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Posts Tagged ‘Actionfilme’

Manche Filme erlangen durch unglückliche Umstände Berühmtheit. So z.B. „The Crow“, bei dessen Dreharbeiten Hauptdarsteller Brandon Lee ums Leben kam. Von der Handlung her ist „The Crow“ eine klassische Rachestory. Der Film konzentriert sich darauf, wie sich der Musiker Eric Draven (man lasse einmal das D weg) sich an seinen Mördern sowie an den Mördern seiner Verlobten rächt. Erweckt durch eine Krähe, schleicht Draven als geschminkter Rächer durch die Gegend, um einem Bösewicht nach dem anderen den Garaus zu machen.

Was diesen Film so sehenswert macht, ist seine Bildgewalt. Detailverliebte Kulissen, düstere Häuserschluchten und finstere Farben bringen eine apokalyptische Welt zur Schau, die Regisseur Alex Proyas später in „Dark City“ fortführen sollte. Hin und wieder schwenkt Proyas über in eine düstere Poetik, wobei er auch nicht vergisst, Edgar Allan Poes berühmtes Gedicht zu zitieren.

Explosionen und Verfolgungsjagden erhöhen zwischendurch das Tempo des Films, wobei natürlich die Schießerei im Finale den Höhepunkt bildet. Die Gewaltszenen, deren Choreographie Brandon Lee mitkonzipierte, sind deftig in Szene gesetzt. Hier schwelgt der Film geradezu in Tod und Schmerz, was sich auf die übrige Atmosphäre des Films auswirkt. Wahrscheinlich haben sich die beiden Splatter-Punks David Schow und John Shirley sogar ziemlich zurückgehalten, während sie das Drehbuch schrieben.

Recht witzig kommen Dravens moralische Ratschläge zur Geltung. Mit einer Art erhobenem Zeigefinger macht er darauf aufmerksam, dass Drogen kein Ausweg sind und dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist. Hier schimmert eine wunderbare Satire hindurch, die sich auf den eigentlichen Zustand der Gesellschaft bezieht, wobei er zugleich selbsternannte Moralapostel durch den Kakao zieht.

„The Crow“ gehört inzwischen zu den Klassikern der 90er Jahre, ebenso wie „Dark City“, der vier Jahre später produziert wurde. „The Crow“ folgten zwei Sequels und eine TV-Serie, an denen Proyas allerdings nicht mehr beteiligt war.

The Crow – Die Krähe (OT: The Crow), Regie: Alex Proyas, Drehbuch: David J. Schow, John Shirley, Produktion: Jeff Most, Darsteller: Brandon Lee, Rochelle Davis, Ernie Hudson, Michael Wincott, Bai Ling, Tony Todd, USA 1994, Laufzeit: 102 Min.

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Auch während des Zweiten Weltkriegs produzierten die amerikanischen Filmstudios Horror- und SF-Filme. Neben dem Meisterwerk „Cat People“ (1942) gehört wohl „Der unsichtbare Agent“ zu den Filmen aus jener Zeit, die auch heute noch einen gewissen Bekanntheitsgrad besitzen.

„Invisible Agent“, so der Originaltitel, ist eine Mischung aus SF, Satire und Thriller. Die Geschichte orientiert sich an H. G. Wells’ Roman „Der Unsichtbare“. Drehbuchautor Curt Siodmak, der nicht nur im Filmgeschäft tätig war, sondern auch etliche SF-Romane schrieb (wie etwa den Klassiker „Donovans Hirn“), verfasste eine Art Fortsetzung des Stoffes. Es geht um Frank Griffin, den Enkelsohn des Unsichtbaren, der noch immer im Besitz der geheimnisvollen Tinktur ist. Dies wird ihm jedoch zum Verhängnis. Denn deutsche und japanische Agenten sind ihm auf den Fersen, um an das Geheimnis der Unsichtbarkeit zu gelangen. Als der amerikanische Geheimdienst dahinterkommt, dass Deutschland und Japan einen direkten Angriff auf die USA planen, wird Griffin dazu gedrängt, als Unsichtbarer hinter die feindlichen Linien zu gehen, um den Plan zu vereiteln.

„Der unsichtbare Agent“ ist kurzweiliges Actionkino par excellence. Der Film ist geprägt von wilden Verfolgungsjagden, Schlägereien, witzigen Dialogen („Sind Sie denn wahnsinnig?“ – „Nein, nur unsichtbar.“) und heftigen Explosionen. Bei der Sichtung dieses Werks wird klar, dass sich seit mehr als 60 Jahren im Actiongenre eigentlich nicht viel verändert hat. Die Spezialeffekte haben bis heute nichts von ihrer überraschenden Wirkung verloren und werden durchaus gewitzt eingesetzt. Dabei reizte Regisseur Edwin L. Marin die damaligen Möglichkeiten bis zum Anschlag aus.

Neben der wirkungsvollen Action und den gelungenen Effekten wird er Film zusätzlich noch von seinen hervorragenden Schauspielern getragen. Ilona Massey spielt überzeugend eine äußerst zwielichtige Spionin, während Peter Lorre in der Rolle eines sadistisch veranlagten japanischen Agenten völlig aufgeht. Natürlich sind die damaligen Propaganda-Aspekte nicht zu übersehen, dennoch liefert der Film großartige Unterhaltung.

Der unsichtbare Agent (OT: Invisible Agent), Regie: Edwin L. Marin, Drehbuch: Curt Siodmak, Produktion: Frank Lloyd, Darsteller: Ilona Massey, Jon Hall, Peter Lorre, Cedric Hardwicke, J. Edward Bromberg, Albert Bassermann. USA 1942, 77 Min.

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Arsène Lupin ist ein Meisterdieb, dem es mühelos gelingt, mitten auf Empfängen Frauen um ihren Schmuck zu bringen. Zugleich ist Lupin ein hervorragender Verwandlungskünstler, Abenteurer und Frauenheld. Eines Tages begegnet er einer unsterblichen Gräfin, die ihn darum bittet, für sie drei Kreuze zu stehlen, die zusammengesetzt das Geheimnis eines Schatzes lüften. Lupin erliegt den Reizen der geheimnisvollen Gräfin und macht sich sofort auf, um der Kreuze habhaft zu werden. Doch dabei verwickelt er sich zunehmend in eine bizarre und abenteuerliche Geschichte …

„Arsène Lupin“ ist eine Mischung aus Mystery und Fantasy und veranschaulicht, auf welche Weise Frankreich ab Ende der 90er Jahre versuchte, wieder ins Zentrum des Filmmarktes zurückzukehren. Hatten französische Produktionen bis Mitte der 80er Jahre mit Actionfilmen a la Belmondo und Polit-Thrillern großen Erfolg, so sind es seit Ende der 90er Jahre u. a. stylische Horror- und Fantasyfilme, mit denen Frankreichs Produktionsstätten auf sich aufmerksam machen wollen.

Der Meisterdieb Arsène Lupin (Romain Duris); „Arsène Lupin“ (2004); Copyright: Sunfilm Entertainment

Nach Erfolgen wie „Pakt der Wölfe“ oder „Vidocq“ war „Arsène Lupin“ im Jahr 2004 die dritte große Genreproduktion aus unserem Nachbarland, die für beinahe zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung bietet. Die Figur des Meisterdiebes wurde vom französischen Schriftsteller Maurice Leblanc 1905 ins Leben gerufen. Insgesamt durfte Lupin in etwa 20 Romanen und mehreren Kurzgeschichten auftreten. Es gab bereits mehrere Verfilmungen, wobei diejenige von Jean-Paul Salome die aufwendigste und witzigste ist.

Der Film setzt jedoch stark voraus, dass der Zuschauer mit den Romanfiguren vertraut ist. Für Leute, die noch keinen Leblanc gelesen haben, dürfte dieser Film zwar unterhaltsam und spannend sein, dennoch ein paar Ungereimtheiten aufweisen. Nichtsdestotrotz gelingt es Salome durch eine rasante Schnitttechnik, witzigen Dialogen und einer Reihe überraschender Wendungen den Zuschauer im Bann zu halten. Leider floppte der Film an den Kinokassen, sodass, trotz diverser Nominierungen und Preisen (vor allem für Ausstattung und Kostüme), die Produktion wieder in Vergessenheit geriet.

Arsène Lupin, Regie: Jean-Paul Salome, Drehbuch: Jean-Paul Salome, Laurent Vachaud, Produktion: Stephane Marsil, Darsteller: Romain Duris, Kristin Scott Thomas, Eva Green, Pascal Gregory. Frankreich 2004, 126 Min.

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Im Jahr 2008 brachten die Toho-Studios mit der Manga-Verfilmung „20th Century Boys“ den bisher teuersten japanischen Film in die Kinos. Die Investition aber hat sich anscheinend gelohnt, denn die Comic-Adaption wurde zugleich zu einem der erfolgreichsten japanischen Filme der letzten zehn Jahre.

Die Geschichte ist wie folgt: 1969 gründet Kenji zusammen mit seinen Freunden eine Jugendbande. In einem geheimen Lager gehen sie ihrer Comicbegeisterung nach. Sie beschließen, ein eigenes Comic zu zeichnen, in dem sie als Helden die Welt vor einer gigantischen Bedrohung retten. Das Buch nennen sie „Buch der Prophezeiungen“. Dreißig Jahre später kommt es zu einer sonderbaren Situation. Denn auf einmal treten genau die Ereignisse und Zwischenfälle auf, die sie in ihrem Comic skizziert haben. Ein mysteriöser Kult breitet sich schnell in Japan aus. Der Name des Anführers lautet einfach nur „Freund“. Seltsamerweise verwendet der Kult dieselben Symbole, die auch die Jugendbande verwendet hat. Kenji führt daher seine Freunde von damals wieder zusammen, um gegen diesen ominösen Kult anzutreten.

Der Roboter greift Tokio an; „20th Century Boys“ (2008); Copyright: Toho

Obwohl sich die Gruppe selbst als „20th Century Boys“ bezeichnet, ist jeder Einzelne von ihnen alles andere als heldenhaft. Aus den Kindern von damals sind Durchschnittsmenschen geworden, die völlig normalen Berufen nachgehen. Nur langsam erinnern sie sich an ihre Kindheit und daran, was sie damals unternommen haben. Als es offensichtlich wird, dass jemand die Ideen ihres geheimen Comics von damals verwendet und sogar ihr Geheimsymbol benutzt, schließt sie das erneut zu einer Gruppe zusammen, da sie glauben, dass nur sie die Bedrohung beseitigen können. Zugleich zeigt der Film, wie machtlos sie gegenüber dieser plötzlichen globalen Bedrohung sind. Terroranschläge werden verübt, künstliche Viren als biologische Waffen eingesetzt und schließlich kreuzt sogar ein Riesenroboter auf, der Tokio vernichten will.

Regisseur Yukihiko Tsutsumi erzählt diese Geschichte über Freundschaft sehr feinfühlig, zugleich aber auch mit einiger Ironie und etwas Humor. Gleichzeitig verarbeitet er darin Ängste gegenüber religiösem Fundamentalismus und einer Zunahme faschistischer Gruppierungen, die dem Film zusätzlich eine aktuelle Thematik verleihen. Alles zusammen verwebt Tsutsumi in eine Rahmenhandlung, in der sich in einem zum Faschismus zurückgekehrten Japan zwei Gefangene unterhalten. Dadurch erhält der Film zuweilen einen recht düsteren und pessimistischen Unterton. „20th Century Boys“ ist sozusagen ein etwas anderer Superheldenfilm.

Die einzig maskierte Figur ist „Der Freund“, der erst Japan und anschließend die übrige Welt unter seine Herrschaft bringen will. Dabei kreist die Geschichte stets um das Geheimnis der Identität dieser Figur. Ist es ein früherer Freund der Gruppe oder einfach irgendeine Person, die dahinter steckt? Auch wenn die Action in diesem Film eher knapp bemessen ist, so wird der Film mit seinen über zwei Stunden Spieldauer nie langweilig. Tsutsumi kreiert gekonnt eine zunehmende Spannung, die ihren Höhepunkt in dem Angriff des Roboters erreicht. „20th Century Boys“ macht dies zu einem sehr interessanten Beitrag zur Superhelden-Manie.

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hauntersGleich mit seinem Debüt produzierte Regisseur Kim Min-Suk einen der erfolgreichsten südkoreanischen Filme des Jahres 2010. „Haunters“ ist eine Mischung aus Horror, Thriller und Action und handelt von Kyu-Nam, der eine Stelle bei einem Pfandleiher antritt. In dem Büro geschehen seltsame Dinge. Immer wieder verschwindet Geld aus dem Tresor. Und zwar am helllichten Tag. Kurz darauf hat Kyu-Nam ein unheimliches Erlebnis. Ein seltsamer Mann betritt das Büro, während die übrigen Mitarbeiter sich wie in Trance verhalten.

Dies ist der Auftakt zu einem recht spektakulären Katz-und-Maus-Spiel. Der Eindringling heißt Choi-In und besitzt übersinnliche Fähigkeiten, mit denen er das Bewusstsein der Menschen manipulieren kann. Eine Ausnahme bildet hierbei Kyu-Nam, der gegen diese Kräfte immun ist. Während sich Kyu-Nam auf die Spur dieses unheimlichen Gesellen begibt, versucht dieser wiederum alles zu tun, um Kyu-Nam außer Gefecht zu setzen, da dieser seine Existenz bedroht.

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Choi-In (Kang Dong-Won) auf der Flucht. „Haunters“ (2010); Copyright: Next Entertainment World

Kim Min-Suk versteht es von Anfang an eine spannende und witzige Geschichte zu erzählen, die mit gelungenen Effekten aufwartet. Allen voran sind hierbei natürlich Choi-Ins Superaugen zu erwähnen, mit denen er seine Mitmenschen beeinflusst. Natürlich reicht dies allein nicht aus, um einen unterhaltsamen Film zu kreieren. Somit zeigt der Regisseur, wie ganze Menschenversammlungen plötzlich hinter Kyu-Nam her sind oder sich in der Nacht eine Reihe Menschen von ihren Balkonen stürzen.

Kyu-Nam kämpft allerdings keineswegs alleine gegen das Böse. Ihm zur Seite stehen seine beiden Kumpels vom Schrottplatz. Daraus ergibt sich eine Reihe gelungener Gags, die zwischendurch die Thrillerelemente wieder auflockern. Natürlich gibt es auch ein paar kleine Mankos an dem Film. Obwohl Kim Min-Suk eine tolle Story erzählt, reizt er die Möglichkeiten nicht völlig aus. Dies betrifft vor allem eine Verfolgungsjagd auf der Autobahn. Statt es ordentlich krachen zu lassen, drückt Kim genau hier auf die Bremse, um ein paar seiner Gags zu platzieren. Vielleicht liegt dies auch daran, da man ihm als Regieerstling nicht gleich das ganz große Budget anvertrauen wollte. Schade ist es allemal. Denn auch bei anderen Szenen wird diese Behelfsmäßigkeit deutlich. Nichtsdestotrotz ist „Haunters“ ein recht gelungener Spannungsfilm.

Haunters, Regie u. Drehbuch: Kim Min-Suk, Produktion: Lee Yu-Jin, Darsteller: Choi Deok-Moon, Jeong Eun-Chae, Kang Dong-Won, Ko-Soo. Musik: Shim Hyun-jeong, Südkorea 2010, 100 Min.

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robocop1987 verschlug es den niederländischen Regisseur Paul Verhoeven nach Hollywood und dies, obwohl er zunächst den Titel des Films, den er drehen sollte, für einen Witz gehalten hatte. „Robocop“ klang ihm anscheinend doch zu sehr nach Trash, doch nachdem er das Drehbuch gelesen hatte, war Verhoeven Feuer und Flamme.

„Robocop“ handelt von dem Polizisten Alex Murphy, der von einer Verbrecherbande brutal ermordet wird. Sein Leichnam wird für ein neues Projekt der Polizei verwendet, für einen Roboterpolizisten, der für Recht und Ordnung in dem von übermäßiger Kriminalität heimgesuchten Detroit sorgen soll. Tatsächlich funktioniert der Cyborg. Doch als Murphy sich an sein früheres Leben erinnert, beschließt er, Rache zu nehmen.

„Robocop“ erscheint zunächst als einfache Rachestory im SF-Look. Doch das täuscht, denn der Film erweist sich als überaus hintergründig. Verhoeven schuf keinen bloßen Actionfilm, sondern gestaltete „Robocop“ vielmehr als Satire auf die Medien und die Politik. Das völlige Versagen der Verwaltungsbehörden hat dazu geführt, dass sämtliche Bereiche privatisiert wurden, indem sie an den Konzern OCP abgetreten wurden. Auch die Polizei ist bereits Teil von OCP. Somit sieht sich „Delta-City“, wie der zukünftige Name der Stadt lauten soll, der Macht- und Geldgier eines Konzernchefs ausgeliefert. Dass Konzerne die Politik unterwandern, ist sicher keine Neuigkeit, doch in „Robocop“ wird dieses Vorgehen regelrecht an den Pranger gestellt. Dadurch weist der Film direkt darauf hin, mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist, wenn ein Konzern einmal die Funktionen eines Staates übernehmen würde.

Leider aber gingen die wenigsten Kritiker auf diesen Aspekt von „Robocop“ ein, sondern verbissen sich regelecht darin, auf die überaus brutalen Gewaltszenen des Films hinzuweisen und diese zu verurteilen. Und unsere Leser wissen bereits, was jetzt kommt: Die FSK-Stelle … Und wieder haben wir hier ausgerechnet eine Satire auf Politik und Gesellschaft, die den FSKlern nicht gefallen wollte. Erst 2010 wurde die Indizierung von „Robocop“ aufgehoben.

Paul Verhoeven wies darauf hin, dass der Film eigentlich hätte noch brutaler ausfallen sollen, mehrere Szenen allerdings vor dem Kinostart gekürzt werden mussten. Vor allem ging es dabei um den Tod von Murphy, der von einer Gruppe Verbrecher regelrecht hingerichtet wird. Ein paar der Kürzungen wurden für den Directors‘ Cut wieder rückgängig gemacht. „Robocop“ ergeht sich jedoch keineswegs in einer Blutorgie, wie dies manchmal angedeutet wurde. Die Gewalt ist Teil der Handlung, wird durch diese quasi definiert, und ist daher alles andere als reiner Selbstzweck. Wie viele Filme der 80er Jahre, so wurde auch „Robocop“ schnell zu einem Klassiker des SF- und Action-Films und zugleich Teil der Popkultur. Dem Film folgten zwei Sequels und ein Remake.

Robocop. Regie: Paul Verhoeven, Drehbuch: Michale Miner, Edward Neumeier, Produktion: John Davison, Darsteller: Peter Weller, Nancy Allen, Ronny Cox, Kurtwood Smith, Miguel Ferrer. USA 1987, 103 Min.

 

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Anfang der 80er Jahre begann die Karriere von Muskelpaket Arnold Schwarzenegger. So gut wie alle Filme, in denen er mitwirkte, waren nicht nur überaus erfolgreich, sondern prägten nachhaltig die Popkultur. Da es aus diesem Grund schwer ist, nur einen seiner Filme für die Reihe „The 80s“ herauszugreifen, gibt der folgende Beitrag einen kleinen Überblick über seine wichtigsten Filme aus den 80ern:

schwarzenegger5Ganz klar, begonnen hat Arnies Karriere als Conan im Jahr 1982. Wer heute Conan sagt, denkt sofort an Schwarzenegger im Barbarenkostüm. Wahrscheinlich hätte sogar Robert E. Howard (1906-1936) seine Freude daran gehabt und Arnold Schwarzenegger für die Rolle befürwortet. In dem Film geht es natürlich um Rache. Nachdem der Anführer des Schlangenkults Thulsa Doom Conans Dorf verwüstet hat, sinnt Conan auf Rache. „Conan“ ist von Anfang bis Ende nur eines: Ein geniales Fantasy-Abenteuer, das bis heute beeindruckt. Hervorragend natürlich auch James Earl Jones als Arnies Gegenspieler. Der Film erfuhr zwei Jahre später eine Fortsetzung, die jedoch nicht mehr ganz so erfolgreich war wie das Original.

schwarzenegger1984 hieß es einfach nur „I’ll be back!“ Und schon war damit Filmgeschichte geschrieben. In „Terminator“ spielt Arnie den eigentlichen Titelhelden, eine Kampfmaschine aus der Zukunft, die ins Jahr 1984 reist, um dort Sarah Connor, die Mutter des zukünftigen Anführers der Widerständler, die gegen die Maschinen kämpfen, umzubringen. Eine Mischung aus Zeitreise-  und Actionfilm, wobei die Action klarerweise im Vordergrund steht. James Cameron führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Schon während seiner Lehrzeit bei Roger Corman Ende der 70er Jahre hatte er die Idee zu diesem Film gehabt. 1991 kam es zum ersten Sequel des Films, in dem zum ersten Mal CGI-Effekte verwendet wurden.

schwarzenegger11987 verschlug es Arnie in „Predator“ in den südamerikanischen Dschungel. Was zunächst wie ein militärischer Auftrag für eine Gruppe Söldner beginnt, wird schon bald zum Kampf gegen einen außerirdischen Jäger. Die Story ist originell, der Film klasse. Und die Regierungen Südamerikas regten sich über „Predator“ auf, da sie sich verunklimpft vorkamen. Denn „Predator“ skizziert vor allem negative soziale Erscheinungen wie organisierte Kriminalität, Drogenkartelle oder instabile Regierungen, die im Zusammenhang mit Südamerika stehen. Und in der Realität ist es gaaaaar nicht so schlimm. Da gibt es nur das ein oder andere Beispiel. Aber egal, „Predator“ ist zu Recht ein Klassiker der 80er Jahre.

schwarzenegger4Im selben Jahr verschlug es Arnie auch in eine Spielshow der Zukunft. Das Jahr: 2017. Die Sendung: Running Man. Und so lautet dann auch der Titel des Films. Darin ist die USA zu einem totalitären Staat verkommen. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, wurde die Spielshow Running Man erfunden, in der Strafgefangene ähnlich wie Gladiatoren um ihr Leben kämpfen müssen. In diese Show gerät auch Ben Richards, der eigentlich unschuldig ist, und nun zusehen muss, wie er da wieder raus kommt. „Running Man“ ist eine gelungene Satire auf Medien, Politik und Gesellschaft. Ein Grund also für unsere FSK-Stelle, den Film zu indizieren. So etwas wie Satiren auf Politik und Gesellschaft mag man dort nämlich nicht. Erst 2014 wurde die Indizierung endlich aufgehoben. Der Film ist übrigens eine Stephen King-Adaption. Dieser schrieb den Roman allerdings unter seinem Pseudonym Richard Bachmann.

 

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