Erschienen: „Unheil“ von Carl Denning

Mit „Unheil“ legt der bekannte Horrorautor Carl Denning seinen elften Roman vor. Nach fünf Susan Gant-Romanen, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen (ein sechster Roman ist in Planung), handelt „Unheil“ von der Psychologiedozentin Natasha Wharton, deren Tochter vor vier Monaten spurlos verschwunden ist.

Natasha lebt in San Francisco. Ihr Ex-Freund Jo Doyle, ein ehemaliger Police Detective, wurde in einem Hotelzimmer brutal ermordet. Einen Tag zuvor hatte er versucht, sie zu kontaktieren. An der Wand des Hotelzimmers wurde ein sonderbares, mit Blut gezeichnetes Symbol hinterlassen. Natasha, die sich als Dozentin vor allem mit Sekten und Okkultismus befasst, soll der Polizei dabei helfen, die Bedeutung des Symbols aufzudecken, da alles wie ein Ritualmord wirkt. Aber Natasha hat noch einen anderen Grund, um auf eigene Faust zu ermitteln. Hatte Jo etwas über das Schicksal ihrer Tochter herausbekommen? Wieso hält die Polizei seit einem Jahr die Akten eines Falls unter Verschluss, bei dem eine Schülerin auf merkwürdige Weise ums Leben kam? Und was hat es mit den anderen grausamen Morden auf sich, die sich in San Francisco ereignen?

„Unheil“ ist ein sehr spannender und dichter Roman, den man sofort in einem Stück durchliest. In diesem Sinne steht er Dennings Susan Gant-Romanen in nichts nach. Denning kreiert eine recht düstere und beklemmende Atmosphäre, in der Natasha Wharton versucht herauszufinden, wieso Jo sie hatte treffen wollen. Davor hatten sie sich ein Jahr nicht mehr gesehen. Jo litt unter einem Trauma, das letztendlich zum Bruch der Beziehung führte. Ihre Suche nach Antworten führt sie mehr und mehr in einen regelrechten Albtraum.

Wie immer versteht es Denning tadellos, Spannung aufzubauen. Beinahe wie in einem Film entfaltet sich dabei die Handlung, wobei die Hauptfigur Natasha Wharton überaus lebendig und vielschichtig wirkt. Ja, man glaubt regelrecht, sie vor sich stehen zu sehen und erlebt daher den spannenden Verlauf der Geschichte intensiv mit. Das Großartige bei Dennings Romanen ist, wie es ihm stets gelingt, das Grauen in den Alltag einfließen zu lassen. Genau das gelingt ihm in seinem neuen Roman auf wunderbare Weise.

„Unheil“ gehört für mich zu Carl Dennings besten Romanen. Ein toller Horrorthriller, der einen regelrecht mitreißt. Nach „Dunkle Legende“ (dem fünften Susan Gant-Roman) ist „Unheil“ eine weitere Steigerung in seinem Schaffen. Ein tolles und packendes Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite.

Erschienen: „Dunkle Legende“ – Ein neuer Fall für Susan Gant

Mit „Dunkle Legende“ ist nun der fünfte Roman um Chefinspector Susan Gant erschienen. Susan Gant leitet die kleine Polizeistation in dem kanadischen Ort Altamont, eine halbe Stunde von Quebec entfernt und direkt am Rand des riesigen Grand Jardin Nationalparks gelegen. In allen Romanen verbindet Carl Denning auf erstklassige Weise Krimi mit Horror. Auch der fünfte Fall hat es in sich und präsentiert eine überaus interessante Geschichte mit dichter Spannung und Grusel.

Es geht darum, dass eines Tages am Ufer des Madawaskasees mitten im kanadischen Grand Jardin Nationalpark vier brutal ermordete Studenten gefunden werden. Es gibt keinen einzigen Hinweis auf den Täter. Der Ort jedoch ist Chefinspector Susan Gant in schlechter Erinnerung, denn vor sieben Jahren brachte sich dort eine junge Frau namens Violet Goglin um. Der Grund dafür konnte nie geklärt werden. Violets Vater verfiel damals dem Wahnsinn. Seltsamerweise beschäftigte sich einer der getöteten Studenten mit diesem rätselhaften Fall. Susan Gant und ihr Team versuchen verzweifelt, die Ermittlungen voranzutreiben. Doch währenddessen geschehen zwei weitere Morde. Es kommt zu immer unheimlicheren Zwischenfällen. Hat der damalige Selbstmord etwas mit den grauenvollen Ereignissen zu tun? Je mehr Susan Gant dem Fall nachgeht, desto tiefer gerät sie in einen entsetzlichen Albtraum …

„Dunkle Legende“ beinhaltet das, was der Titel verspricht: eine düstere, teils beklemmende Atmosphäre mit vielen unheimlichen Momenten. Wie auch in den anderen Romanen Dennings, so schreitet auch hier die Handlung rasant voran. Dabei bleiben die Geschichte oder die Figuren keineswegs oberflächlich, sondern dem Autor gelingt es parallel zum Spannungsaufbau sich eigehend mit seinen Figuren zu beschäftigen.

Und genau das macht „Dunkle Legende“ aus. Zum einen ist da die spannende und dichte Handlung, zum anderen die überaus lebendigen Figuren, die einen dazu bringen, das eBook nicht mehr wegzulegen. Allen voran natürlich Susan Gant, die wieder vollkommen überzeugt, zum anderen auch Inspector Wyman aus Quebec, der ja bereits in „Wenn es Nacht wird“ vorkam.

Ich persönlich finde, dass die Susan Gant-Romane von Mal zu Mal besser werden. Sie werden komplexer und damit noch interessanter. Und nicht zuletzt dadurch noch spannender. „Dunkle Legende“ hat mir von der ersten bis zur letzten Seite absolut gefallen. Ein toller Horrorthriller.

Wenn es Nacht wird – Ein neuer Fall für Susan Gant

„Wenn es Nacht wird“ ist der vierte Roman mit Chefinspector Susan Gant. Und in Sachen Spannung steht er den vorangegangenen Horrorthrillern „Monster“, „Boten des Schreckens“ und „Menschenfresser“ in nichts nach.

„Wenn es Nacht wird“ beginnt in einer stürmischen Winternacht, in der ein Truckfahrer am Rand eines einsamen Highways die verstümmelte Leiche einer Frau findet. Der Zwischenfall ereignet sich in der Nähe von Nemaska, einem Ort weit im Norden Kanadas.  – Altamont, drei Jahre später. Eine Frau verschwindet spurlos. In derselben Nacht wird eine Studentin und ihr Freund in Wald brutal ermordet. Die Suchaktion liefert keinen Aufschluss über den Verbleib der Vermissten. Auch der Doppelmord gibt Susan Gant Rätsel auf. Der Mann wurde erstochen, die Studentin allerdings wurde wie von einer Bestie regelrecht zerfleischt. Hinzu kommt ein weiterer, rätselhafter Zwischenfall: auf dem Friedhof hat jemand versucht, drei Gräber zu öffnen.

Was haben die unheimlichen Ereignisse in Altamont mit der Toten in Nemaska zu tun? Susan Gant ermittelt auf Hochtouren. Sicher ist nur, dass sich die jeweiligen Zwischenfälle nachts ereignen. Doch bald steht Susan Gant dem Grauen selbst gegenüber …

„Wenn es Nacht wird“ verbindet erneut auf erstklassige Weise Krimi mit Horror. Wie immer bei den Romanen von Carl Denning rast die Handlung regelrecht voran, sodass man, selbst wenn man eigentlich schon schlafen gehen sollte, mit dem Lesen einfach nicht aufhören kann. Das führt dazu, dass man den Roman (immerhin ca. 320 Seiten) fast in einem Rutsch durchliest.

Es ist einfach wundervoll, wie Carl Denning die Handlung sich entwickeln lässt. Wie z.B. aus einem kleinen Zwischenfall nach und nach ein regelrechter Albtraum entsteht. Carl Denning ist in dieser Hinsicht geradezu ein Meister, einerseits subtil, andererseits mit voller Wucht lässt er das Grauen seinen unheimlichen Lauf nehmen. Aber der Roman lebt nicht allein von der Spannung und den unheimlichen Momenten, sondern ebenso von den überaus lebendigen Figuren, allen voran natürlich Susan Gant, die für mich zu den faszinierendsten Figuren überhaupt gehört. Kurz und knapp: ein toller Horrorroman, der Spannung mit einer interessanten Handlung verbindet. Einziger Wermutstropfen ist, dass es den Roman nur als eBook gibt. Gerne würde ich mal alle Susan Gant-Romane auch als Taschenbuch lesen. Dennoch ein echtes und vor allem spannendes Lesevergnügen.

Erschienen: „Kalter Hauch“ von Carl Denning

Nach dem überaus spannenden Horrorthriller „Hexensabbat“ zieht es den bekannten Horrorautor Carl Denning in seinem Roman „Kalter Hauch“ zu leisen, aber nich weniger intensiven Tönen. Den Roman hat der bekannte Horrorautor bereits vor sechs Jahren geschrieben. Nun liegt eine überarbeitete Ausgabe vor.

Es geht um den Bestsellerautor Jo Peterson, der sich auf einmal inmitten eines Albtraums befindet. Sein Literaturagent wurde brutal ermordet und seine Frau Laura erhält plötzlich genauso bizarre wie obszöne Briefe. Die Ermittlungen der Polizei führen rasch zu einem Verdächtigen: Jo selbst. Laura kann dies zunächst nicht glauben. Doch nach und nach kommt ihr Jos Verhalten immer unheimlicher vor. Ist Jo etwa ein Psychopath? Die Antwort ist weitaus entsetzlicher …

Wie alle anderen Romane Carl Dennings, so zieht auch „Kalter Hauch“ den Leser von Anfang an in seinen Bann. Das Grauen steigert sich dabei nach und nach. Dabei funktioniert der Roman auf zwei Ebenen: zum einen als eine Geschichte um eine bittere Ehekrise, zum anderen als ein düsterer, durchaus verstörender Mystery-Thriller. Die Figuren erscheinen dabei fast schon dreidimensional, mit einer solchen Lebendigkeit beschreibt sie Denning.

„Kalter Hauch“ ist ein Roman, wie er nicht besser in die dunkle Jahreszeit passen könnte. Man lehnt sich zurück und genießt den sanften Schauer, den die unheimliche Geschichte in einem auslöst.

Erschienen: Hexensabbat – Der neue Horrorroman von Carl Denning

Carl Denning ist immer eine gute Adresse, wenn es um das Thema Gruseln geht. Seine Romane (erscheinen bisher nur als eBook) sind nicht nur spannend von der ersten bis zur letzten Seite, sondern sorgen auch für jede Menge Gänsehaut. Nicht anders verhält es sich mit seinem neuesten Streich „Hexensabbat“.

Bei den älteren Bewohnern der kleinen Küstenstadt Leonardtown löst der Name Moll Dyer noch immer Furcht und Schrecken aus. Und das, obwohl sie seit fast 400 Jahren tot ist. Der Legende nach soll Moll Dyer eine Hexe gewesen und Ursache für eine Anzahl sonderbarer Todesfälle gewesen sein.

Laura und ihre Freunde stehen kurz vor ihrem Highschool-Abschluss. Als sie eines Tages von der unheimlichen Legende hören, bringt sie das auf eine spontane Idee: sie wollen mit Moll Dyer bei einer Seance Kontakt aufnehmen. Zunächst tut sich nichts. Doch dann leidet Lauras Freundin Jennifer plötzlich unter einer unerklärlichen Krankheit. Kurz darauf wird ein Mann tot in seinem Auto gefunden. Unzählige Raben suchen die Stadt heim. Doch es kommt noch schlimmer. Viel schlimmer …

Nach drei Romanen um Chiefinpector Susan Gant („Monster“, „Boten des Schreckens“ und „Menschenfresser“), die es mit unheimlichen Fällen in der Nähe von Quebec zu tun hat und die sich auf Anhieb in die Herzen vieler Leser katapultiert hat, ist „Hexensabbat“ nun ein Roman ohne Gant. Dies macht den neuen Roman von Carl Denning allerdings keineswegs weniger spannend. „Hexensabbat“ zieht den Leser gleich von der ersten Zeile in seinen Bann. Denn die Geschichte beginnt praktisch mitten im Geschehen, als Laura und ihre Freunde ein altes, halb zerfallenes Haus aufsuchen, um darin eine Seance abzuhalten.

Was zunächst wie ein obskurer Spaß erscheint, erhält jedoch schnell einen unheimlichen Charakter, als es Jennifer kurz darauf von Mal zu Mal schlechter geht. Alles weist zunächst auf eine Grippe hin, doch werden die Symptome immer seltsamer und auch schlimmer. Nebenher ereignen sich weitere sonderbare Zwischenfälle, welche die örtliche Polizei vor ein Rätsel stellen. So wird z. B. ein Auto am Strand gefunden, das von der Klippe gestürzt ist und dessen Fahrer keine Augen mehr hat.

Wenn man behauptet, die Handlung rast voran, dann ist das keineswegs übertrieben. Hinzu kommt, dass Carl Denning wie immer die Fähigkeit besitzt, dabei keineswegs oberflächlich zu bleiben. Er gibt den jeweiligen Figuren eine komplexe Tiefe, wodurch eine solche Lebendigkeit entsteht, dass man glaubt, selbst mitten im Geschehen zu sein. All das macht „Hexensabbat“ zu einem echten Gruselerlebnis und steht Dennings übrigen Romanen in nichts nach. Zum Schluss bleibt nur zu hoffen, dass der Autor recht schnell einen neuen Horrorthriller schreibt. Denn seine Romane machen regelrecht süchtig.

Erschienen: Menschenfresser – Der neue Horrorroman von Carl Denning

„Menschenfresser“ ist nicht nur der neue Horrorthriller von Carl Denning, sondern zugleich der dritte Roman mit Chefinspector Susan Gant. Dieses Mal geht es um eine brutale Mordserie in und um den kleinen kanadischen Ort Altamont, der am Rand des riesigen Grand Jardin Nationalparks liegt.

Bei den ersten Opfern handelt es sich um eine Mutter und ihren 15-jährigen Sohn. Nur wenige Stunden später werden auf einer einsamen Straße die verstümmelten Leichen eines jungen Ehepaars gefunden. Den Spuren zufolge muss es sich um denselben Täter gehandelt haben. Doch die Suche nach dem unheimlichen Mörder erweist sich als schwierig. Es gibt nur einen einzigen Anhaltspunkt: die Mutter und ihr Sohn müssen den Mörder gekannt haben. Und als es zu einem weiteren entsetzlichen Todesfall kommt, keimt in Susan Gant eine schlimme Befürchtung: dies ist erst der Anfang des Grauens …

Wie auch die ersten beiden Susan Gant-Romane, so befindet man sich auch in „Menschenfresser“ sofort mitten in der Handlung und wird von der ersten Seite an mitgerissen. Carl Denning versteht es gekonnt, Spannung zu erzeugen und diese bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangen Romanen „Monster“ und „Boten des Schreckens“ ist „Menschenfresser“ mehr wie ein Krimi konzipiert, was die Dichte der Handlung noch um Einiges steigert. Denn Susan Gant verfolgt eine wirklich sonderbare und geradezu unheimliche Spur, wobei sie selbst in große Gefahr gerät.

Wie auch in den anderen Romanen Carl Dennings wirken die Figuren überaus lebendig und überzeugend, es kommt zu vielen wirklich unheimlichen Momenten, und dabei rast die Handlung ohne jeglichen Durchhänger voran. Kurz: einmal mehr ein toller Roman von einem tollen Autor.

Tief in den Wäldern lauert das Grauen – Carl Dennings neue Romanreihe

Altamont ist ein kleiner Ort in der Nähe von Quebec und liegt direkt vor dem riesigen Grand Jardin Nationalpark, der sich in nördliche Richtung bis zur Hudson Bay erstreckt. Chefinspector Susan Gant leitet dort die mit vier Mann besetzte Polizeistation.

Ihren ersten Auftritt hat Susan Gant in dem Horrorthriller Monster von Carl Denning, in dem eine Serie grausamer Todesfälle den Grand Jardin Nationalpark heimsucht. Vermuten Susan Gant und ihr Team zunächst, dass ein Psychopath hinter der Mordserie steckt, kommen sie nach und nach auf die Spur des wahren Mörders. Denn in den Tiefen des Wälders geht ein Monster um …

Mit Monster lieferte Denning nicht nur einen seiner spannendsten Romane ab, sondern zugleich einen seiner erfolgreichsten. Das zurecht. Denn der Horrorthriller beinhaltet alles, was einen guten Horrorroman ausmacht: extremen Nervenkitzel. Nicht nur das. Carl Denning gehört zu den Autoren, denen es gelingt, unheimliche Geschehnisse so zu schreiben, dass sie auch wirklich unheimlich sind. Bereits in dem Geisterhausroman Blutige Schatten, zugleich sein Debut, konnte er dies unter Beweis stellen. Im ersten Susan Gant-Roman kommt jedoch auch die Action nicht zu kurz.

Monster funktioniert jedoch nicht nur aufgrund der oben genannten Merkmale so gut. Es sind auch die Figuren, die den Roman überaus interessant und spannend machen. Susan Gant, die während ihrer Ausbildung ständig von ihren männlichen Kollegen gemobbt wurde und auch jetzt von der Zentrale in Quebec nicht wirklich ernst genommen wird, hat an diesem Umstand schwer zu beißen. Doch statt zu verzweifeln, münzt sie diese negativen Aspekte um in Tatdendrang und Eigeninitiative. Sie ist geschieden, aber ihre Beziehung zu ihrem Exmann Will Curtiz, ein erfolgloser Zeitungsreporter, ist geprägt von einer geradezu sanften Melancholie und Wärme, da sie noch immer alles tut, um seine Karriere in Gang zu bringen.

Denning gelingt dabei das Kunststück, nicht in Kitsch zu verfallen, sondern speziell diesen Handlungsstrang mit einem netten, unglaublich witzigen Humor zu beseelen, sodass man gerne mehr solcher Situationen lesen würde. Doch es handelt sich nun einmal um einen Horrorroman und da stehen bekanntlich andere Dinge im Vordergrund.

Monster ist jedenfalls ein wirklicher Knaller von einem Horrorthriller. Bisher ist der Roman nur als e-Book erschienen. Vielleicht kommt ja irgendwann einmal auch eine Taschenbuchausgabe.

Susan Gants erstem Fall folgte Boten des Schreckens, in dem Altamont erneut von einer Reihe unheimlicher Todesfälle heimgesucht wird. Carl Denning wiederholt hier keineswegs die Handlung von Monster, sondern entwickelt in Susan Gants zweitem Fall ein völlig anderes Konzept, das nicht weniger spannend ist als der erste Fall.

Es ist wirklich schwer, mehr über den Roman zu schreiben, da die Gefahr besteht, zu viel zu verraten. Nur so viel: Boten des Schreckens basiert auf einer alten Indianerlegende. Gekonnt arbeitet Denning dabei mit Fiktion und Fakten und schildert auch im Nachwort, was alles in dem Roman keineswegs erfunden ist. Der Roman ist unglaublich rasant und spannend, sodass man ihn im Grunde genommen in einem Rutsch durchliest. Mit 350 Seiten ist er auch noch umfangreicher als Monster.

Auch hier überzeugen die Figuren auf ganzer Linie. Susan Gants Charakter wirkt in dem zweiten Roman noch ausgefeilter als in ihrem „Debut“, ebenso trifft dies auf die übrigen Figuren zu, wie Will Curtiz oder ihren Kollegen Barry Anderson, der von Montreal nach Altamont strafversetzt wurde. Der Gruselfaktor ist ein bisschen geringer als in Monster, doch kommt es wieder zu jeder Menge Nervenkitzel.

Umso schöner ist es, dass Carl Denning gerade an einem dritten Susan Gant-Roman schreibt, der evtl. noch in diesem Jahr, auf jeden Fall aber Anfang kommenden Jahres erscheinen wird. Da kann man nur noch wünschen: gute Unterhaltung! :)

Erschienen: „Boten des Schreckens“ – Der neue Horrorroman von Carl Denning

Mit „Boten des Schreckens“ erscheint nun bereits der siebte Roman aus der Feder des bekannten Horrorautors Carl Denning (die Bände seiner Serie „Prähuman“ nicht mitgerechnet). Es handelt sich dabei um den zweiten Fall von Chefinspector Susan Gant, die zugleich die Polizeistation in dem kleinen kanadischen Ort Altamont leitet (Susan Gants erster Fall trägt den Titel „Monster“ und ist der bisher erfolgreichste Roman Carl Dennings).

In „Boten des Schreckens“ entdecken zwei Ranger einen schwerverletzten Wissenschaftler im Grand Jardin Nationalpark, der sich um Altamont herum erstreckt. Seine fünf Mitarbeiter sind spurlos verschwunden. Noch am selben Tag wird die verstümmelte Leiche eines Zoomitarbeiters gefunden. Mehrere Tiere liegen tot in ihrem Gehege. Von Mal zu Mal entpuppt sich der Fall als unheimlicher. Immer wieder stößt Susan Gant bei ihren Ermittlungen auf den Namen Waheela. Doch wer oder was ist das? Zusammen mit ihrem Team setzt Susan Gant alles daran, den Fall zu lösen. Denn die Serie von schrecklichen Zwischenfällen reißt nicht ab …

Wie auch schon in „Monster“, so ist auch in „Boten des Schreckens“ der eigenwillige Grenzwissenschaftler Frederic Tubb dabei. In Quebec findet ein Kongress statt, an dem dieses Mal auch Susan teilnehmen soll, um über ihren letzten Fall zu berichten. Doch wie immer kommt alles anders – oder beinahe anders. Susan hält zwar ihren Vortrag, aber … Mehr soll nicht verraten werden. Was davor bereits alles geschieht und dann daran anschließt, ist auf jeden Fall überaus spannend, witzig und nicht weniger gruselig.

Im Gegensatz zu anderen Autoren, hält sich Denning in dem zweiten Fall seiner Protagonistin nicht an das gleiche Schema. „Boten des Schreckens“ funktioniert völlig anders als „Monster“, ist dabei aber genauso unterhaltsam. Genauer soll nicht auf die Handlung eingegangen werden, da sonst zu viel verraten wird. Man kann jedoch festhalten, dass in Dennings neuestem Roman jede Menge geschieht, es viele unheimliche Momente gibt und auch die Action nicht zu kurz kommt. Man kann daher nur noch viel Spaß beim Lesen wünschen.

 

Die Überfahrt – Mats Strandbergs Horrorsatire

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön … – Das denken auch die Passagiere der Fähre Baltic Charisma, die an Bord vor allem zwei Dinge wollen: Alkohol und Sex. Denn dafür ist die Autofähre berühmt wie berüchtigt. Auf jeder Reise finden dort ausufernde Partys statt, es kommt zu Schlägereien und so ziemlich jeder benimmt sich daneben. Ebenfalls bekannt ist, dass die Passagiere in der Hauptsache aus einfachen Leuten und Proleten bestehen. Alle anderen, die etwas auf sich halten, nehmen lieber ein anderes Schiff. Doch bei der jetzigen Fahrt läuft alles anders. Denn zwei Vampire haben sich an Bord geschlichen, die mit den alkoholisierten Passagieren kurzen Prozess machen.

Was Mats Strandbergs erster Horrorroman vor allem ist, ist eine gelungene Satire. Strandberg lässt kein gutes Haar an seinen Landsleuten, die sich durch die Bank weg daneben benehmen. Es wird nur noch gekotzt, gepöbelt, gesoffen und gerammelt, sodass einer der Mitarbeiter bemerkt, dass sich bei jeder Fahrt fast alle Passagiere an Bord in Urmenschen verwandeln. Am gelungensten hierbei sind die Beschreibungen des ehemaligen Schlagerstars Dan Appelgreen, der nun als Witzfigur für die Abendunterhaltung herhalten muss, indem er Karaokewettbewerbe moderiert. In den jeweiligen Kapiteln zeigt sich der Autor in Bestform, da er mit einem Wisch jeweils eine große Bandbreite an Kritik und Spott loswerden kann.

Strandberg erweist sich dabei als ein minutiöser Beobachter, was wirklich beachtlich ist. Fast scheint es so, als würde er das beschreiben, was er selbst einmal auf einer Fähre erlebt hat. Das Verhalten und die jeweiligen Reaktionen der Figuren sind hervorragend geschildert, sodass es beinahe wirkt, als würde man einer Dokumentation über den Alltag auf einer Fähre beiwohnen. Hier überzeugt Mats Strandberg auf ganzer Linie und dies ist es auch, was den Roman spannend und interessant macht.

Neben der köstlichen Satire tritt allerdings auch eine vehemente Gesellschaftskritik zutage. Der Autor nimmt das Leben auf der Fähre als eine Art Sinnbild für den aktuellen Zustand unserer Gesellschaft. Was er dabei sieht, sind zerborchene Existenzen, kaputte Familien, Gewalt, Roheit – eine Gesellschaft, die sich praktisch selbst zerstört, wie es in dem Roman interessanterweise mehrmals heißt.

Doch dann kommt der Dämpfer. Denn diese durchaus düstere, dennoch immer wieder witzige Satire, verbunden mit einem treffsicheren Spott, würzt Strandberg mit der Handlung eines Horrorromans. Nach und nach werden die Passagiere Opfer zweier Vampire, bevor sie sich selbst in Vampire verwandeln. Was zunächst ebenfalls seinen Witz hat (Grusel sucht man in dem Roman vergeblich), wird jedoch in der zweiten Hälfte des Romans zu einer Art bloßen Aneinanderreihung an blutigen Geschehnissen, die zunehmend langweilen, da sie alle exakt nach dem gleichen Muster ablaufen.

Ein wenig mehr Einfallsreichtum hätten den Horrormomenten durchaus gut getan, so aber präsentiert Strandberg lediglich einen uninspirierten Hollywood-Vampirismus, indem sich die Verwandlungen genauso ereignen wie in Zombie- oder eben Vampirfilmen. Zwar schimmern auch in der zweiten Romanhälfte immer mal wieder satirische Aspekte hindurch, besonders wenn es um den ehemaligen Schlagerstar geht, doch helfen diese nicht, um den Roman zurück in sein ursprüngliches Fahrwasser zu bringen.

Aus diesem Grund hat Mats Strandberg zwar eine geniale und lesenswerte Satire geschaffen, als Horrorautor aber muss er eindeutig noch üben.

Mats Strandberg. Die Überfahrt. Fischer/TOR 2017, 506 Seiten, 14,99 Euro, ISBN: 978-3-596-29599-9

 

3 Jahre Carl Denning – Nur eines ist sicher: ihr werdet euch fürchten

Dieses Jahr ist nicht nur fünf Jahre FILM und BUCH, sondern auch drei Jahre Carl Denning. Das bedeutet drei Jahre Spannung und Gänsehaut. Der Slogan „Nur eines ist sicher: ihr werdet euch fürchten“ ist hier Programm. Fünf Romane sind bisher erschienen. Der neueste Roman erscheint noch in diesem Sommer. Und ebenfalls wird in wenigen Wochen eine Heftromanserie im e-Book-Format starten. :)

Hier die bisher erschienenen Horrorthriller:

Todesstation ist der bisher erfolgreichste Roman von Carl Denning:

Die Besatzung einer abgelegenen Forschungsstation in den Alpen macht eine seltsame Entdeckung: Bei einem Zwischenfall wird der Eingang einer Höhle freigelegt, in der sich prähistorische Felszeichnungen befinden. Manche von ihnen wirken äußerst bizarr. Die junge Archäologin Joan Jansen soll die Bilder untersuchen. Doch sie steht selbst vor einem Rätsel. Solche Bilder hat sie bisher noch nirgendwo gesehen. Die Situation wird noch merkwürdiger, als die Forscher mit unheimlichen Ereignissen konfrontiert werden, die sich von Mal zu Mal intensivieren. Als es schließlich zu einem schrecklichen Todesfall kommt, gerät die Lage zunehmend außer Kontrolle …

Ich habe von Carl Denning alle Bücher gelesen. Und dieses gehört zu den Besten für mich.“ (Lesermeinung)

Blutige Schatten ist der erste Roman von Carl Denning:

Ein Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

Spannung bis zum Ende. Das Buch ist schwer aus der Hand zu legen.“ (Lesermeinung)

Das Böse ist der zweite Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

„‚Blutige Schatten‘ fand ich schon genial. Dieses hat mir genauso gut gefallen. Ein toller Schreibstil, der einen das Buch nicht aus den Händen legen lässt.“ (Lesermeinung)

Angst lautet der dritte Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

„Das perfekte Buch für einen Gruselabend! Es ist nur zu empfehlen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.“ (Lesermeinung)

Darkmoore ist der bisher umfangreichste Roman von Carl Denning:

Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

„Spannend, gruselig. Ein bisschen auch wie ein Krimi.“ (Lesermeinung)