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Posts Tagged ‘Horrorromane’

Graham Masterton ist einer der bekanntesten Horrorautoren aus England. Mit „Gequälte Engel“ erscheint nun der zweite Roman aus der Serie um die Ermittlerin Katie Maguire, die es in der irischen Hafenstadt Cork vor allem mit unheimlichen und brutalen Fällen zu tun hat. Bereits der erste Roman „Bleiche Knochen“ machte deutlich, dass Masterton keinen „normalen“ Krimi abliefern wollte, sondern interessante Charaktere in eine spannende und komplexe Story einbettete, die die Aspekte des Mystery-Thriller mit denen des Horror- und Kriminalromans verbindet.

Masterton ist ein Meister darin, reale Vorkommnisse mit mystischen und folkloristischen Merkmalen zu verbinden und dadurch eine ungewöhnliche und beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die den Leser nicht mehr loslässt. Genau dies gelingt ihm auch in dem zweiten Katie Maguire-Fall, in dem es um eine äußerst brutale Mordserie geht. Die Opfer sind alle Priester. Und je mehr Katie Maguire und ihr Ermittlerteam dem mysteriösen Fall nachgeht, desto bizarrere Ausmaße nimmt der Fall an.

Graham Mastertons zweiter Katie Maguire-Roman ist um ein Vielfaches düsterer als „Bleiche Knochen“. Das liegt vor allem auch an der intensiven Thematik, mit der sich der Autor in „Gequälte Engel“ beschäftigt. Es ist schwer, über diesen Roman zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Daher soll hier lediglich erwähnt werden, dass es um ein entsetzliches Geheimnis innerhalb der katholischen Kirche in Irland geht. Auf diese Weise setzt sich Masterton auch mit den aktuellen Skandalen auseinander, die dem Roman, trotz mancher satirischer Seitenhiebe, eine durchaus realistische Note verleihen. Es scheint so, als habe Masterton diese Thematik schon seit langem unter den Nägeln gebrannt. Mit dem zweiten Katie Magurie-Roman hat er schließlich einen Weg gefunden, um diese gekonnt zu verarbeiten.

„Gequälte Engel“ ist nicht nur genauso spannend wie „Bleiche Knochen“, sondern übertrifft Band eins in dieser Hinsicht sogar. Dies liegt vor allem daran, da Masterton dieses ernste Thema mit einer unheimlich-mystischen Aura verbindet, die dem Fall seine bizarre Note verleiht. Wie jeder Roman Mastertons, so ist auch „Gequälte Engel“ hervorragend geschrieben. Aufgrund des dichten Schreibstils schreitet die Handlung in rasendem Tempo voran, wobei die Beklemmung und die Spannung von Seite zu Seite zunehmen.

Graham Masterton gelingt stets das Meisterstück, in jedem seiner Romane den Nervenkitzel neu zu erfinden. So auch in „Gequälte Engel“, wobei der Roman einem aufgrund seiner Intensität auch nicht mehr so leicht aus dem Kopf geht. Kurz: ein erstklassiger Horrorthriller.

Graham Masterton. Gequälte Engel. Festa Verlag 2017, 457 Seiten, 13,99 Euro, ISBN: 978-3-86552-575-8

 

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Der hässliche, gelbe Aufkleber befindet sich übrigens nicht auf dem Buchcover, sondern auf der Folie 😉

H. P. Lovecraft ist der Autor, der, neben Edgar Allan Poe, die phantastische Literatur beeinflusste wie kein anderer. Und dies, obwohl er nur eine längere Erzählung und mehrere Kurzgeschichten veröffentlichte. All seine anderen Werke erschienen erst postum, vor allem dank der Herausgeberschaft von August Derleth, der Lovecraft allerdings nie begegnet war.

Im Laufe der Zeit erschienen auf diese Weise mehr und mehr Sammelbände, die Geschichten Lovecrafts beinhalteten. In Deutschland erschien 1965 eine erste deutsche Sammlung mit Lovecraft-Geschichten im Heyne Verlag. Von da an häuften sich die Anthologien, doch das Problem war, dass die Übersetzungen nie den jeweiligen Originalwerken gerecht wurden oder manche Begriffe, die Lovecraft verwendete, falsch übersetzt wurden, woraus sich dann auch verzerrte Zusammenhänge ergaben.

In der gewaltigen Lovecraft-Ausgabe, die nun bei Fischer/TOR erschienen ist, versuchten die Übersetzer, genau diese Fehler zu vermeiden, und waren, neben der eigentlichen Übersetzungsarbeit, auch stark am Recherchieren. Das Ergebnis lässt sich sehen. Denn die Geschichten und Romane, die in dem Band versammelt sind, erscheinen somit in einem völlig neuen Glanz. Man kann hier wirklich sagen: in diesem Buch liest sich Lovecraft anders.

Doch ist dies nicht das Einzige, was diesen Koloss von Sammelband ausmacht. Bei dem Buch handelt es sich um eine von Leslie S. Klinger herausgegebene Sammlung, bei der die Werke Lovecrafts nicht nur zusammengestellt, sondern auch ausführlich kommentiert wurden. Für die deutsche Ausgabe wurden die Kommentare von den beiden Lovecraft-Experten und Übersetzern Andreas Fliedner und Alexander Pechmann erweitert und, wenn nötig, ergänzt.

Ein ausführliches Vorwort, das sich mit dem Leben und dem Werk Lovecrafts befasst, und ein überaus ausführlicher Anhang, der unzählige weitere Informationen liefert und bei dem auch FILM und BUCH-Herausgeber Max Pechmann ein wenig seine Hand im Spiel hatte (er ergänzte die Liste der Lovecraft-Verfilmungen bzw. Lovecraft-Filme), runden das Buch ab. Das Ergebnis ist eine wahre Bibel für Lovecraft-Fans und solche, die es werden wollen, bespickt mit vielen Bildern und einem Layout, bei dem man sich die Finger leckt.

Einzig und allein der Titel der Sammlung ist mit „Das Werk“ ein wenig irreführend, beinhaltet der Band doch nicht sämtliche Erzählungen Lovecrafts, sondern eine Auswahl davon. Doch spätestens beim Durchblättern dieses gewaltigen Buches, hat man den Kritikpunkt schon wieder vergessen.

H. P. Lovecraft. Das Werk (Hrsg. Leslie S. Klinger). Fischer/TOR 2017, 912 Seiten (gebunden mit Schutzumschlag), 68,00 Euro

 

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Mit „Monster“ erscheint nun bereits der sechste Roman von Carl Denning. Mit ca. 310 Seiten ist es zudem der bisher umfangreichste Horrorthriller.

Altamont ist ein kleiner und friedlicher Ort am Rand des Grand Jardin Nationalparks in Kanada. Diese Idylle endet plötzlich, als auf einer Lichtung eine Gruppe Umweltschützer bestialisch ermordet wird. Kurz darauf findet ein Biologe die verstümmelte Leiche eines alten Einsiedlers. Was die Fälle noch unheimlicher macht, ist, dass an jedem der Tatorte ein mysteriöser Steinhaufen errichtet wurde. Und noch etwas macht den Fall äußerst bizarr: an einem der Tatorte wird der Abdruck eines riesigen Fußes entdeckt. Für Susan Gant, Chefinspektor und Leiterin der Polizeistation in Altamont, deutet zunächst alles auf die grausamen Taten eines Psychopathen hin. Doch bald kommt sie zu der Erkenntnis, dass etwas weitaus Schlimmeres sein Unwesen in den endlosen Wäldern treibt. Ein Monster geht um. Und die Zeit drängt. Denn schon fallen weitere Menschen der albtraumhaften Kreatur zum Opfer …

Von Carl Denning erschienen bereits die Horrorromane:

Blutige Schatten, Das Böse, Angst, Darkmoore und Todesstation.

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Dieses Jahr ist nicht nur fünf Jahre FILM und BUCH, sondern auch drei Jahre Carl Denning. Das bedeutet drei Jahre Spannung und Gänsehaut. Der Slogan „Nur eines ist sicher: ihr werdet euch fürchten“ ist hier Programm. Fünf Romane sind bisher erschienen. Der neueste Roman erscheint noch in diesem Sommer. Und ebenfalls wird in wenigen Wochen eine Heftromanserie im e-Book-Format starten. 🙂

Hier die bisher erschienenen Horrorthriller:

Todesstation ist der bisher erfolgreichste Roman von Carl Denning:

Die Besatzung einer abgelegenen Forschungsstation in den Alpen macht eine seltsame Entdeckung: Bei einem Zwischenfall wird der Eingang einer Höhle freigelegt, in der sich prähistorische Felszeichnungen befinden. Manche von ihnen wirken äußerst bizarr. Die junge Archäologin Joan Jansen soll die Bilder untersuchen. Doch sie steht selbst vor einem Rätsel. Solche Bilder hat sie bisher noch nirgendwo gesehen. Die Situation wird noch merkwürdiger, als die Forscher mit unheimlichen Ereignissen konfrontiert werden, die sich von Mal zu Mal intensivieren. Als es schließlich zu einem schrecklichen Todesfall kommt, gerät die Lage zunehmend außer Kontrolle …

Ich habe von Carl Denning alle Bücher gelesen. Und dieses gehört zu den Besten für mich.“ (Lesermeinung)

Blutige Schatten ist der erste Roman von Carl Denning:

Ein Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

Spannung bis zum Ende. Das Buch ist schwer aus der Hand zu legen.“ (Lesermeinung)

Das Böse ist der zweite Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

„‚Blutige Schatten‘ fand ich schon genial. Dieses hat mir genauso gut gefallen. Ein toller Schreibstil, der einen das Buch nicht aus den Händen legen lässt.“ (Lesermeinung)

Angst lautet der dritte Roman der Geisterhaus-Trilogie:

Das alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

„Das perfekte Buch für einen Gruselabend! Es ist nur zu empfehlen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.“ (Lesermeinung)

Darkmoore ist der bisher umfangreichste Roman von Carl Denning:

Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

„Spannend, gruselig. Ein bisschen auch wie ein Krimi.“ (Lesermeinung)

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Carl Denning bedeutet Gänsehaut pur.

Spannende und unheimliche Horrorthriller – exklusiv als e-Book.

Egal, ob in der Leseecke, unter der Bettdecke oder auf Reisen –  Nur Eines ist sicher: ihr werdet euch fürchten!

Fünf Romane sind bereits erschienen.

Und das Schöne ist: bald kommt der nächste.

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Seit drei Jahren lehrt Horrorautor Carl Denning seinen Lesern das Fürchten. Bisher sind fünf Romane erschienen:

TodesstationCover11Todesstation:

Die Besatzung einer abgelegenen Forschungsstation in den Alpen macht eine seltsame Entdeckung: Bei einem Zwischenfall wird der Eingang einer Höhle freigelegt, in der sich prähistorische Felszeichnungen befinden. Manche von ihnen wirken äußerst bizarr. Die junge Archäologin Joan Jansen soll die Bilder untersuchen. Doch sie steht selbst vor einem Rätsel. Solche Bilder hat sie bisher noch nirgendwo gesehen. Die Situation wird noch merkwürdiger, als die Forscher mit unheimlichen Ereignissen konfrontiert werden, die sich von Mal zu Mal intensivieren. Als es schließlich zu einem schrecklichen Todesfall kommt, gerät die Lage zunehmend außer Kontrolle …

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Das Böse:

Das Einsame Haus steht auf einer kleinen Insel vor der Küstenstadt Belsen. Eine 200 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut ist das Haus vom Festland vollkommen getrennt. Seit 20 Jahren steht das Gebäude leer. Mira sieht darin einen geeigneten Ort für ihre Uni-Abschlussfeier. Zusammen mit ihren Freunden plant sie, eine Nacht dort zu verbringen. Zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch dann kommt die Flut. Und das Grauen beginnt …

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Angst:

Das alte Firmengebäude steht seit Jahren leer. Anfang der 70er Jahre drehte dort ein Mitarbeiter durch und ermordete mehrere seiner Kollegen. Der exzentrische Psychologieprofessor Jean Kalat sieht in dem Haus einen geeigneten Ort für sein Experiment. Er möchte den Gerüchten nachgehen, die besagen, dass es in dem Gebäude spukt. Zusammen mit seiner Assistentin Ellen und einer Handvoll Studenten verbringt er eine Nacht darin. – Der Aufenthalt wird zum Horrortrip.

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Blutige Schatten:

Ein Haus, in dem es tatsächlich spukt? Das Martenshaus gilt als Monster unter den Spukhäusern. Als eine Gruppe Parapsychologen den unheimlichen Gerüchten, die sich um dieses Gebäude ranken, nachgehen möchte, kommt es zur Katastrophe: Zwei Tote und eine vermisste Person. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Wenige Tage später sucht der bekannte Grenzwissenschaftler Frederic Tubb zusammen mit seinem Team das Haus auf, um den sonderbaren Zwischenfall zu untersuchen. Bereits in der ersten Nacht ereignen sich unerklärliche Dinge. Und schon bald wünscht sich Tubb, das Haus nie betreten zu haben…

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Darkmoore:

Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

 

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exorzistAm 12. Januar starb Autor William Peter Blatty. Für längere Zeit arbeitete er als Drehbuchautor mit Komödienspezialist Blake Edwards zusammen, doch seine eigentliche Bekanntheit erlange Blatty durch „Der Exorzist“. 1971 veröffentlicht, wurde der Roman rasch zum Bestseller. Die filmische Adaption aus dem Jahr 1973 zählt bis heute zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten.

Blatty, der eigentlich Priester werden wollte, arbeitete für einige Jahre als Verwaltungsangesteller an verschiedenen Universitäten. Während dieser Zeit begann er in seiner Freizeit mit dem Schreiben von Romanen. Sein Buch „Der Exorzist“ basiert auf einem wahren Fall aus dem Jahr 1949: an einem Jungen, der angeblich von Dämonen besessen war, wurde damals ein Exorzismus durchgeführt. In dem Roman ist es die 12-jährige Regan, die von dem Dämonen Pazuzu besessen wird. Zunächst glaubt ihre Mutter, dass Regan unter psychischen Störungen leidet. Doch schließlich stellt sich heraus, dass kein Arzt ihr helfen kann …

exorzist2Der Zeitpunkt für eine Veröffentlichung von „Der Exorzist“ hätte nicht besser gewählt werden können. Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre gab es einen Trend hin zum Esoterischen und Okkulten. Blattys Roman und auch der späteren Verfilmung aber lag es nicht einfach daran, eine  Modeerscheinung aufzugreifen, obwohl dies natürlich den Umsatz förderte. In „Der Exorzist“ geht es um viel mehr.

Film und Roman befassen sich mit den Ängsten und dem Wirrwarr der Postmoderne, mit einer aufkommenden Epoche also, in der sich bisherige Strukturen auflösen. Der Priester zweifelt an seinem Glauben, nicht weniger sind die Ärzte von ihrem fachlichen Wissen überzeugt. Während der Priester Regans Mutter einen Psychiater vorschlägt, um die Symptome zu behandeln, raten ihr die Ärzte, einen Exorzismus durchzuführen. In „Der Exorzist“ verläuft alles seitenverkehrt. Es herrscht ein unübersichtliches Chaos. Das rationale Weltbild bekommt Risse, durch die etwas hindurchschimmert, das aufgeklärte Geister wohl als Aberglaube abtun würden. Nur, dieser Aberglaube ist unheimlich lebendig. Das Irrationale wird zu einer Bedrohung für den modernen Menschen innerhalb der Postmoderne. Was glauben wir nur und was wissen wir wirklich?

exorzist1Diese Fragestellung griff Blatty in seinem Roman „Legion“ (1983) wieder auf, nachdem das Sequel „Der Exorzist II“ sich als ein filmisches Desaster herausgestellt hatte, mit dem Blatty nicht in Verbindung gebracht werden wollte. In dem Roman geht es um Inspektor Kinderman, der einer Reihe unheimlicher Morde nachgeht und letztendlich dem Bösen gegenübersteht. Erneut landete Blatty damit einen Bestseller, doch erst 1990 kam es zu einer Adaption – durch Blatty selbst. Der Film spielte zwar das Dreifache seiner Kosten ein, blieb aber dennoch hinter den Erwartungen der Studios zurück.

Obwohl William Peter Blatty weitere Romane schrieb, blieb „Der Exorzist“ sein bekanntestes Buch.

 

 

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