine tolle Atmosphäre aus Melancholie und Verlorensein.

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Eine Szene aus „Mourning Grave“.

Schön gelingt es Regisseur Oh In-Cheon seinen Film immer wieder durch einzelne Gags aufzulockern. Auch die Deathscenes sind bespickt mit einem Hauch schwarzen Humors. Allerdings besitzt „Mourning Grave“ gegen Ende hin einen Durchhänger, der die Handlung leicht in den Kitsch überführt. Die Schlusssequenz aber macht dies wieder durch ihren ironischen Gruselfaktor wett.

Wie auch alle anderen Schoolhorrorfilme, so handelt es sich auch hier um einen Film, der vor allem für ein weibliches Publikum gedreht wurde. Dies ergibt sich nicht nur aus der Handlung, sondern nichtzuletzt aus der genauen Übersetzung des Titels. Dieser lautet nämlich „Sonyeogeodam“, was soviel wie „Geistermädchengeschichte“ bedeutet. Man ist leicht dazu geneigt, zu behaupten, dies sei ein Teil der „Yeogeodam“-Reihe, deren letzter Teil „A Blood Pledge“ 2005 in die Kinos gekommen war. Doch ganz in diese Reihe lässt sich der Film nicht einordnen. Dafür ist er zu eigenwillig umgesetzt. Insgesamt aber ist „Mourning Grave“ solider Schoolhorror, der durchaus seine gruseligen Momente besitzt. Ob der Film seinen Weg nach Deutschland finden wird, muss sich erst noch zeigen. Da die letzten beiden „Yeogodam“-Filme ebenfalls keinen deutschen Verleih gefunde haben, stehen die Chancen eher schlecht.

A Touch of Unseen – Koreas Horrorfilm-Saison beginnt „Low“

Nachdem im vergangenen Jahr Südkoreas Filmindustrie K-Horror mit ein paar bemerkenswerten Filmen reanimierte („Killer Toon“ und der schwarzhumorige Thriller „Doctor“ gehören zu den besten Filmen, die das Genre bisher hervorgebracht hat), waren wir natürlich gespannt, wie es dieses Jahr damit weitgehen würde. Anfang Mai war es dann endlich soweit. Auf dem Jeonju International Film Festival hatte „A Touch of Unseen“ seine Weltpremiere.

A Touch of Unseen
A Touch of Unseen (Gwi-Jeob, 2014). Offizielles Kinoplakat.

Der Originaltitel lautet „Gwi-Jeob“, was in etwa „Von einem Geist besessen“ bedeutet. Regie führte Lee Hyeon-Cheol, der mit dieser Produktion sein Debut feiert. Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern, die von einem Geist heimgesucht werden. Die Heimsuchung erfolgt jedoch auf eine sehr heimtückische Weise. Denn der Geist vergewaltigt die Frauen, während sie schlafen. Um allem noch einen Hauch von Suspense zu verleihen, würzt Lee seinen Erstling mit einem Stalker, welcher die jüngere Schwester verfolgt.

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A Touch of Unseen (Szenenfoto)

Für Lees Debut stand nicht viel Geld zur Verfügung. Um genau zu sein, das Budget war so niedrig, dass nicht einmal Geld für genügend Scheinwerferlicht vorhanden war. Die Wohnungen der beiden Schwestern gleichen sich so sehr, dass man geneigt ist, zu vermuten, die Szenen seien in ein und derselben Wohnung gedreht worden. Doch Lee macht aus der Not eine Tugend. Das geringe Budget, das unweigerlich mit einer geringen Ausstattung verbunden ist, benutzt der junge Regisseur, um sozialkritische Statements einzuweben. Die Wände der Wohnungen sind kahl und vermitteln dadurch eine deprimierende Leere. Die kleinen Esstische wirken wenig einladend. Lee skizziert damit eine soziale Kälte, die sich bis hinein in die Privatleben der Individuen erstreckt. Auch die überlange Liebesszene zwischen der jüngeren Schwester und ihres damaligen Freundes und jetzigen Stalkers wirkt alles andere als erotisch. Vielmehr zeigt sich auch hier eine soziale Kälte, eine vollkommene Lieblosigkeit. Die Protagonisten wirken völlig verloren. Eine auf diese Weise kreierte Sozialkritik hat es im bisherigen modernen koreanischen Kino noch nicht gegeben. Es scheint fast so, als habe sich Lee Hyeon-Cheol an den düsteren skandinavischen Thrillern orientiert.

Stellenweise erscheint die Optik des Films ein wenig unbeholfen. In manchen Szenen klammert sich Lee an die Kameraarbeit des Thrillers „Hide and Seek“, der vergangenes Jahr für eine sensationelle Überraschung sorgte. Gleichzeitig schimmert die Atmosphäre der Horrorfilme der 70er Jahre durch, in denen es nicht selten um Besessenheit ging. Dies spiegelt sich auch in der Filmmusik wider. Es ist kaum zu glauben, doch „A  Touch of Unseen“ dürfte der erste koreanische Horrorfilm sein, in dem psychedelische Musik verwendet wurde. Der Soundtrack ist überaus interessant und versetzt den Zuschauer beinahe in Trance.

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A Touch of Unseen (Szenenfoto)

Die Frage, die man sich nun stellen kann, lautet, aus welchem Grund man eine Low Budget-Produktion für die „Saison-Eröffung“ ins Rennen schickte. Der Grund dürfte folgender sein: vergangenes Jahr waren es vor allem Low Budget-Produktionen, die für viel Diskussionen sorgten und überraschende Erfolge einfuhren. Neben „Hide and Seek“ war „The Terror Live“ ein grandioser Wurf eines Regieneulings. Wahrscheinlich wollte man auf diesen Erfolgen aufbauen. Doch kann man jetzt schon sagen, dass „A Touch of Unseen“ ein solcher Erfolg nicht vergönnt sein wird. Dafür geschieht zu wenig, dafür ist der Film zu ruhig und dafür ist Lees Arbeit zum Großteil zu TV-lastig.

Dennoch ist dieser Film sehenswert und wird einen gewissen, wenn auch kleinen, Erfolg für sich verbuchen können.

Koreanische Filme 2013 – Neue Horrorfilme und Thriller: Teil 1

Das koreanische Filmjahr 2013 begann mit Filmen wie „The Berlin File“ und „The Tower“ (bereits Ende 2012 veröffentlicht) sehr vielversprechend. Beide Produktionen zeigen Koreas Filmindustrie in Topform. Demgegenüber zeigte sich das Experiment der ersten koreanischen-amerikanischen Co-Produktion „Running Man“ (eine Art Actionkomödie) als einfallsloser Streifen, der anfangs zwar nett anzusehen ist, ab der Hälfte jedoch vollkommen uninteressant wird (Rezensionen zu den drei Filmen befinden sich ebenfalls auf unserem Blog). Es bleibt zu hoffen, dass weitere Co-Produktionen dieser Art ausbleiben. Aber es steht zu befürchten, dass Hollywood weiter versuchen wird, mit der Dampfhammermethode auf den koreanischen Filmmarkt zu drängen.

Die übrigen Thriller und Horrorfilme, die im ersten Halbjahr 2013 in die koreanischen Kinos kamen, erfüllen zum großen Teil die Erwartungen an eine Filmindustrie, die sich innerhalb eines Jahrzehnts zum ernstzunehmenden Konkurrenten Hollywoods hochgearbeitet hat.

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New World. Ein erstklassiger Gangsterfilm.

Der Gangsterfilm „New World“ ist ein hochgradiger Thriller um eine Undercover-Aktion innerhalb einer organisierten Verbrecherorganisation namens Goldmoon. Bei einem ungeklärten Autounfall kommt der Chef der Organisation ums Leben. Den Kampf um die Nachfolge möchte der Polizist Jo-Sung nutzen, um Goldmoon unter polizeiliche Gewalt zu bringen. Daraus entwickelt sich eine Mischung aus Krimi, Drama und Thriller. Erstklassig besetzt, entwickelt der Film eine dichte, gewalttätige Atmosphäre, ohne dabei in eine sonst übliche Blutorgie auszuarten. Vielmehr erinnert „New World“ an die französischen Thriller der 70er Jahre, in denen Lino Ventura öfters die Hauptrolle spielte.

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Montage. Ein spannender Thriller.

Der Thriller „Montage“ erzählt die Geschichte einer Kindesentführung. 15 Jahre nach einem bis heute ungelösten Entführungsfall, kommt es zu einer erneuten Entführung eines kleinen Mädchens, das dem Muster des früheren Falls haargenau gleicht. Die Polizei versucht, den Fall zu klären, hört aber nicht auf die Befürchtung der Mutter, deren entführtes Kind damals tot aufgefunden wurde. Während die Polizei im Dunkeln tappt, macht sich die Frau daran, auf eigene Faust den Täter zu finden. – „Montage“ ist ein recht gut inszenierter Thriller, der mit geschickten Wendungen den Zuschauer bei Laune hält. Die Pointe ist einerseits krass, andererseits auch etwas kitschig. Insgesamt aber entstand ein unterhaltsamer, spannender Thriller.

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Doctor. Ein ironischer Thriller, der sich lustig macht über den derzeitigen Schönheits-OP-Wahn in Südkorea.

„Doctor“ eröffnete im Gewissen Sinne die diesjährige koreanische Horrorsaison, die traditioneller Weise im Sommer beginnt. Es handelt sich dabei um einer sehr gute Mischung aus Satire, Horror und Thriller, welche die koreanische Schönheits-OP-Sucht köstlich durch den Kakao zieht. Es geht um einen Schönheitschirurgen, der herausfindet, dass ihn seine um Jahre jüngere Frau mit einem anderen Mann betrügt. Die Folge davon: der Arzt nimmt Rache. Und zwar nicht nur an seiner Frau. „Doctor“ weist eine sehr gute Optik auf, liefert teils herrlichen schwarzen Humor und besticht insgesamt mit einer köstlichen Ironie.

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A Puppet. Einer der schlechtesten koreanischen Filme seit langer Zeit.

„A Puppet“ dürfte dagegen der Reinfall des Jahres sein. Seit langem haben wir nicht mehr eine solch schlecht inszenierte Produktion gesehen. Der Horrorfilm handelt von einem Hypnosearzt, der die Verlobte seines besten Freundes behandelt. Diese glaubt sich stets von einer unheimlichen Frau verfolgt. In Wahrheit leidet sie unter einer gespaltenen Persönlichkeit. Im Laufe der Behandlung verliebt sich der Arzt in seine Patientin und macht sie sich mithilfe der Hypnose willig. – Dieser Film ist nur eines: absolut dämlich. Die Schauspieler sind fürchterlich schlecht, die Inszenierung nicht besser und noch dazu hilflos, so als habe sich Regisseur Kwon Yeong-Rak bereits bei seinem Debut überfordert gefühlt. Zwischendrin wechselt er das Genre und versucht sich im Erotikthrill, aber auch hier zeigt er seine nicht vorhandene Begabung. „A Puppet“ ist einer der schlechtesten koreanischen Filme überhaupt. Aus welchem Grund auch immer schaffte er es dennoch auf Platz 3 der koreanischen Kinocharts.

Damit endet auch schon unsere erste kurze Übersicht über das erste Halbjahr 2013. Die zweite wird Ende 2013 folgen. Besonders gespannt sind wir auf den Horrorfilm „Killer Toon“. Auch ein neuer Seuchenthriller steht an. Es bleibt also spannend.