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Posts Tagged ‘Action’

Band 3 der Serie Prähuman ist erschienen. Die Handlung: Ein Kreuzfahrtschiff mit 3000 Passagieren an Bord ist spurlos verschwunden. An der Stelle, an der die „Expedition“ zum letzten Mal ein Notsignal gesendet hat, befindet sich nun eine bizarre Maschine von gigantischen Ausmaßen. Während die US-Marine mehrere Schiffe zu dem Objekt entsandt hat, erhalten Frederic Tubb, Maki Asakawa und Hans Schmeißer den Auftrag, die unheimliche Konstruktion zu untersuchen. Doch kaum haben sie „Point Zero“, wie das Militär den fremdartigen Koloss bezeichnet, erreicht, als dieser Tubbs Schiff „Argo“ und die US-amerikanische Flotte angreift. Die „Argo“ gerät dabei ins Innere der riesigen Maschine – und für Tubb und sein Team beginnt eines der gefährlichsten Abenteuer …

Frederic Tubb funkt SOS verspricht, wie auch die beiden vorangegangen Bände, jede Menge Action, Spaß und Spannung.

 

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Egal, wie man es dreht oder wendet, die paradox klingende Bezeichnung Action-Drama passt voll und ganz auf den Film „Deepwater Horizon“. Regie führte der auf Thriller und Actionfilme spezialisierte Peter Berg, auf dessen Konto etwa die Filme „Battleship“ oder „Welcome to the Jungle“ gehen.

Mit „Deepwater Horizon“ setzte sich Berg mit einer wahren Begebenheit auseinander, die sich gerade einmal vor sieben Jahren im Golf von Mexico zugetragen hat. Auf einer Ölplattform brach damals ein Feuer aus, das letztendlich die gesamte Station zerstörte. In dem Film spielt Mark Wahlberg den Chefelektriker Mike Williams, der die Wartung der gesamten Anlage durchführen soll. Dabei stellt sich jedoch heraus, das eine der Pumpen nicht so funktioniert, wie sie funktionieren sollte. Ein Überdruck baut sich auf. Schließlich, aufgrund falscher Entscheidungen, kommt es zur Katastrophe.

Hollywood scheint es sich abgewöhnt zu haben, Filme mit einem Paukenschlag zu beginnen. So startet auch „Deepwater Horizon“ mit sehr leisen Tönen, indem Peter Berg das Familienleben Mike Williams verfolgt. All dies erinnert beinahe an den Stil einer Doku-Soap, der jedoch schlagartig umschwängt, wenn die neue Crew sich zur Ölplattform aufmacht.

Von da an erfolgt alles Schlag auf Schlag. Während die Mitarbeiter sich zunächst noch gegenseitig aufs Korn nehmen, bahnt sich parallel dazu bereits die Katastrophe an. Kurt Russel, der mit seinem Schnauzbart zunächst kaum wiederzuerkennen ist, spielt den Stationsleiter Jimmy Harrell. Sein Gegenspieler ist John Malkovich als Donald Vidrine, der die Ölfirma vertritt und in der Hauptsache ans Geld denkt. Die Gegenüberstellung zwischen dem verantwortungsbewussten Jimmy Harrell und dem Vollblutkapitalisten Vidrine wirkt so, als habe man noch unbedingt nach einem Konflikt gesucht, der die Handlung spannungsmäßig aufbauschen sollte.

Nun gut, die Story wird dadurch tatsächlich etwas lebendiger, doch zwischendurch kommt Vidrine überhaupt nicht mehr vor, sodass man Malkovich schon beinahe vergessen hat, als er auf einmal wie ein Schachtelteufel wieder auftaucht und weiter mit Harrell und Williams herumstreitet. Allerdings ist dies der einzige Stolperstein, den der Film aufzuweisen hat. Der Streit zwischen den Kompetenzen wird von den Ereignissen überholt. Im Grunde ist alles bereits zu spät, denn der aufgestaute Druck, der in den Pumpen herrscht, kann nicht mehr zurückgefahren werden.

Die darauf folgenden Actionsequenzen sind überaus spektakulär und nervenzerreißend umgesetzt, wahrscheinlich hat man in den letzten Jahren nicht mehr so viel Feuer in einem einzigen Film gesehen. Teilweise echte Flammen, teilsweise mit dem Computer nachgeholfen, entwickelt sich auf der Station ein wahres Inferno, sodass man schon beinahe selbst die tödliche Hitze spürt.

Im Gegensatz zu anderen Actionfilmen ist „Deepwater Horizon“ sehr ernst, stellt das Drama als ein wirkliches Drama dar und versucht nicht, dieses als ein reines Spektakel zu vermarkten. Dennoch zeigt Berg in der zweiten Hälfte des Films eine geradezu atemberaubende Mischung aus heftigen Explosionen und aberwitzigen Rettungsversuchen. Interessant ist hierbei ebenfalls, dass der Film die technischen Abläufe, die auf der Station vonstatten gehen, nicht im Wischiwaschimodus abhakt, sondern diese überraschend detailliert in die Dialoge miteinfließen lässt. Dadurch beweist Peter Berg, dass er weit über dem Niveau eines bloßen Actionregisseurs steht. „Deepwater Horizon“ ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Deepwater Horizon. Regie: Peter Berg, Drehbuch: Matthew Michael Carnahan, Produktion: Lorenzo di Bonaventura, Darsteller: Mark Wahlberg, Kurt Russel, John Malkovich, Dylan O’Brian, Kate Hudson. USA 2016, 107 Min.

 

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Das Autorenduo Douglas Preston und Lincoln Child haben ihren neuesten Roman auf vielfachen Wunsch geschrieben. Dies vermerken beide jedenfalls im Nachwort. Viele Leser wollten eine Fortsetzung des Romans „Ice Ship“ haben, der vor mehreren Jahren veröffentlicht wurde. „Ice Limit“ ist sozusagen das Sequel.

Es geht um ein außerirdisches Wesen, das am Grund des Pazifiks haust und für Ärger sorgt. Geschlüpft ist es aus einem Meteoriten, der bei einer Schiffskatastrophe ins Meer geplumpts ist. Der Agent Gideon Crew muss zusammen mit einem Team aus Wissenschaftlern versuchen, dem Wesen den Garaus zu machen.

Was Preston und Child mit ihrem neuen Roman bieten, ist ein für ihre Fans zugeschnittener Thriller. Dabei gingen sie jedoch eher halbherzig vor. Irgendwie schienen beide so ihre Schwierigkeiten mit dem Stoff gehabt zu haben, denn der Roman plätschert zunächst vor sich hin, ohne wirklich spannend zu werden. Wie immer allerdings fasziniert die exakte Recherche der beiden. In dieser Hinsicht haben sie nichts verlernt.

Was sie jedoch verlernt haben, ist, einen durchweg packenden Thriller zu schreiben. Das Thema muss Preston und Child selbst irgendwie gelangweilt haben, denn der Roman fängt damit an, dass man ein Alien im Pazifik entdeckt habe, die erstaunte Reaktion der Figuren allerdings bleibt aus. Auf diese Weise hätte es genauso gut heißen können, dass der Zug Verspätung hat. So etwas lähmt natürlich die Spannung erheblich. Und man fragt sich, ob das Autorenduo doch noch zu seiner früheren Stärke findet.

Leider aber bleiben zunächst wirkliche Höhepunkte aus. Zwar nimmt die Spannung bei der ersten Begegnung mit dem Ungeheuer deutlich zu, allerdings nur, um danach wieder abzuflachen. Der Grund, die Szenen wiederholen sich teilweise. Hinzu kommen diverse Logikfehler, die den beiden Autoren eigentlich hätten selbst auffallen müssen.

Zum Beispiel befindet sich das Schiff an einer Stelle des Ozeans, der mit einem Helikopter nicht mehr erreicht werden kann, nur um mehrere Seiten danach von einem Helikopter erreicht zu werden. An einer anderen Stelle betrinkt sich einer der wissenschaftlichen Assistenten, um dann mit einem U-Boot abzuhauen. Gideon Crews kongeniale Schlussfolgerung lautet, dass der Mann betrunken gewesen sein muss.

Erst gegen Ende hin nimmt dann der Roman wirklich Fahrt auf und wird zu einem furiosen Action-Horror-Seitenfetzer. Hier schimmert dann die frühere Stärke der beiden Autoren durch. An die früheren Romane der beiden Autoren allerdings reicht „Ice Limit“ nicht heran.

Douglas Preston/Lincoln Child. Ice Limit. Knaur Verlag 2017, 400 Seiten, 14,99 Euro, ISBN: 978-3-426-51498-6

 

 

 

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„Die neunte Stadt“ heißt der Debutroman von J. Patrick Black, mit knapp 800 Seiten ein echter Wälzer. Wie bei vielen Erstlingen, so scheint es auch hier, als habe Black so ziemlich alles, was er an SF gelesen und gesehen hat, auf die eine oder andere Weise in den Roman hineingezwängt. Das Ergebnis ist folglich ein umfangreiches Werk, das zwar voller Ideen steckt, das aber zugleich stets an andere Romane und Filme erinnert.

So umfangreich „Die neunte Stadt“ ist, so kurz lässt sich die Handlung schildern: es geht darum, dass die Menschen sich auf eine außerirdische Invasion vorbereiten, nachdem sie bereits vor mehreren hundert Jahren von Aliens heimgesucht wurden.

Black schreibt den Roman aus der Perspektive von sieben Protagonisten in Gegenwartsform, was anscheinend einen neuen Trend darstellt, der z. B. bereits von Paula Hawkins in „Girl on the Train“ und auch von Mats Strandberg in „Die Überfahrt“ Verwendung findet. Black wendet diesen Stil für eine detaillierte Beschreibung einer zukünftigen Gesellschaft mit all ihren verschiedenen Facetten an, die alles daran setzt, um sich gegen die erneute außerirdische Invasion zu verteidigen.

Die Menschen haben dabei von den Außerirdischen in Sachen kriegerische Auseinandersetzung gelernt, denn durch sie sind sie in den Besitz geistiger Fähigkeiten gekommen, mit deren Hilfe effizienter gegen die Invasoren vorgegangen werden kann. Intersssant hierbei ist, dass Black die Geschehnisse ausschließlich aus der Perspektive von jungen Menschen, wie etwa der Nomadin Naomi oder dem Jungen Jax, der eine Ausbildung in einer Militärakademie absolviert, erzählt. Dies lässt in einem die Frage entstehen, ob „Die neunte Stadt“ nicht eigentlich als Jugendbuch gedacht war, beeinflusst etwa durch „Die Tribute von Panem“ und ähnlichen Romanen, obwohl die jeweiligen Handlungen natürlich nichts miteinander zu tun haben.

Wie dem auch sei, der Roman macht trotz der vielen „geborgten“ Ideen (wie z.B. der riesigen Kampfmaschinen, die man nicht nur in Hollywood, sondern auch bei Alfred Döblins „Berge, Meere und Giganten“ findet) Spaß und ist flüssig zu lesen. Positiv zu bewerten ist ebenfalls, dass Black versucht, jeder Figur eine individuelle Stimme zu geben, was den Roman zusätzlich interessant und vielfältig macht.

„Die neunte Stadt“ wird durch das gewitzte Ideensammelsurium zu einem Lesevergnügen mit Quasi-Déjà-vu-Erlebnissen. Black setzt an den Anfang nicht den obligatorischen großen Knall, sondern nimmt sich im wahrsten Sinne des Wortes Zeit, um die Handlung langsam zu entwickelt und die Spannung zu steigern, wobei er im Laufe der Geschehnisse auch mit Action und dem einen oder anderen Gag nicht geizt. Kurz: spannende Unterhaltung zwischen SF und Fantasy.

J. Patrick Black. Die neunte Stadt. Heyne Verlag 2017, 792 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3-453-31788-8

 

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Ben Affleck zum dritten. Nach den Filmen „Argo“ und „The Town“ führte er 2013 bei dem Gangsterdrama „Live by Night“ erneut Regie, wobei auch das Drehbuch von ihm stammte – eine Adaption eines Romans von Dennis Lehane. Die Veröffentlichung des Films verschob sich um drei Jahre, sodass „Live by Night“ erst 2016 in die Kinos kam. Afflecks dritte Regiearbeit erwies sich nicht wirklich als Erfolg und ging in Deutschland fast komplett unter.

Es geht um den Bankräuber Joe Coughlin, der sich in das Mädchen eines Gangsterbosses verliebt. Als dieser dies mitbekommt, lässt er die Frau ermorden, während Coughlin gerade noch fliehen kann. Kurzerhand beschließt Coughlin, sich zu rächen. Dafür schließt er sich einem italienischen Gangsterclan an, der in Californien aktiv werde möchte …

Doch damit hat es sich auch schon, denn irgendwie verliert Affleck die Rachestory komplett aus den Augen. Stattdessen geht es um den weiteren Werdegang Coughlins, der beschreibt, wie er das Geschäft mit Rum während der Prohibition ausbaut und parallel dazu ein riesiges Casino bauen möchte. Doch hier kommen ihm allerhand Schwierigkeiten dazwischen, sodass er Ärger vom Boss der Mafia bekommt.

Irgendwie verzettelt sich Affleck ständig. Der Film verfolgt kein einziges Thema konsequent, sondern springt von einer Thematik zur anderen, so als handelte der Regisseur dabei eine Einkaufsliste ab. Dies lässt den Film irgendwie holprig erscheinen, zugleich ist man ständig der Frage ausgesetzt, was Affleck einem eigentlich sagen möchte. Von Rache, über Rassismus bis zum religiösen Wahn reicht das Spektrum, doch mit allen Aspekten fängt Affleck nie wirklich etwas an.

Ganz klar, Affleck möchte sich in „Live by Night“ literarisch geben, aber irgendwie funktioniert auch das nicht ganz. Die zwei Stunden Laufzeit konzentrieren sich zu sehr auf Affleck selbst, sodass die Komplexität des Dramas fehlt. Was man aber dem Film bescheinigen kann, sind hervorragende Kulissen und sehr gute Kostüme. Doch reicht das nun einmal nicht, um einen Film auch insgesamt gut werden zu lassen.

Live by Night. Regie u. Drehbuch: Ben Affleck, Produktion: Leonardo di Caprio, Ben Affleck, Darsteller: Ben Affleck, Elle Fenning, Brendan Gleeson, Chris Messina, Sienna Miller, Chris Cooper. USA 2013/2016, 129 Min.

 

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Mit „Monster“ erscheint nun bereits der sechste Roman von Carl Denning. Mit ca. 310 Seiten ist es zudem der bisher umfangreichste Horrorthriller.

Altamont ist ein kleiner und friedlicher Ort am Rand des Grand Jardin Nationalparks in Kanada. Diese Idylle endet plötzlich, als auf einer Lichtung eine Gruppe Umweltschützer bestialisch ermordet wird. Kurz darauf findet ein Biologe die verstümmelte Leiche eines alten Einsiedlers. Was die Fälle noch unheimlicher macht, ist, dass an jedem der Tatorte ein mysteriöser Steinhaufen errichtet wurde. Und noch etwas macht den Fall äußerst bizarr: an einem der Tatorte wird der Abdruck eines riesigen Fußes entdeckt. Für Susan Gant, Chefinspektor und Leiterin der Polizeistation in Altamont, deutet zunächst alles auf die grausamen Taten eines Psychopathen hin. Doch bald kommt sie zu der Erkenntnis, dass etwas weitaus Schlimmeres sein Unwesen in den endlosen Wäldern treibt. Ein Monster geht um. Und die Zeit drängt. Denn schon fallen weitere Menschen der albtraumhaften Kreatur zum Opfer …

Von Carl Denning erschienen bereits die Horrorromane:

Blutige Schatten, Das Böse, Angst, Darkmoore und Todesstation.

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Jake Bible besitzt in den USA längst so etwas wie einen Kultstatus. Seine trashigen Horror-Action-Romane sind genau das, was sie versprechen: trashige Horror-Action-Romane. Bible, der bereits für den Bram Stoker Award nominiert war, haut dabei einen Roman nach dem anderen raus. Und das Sympathische: der Autor nimmt sich selbst nicht so ernst.

Jake Bible, der tatsächlich so heißt, schuf mit „Kaiju Winter“ ein Beispiel dafür, wie man den Leser von der ersten Seite an in einen Roman hineinzieht. Nein, das ist bei weitem zu harmlos geschildert, denn Bible reißt den Leser regelrecht in seinen Roman. Es geht um einen heftigen Vulkanausbruch im Yellowstone Park, der für mehr als nur für Chaos sorgt. Denn bei dem Ausbruch allein bleibt es nicht. Aus dem Vulkan steigt eine Schar Riesenmonster, die zusätzlich für Furore sorgen.

Um es kurz zu machen, der Roman ist von der ersten Zeile an ein echter Pageturner. Bibles rasanter Erzählstil treibt die Story mit 180 Sachen voran, ohne sich auch nur irgendeine ruhige Minute zu gönnen. Dabei geht es Bible nicht unbedingt um wissenschaftliche Genauigkeit. Viel wichtiger ist für ihn die Entwicklung und das Verhalten der Figuren. Auf diese Weise kreiert Bible unterschiedliche Handlungsebenen, die die Geschichte zusätzlich interessant machen.

Man merkt auf jeder Seite, wie viel Spaß der Autor beim Schreiben des Buches hatte. Und das Schöne dabei ist, dass sich dieser Spaß eins zu eins auf den Leser überträgt. Natürlich bleibt der Roman recht vordergründig, doch das ist auch so gewollt. Bible möchte den Leser lediglich unterhalten, und genau das gelingt ihm auch zu 100 Prozent.

„Kaiju Winter“ ist auf jeden Fall ein großes Vergnügen, das neugierig macht auf die anderen Romane des Autors. Die gelungene Mischung aus Trash, Horror und Action sollte man sich nicht entgehen lassen.

Jake Bible. Kaiju Winter. Luzifer Verlag 2017, 333 Seiten, 12,99 Euro, ISBN: 978-3-95835-189-9

 

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