Die Klunkerecke: Superzombie

superzombieDieses Mal ist es angebracht, den deutschen Verleihtitel zu verwenden. Interessanterweise gibt es dazu gleich zwei. Doch egal, welchen der beiden Titel man bevorzugt, es handelt sich um den Horrorfilm „The Manitou“ aus dem Jahr 1978. Der deutsche Verleih Ascot hatte sich wohl nicht für einen Titel entscheiden können. Also nahm man einfach beide und schuf dazu jeweils ein passendes Plakat.

Zum einen kamen die Leute von Ascot auf „Superzombie“, zum anderen auf „Lasersturm“. Ganz egal, welchen der beiden Titel man bevorzugt, beide haben nichts mit dem Inhalt des Films zu tun. „The Manitou“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Graham Masteron. Es geht darin um eine Frau namens Karen, auf deren Rücken ein riesiges Geschwür wächst. Allerdings handelt sich dabei keineswegs um ein Krankheitssymptom. Denn in dieser Riesenbeule sitzt ein kleines, fieses Monster, die Reinkarnation eines bösen Schamanen. Die Beule platzt und das Ungeheuer entkommt. Bereits davor geschehen unheimliche Dinge, doch nachdem der Schamane wiedergeboren ist, verstärken sich diese. Und so versucht ein Medizinmann zusammen mit einem Hellseher, den bösen Geist einzufangen.

superzombie1„The Manitou“ ist der einzige Horrorfilm, in dem Tony Curtis mitspielte. Doch seine Aufgabe erledigte er mit Bravour. „Superzombie“ oder auch „Lasersturm“ (was einem besser gefällt) ist großartige Horror-Trash-Kost. Der Film ist witzig, schnell, überaus spannend und die Ganzkörpermaske des wiedergeborenen Schamanen besitzt so etwas wie Kultcharakter. Höhe- und zugleich inhaltlicher Wendepunkt des Films ist die Szene, in der der Monsterschmanane sich ein Laseduell mit der auf dem Krankenhausbett fliegenden Karen liefert. Ab da ist es Trash at its best.

manitouNatürlich versuchte Regisseur William Girdler, der vor allem im Blaxploitation-Genre beheimatet war, sich an Filmen wie „Exorzist“ oder „Das Omen“ zu orientieren. Hierbei spielte er seinen Produzenten in die Hände, die mit „The Manitou“ auf die Welle der 70er Jahre-Okkultismusfilme aufspringen wollten. Mit großem Erfolg, denn der Film entpuppte sich als Kassenschlager. Zwar fehlt ihm die Klasse eines William Friedkin, doch Girdler setzt in „The Manitou“ durchaus Akzente. Leider stellte dies zugleich auch Girdlers letzte Produktion dar, da er kurz darauf bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. „The Manitou“ ist ein Klassiker des Trash- und Horrorkinos.