Wenn es Nacht wird – Ein neuer Fall für Susan Gant

„Wenn es Nacht wird“ ist der vierte Roman mit Chefinspector Susan Gant. Und in Sachen Spannung steht er den vorangegangenen Horrorthrillern „Monster“, „Boten des Schreckens“ und „Menschenfresser“ in nichts nach.

„Wenn es Nacht wird“ beginnt in einer stürmischen Winternacht, in der ein Truckfahrer am Rand eines einsamen Highways die verstümmelte Leiche einer Frau findet. Der Zwischenfall ereignet sich in der Nähe von Nemaska, einem Ort weit im Norden Kanadas.  – Altamont, drei Jahre später. Eine Frau verschwindet spurlos. In derselben Nacht wird eine Studentin und ihr Freund in Wald brutal ermordet. Die Suchaktion liefert keinen Aufschluss über den Verbleib der Vermissten. Auch der Doppelmord gibt Susan Gant Rätsel auf. Der Mann wurde erstochen, die Studentin allerdings wurde wie von einer Bestie regelrecht zerfleischt. Hinzu kommt ein weiterer, rätselhafter Zwischenfall: auf dem Friedhof hat jemand versucht, drei Gräber zu öffnen.

Was haben die unheimlichen Ereignisse in Altamont mit der Toten in Nemaska zu tun? Susan Gant ermittelt auf Hochtouren. Sicher ist nur, dass sich die jeweiligen Zwischenfälle nachts ereignen. Doch bald steht Susan Gant dem Grauen selbst gegenüber …

„Wenn es Nacht wird“ verbindet erneut auf erstklassige Weise Krimi mit Horror. Wie immer bei den Romanen von Carl Denning rast die Handlung regelrecht voran, sodass man, selbst wenn man eigentlich schon schlafen gehen sollte, mit dem Lesen einfach nicht aufhören kann. Das führt dazu, dass man den Roman (immerhin ca. 320 Seiten) fast in einem Rutsch durchliest.

Es ist einfach wundervoll, wie Carl Denning die Handlung sich entwickeln lässt. Wie z.B. aus einem kleinen Zwischenfall nach und nach ein regelrechter Albtraum entsteht. Carl Denning ist in dieser Hinsicht geradezu ein Meister, einerseits subtil, andererseits mit voller Wucht lässt er das Grauen seinen unheimlichen Lauf nehmen. Aber der Roman lebt nicht allein von der Spannung und den unheimlichen Momenten, sondern ebenso von den überaus lebendigen Figuren, allen voran natürlich Susan Gant, die für mich zu den faszinierendsten Figuren überhaupt gehört. Kurz und knapp: ein toller Horrorroman, der Spannung mit einer interessanten Handlung verbindet. Einziger Wermutstropfen ist, dass es den Roman nur als eBook gibt. Gerne würde ich mal alle Susan Gant-Romane auch als Taschenbuch lesen. Dennoch ein echtes und vor allem spannendes Lesevergnügen.

Erschienen: „Boten des Schreckens“ – Der neue Horrorroman von Carl Denning

Mit „Boten des Schreckens“ erscheint nun bereits der siebte Roman aus der Feder des bekannten Horrorautors Carl Denning (die Bände seiner Serie „Prähuman“ nicht mitgerechnet). Es handelt sich dabei um den zweiten Fall von Chefinspector Susan Gant, die zugleich die Polizeistation in dem kleinen kanadischen Ort Altamont leitet (Susan Gants erster Fall trägt den Titel „Monster“ und ist der bisher erfolgreichste Roman Carl Dennings).

In „Boten des Schreckens“ entdecken zwei Ranger einen schwerverletzten Wissenschaftler im Grand Jardin Nationalpark, der sich um Altamont herum erstreckt. Seine fünf Mitarbeiter sind spurlos verschwunden. Noch am selben Tag wird die verstümmelte Leiche eines Zoomitarbeiters gefunden. Mehrere Tiere liegen tot in ihrem Gehege. Von Mal zu Mal entpuppt sich der Fall als unheimlicher. Immer wieder stößt Susan Gant bei ihren Ermittlungen auf den Namen Waheela. Doch wer oder was ist das? Zusammen mit ihrem Team setzt Susan Gant alles daran, den Fall zu lösen. Denn die Serie von schrecklichen Zwischenfällen reißt nicht ab …

Wie auch schon in „Monster“, so ist auch in „Boten des Schreckens“ der eigenwillige Grenzwissenschaftler Frederic Tubb dabei. In Quebec findet ein Kongress statt, an dem dieses Mal auch Susan teilnehmen soll, um über ihren letzten Fall zu berichten. Doch wie immer kommt alles anders – oder beinahe anders. Susan hält zwar ihren Vortrag, aber … Mehr soll nicht verraten werden. Was davor bereits alles geschieht und dann daran anschließt, ist auf jeden Fall überaus spannend, witzig und nicht weniger gruselig.

Im Gegensatz zu anderen Autoren, hält sich Denning in dem zweiten Fall seiner Protagonistin nicht an das gleiche Schema. „Boten des Schreckens“ funktioniert völlig anders als „Monster“, ist dabei aber genauso unterhaltsam. Genauer soll nicht auf die Handlung eingegangen werden, da sonst zu viel verraten wird. Man kann jedoch festhalten, dass in Dennings neuestem Roman jede Menge geschieht, es viele unheimliche Momente gibt und auch die Action nicht zu kurz kommt. Man kann daher nur noch viel Spaß beim Lesen wünschen.