Meine Cousine Rachel – Daphne du Mauriers Klassiker

Auf die Idee zu ihrem berühmten Roman „Meine Cousine Rachel“ (1951) kam Daphne du Maurier durch ein Gemälde, das Rachel Carew (1669 – 1705) darstellte, die zweite Frau eines damaligen Politikers und Großgrundbesitzers. Der Roman wurde sogleich zum Bestseller, ein Jahr später bereits verfilmt und in diesem Jahr erneut für die Kinoleinwand adaptiert.

Wie auch „Rebecca“ (1938), so handelt es sich bei „Meine Cousine Rachel“ um eine Mischung aus Krimi und Mystery, wobei die Handlung im 17. oder 18. Jahrhundert spielt. Seit dem Tod von Philips Eltern, kümmert sich um ihn sein zwanzig Jahre älterer Cousin Ambrose. Ambrose ist ein reicher Großgrundbesitzer und Philip soll einmal das Gut erben. Beide sind unverheiratet und können mit Frauen im Grunde genommen nichts anfangen. Das ändert sich jedoch, als Ambrose in Italien, wohin er auf Anraten seines Arztes reist, um dadurch seine rheumatischen Beschwerden zu kurieren, eine Frau namens Rachel kennenlernt, halb Italieniern, halb Engländerin, die er kurz darauf heiratet.

Herrschen zuhause in England zunächst Überraschung und helle Freude darüber, dass Ambrose unerwartet geheiratet hat, so nimmt die Sache eine sonderbare Wendung, als Philip ein Schreiben von Ambrose erhält, in dem steht, dass er so schnell wie möglich nach Florenz kommen solle, da er schwer erkrankt sei. Doch bei seiner Ankunft ist Ambrose bereits tot und seine Frau spurlos verschwunden.

Kaum ist Philip, der noch ein Jahr warten muss, bis er sein Erbe antreten kann, wieder zurück in Cornwall, als Rachel vor seiner Tür steht. Diese entpuppt sich als eine hübsche, liebevolle Frau, die sozusagen Leben in die Bude bringt, was dazu führt, dass Philip ihr vollkommen verfällt. Doch irgendetwas scheint mit Rachel nicht zu stimmen. Führt sie etwa eine Art Doppelleben?

Daphne du Maurier (ca. 1930)

Mit Rachel schuf Daphne du Maurier eine der mit Sicherheit geheimnisvollsten Figuren der Weltliteratur. Der ganze Roman hat im Grunde genommen nur das eine Thema: Wer ist diese Rachel überhaupt? Ist sie tatsächlich diese liebevolle und zugleich sinnliche Frau, die Philip in ihr sieht und die ihn in einen regelrechten Liebeswahn stürzt, oder ist alles bloß Fassade und sie ist in Wirklichkeit eine Betrügerin?

Das Rätsel und der Versuch, dieses aufzudecken, machen diesen Roman zu einem mysteriösen Psychothriller, der nichts zu wünschen übrig lässt. Gleich zu Beginn, wenn Philip sich die Frage stellt, wer Rachel nun eigentlich wirklich ist, herrscht diese düstere, geheimnisvolle Aura, die den gesamten Roman durchzieht.

Philip, der vollkommen unerfahren ist, weiß selbst nicht, wie ihm geschieht. Sicher ist nur, dass er Rachel nicht mehr weggehen lassen möchte, trotz dieser sonderbaren Briefe, die Ambrose in Büchern und Kleidungsstücken versteckt hat.

Besonders die zweite Hälfte des Romans reißt einen regelrecht mit, sodass man mit dem Lesen einfach nicht mehr aufhören kann. Ähnlich wie die „Überfrau“ Rebecca, so ist auch Rachel schwer zu greifen und zu begreifen. Das macht sie zu einer überaus rätselhaften Gestalt, die nicht weniger unheimliche Züge aufweist und von der man nicht sagen kann, ob sich Philip hier einen Engel oder ein Monster ins Haus geladen hat. Dies macht „Meine Cousine Rachel“ zu einem absolut fesselnden Roman, der in einem noch lange nachwirkt.

Daphne du Maurier. Meine Cousine Rachel. Insel Verlag 2017, 416 Seiten, 12,00 Euro, ISBN: 978-3-458-36197-8

 

FuBs Double Feature (1940 – 1950): Rebecca (1940) und Katzenmenschen (1942)

In den 40er Jahren stoppte Hollywood aufgrund des Kriegseintritts der USA den Filmexport ins Deutsche Reich. Es war das Jahrzehnt des Film Noir, der Komödien, doch nicht mehr des Horrorfilms. Zwar wurden weiterhin Horrorfilme produziert, doch weitaus weniger als noch in den 30er Jahren. Klassiker wie „Casablanca“ (1942) beschäftigten sich mit dem Schicksal der Menschen, die vor dem Nationalsozialismus flohen. Andere Filme wie „Sein oder Nichtsein“ (1942) machten sich über das Deutsche Reich lustig. 1948 begann mit „Fahrraddiebe“ der italienische Neorealismus, der wiederum den Film Noir beeinflussen sollte. Beide Strömungen beeinflussen bis heute die Filmästhetik.

Die Verfilmung von Daphne du Mauriers Roman „Rebecca“ (erschienen 1938) war Alfred Hitchcocks erste Hollywood-Produktion. Davor hatte er in England gearbeitet. Hitchcock hatte eigentlich selbst die Rechte an der Verfilmung erwerben wollen, doch waren für ihn die Kosten zu hoch gewesen. Daher erstand der bekannte Produzent David O. Selznick diese, um daraufhin Hitchcock mit der Verfilmung zu beauftragen.

Noch scheint alles in Ordnung zu sein; „Rebecca“ (1940); Copyright: United Artists

Die Adaption war 1941 in fast allen Kategorien für einen Oskar nominiert, wobei er schließlich zwei der Trophäen erhielt: als bester Film und für die beste Kamera. Es geht um eine junge Gesellschafterin (ihr Name wird nie genannt), die in einem Ferienort den mysteriösen Maxim de Winter kennenlernt, der sich Hals über Kopf in sie verliebt. Beide heiraten schon bald, worauf de Winter sie mit auf sein Anwesen Manderley nimmt. Doch dort stößt sie auf die bösartige Haushälterin Mrs. Danvers, die der ersten Frau de Winters, Rebecca, vollkommen verfallen war. Aus Eifersucht versucht Mrs. Denvers, der neuen Frau de Winters das Leben zur Qual zu machen. Doch auch Maxim de Winter scheint von Rebecca noch immer beherrscht zu werden, obwohl diese bereits seit längerer Zeit tot ist. Daher versucht Maxims neue Frau, hinter das Geheimnis ihrer Vorgängerin zu kommen.

„Rebecca“ hält sich sehr an du Mauriers unheimlichen Thriller, übernimmt sogar den berühmten Anfangssatz des Romans: „Letzte Nacht träumte ich wieder von Manderley.“ Das gewaltige Gebäude erscheint dann auch am Ende des Hooks als düsteres Spukhaus, und dies ist keineswegs abwegig, geht doch noch immer die Erinnerung an Rebecca in den Zimmern und Fluren des Anwesens um.

Mrs. Denvers enthüllt der zweiten Mrs. de Winter ein schreckliches Geheimnis; „Rebecca“ (1940); Copyright: United Artists

Joan Fontaine spielte die schüchterne zweite Frau de Winters großartig. Ihre Gestig und Mimik, ja ihr ganzes Verhalten und auch ihr Aussehen scheinen direkt aus dem Roman entsprungen zu sein. Im Gegensatz dazu wirkt Laurence Olivier doch irgendwie fehl am Platz. Nicht, dass Fontaine ihm die Show stehlen würde, doch besitzt Olivier nicht das im Roman beschriebene düstere Aussehen des geplagten Mannes, der von Rebecca noch immer besessen ist. Rebecca selbst tritt zwar nie in Erscheinung, doch wirkt ihre Präsenz noch immer so intensiv, dass das ganze Leben auf dem Anwesen davon beeinflusst wird.

Um dieser unheimlichen Macht Ausdruck zu verleihen, kam Hitchcock auf eine geniale Idee. Er stellte Rebeccas früheres Zimmer überproportional groß dar, sodass die zweite Mrs. de Winter, Mrs. Denver und auch Maxim de Winter im Verhältnis dazu geradezu klein und verloren wirken. Zwar ist die Hintergrundgeschichte dann doch (aus moralischen Gründen) abgeschwächt worden, insgesamt aber zieht einen der Film genauso in den Bann wie der unübertroffene Roman du Mauriers.

Zwei Jahre nach „Rebecca“ brachte der französische Regisseur Jacques Tourneur sein Debut auf die Leinwand. Davor war er als Regieassistent tätig und hatte einen Kurzfilm hergestellt. Mit „Katzenmenschen“ schuf er den Klassiker des Noir-Horrorfilms, eine Mischung aus (wie die Bezeichnung schon sagt) Elementen des Film Noir und des klassischen Horrors. Wobei „klassisch“ dem kongenialen Werk nicht wirklich gerecht wird.

Jacques Tourneur erneuerte das Horrorfilmgenre, indem er die Handlung in das Alltagsleben einer Großstadt einwebte. Zwar spielten bereits in den 30er Jahren Horrorfilme im urbanen Raum (wie z.B. „Dr. X“), doch gingen diese nicht auf den modernen Alltag der Protagonisten ein. Ganz im Gegensatz zu „Katzenmenschen“, der die negativen Aspekte des Großstadtlebens wie Vereinsamung, fehlendes Vertrauen und Angst vor dem Anderen aufzeigte.

Irena erzählt Oliver die sonderbare Legende der Katzenmenschen; „Cat People“ (1942); Copyright: Universal Pictures

Es geht darin um den Ingenieur Oliver Reed, der eines Tages die sinnlich-mysteriöse Irena Dubrovna kennenlernt und sich schlagartig in sie verliebt. Irenas Aura besitzt einen seltsamen Effekt auf die Raubtiere im Zoo, werden diese doch extrem unruhig und angriffslustig. Von ihrer Sinnlichkeit angezogen, kommt Oliver von Irena nicht mehr los, und beide heiraten. Doch Irena leidet unter einer Art Sexphobie. Aus diesem Grund beginnt Oliver fremd zu gehen. Als Irena eines Abends mitbekommt, wie sich Oliver mit seiner Kollegin Alice trifft, werden ihre raubtierhaften Instinkte wach …

„Katzenmenschen“ ist ein Film, der damalige Tabus brach. Einerseits symbolisch, doch dabei unwahrscheinlich direkt geht Tourneur ein auf das Thema Sexualität. Irena kann nicht mit Oliver schlafen, da sie Angst hat, die Kontrolle über sich zu verlieren. Oliver zeigt sich dabei zunächst verständnisvoll, doch je länger dieser Zustand andauert, desto frustrierter wird er. Er schickt Irena zum Psychiater, um ihre Phobie zu heilen, doch auch dies gelingt nicht, im Gegenteil, auch der Arzt gerät in den Bann ihrer unheimlichen Sinnlichkeit.

Alice wird verfolgt; „Cat People“ (1942); Copyright: Universal Pictures

Ganz im Stil des Film Noir ist „Katzenmenschen“ zugleich ein kunstvolles Spiel mit Licht und Schatten, der beinahe den Neorealismus vorwegnimmt, indem er den beruflichen Alltag eines Schiffbauingenieurs verfolgt. Auf eine überaus nüchterne Art erzählt er dabei von der schicksalhaften Beziehung zwischen Oliver und Irena. Die übersinnlichen Aspekte sind dabei wie zufällige Ereignisse in die Geschichte eingeflochten. So z.B. die Szene, in der Irena in einem Lokal eine andere Frau ihrer Art trifft und vor ihr erschrickt. Nicht zu vergessen auch die berühmteste Szene des Films, in dem Alice am späten Abend im Pool schwimmt und plötzlich von einer schattenhaften Riesenkatze bedroht wird. Diese äußerst intensive Szene wird bis heute immer wieder zitiert.

All dies macht „Katzenmenschen“ zu einem ganz besonderen Film und letztendlich zu einem Klassiker des Horrorfilms. Jacques Tourneur zählt bis heute zu den wichtigsten Horror- und Thrillerregisseuren.

 

 

Daphne du Maurier zwischen Lovecraft und Haggard – Ein etwas anderer Blick auf die Novelle „Monte Verità“

Daphne du Maurier

Daphne du Maurier (1907-1989) ist neben Patricia Highsmith die wohl bekannteste Thrillerautorin. Die gekonnte Mischung aus Suspense, Mystery und Phantastik zeigt sich in so manchen Erzählungen wie etwa „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, „Die Vögel“ oder auch „Küss mich, Fremder“. Und nicht zu vergessen natürlich ihr wohl berühmtester Roman „Rebecca“, welcher (wie auch „DieVögel“) von Alfred Hitchcock verfilmt wurde.

Hier soll jedoch nicht länger auf du Mauriers Gesamtwerk eingegangen werden, dazu gibt es bereits genügend Artikel. Vielmehr beschäftigt uns in diesem kleinen Essay ihre Novelle „Monte Verità“, welche zum ersten Mal 1952 in ihrem Erzählband „The Apple Tree“ veröffentlicht wurde.

Es geht darin um einen seltsamen und uralten Kult, dessen Riten von einer sonderbaren, angeblich unsterblichen Gemeinschaft auf dem Berg Monte Verità abgehalten werden. Angeblich soll die Gemeinschaft Frauen und Mädchen entführen. Tatsächlich verschwindet eines Morgens Anna, die Frau des Bergsteigers Victor. Die Einheimischen, welche sich vor der Gemeinschaft auf dem Berg fürchten, sprechen ständig von einem sonderbaren Kloster, in welches Anna entführt wurde. Victor sucht dieses Kloster auf, nur um zu erfahren, dass er seine Frau nie wieder sehen wird. Stattdessen kehrt er jedes Jahr an diesen Ort zurück, um Anna einen Brief vor die Klostermauer zu legen. Jahre später wandelt sich die Angst der Einheimischen in Hass gegenüber die unheimlichen Bewohner des Berges. Durch Zufall trifft Victor auf seinen besten Freund (dem Ich-Erzähler der Geschichte) und bittet ihn, zum letzten Mal den Berg zu besteigen, um Anna eine Warnung zukommen zu lassen.

Das Ende der Geschichte soll nicht verraten werden. Der Leser hat einen Anspruch darauf, dass die Spannung erhalten bleibt. Nur soviel sei gesagt: man warf Daphne du Maurier immer wieder einen Hang zur Melodramatik vor. Dieser findet sich in gewisser Weise in dieser Novelle auf fast vollendete Weise wieder. Doch ein anderer Punkt dürfte viel interessanter sein.

Liest man die Geschichte, so fallen einem zwei Aspekte auf: ein uralter Kult in einer einsamen Gegend und primitive Bewohner, welche in dessen Nähe wohnen. Ein anderer Aspekt hat ebenfalls mit dem Kult zu tun, betrachtete ihn aber aus einer etwas anderen Perspektive. Es handelt sich, und soviel darf verraten werden, ohne die Spannung der Geschichte zu mindern, um eine Gemeinschaft aus Frauen, welche wie Göttinnen angesehen werden. Dies ebenfalls in einem einsamen, wilden und, wie es in der Geschichte auch lautet, unerforschten Gebiet.

Die Fachliteratur weist darauf hin, dass Daphne du Maurier durch eine Künstlerkolonie, welche auf dem schweizer Berg Monte Veritá hauste, zu ihrer Idee inspiriert worden ist. Wir wollen hier einen etwas anderen Gedankengang gehen. Allein aus dem Aufbau der Geschichte und deren Merkmale lassen sich weitere Inspirationsquellen erschließen. Eine davon dürfte bei dem amerikanischen Autor Howard Philip Lovecraft (1890-1937) liegen, dessen Geschichten neben denen Edgar Allan Poes zu den Klassikern der nordamerikanischen Literatur zählen.

Lovecraft, von dessen Werken sich du Maurier höchtswahrscheinlich für ihre Novelle „Monte Verità“ inspirieren ließ

Seine Geschichten handeln oft von uralten Kulten, welche in einsam gelegenen Gebieten von sonderbaren Sekten am Leben erhalten werden und in deren unmittelbarer Umgebung primitive Einwohner hausen.  Diese lovecraftschen Merkmale finden sich in du Mauriers Novelle wieder. Auch der Anfang der Novelle von Daphne du Maurier scheint auf Lovecraft zu verweisen, indem sie das Ende vorweg nimmt (eine bei Lovecraft fast schon typische Methode) und dadurch eine Spannung erschafft, welche mit unheimlichen Merkmalen gewürzt ist: „Sie erzählten mir hinterher, sie hätten nichts gefunden; keine Spur weder von den Lebenden noch von den Toten“ (S. 240). Daraufhin folgt die skizzenhafte Beschreibung des uralten Bauwerks und die Erwähnung der unheimlichen Bewohner. Ähnliches findet sich auch in vielen Geschichten Lovecrafts. Ein weiterer Aspekt betrifft die Beschreibung des Berges, welche sehr an die Gemälde des russischen Malers Nickolas Roerich erinnern, die auch Lovecraft bei seinen Schilderungen inspiriert haben.

Die Anlehnung an Lovecraft zeigt sich ebenfalls an den Gemälden Roerichs, deren Beschreibungen sich in „Monte Verità“ wiederfinden. Als Beispiel hier die zwei im Sonnenuntergang leuchtenden Gipfel, welche du Maurier immer wieder erwähnt.
Haggard als weitere mögliche Inspirationsquelle für du Mauriers „Monte Verità“

Ein anderer Aspekt ist derjenige des Abenteuers. In der Tat kann man die Novelle auf verschiedene Arten lesen. Als tragische Liebesgeschichte, als unheimlich-phantastische Erzählung oder als phantastische Abenteuerstory. Der letzt genannte Punkt bringt uns in die Nähe eines anderen Autors: Henry Rider Haggard (1856-1925). Seine Romane spielen fast ausschließlich in Afrika und können mit dem Begriff „phantastische Abenteuer“ bezeichnet werden. Der Schöpfer so berühmter Figuren wie Allan Quatermain oder She arbeitete stets mit demselben Motiv. Die Abenteurer vernehmen das Gerücht über eine weiße Göttin, welche sich irgendwo in einem noch unerforschten Teil Afrikas befinden soll. In der Regel handelt es sich dabei um die verschollene Geliebte eines Auftraggebers oder eines Freundes der Hauptfigur. Auch dieses Motiv findet sich in du Mauriers Erzählung wieder. Anna wird zu einer Art Göttin stilisiert, welche auf ähnlich theatralische Weise auftritt wie die entsprechenden Figuren Haggards. Auch hier handelt es sich um die verschollene Frau des Freundes des Ich-Erzählers, sprich der Hauptfigur.

Diese beiden Aspekte machen Daphne du Mauriers Novelle überaus interessant.  „Monte Verità“ gehört sicherlich zu ihren spannendsten und faszinierendsten Werken. Dass sie bisher in keiner der unzähligen Lovecraft-Anthologien aufgetaucht ist, erscheint rätselhaft. Doch vielleicht ändert sich das ja noch.

Das eingefügte Zitat stammt aus dem Buch: Daphne du Maurier – Meistererzählungen, Fischer Taschenbuch Verlag 2007.

Der Inhalt des Textes liefert keine werkbiographischen Tatsachen. Es handelt sich um analytische Schlussfolgerungen, welche sich aus den oben erwähnten  Merkmalen ergeben.