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Posts Tagged ‘England’

Englands Sozialdramen sind bekannt für die Darstellung düsterer und ausweglos erscheinender Lebenssituationen meist arbeitsloser Menschen. Der junge Regisseur Johnny Kevorkian benutzt die daraus resultierende Beklemmung und die damit verbundene Sozialkritik, um beide mit den Aspekten eines Horrorfilms zu verbinden. Das Ergebnis ist mehr als nur gut.

Es geht um den Jugendlichen Matt, der sich seit dem spurlosen Verschwinden seines kleinen Bruders mit Schuldgefühlen plagt. Zusammen mit seinem Vater lebt er in einer tristen Londoner Arbeitersiedlung. Eines Tages vernimmt er auf einmal auf einem Videoband die Stimme seines Bruders. Kurz darauf wird er von unheimlichen Visionen heimgesucht. Während ihm sein Vater nichts davon glaubt, ist es allein seine Nachbarin Amy, die versucht, ihm zu helfen. Dabei findet Matt heraus, dass in der Gegend bereits mehrere Kinder als vermisst gemeldet wurden. Trotz des zunehmenden Konflikts mit seinem Vater, lässt Matt von seiner Suche nicht ab …

Matt erzählt Amy von seinen Visonen; „The Disappeared“ (2008); Copyright: Sunfilm Entertainment

Johnny Kevorkian gelingt es, die düstere, kalte Architektur der Wohngebäude, die kahlen, dunklen Wohnungen sowie die triste Umgebung einzubeziehen in eine unheimliche Geschichte, die aufgrund dessen eine Atmosphäre der Beklemmung entwickelt, wie sie in nur wenigen neueren Horrorfilmen zu finden ist. Die Gegend, die gekennzeichnet ist von Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit, erweist sich schließlich als ein Ort, in dem das Unheimliche und das Grauen Platz gefunden haben.

Den gesamten Film über dominiert ein gefühlloses Grau, das nicht nur das soziale Drama widerspiegelt, sondern auch die Seelenzustände der Protagonisten. Die kaputten Familienverhältnisse intensivieren sich noch dadurch, da ein Mitglied auf unerklärliche Weise verschwunden ist.

Das Unheimliche wirkt hierbei keineswegs wie aufgesetzt, sondern ist von Kevorkian ästhetisch einwandfrei in die Situation eingebunden. So gibt es im Grunde genommen kaum Schnittstellen zwischen Phantastik und Realität, dafür um so mehr Überraschungen, die erzähltechnisch sehr gelungen sind, da sie eigentlich klassisch sind. Somit wird „The Disappeared“ zu einem handwerklich äußerst geschickten Gruselfilm.

The Disappeared, Regie u. Produktion: Johnny Kevorkian, Drehbuch: Johnny Kervorkian, Neil Murphy, Darsteller: Harry Treadaway, Greg Wise, Alex Jennings, Tom Felton, Finley Robertson, Nikki Amuka-Bird, Ros Leeming, Benedict Martin. England 2008, 96 Min.

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finalcutEin frisch verliebtes Paar geht ins Kino, um sich in der Mitternachtsvorstellung „The Hills have Eyes 2“ anzusehen. Doch mitten drin bricht der Film auf einmal ab. Der Horror auf der Leinwand geht in die Realität über, denn ohne Vorwarnung befinden sich beide in den Händen eines Wahnsinnigen.

Regisseur Phil Hawking ist eigentlich Werbefilmer. Mit „Final Cut“ legt er nun seinen ersten, selbst produzierten Film vor, in dem niemand anderer als Horrorikone Robert Englund die Rolle von Stuart übernimmt, einem Filmvorführer, dessen Job aufgrund einer technischen Umrüstung gekündigt wurde. Von nun an soll er sich um die Ticketverkäufe, das Popkorn und die Sauberkeit der Kinosäle kümmern. Stuart, der den Verlust seines geliebten Berufs nicht verkraftet, sinnt auf Rache. Und da kommen ihm Martin und Allie gerade recht. Wenn man so will, sind beide Zufallsopfer, die sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufhalten.

Nun gut, jetzt könnte man meinen, der restliche Film verlaufe nach dem 08/15-Prinzip. Doch genau hier kommt die große und überaus angenehme Überraschung. Phil Hawking versucht sich in Originalität, und das macht „Final Cut“ zu einem Film, der witzig, schnell und vor allem extrem fies ist. Bereits der Prolog des Films, in dem die sich verändernde Lebenslage Stuarts dargestellt wird, ist gut gemacht. Ohne Dialoge, nur in einer kurzen Aneinanderreihung einzelner Situationen, zeigt der Film den sozialen Abstieg des früheren Filmvorführers. Im übrigen Film präsentiert Stuart seinen Hang zur Kreativität. Denn schon immer mal wollte er einen Film drehen. Mit Martin und Allie hat er bereits seine beiden Hauptdarsteller gefunden. Die Überwachungskameras dienen ihm zur Aufnahme der einzelnen Szenen.

Wenn der Vertrieb damit wirbt, dass es sich bei „Final Cut“ um einen Film im Stil von „Im Augenblick der Angst“ handelt, dann ist dies ein wenig hoch gegriffen, vor allem, da der spanische Horrorklassiker aus dem Jahr 1987 eine andere Thematik aufgreift. Was aber stimmt ist, dass beide in einem Kino spielen. Wobei bei „Final Cut“ das Wörtchen spielen durchaus betont wird. Denn das Spiel, das sich Stuart ausgedacht hat, ist überaus gemein. Phil Hawking macht sich hierbei einen doppelten Spaß. Denn er überlässt es dem Zuschauer, ob er nun auf der Seite Stuarts steht oder auf der Seite seiner beiden Opfer. In der Tat erhält der Film durch die jeweilige Perspektive eine völlig andere Aura, was „Final Cut“ überaus interessant macht. So liefert der Film nicht nur für Fans von Robert Englund eine gelungene Unterhaltung. Denn bei Phil Hawkings Erstling handelt es sich im Groben und Ganzen um einen gut gemachten Thriller, der hoffentlich die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient.

Final Cut – Die letzte Vorstellung (The last Showing), Regie, Drehbuch u. Produktion: Phil Hawking, Darsteller: Robert Englund, Finn Jones, Emily Berrington. Großbritannien 2014, Laufzeit: 85 Min.

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DarkmooreCoverNeu-Seite001Darkmoore, eine Kleinstadt in Devonshire, wird von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Schriftsteller Jeff Cooper zieht zusammen mit seiner Frau Linda in den Ort, um in dem Haus von Jeffs verstorbenen Onkel zu wohnen. Jeff hofft, dort ungestört an seinem neuen Roman arbeiten zu können. Doch kaum sind Jeff und Linda eingezogen, als sie auf Aufzeichnungen seines Onkels stoßen, in denen er darauf hinweist, dass die Morde etwas mit einem sonderbaren Wesen zu tun haben, das in den tiefen Wäldern haust, die sich um Darkmoore herum ausbreiten. Fasziniert von den Notizen seines Onkels, beginnt Jeff selbst Nachforschungen anzustellen. Während die Polizei glaubt, einem Serienmörder auf der Spur zu sein, stößt Jeff auf immer rätselhaftere Hinweise über die Natur des Mörders …

Unheimlich und beklemmend.

Vom Autor von „Blutige Schatten“ und „Das Böse“.

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