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Posts Tagged ‘Literatur’

Thomas Wolfe (1900 – 1938) hatte es schwer, sich kurz zu fassen. So hatte er es auch schwer, einen Verlag zu finden. Erst der damals bekannte Lektor Maxwell Perkins, der für den Verlag Scribners‘ arbeitete, erkannte in Wolfes Werk ein bis dahin noch nie dagewesenes Genie und veröffentlichte den Roman „Schau heimwärts, Engel“.

Dies war zugleich der Beginn einer schwierigen Freundschaft, die vor allem durch Wolfes Schreibwut und Exzentrik auf die Probe gestellt wurde. Der Film „Genius“ von Regisseur Michael Grandage nimmt diese Beziehung als Grundlage für die Mischung aus Drama und Biopic, die sich vor allem auf Wolfes zweites großes Werk konzentiert: „Von Zeit und Fluss“.

Bereits Wolfes erster Roman soll in seiner ursprünglichen Fassung etwas mehr als 1000 Seiten gehabt haben und musste um mehrere hundert Seiten gekürzt werden, um ihn in einem Band herausbringen zu können. Noch komplizierter erwies sich die Arbeit an Wolfes Folgeroman, der 5000 Seiten umfasst haben soll. In einer der zentralen Szenen des Films liefert Jude Law als Thomas Wolfe seinem Lektor Perkins, gespielt von Colin Firth, mehrere Kisten, in denen sich das komplette Manuskript befindet.

Law spielt Wolfe als ein von seinem Genie Getriebener, der keine ruhige Minute ausharren kann, sondern ständig nach den geeigneten Sätzen und Formulierungen sucht, auf eine so verzweifelte und hektische Art, als wüsste Wolfe bereits, dass er in nur wenigen Jahren sterben würde. Dies lässt ihn einerseits exzentrisch erscheinen, andererseits aber auch als eine tragische Figur, die nur in der Sprache aufgeht.

Ohne die Hilfe seiner mehr als zwanzig Jahre älteren Geliebten Aline Bernstein (1888- 1955), die ihn finanziell unterstützte, damit er ohne Unterbrechung schreiben konnte, wäre Wolfe wahrscheinlich mit seinem ersten Roman überhaupt nie fertig geworden. Nicole Kidman spielt Aline als eifersüchtige und zanksüchtige Frau, die Wolfe nur für sich haben möchte. Tatsächlich trennten sich Wolfe und Aline Bernstein, die nach dieser Affäre zurück zu ihrem Ehemann kehrte, kurz nach der Veröffentlichung von „Schau heimwärts, Engel“.

Eigentlich hätte „Genius“ weit besser als Theaterstück funktioniert, denn in filmischer Hinsicht bietet Michael Grandage dem Zuschauer nicht viel. Die Dialoge über Literatur und den Rhythmus der Sprache (am Anfang sehen wir Wolfe vor dem Verlagshaus im Regen stehen und dabei mit dem rechten Fuß einen Takt klopfen) wären weit schöner auf einer Bühne gewesen. Die kurzen Auftritte von Dominic West als Hemingway und Guy Pearce als Scott Fitzgerald wirken eher wie eine Verlegenheit des Regisseurs, um doch etwas mehr Raum zu schaffen und vor allem die knapp 100 Minuten Spielzeit vollzubekommen.

Dennoch ist „Genius“ bei weitem kein schlechter Film. Zu verfolgen, wie die beiden gegensätzlichen Charaktere Wolfe und Perkins versuchen, Wolfes Schreibwahnsinn Herr zu werden, ist nicht nur spannend, sondern regelrecht faszinierend. Während Perkins traditionelle Werte pflegt, so ist Wolfe für die freie Liebe, was bei ihm allerdings fast schon in einem radikalen Egoismus ausartet. Nachdem Aline Bernstein durch sein Verhalten einmal zu viel verletzt wurde, lässt sie von ihm ab. Auch Perkins steht immer wieder kurz davor, Wolfe aufzugeben, doch der Roman ist einfach zu wichtig, um die Flinte ins Korn zu werfen.

Auf diese Weise beinhaltet „Genius“ eine wundervolle Liebe zur Literatur, wie sie in nur wenigen literarisch angehauchten Filmen zu finden ist. Leider half dies der Produktion nicht viel, denn sie floppte auf ganzer Linie. Sehenswert ist der Film dennoch.

Genius. Regie: Michael Grandage, Drehbuch: John Logan, Produktion: Michael Grandage, John Logan, Darsteller: Jude Law, Colin Firth, Nicole Kidman, Guy Pearce, Dominic West. USA/England 2016, 104 Min.

 

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Cover eine Ausgabe von 1893

Als Thomas Hardys Roman „Tess of the d’Urbervilles“ 1891 erschien löste er einen Skandal aus. Vor allem männliche Leser betrachteten den Roman als einen Angriff auf die vorherrschenden Moralvorstellungen. Der Unterttitel lautete „A pure Woman“ (eine reine Frau). Doch gerade an dieser Bezeichnung regten sich die damaligen Gemüter auf. Die Frage lautete, wie Hardy seine Heldin oder vielleicht besser Antiheldin als „rein“ bezeichnen kann, wenn sie doch vorehelichen Geschlechtsverkehr hat, ein uneheliches Kind zur Welt bringt und später einen Mann ermordet?

Tess Durbeyfield ist im Grunde genommen ein Opfer. Das Leben bei ihren Eltern in dem Dorf Marlott ändert sich praktisch von einer Sekunde auf die andere, als ihr Vater erfährt, dass er ein Nachfahre des ehemaligen Rittergeschlechts d’Uberville ist. Schnell versucht ihre Mutter, Mittel zu finden, um diese Erkenntnis finanziell auszunutzen. Tess wird kurzerhand in einen Nachbarort geschickt, wo angeblich weitere Nachfahren dieser Familie leben, welche jedoch im Gegensatz zu Tess’ Familie Gutsbesitzer sind. Sie begegnet Alec d’Urberville, einem niederträchtigen Lebemann, der ihre Unerfahrenheit ausnutzt. Tess stürzt dadurch in eine tiefe Krise, aus der sie sich nur langsam erholt. Auf einem Bauernhof versucht sie als Milchmagd ihre Vergangenheit zu vergessen.

Thomas Hardy (1840 – 1928)

Doch die Begegnung mit Angel Clare, der auf demselben Hof sein Wissen über landwirtschaftliche Methoden erweitern will, um später einmal einen eigenen Bauerhnhof zu führen, konfrontiert sie erneut mit ihrem „unmoralischen“ Erlebnis. Die Liebesbeziehung zwischen Tess und Angel wird durch einen weiteren Aspekt bedroht. Alec, der sich inzwischen zu einem religiösen Fanatiker verwandelt hat, hat Tess aufgespürt und stellt ihr erneut nach.

Hardys Roman über eine Frau, deren Leben durch die patriarchalen Moralvorstellungen der viktorianischen Gesellschaft quasi zur Hölle gemacht wird, liest sich auch heute noch packend und ergreifend. Der Autor liefert dem Leser eine Fülle an lebendigen Charakteren, die man selbst nach Beendigung des Buches nicht so schnell vergisst. Sensationell ist hierbei, wie Hardy im Laufe des Romans Tess’ Charakter von einem unerfahrenen Mädchen zu einer geplagten Frau transformiert. Während damalige (männliche) Leser Tess mit Verachtung gestraft haben, hat man heute mit der Figur Mitleid.

Illustration aus der Erstausgabe von „Tess“

Hardy zeigt, dass Frauen in der damaligen Gesellschaft den Ansichten über Moral und Anstand, welche nicht von Frauen, sondern von Männern geprägt wurden, völlig ausgeliefert waren. Während für Männer moralische Regeln weniger streng ausgelegt wurden, waren Frauen auf der Stelle gebrandmarkt, wenn sie sich nicht an die herrschende Moral hielten. Diese zu Gunsten der Männer ausgelegten Bestimmungen prangert Hardy in „Tess“ entschieden an. Laut Dorothee Birke, welche das Nachwort zur 2013 im DTV-Verlag erschienen Übersetzung verfasste, soll Thomas Hardy von seinen weiblichen Lesern viele Dankesbriefe und Zustimmung erhalten haben.

„Tess“ ist jedoch alles andere als eine trockene Abhandlung über Moralvorstellungen. Der Konflikt zwischen den unterschiedlichen Ansichten prägt vielmehr den Ablauf der Handlung sowie das Verhalten der Figuren, sodass eine mitreißende Dramatik entsteht. „Tess“ wird dadurch zu einem spannenden Roman über eine Frau, die nicht so leben darf wie sie möchte.

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schauheimwaertsengel

Cover der Originalausgabe von 1929

Es gibt nicht viele Romane, von denen gleich eine Vielzahl von bekannten Schriftstellern behaupten, dass dieser sie selbst zum Schreiben gebracht oder ihren Stil beeinflusst habe. Ein solcher Fall ist „Schau heimwärts, Engel“ von Thomas Wolfe (1900 – 1938) aus dem Jahr 1929.

Philip Roth, Ray Bradbury, William Faulkner, sogar Hermann Hesse konnten sich nicht diesem Meisterwerk entziehen. Jack Kerouac und die gesamte Beat Generation betrachtete Thomas Wolfe als ihr Vorbild. Und dies nicht ohne Grund. Das, was Thomas Wolfe dem damals bekannten Lektor Maxwell Perkins anbot, sucht bis heute seinesgleichen. Das Manuskript soll angeblich weit über 1000 Seiten gehabt haben. Um es in einen Band herausbringen zu können, wurde der Text auf knapp 600 Seiten zusammengestrichen.

Wolfe war davon nicht wirklich begeistert, doch lag es ihm vor allem daran, endlich den Roman veröffentlichen zu können, nachdem bereits mehrere Verlage das Buch abgelehnt hatten. „Schau heimwärst, Engel“ ist die Geschichte der Familie Gant, die in dem fiktiven Ort Altamont lebt, wo der Vater als Steinmetz arbeitet. Vor dem Geschäft steht ein steinerner Engel, da Gant sich von einem gemeißelten Engel, den er einmal gesehen hatte, zum Bildhauer berufen sah. Im Mittelpunkt aber steht der Junge Eugene Gant, der als letzter von insgesamt acht Kindern zur Welt kommt.

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Thomas Wolfe (1937)

In der Familie geht es alles andere als harmonisch zu. Der Vater ist ein Trinker und versucht stets, seine Frau zu demütigen, während Eliza von Grundstückspekulationen nicht genug bekommen kann, was dazu führt, dass sie sich nicht richtig um ihre Kinder kümmert. Auf diese Weise bekommt Eugene vor allem tiefe familiäre Konflikte mit. Sein ältester Bruder Steve verkommt zu einem Alkoholiker und Herumtreiber, Eugene selbst wird von der eigenen Familie als Außenseiter betrachtet, da er sich für Literatur interessiert und lieber Bücher liest, als sich einen Job zu suchen.

Wolfe erzählt in „Schau heimwärts, Engel“ keine durchgehende Geschichte. Es handelt sich viel eher um eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden. In diesen zeigt der Autor eine fast unbändige Sprachgewalt. Fast wie in einem nicht endenden Rausch schildert er die tragische Geschichte, die zugleich seine eigene ist. Wie kein anderer Autor machte Wolfe aus seinem Leben einen Roman. Seine Familie und die Einwohner von Ahseville waren über die Schilderungen empört. Zwar änderte Wolfe die Namen der Figuren, doch wusste jeder, wer gemeint war.

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Cover der ersten Übersetzung von 1932

Die Folge davon war, dass Thomas Wolfe für mehrere Jahre nicht mehr in seine Heimatstadt zurückkehrte. „Schau heimwärts, Engel“ schlug ein wie eine Bombe. Der Roman wurde zu einem Bestseller. Wolfe, der bis zur Veröffentlichung von seiner 20 Jahre älteren Freundin Aline Bernstein, die eigentlich verheiratet war und zwei Kinder hatte, finanziell unterstützt worden war, konnte von da an selbst für sich aufkommen.

Wer einmal mit „Schau heimwärts, Engel“ begonnen hat, kommt nicht wieder davon los, bis er die letzte Seite des umfangreichen Romans erreicht hat. Wolfe schreibt einerseits sehr poetisch, andererseits aber auch unglaublich packend. Gerne übertreibt er, was die Gestik seiner Figuren anbelangt, sodass manche Szene wie aus einem klassischen Drama erscheint. Es fehlen aber genauso wenig Witz und Ironie, die fein in den Roman eingewebt sind. Zugleich finden sich in dem Roman eine Unmenge an literarischen Anspielungen und Zitaten, die Wolfes Belesenheit offenbart. Kurz: „Schau heimwärts, Engel“ ist ein Roman, den man gelesen haben muss.

 

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northanger-abbey

Titelblatt der Ausgabe von 1818.

Die meisten Leser kennen Jane Austen (1775 – 1817) als Autorin diverser, teils satirischer Liebesromane. Ihr erster Roman, der allerdings erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurde, legt zwar den Fokus ebenfalls auf eine Liebesgeschichte, ist zugleich aber auch eine gelungene Persiflage auf die damaligen Schauerromane.

Die siebzehnjärige Cathrine Morland verbringt den Sommer zusammen mit Mr. und Mrs. Allen, die mit Cathrines Eltern befreundet sind, in Bath. Zunächst verläuft der Aufenthalt alles andere als interessant. Dann aber macht Cathrine die Bekanntschaft mit einem rätselhaften Mann namens Henry Tilney. Tilney, seine Schwester Eleanor und sein Vater General Tilney möchten Cathrine zu sich nach Hause, einer ehemaligen Abtei, einladen. Cathrine, die durch das Lesen von Schauerromanen von alten Gemäuern fasziniert ist, nimmt die Einladung an. Doch kaum ist sie dort angekommen, bemerkt sie merkwürdige Dinge, die in der Abtei vor sich gehen. Und noch etwas gibt ihr Rätsel auf: Hat General Tilney etwa seine Frau ermordet?

Wer den Roman bereits kennt, weiß, dass ich mich bei der Inhaltsangabe auf die Kernhandlung beschränkt habe. Denn Jane Austen würzt ihren Roman mit einer Vielzahl weiterer Figuren, wie etwa Isabella Thorpe, mit der sich Cathrine in Bath anfreundet, die sich jedoch immer sonderbarer verhält, sowie Isabellas Bruder John, einem Angeber und Lügner, der Cathrines Leben schwer macht. Nicht zuletzt auch Cathrines Bruder James, der sich Hals über Kopf in Isabella verliebt.

northanger-abbey1Ich muss zugeben, dass ich zuvor noch nie einen Roman von Jane Austen gelesen habe. Und, um es kurz zu machen, die Lektüre von „Northanger Abbey“ hat mich spätestens ab der dritten Seite regelrecht umgehauen. Wieso? Jane Austens Roman wirkt nicht nur unglaublich modern, sondern besticht durch schwungvolle, gewitzte Dialoge, die einen regelrecht mitreißen. Die Geschichte um Cathrine, deren Fantasie und Weltanschauung vom Lesen der Schauerromane geprägt ist, ist zudem so dicht und spannend erzählt, dass man mit dem Lesen einfach nicht aufhören kann. Stets möchte man wissen, wie es im nächsten Kapitel weitergeht und so legt man das Buch nicht zur Seite, sondern liest den ganzen Roman in einem durch.

Die Figuren wirken überaus lebendig und geradezu echt, die Wendungen und Zwischenfälle sind grandios eingefädelt. Es ist hierbei nicht zu viel verraten und hat auch nichts mit der Pointe zu tun, dass John Thorpe auf seine geradezu ekelhafte Art versucht, die Beziehung zwischen Cathrine und Henry zu zerstören.

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Die grandiose Umsetzung als Hörspiel von Marc Gruppe und Stephan Bosenius.

Was den Roman einen zusätzlichen Reiz verleiht, ist der Aspekt, dass Jane Austen in die Liebesgeschichte die Merkmale der damaligen Schauerromane einwebt, sodass aus der Mischung aus Satire und Liebesgeschichte ein leichter Touch düsteren Grauens aufkommt. Beinahe so wie Cathrines Lieblingsheldin aus Ann Radcliffes „Udolpho, der Magier“, so wird auch sie, wenn auch nicht entführt, dann immerhin doch mit einer Kutsche in ein einsam gelegenes altes Gebäude gebracht, in dem es anscheinend nicht mit rechten Dingen zu geht. All dies funktioniert bei Jane Austen beinahe so wie in heutigen Horrorkomödien, und es ist ein Wunder, dass der Roman bisher nur zwei Adaptionen fürs Fernsehen erfuhr.

Egal, ob man Liebesromane mag oder nicht, und egal, ob man Jane Austen mag oder nicht, „Die Abtei von Northanger“ ist ein ersklassiger, witziger und spannender Roman. Unterhaltsamer kann eine Geschichte kaum sein.

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lafcadio hearn1„Chita“ lautet der Titel von Lafcadio Hearns (1850-1904) erstem Roman. Es handelt sich um die Geschichte eines gewaltigen Sturms und dessen Folgen. Die Insel Last Island, auf der gerade viele Besucher ihren Urlaub verbringen, wird plötzlich von einem noch nie dagewesenen Sturm heimgesucht. Beinahe alles fällt ihm zum Opfer. Auch ein großes Hotel, das unter seiner Wucht zusammenbricht. Hinzu kommen meterhohe Wellen, welche die Inselbewohner mit sich hinaus ins Meer reißen. So auch das Mädchen Chita, das von einer einheimischen Suchmannschaft zusammen mit ihrer toten Mutter gefunden wird. Da niemand sich nach dem Schicksal des Mädchens erkundigt, wird es von einem Fischer und dessen Frau aufgezogen.

lafcadio hearnLafcadio Hearn war deutschen Lesern bisher vor allem durch seine Sammlungen japanischer Geistergeschichten ein Begriff. Hearn, dessen Leben dem Schicksal einer Charles Dickens-Figur gleicht, trieb es Ende des 19. Jahrhunderts nach Japan, wo er als Dozent für englische Literatur an der Universität in Tokio arbeitete. Er heiratete eine Japanerin und nahm den japanischen Namen Koizumi Yakumo an. Seine Eindrücke und Berichte über Japan rückten seine Werke, die er in den USA verfasste, mehr und mehr ins Vergessen.

Ein großer Fehler, wie sich herausstellt. Denn gleich sein erster Roman „Chita“ ist ein sprachgewaltiges Werk, das vor allem durch die Beschreibung des ungeheuren Sturmes beeindruckt. Das langsame Aufziehen bedrohlicher Wolken, dann die ersten Vorboten und schließlich die volle Gewalt, mit welcher der Sturm losbricht. All dies schildert Hearn so eindrucksvoll, dass man sich als Leser mitten drin in dem unheilvollen Geschehen wähnt. Doch auch das Schicksal der kleinen Chita, die von ein paar Fischern gerettet wird, lebt von einer sonderbaren Tragik und einer Dichtheit, die das Buch zu einem sowohl spannenden als auch mitreißenden Lesevergnügen machen.

Lafcadio Hearn: Chita. Verlag Jung und Jung 2015, übersetzt von Alexander Pechmann, 135 Seiten, 17,90€, ISBN: 978-3-99027-068-4

 

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2 Jahre FILM und BUCHUnd schon wieder ist ein Jahr um. Für uns heißt das: zwei Jahre FILM und BUCH. 2010 erblickte das erste e-Magazin das Licht der Welt. Seitdem sind es sieben Ausgaben geworden. Ausgabe 8 ist gerade in Vorbereitung. Interessant ist hierbei, dass Ausgabe 7 und Ausgabe 3 die bisher erfolgreichsten e-Magazine sind. Das Schlusslicht bildet Ausgabe 4.

Seit Sommer 2013 haben wir begonnen, Interviews mit interessanten Regisseuren, Verlegern und Autoren zu führen. Dabei gelang es uns, mit so bekannten Regisseuren wie Larry Fessenden (der führende Indie-Regisseur in den USA), Sebastian Niemann (Regisseur von u. a. „Das Jesus Video“) und Ivan Zuccon (der zurzeit bekannteste italienische Horrorregisseur) in Kontakt zu kommen. Alle drei übrigens unwahrscheinlich nette Menschen. Innerhalb der literarischen Branche konnten wir bisher Interviews mit dem Bestsellerautor Andreas Eschbach, dem Verleger Michael Kirchschlager und den Hörspiel-Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius führen.

Zurzeit planen wir, auch japanische und koreanische Filmemacher zu kontaktieren, was sich aber bisher als eher schwierig erwies. Dennoch arbeiten wir weiter daran, denn besonders der koreanische Filmmarkt hat weltweit eine einzigartige Entwicklung durchgemacht, die keineswegs zum Erliegen gekommen ist.

Das Magazin-Blog war übrigens zunächst nur für das e-Magazin gedacht. Da wir aber merkten, dass es zu den unterschiedlichen Themen noch vieles mehr gibt, beschlossen wir, das Blog als eine Ergänzung zum Magazin zu führen. So werden hier mehrmals im Monat neue Artikel, Essays und Rezensionen veröffentlicht (ingesamt befinden sich bisher 120 Texte online). Den Schwerpunkt koreanische Popkultur werden wir weiterhin beibehalten. Inzwischen interessieren sich in Deutschland mehr und mehr Leute für koreanische Filme und K-Pop. Daher werden wir weiterhin versuchen, über die aktuellen Strömungen innerhalb der koreanischen Popkultur zu berichten.

Wir möchten die Chance auch nutzen, um uns bei allen Lesern zu bedanken, die auf unser Blog kommen und unser kostenloses e-Magazin herunterladen (das übrigens nicht nur hier erscheint, sondern auch auf beam-ebooks und auf zulu-ebooks). Wir hoffen, euch weiterhin spannende und interessante Artikel liefern zu können und wünschen euch weiterhin viel Spaß mit FILM und BUCH.

 

 

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Wissenschaftsgeschichtliche Miszelle über „Literaturgesellschaft“ und „Leseland“ DDR der 1980er Jahre als deutsch-deutsche Kontoverse.

Es gab Mitte der 1980er Jahre tatsächlich einmal eine so offen wie öffentlich ausgetragene Debatte zu den beiden unterüberschriftig angedeuteten Themenfeldern. Warum zwei damals prominente DDRLiteratursoziologen – einer dieser weiland auch Vorstand des DDR-Schriftstellerverbands – auf (m)einen speziellen Beitrag zur empirischen Literatursoziologie und Lese(r)forschung, der
vergleichbare wissenschaftliche Maßstäbe anlegte wie bei der Kritik bundesdeutscher Forschungsstudien und der durchaus als kritisch-solidarischer Beitrag angelegt war, so (über)reagierten – konnte ich auch später, Ende der 1990er Jahre, in einem vier-Augen-Gespräch mit einem der DDR-Forschungsgruppe angehörenden Autor, der sich an der Polemik der beiden 1985 nicht beteiligte, nicht erfahren. Und daran, daß ich damals in der DDR als junger „fortschrittlicher bürgerlicher Wissenschaftler“ galt, der sowohl in den „Weimarer Beiträgen“ wie auch in der 1980 neugegründeten Zeitschrift „Germanistik“ publiziert wurde, dürfte´s mutmaßlich nicht gelegen haben;-) …

Der erste SPIEL-Text (1984)[1] klang so aus: Allen beeindruckenden Daten übers „Leseland“ Deutsche Demokratische Republik relativierend, gibt es offensichtlich in der DDR-„Literaturgesellschaft“ zumindest in weiten Teilen gegenüber der „sozialistischen Gegenwartsliteratur“ gleichgültige und indifferente Lesantriebe und Lektüreausrichtungen. Sie korrespondieren formal mit vergleichbaren unterhaltungsliterarischen Bedürfnissen realkapitalistischer westlicher Gesellschaften – nicht zuletzt der Bundesrepublik -, bedeuten aber nicht notwendig ein literarische Flucht in den Westen, sondern zunächst nur Distanz(en) gegenüber dem DDR-Alltag uni seiner literarischen Verdopplung […] Zugleich scheinen sowohl im tatsächlichen, aktuellen Leseverhalten – das natürlich auch in der DDR immer in hohen Maße von über den Büchermarkt verfügbaren Büchern und fiktionalen Lesestoffen abhängt – als auch in den tieferliegenden Lesantrieben, Lektüreinteressen, themen- und genrebezogenen Lesestoffen Momente einer verborgenen Gesellschaft auf. Sie mögen gewertet werden als wertbezogener gesellschaftlicher Kontrapunkt oder auch als spurenhafte Elemente historisch älteren volkstümlichen Drangs nach eigenem vitalen Ausdruck – verweisen aber in jefem Fall auf die „ungelöste Wechselwirkung … zwischen dem fertig Gestalteten und dem Suche nach eigenem Ausdruck“ (Peter Weiss). Leseverhalten und Lektüreinteressen in der DDR der 70er Jahre veranschaulichen aber auch das empirisch vorhandene Ausmaß gesellschaftlicher Differenzierung. Die breit und nicht zuletzt im Lager der „unmittelbaren Produzenten“ (Marx) vorhandenen Leseinteressen und Lektürebedürfnisse verwiesen auch in ihrer offensichtlichen Gleichgültigkeit und Indifferenz gegenüber „sozialistischer Gegenwartsliteratur“ damit durchaus auf die „Vitalität der Bedürfnisse“. Deren ideeller Ausdruck ist […] jene Spannungs- und Entspannungsliteratur als Ausdruck von Entlastungs-, Flucht- und Verweigerungstendenzen gegenüber dem DDR-Alltag, seiner relativen Sicherheit, aber auch der mit ihr notwendig einhergehenden Statik und Monotonie. Diesem steht der noch immer vorhandene „Hunger nach Unmittelbarkeit“ (Siegfried Kracauer) in Form erkennbarer Lektüreinteressen und Lesemotive drängend und in seiner zunächst immer gegeben Ambivalenz gegenüber. Die Untersuchung von Leseverhalten, Lektüreinteressen und Leseerfahrung in der DDR zeigt aber noch einen weiteren Aspekt: daß nämlich jene Autoren und Werke der DDR, die in der Bundesrepublik als die DDR-Literatur diskutiert werden, in der DDR-Lesestoffe einer Minderheit sind. Dem nachzuspüren, warum das so ist, wäre freilich eine andere Untersuchung.

Kleines, verwundertes Nachwort hieß unter Bezug auf ein Anna-Seghers-Zitat der zweite knappe SPIEL-Text (1985): „Ob der „Kernpunkt“ meines […] Beitrags einen „Komplex von Vorurteilen … über die gesellschaftlichen Verhältnisse“ in der DDR beförderte, weiß ich nicht. Und als Autor stecke ich auch, um die zugestandenen Antwortzeilen einhalten zu können, dunkel über mich Angedeutetes wie mir sprachlich Unklares ebenso weg wie die schlußendliche Rubrizierung als „Konvergenztheoretiker“. Trotzdem finde ichs schade, daß Sommer/Walter (S&W) meine systematische Arbeitsweise in ihrem Rückbezug auf „gesellschaftliche Verhältnisse“ in der DDR so wenig strukturiert ansprechen wie sie die „dahinter stehende Vorstellungswelt“ kritisch offenlegen. Gerade dies hätte mich interessiert. Denn das – von mir, zugegeben, nur im Schlußakkord angedeutete Konzept von „hidden society“ könnte auch – hüben wie drüben – prominente Literatursoziologen gerade dann interessieren, wenn sie sich nicht auf ein Funktionsverständnis von Datenrapporteuren reduzieren lassen wollen […] S&W verwechseln … zweierlei: erstens ihre soziotechnische Methode mit der erfragten Realität, und zweitens mein – zugegeben idealtypisches – Verfahren mit einer mechanischen – ideologischen – Vorstellung. Erstgenanntes habe ich in der Tat angewandt. Letztere unterstellen mir S&W, weil ich, ihrem Auswertungsverfahren gegenüber skeptisch, so verfahren bin. Schließlich vermag ich nicht zu erkennen, warum S&W einerseits ihre Befragungsergebnisse als „Präponderanz“ des Lebens gegenüber Kunst/Literatur betonen – und auf der anderen Seite die in meiner Interpretation stärker betonte Flucht-These so zentral, ausgiebig und (vielleicht auch) langweilig attackieren. Zumal ich immer noch denke, in auch für S&W nachvollziehbarer Form festgehalten zu haben, daß diese Flucht nicht mit der Flucht aus der DDR (etwa in die BRD) ineinsgesetzt werden kann. S&W befinden zum Schluß, mein Beitrag eigne sich nicht als „Ausgangspunkt für einen wissenschaftlichen Meinungsstreit“, bescheinigen zugleich eingangs „wohlwollendes Nachdenken.“ Die eine Wertung scheint mir so problematisch wie die andere überflüssig. <27.II.1985>

Aber wie auch immer: Wenn diese wissenschaftsgeschichtliche Debatte, die implizit auch eine zwischen einem realsozialistisch-staatsalimentierten Autorenkollektiv und einem unabhängigen, westmarxistisch engagierten „Sozialwissenschaftsjournalisten“ (Lars Clausen) war und in einer soziokulturellen Kerndimension die politische Frage des „dritten“ gesellschaftlichen Wegs zwischen Spätkapitalismus und Realsozialismus in Deutschland ansprach – dann verweist sie auch Jahrzehnte später in der Rückschau auf eine „linke“ Merkwürdigkeit: daß grad jene (in der referierten Debatte von mir selbstbewußt vertretene) unabhängige marxistische Strömung westlicher Provenience mit ihren subjektwissenschaftlichen Zügen nicht nur unbegriffen blieb – sondern als tendenziell schon staatsfeindliche Ideologie attackiert wurde. Dieser Tendenz entsprach der Tatbestand, daß auch der damalige DDR-„Bücherminister“ Klaus Höpcke eine 1987 angeregte öffentliche Debatte anläßlich einer Tagung in Neuwied/Rhein Ende 1988[2] so gar nicht als Chance marxistischen Lernens in der Beschreibung, Untersuchung und Debatte realexistierender Widersprüche verstand …

Die (von mir als damals vierzigjährigem Autor so kundig wie engagiert vertretene) third position erwies sich schon wenige Jahre später als machtpolitisch illusionär – auch wenn eine ähnliche Position des „dritten“ Weges jenseits von Spätkapitalismus und Realsozialismus in der noch existierenden DDR Ende November 1989 von damals prominenten DDR-Bürgern und Intellektuellen wie (dem von mir geschätzten) Stefan Heym im bewegenden Aufruf Für unser Land öffentlich propagiert und bis Mitte Januar 1990 von etwa einer Million DDR-Bürgern mitunterzeichnet wurde. Ähnlich wie das gleichentags, am 28. November 1989, verkündete Zehn-Punkte-Programm von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU)[3] wandten sich die Verfasser des DDR-Aufrufs gegen die „Wiedervereinigung“ genannte deutsch-deutsche Staatsvereinigung und betonten[4]: Entweder können wir auf der Eigenständigkeit der DDR bestehen und versuchen, mit allen unseren Kräften und in Zusammenarbeit mit denjenigen Staaten und Interessengruppen, die dazu bereit sind, in unserem Land eine solidarische Gesellschaft zu entwickeln, in der Frieden und soziale Gerechtigkeit, Freiheit des einzelnen, Freizügigkeit aller und die Bewahrung der Umwelt gewährleistet sind. Oder wir müssen dulden, daß, veranlaßt durch starke ökonomische Zwänge und durch unzumutbare Bedingungen, an die einflußreiche Kreise aus Wirtschaft und Politik in der Bundesrepublik ihre Hilfe für die DDR knüpfen, ein Ausverkauf unserer materiellen und moralischen Werte beginnt und über kurz oder lang die Deutsche Demokratische Republik durch die Bundesrepublik Deutschland vereinnahmt wird. Laßt uns den ersten Weg gehen. Noch haben wir die Chance, in gleichberechtigter Nachbarschaft zu allen Staaten Europas eine sozialistische Alternative zur Bundesrepublik zu entwickeln. Noch können wir uns besinnen auf die antifaschistischen und humanistischen Ideale, von denen wir einst ausgegangen sind.

[1] Englische Zusammenfassung: THE GDR – A PARADISE FOR THE READER AND A NEW LITERARY SOCIETY? Some Systematic Notes on the Use of Literature within the German Democratic Republic. According to the image of the GDT-society, it must be some paradise for the reader: “Leseland” (Klaus Höpcke), and an advanced literary society “Literaturgesellschaft (J.R. Becher). That´s, indeed, not the very truth: besides all the impressive data, e.g. on book production and the network of literary institutions like public libraries, there do exist problems. Some of them are discussed in this essay: e.g., the need of readers for literature due to entertainment. Surveying as much as empirical data from within as he could find out the author of this piece argues that the literary system of the GDR looks pretty more contradictory than its image: although there is no doubt about the fact that the DGR-society succeeded in overcoming those literary genres and texts of so-called popular literature as basically produced in the advanced capitalist societies this development itself gad produced new problems – both relevant within the literary and the social process itself. (SPIEL 1/1984: 99)

[2] “Mut, nochmals Mut immerzu Mut”. Protokollband des internationalen wissenschaftlichen Friedrich-Wolf-Symposions der Volkshochschule der Stadt Neuwied vom 2.-4. Dezember in Neuwied aus Anlaß des 100. Geburtstags von Dr. Friedrich Wolf *23.12.1988 in Neuwied. Neuwied: Kehrein, 1990, ii/318 p.; Beitrag Höpcke 38ff., Beitrag Albrecht 187ff.

[3] http://webarchiv.bundestag.de/archive/2009/0109/geschichte/parlhist/dokumente/dok09.html

[4] http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/DieDeutscheEinheit_aufrufFuerUnserLand/index.html

Publikationen (Auswahl)

(1) Lesbares; Gedrucktes
Das Buch in der BRD; in: Weimarer Beiträge 21 (1975) 12: 129-145 – Leseverhalten und Lektüregebrauch, in: Diskussion Deutsch 7 (1976) 30: 367-384 – Romanzeitung in der DDR: Literatur als Massenmedium; in: publikation, 25 (1979) 7: 13-21 – Aspekte der gegenwärtigen Literatursoziologie; in: Diskussion Deutsch, 11 (1980) 54: 434-443 – Some Aspects of the Sociology of Literature; in: British Journal of Sociology, 32 (1981) 4: 483-492 – Die meisten Leser erwarten eine Leiche: Über den Krimi in der DDR, in: die horen, 26 (1981) 124: 115-130 – [Mitautorin Wilma Ruth Albrecht] Krimi – und Literaturwissenschaft, in: Literatur in Wissenschaft und Unterricht, 13 (1980) 2: 124-142; auch in: Zeitschrift für Germanistik 2 (1981) 4: 438-450 – Der Leser als Objekt; in: Literaturwissenschaft und empirische Methoden (Hg. Helmut Kreuzer; Reinhold Viehoff), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1981 [= Literaturwissenschaft und Linguistik/Beiheft 12]: 329-
347 – ´Sozialistische Gegenwartsliteratur´ und ´echte Geschichten´; in: L ´80, 32/1984: 75-85 – Wolfgang Schreyer et le roman d´aventures; in: Conaissance de la DRA, 18.1984, 51-76 – „Literaturgesellschaft DDR“? – Leseverhalten, Lektüreinteressen und Leserfahrungen in der DDR; in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) 7. 7. 1984: 17-26; erweitert auch in: Bertelsmann Briefe 115/1984: 15-24 – Das Bedürfnis nach „echten Geschichten“. Systematischer Versuch über Unterhaltungsliteratur in der DDR; in: Jahrbuch zur Literatur in der DDR 4 (1985): 185-213 – Leseverhalten, Lektüreinteressen und Leseerfahrungen in der DDR; in: Siegener Periodikum für internationale empirische Literaturwissenschaft (SPIEL) 3 (1984) 1: 99-118 – Keines, verwundertes Nachwort; in: SPIEL 4 (1985) 1: 203-204 – Wolfgang Schreyers Abenteuerromane; in: L´80, 35/1985: 132-144; erweitert auch in: Diskussion Deutsch, 16 (1985) 86: 620-637 – „Leseland“ DDR oder das Bedürfnis nach „echten Geschichten“; in: deutsche studien 14 (1986) 94: 133-142; auch in: Germanistische Mitteilungen, 24/1986: 15-26 – Leseland DDR – Ein Mythos; in: Buch Magazin 7/1987: 20 – Das Bedürfnis nach echten Geschichten. Zur zeitgenössischen Unterhaltungsliteratur in der DDR. Frankfurt/Main: Peter Lang, 1987, 134 p. [= Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte 15. Hg. Helmut Kreuzer; Karl Riha]

(2) Hörbares; Gesendetes
„Die meisten Leser erwarten eine Leiche“: Über den Krimi in der DDR und seine Entwicklung (SFB 6./13.2.1981) – Über Bücher und andere Drucksachen: Leseinteressen und Lektüreverhalten in der DDR (DLF 25.8.1984) –„Wir haben eine Spur gezogen“: Der DDR-Unterhaltungsschriftsteller Wolfgang Schreyer (DLF 25.10.1984) – „Literaturgesellschaft“ DDR (RB 17.6.1986) – „Leseland“ DDR (SDR 1.10.1986) – Das Bedürfnis nach „echten Geschichten“: „Literaturgesellschaft“ DDR (HR 18.4.1987) – „Literaturgesellschaft“ DDR (SWF 16.10.1988) – Westmedien in der DDR (WDR 10.5.1989) – Von der Kühlschrank-Theorie zum Clockwork-Orange-Syndrom: Über kulturelle Grenzen der deutsch-deutschen Annäherung (WDR 3.10.1991)

Richard Albrecht wurde als Sozialwissenschaftler promoviert (1976), als Politikwissenschaftler habilitiert (1989) und lebt als freier Sozialwissenschaftsjournalist in Bad Münstereifel. Letzte Buchveröffentlichung: HELDENTOD. Kurze Texte aus langen Jahren (Aachen: Shaker, 2011). Netzseite -> http://wissenschaftsakademie.net e-Post -> eingreifendes.denken@gmx

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