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Posts Tagged ‘Abenteuerfilme’

Trotz des Ersten Weltkriegs ließ sich der Siegeszug des Films in keiner Weise aufhalten. In den unterschiedlichsten Ländern entwickelten sich Filmstätten. Großartige Lichtspieltheater wurden errichtet. Die Spielfilmlänge betrug bis zu einer Stunde. Das Phänomen des Filmstars trat in diesem Zeitraum zum ersten Mal auf.

1918 kam die erste Verfilmung von Edgar Rice Burroughs „Tarzan“ in die Lichtspielhäuser. Der Titel lautete „Tarzan bei den Affen“ und lief mit großem Erfolg. Er gilt als einer der ersten Stummfilme, der über eine Millionen Dollar einbrachte. Die Rolle des ersten Tarzan der Filmgeschichte hatte Elmo Lincoln inne, der mit bürgerlichem Namen Otto Elmo Linkenhelt hieß. Seine Größe und sein muskulöser Körper machten ihn wie geschaffen für diese Rolle.

Elmo Lincoln als Tarzan

In dem Film geht es darum, dass Lord und Lady Graystoke nach Afrika geschickt werden, um dort gegen den Sklavenhandel vorzugehen. Doch nach einer Meuterei auf dem Schiff, werden beide an einer einsamen Küste des Kontinents ausgesetzt. Die Frau stirbt kurz nach der Geburt ihres Kindes, der Mann wird von Affen getötet, als diese seine Hütte stürmen. Der Junge, der sich später selbst Tarzan nennt, wird von den Affen groß gezogen. Als Verwandte der Greystokes erfahren, dass Lord und Lady Greystoke einen Sohn hatten, der noch immer im Dschungel Afrikas lebt, bricht eine Expedition auf, um den rechtmäßigen Erben des Familienvermögens zu finden.

„Tarzan bei den Affen“ ist ein noch immer sehenswerter Abenteuerfilm, der interessante Naturaufnahmen mit einer spannenden Handlung verbindet. Bei den Affen handelt es sich zum Teil um Darsteller in Affenkostümen, zum Teil um richtige Affen. Erst gegen Ende, wenn Tarzan sich in Jane verliebt, verliert der Film an Tempo und wirkt stellenweise langatmig. Gedreht wurde „Tarzan bei den Affen“ teilweise in diversen Filmstudios, teilweise aber auch im brasilianischen Dschungel. Nicht anders als heute führte der Erfolg zu einem Sequel mit dem Titel „The Romance of Tarzan“, doch fiel der Film beim Publikum aufgrund seiner lieblosen Produktion durch. Elmo Lincoln spielte noch in weiteren Tarzanfilmen mit, bevor Johnny Weissmüller die Ehre zukam, die Rolle zu übernehmen.

1920 wurde in Deutschland ein Film produziert, der so ziemlich alle späteren Horrorfilme und Thriller beeinflussen sollte. Es handelt sich um „Das Cabinett des Dr. Caligari“, dem wohl besten Beispiel für expressionistische Filmkunst. Für Conrad Veidt, der davor bereits in mehreren Stummfilmen mitgwirkt hatte, bedeutete die Rolle des Schlafwandlers Cesare den internationalen Durchbruch.

Der Film teilt sich auf in eine Rahmenhandlung und den Schilderungen, die durch die Rahmenhandlung angestoßen werden. So beginnt Robert Wienes Meisterwerk mit zwei Männern, die auf einer Parkbank sitzen und miteinander reden. Dabei kommt einer der beiden auf merkwürdige Ereignisse zu sprechen, die sich in einer kleinen Stadt zugetragen haben sollen. Der Hauptteil handelt von Dr. Caligari, der den Schlafwandler Cesare auf eine Weise beeinflusst, dass dieser in seinem Auftrag unheimliche Morde begeht.

Conrad Veidt als Cesare

„Das Cabinett des Dr. Caligari“ ist nicht nur wegen seiner surrealen Kulissen immer wieder sehenswert. Die Handlung an sich ist sehr dicht und spannend erzählt, die unheimlichen Momente haben bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren. Besonders ist hierbei natürlich Conrad Veidt hervorzuheben, der der Figur des Schlafwandlers diese besondere, bis heute eine Gänsehaut hervorrufende Aura verleiht.

Robert Wiene und Conrad Veidt arbeiteten vier Jahre darauf nochmals für den Film „Orlacs Hände“ zusammen. Danach ging Veidt nach England, wo er aufgrund seiner bisherigen Rollen weiterhin als Bösewicht oder zumindest als zwielichtige Figur engagiert wurde. Seine bekannteste Rolle dürfte sicherlich die des bösen Zauberers in Alexander Kordas Klassiker „Der Dieb von Bagdad“ sein. Robert Wiene drehte insgesamt 90 Spielfilme, von denen heute jedoch nur mehr 20 vorhanden sind. Ein Glück, dass sich darunter auch „Das Cabinett“ befindet.

 

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Gerne verfilmt Hollywood Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Und je dramatischer, umso besser. Mit „The Finest Hours“ fanden die Walt Disney Studios, die weiterhin mit aller Kraft versuchen, von dem Trickfilm-Image wegzukommen, eine Geschichte, die an Dramatik kaum zu überbieten ist, deren Umsetzung stellenweise jedoch in Kitsch abdriftet.

1952 kommt es vor der Küste Neuenglands zu einem der schlimmsten Stürme überhaupt. Der Öltanker SS Pendleton wird dabei in zwei Teile gerissen. Während der vordere Teil untergeht, kann sich der hintere Teil dank einer Luftblase noch einige Zeit über Wasser halten. Zur Rettung der Mannschaft wird ein Boot der Küstenwache hinausgeschickt. Doch die Retter haben selbst mit dem Unwetter zu kämpfen …

Regisseur Craig Gillespie beginnt den Film überaus ruhig, indem er Captain Kirk-Darsteller Chris Pine in der Rolle eines der Mitarbeiter der Küstenwache zeigt, wie dieser kurz vor einem Date mit einer hübschen Telefonistin steht. Leider nimmt sich Gillespie für die Zweisamkeit ein wenig zu viel Zeit, sodass ihm nichts anderes übrig bleibt, als immer wieder Actionsequenzen zwischenzuschneiden, die den parallel verlaufenden Überlebenskampf der restlichen Besatzung des Öltankers schildern, damit der Zuschauer nicht das Interesse an dem Film verliert. Möglicherweise fand Gillespie diese Darstellungsweise originell, da der Film nicht wie üblich mit einem Paukenschlag beginnt.

Doch führt dies dazu, dass es bei „The Finest Hours“ genau dadurch hapert. Denn ohne die ruhige, später leicht in den Kitsch abtriftende Liebesgeschichte, hätte Gillespie einen Film geschaffen, der an purer Dramatik und aufreibender Action nichts zu wünschen übrig gelassen hätte. Die lebensgefährliche Fahrt zu dem auseinenander gebrochenen Öltanker, die eine Handvoll Mitarbeiter der Küstenwache unternimmt, ist kolossal in Szene gesetzt. Nicht nur hohe Wellen bedrohen das kleine Rettungsschiff, auch der Kompass wird über Bord gespühlt, sodass Bernie Webber (Chris Pine) von da an lediglich nach Gehör steuert, um die gefährlichen Felsen zu umschiffen. Eine überaus waghalsige Situation, die grandios umgesetzt wurde.

Parallel dazu wird der Kampf ums Überleben auf dem Öltanker immer intensiver. Der Besatzung bleiben nur noch wenige Stunden, denn die Pumpen funktionieren nicht mehr. Der Maschinist muss sich immer neue Hilfsmittel einfallen lassen, um ein sofortiges Sinken zu verhindern. All dies fängt Gillespie in wunderbaren, düsteren und hektischen Bildern ein.

Die dritte Erzählebene, die sich Webbers neuer Freundin widmet, wirkt dabei fast schon überflüssig. Es scheint beinahe so, als habe man mit dem Dampfhammer noch eine Heldin in die Geschichte einfügen wollen, in der, historisch bedingt, die Männerrollen überwiegen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Film genau an den Stellen, die den Kampf zwischen Emanzipation und Patriachat skizzieren, immer wieder abschmiert, da diese Szenen zu konstruiert und teilweise verkrampft wirken.

Insgesamt aber ist der Seerettungsfilm packend inszeniert und Pines Darstellung eines eher schüchternen Mannes, der als einziger den Mut findet, alles auf eine Karte zu setzen, durchaus sehenswert.

The Finest Hours. Regie: Craig Gillespie, Drehbuch: Scott Silver, Paul Tamasy, Eric Johnson, Produktion: Dorothy Aufiero, Darsteller: Chris Pine, Casey Affleck, Ben Foster, Eric Bana, Holliday Grainger. USA 2016, 117 Min.

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Arsène Lupin ist ein Meisterdieb, dem es mühelos gelingt, mitten auf Empfängen Frauen um ihren Schmuck zu bringen. Zugleich ist Lupin ein hervorragender Verwandlungskünstler, Abenteurer und Frauenheld. Eines Tages begegnet er einer unsterblichen Gräfin, die ihn darum bittet, für sie drei Kreuze zu stehlen, die zusammengesetzt das Geheimnis eines Schatzes lüften. Lupin erliegt den Reizen der geheimnisvollen Gräfin und macht sich sofort auf, um der Kreuze habhaft zu werden. Doch dabei verwickelt er sich zunehmend in eine bizarre und abenteuerliche Geschichte …

„Arsène Lupin“ ist eine Mischung aus Mystery und Fantasy und veranschaulicht, auf welche Weise Frankreich ab Ende der 90er Jahre versuchte, wieder ins Zentrum des Filmmarktes zurückzukehren. Hatten französische Produktionen bis Mitte der 80er Jahre mit Actionfilmen a la Belmondo und Polit-Thrillern großen Erfolg, so sind es seit Ende der 90er Jahre u. a. stylische Horror- und Fantasyfilme, mit denen Frankreichs Produktionsstätten auf sich aufmerksam machen wollen.

Der Meisterdieb Arsène Lupin (Romain Duris); „Arsène Lupin“ (2004); Copyright: Sunfilm Entertainment

Nach Erfolgen wie „Pakt der Wölfe“ oder „Vidocq“ war „Arsène Lupin“ im Jahr 2004 die dritte große Genreproduktion aus unserem Nachbarland, die für beinahe zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung bietet. Die Figur des Meisterdiebes wurde vom französischen Schriftsteller Maurice Leblanc 1905 ins Leben gerufen. Insgesamt durfte Lupin in etwa 20 Romanen und mehreren Kurzgeschichten auftreten. Es gab bereits mehrere Verfilmungen, wobei diejenige von Jean-Paul Salome die aufwendigste und witzigste ist.

Der Film setzt jedoch stark voraus, dass der Zuschauer mit den Romanfiguren vertraut ist. Für Leute, die noch keinen Leblanc gelesen haben, dürfte dieser Film zwar unterhaltsam und spannend sein, dennoch ein paar Ungereimtheiten aufweisen. Nichtsdestotrotz gelingt es Salome durch eine rasante Schnitttechnik, witzigen Dialogen und einer Reihe überraschender Wendungen den Zuschauer im Bann zu halten. Leider floppte der Film an den Kinokassen, sodass, trotz diverser Nominierungen und Preisen (vor allem für Ausstattung und Kostüme), die Produktion wieder in Vergessenheit geriet.

Arsène Lupin, Regie: Jean-Paul Salome, Drehbuch: Jean-Paul Salome, Laurent Vachaud, Produktion: Stephane Marsil, Darsteller: Romain Duris, Kristin Scott Thomas, Eva Green, Pascal Gregory. Frankreich 2004, 126 Min.

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diebvonbagdadSo ziemlich jeder dürfte den „Dieb von Bagdad“ schon einmal oder vielleicht sogar x-mal gesehen haben. Er gehörte für lange Zeit zum weihnachtlichen Standardprogramm des Fernsehens (neben „Die Zeitmaschine“ von George Pal). Am 5.12.1940 erlebte der Film seine Uraufführung und wurde damals mit drei Oscars ausgezeichnet: Beste Special Effects, Beste Farbphotographie und beste Ausstattung.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Sie handelt von dem Sultan Ahmad, der zusammen mit dem jungen Dieb Abu allerhand Abenteuer erlebt, nachdem ihn der böse Großwesir Jaffar durch einen hinterhältigen Trick entmachtet hat. Abu und der Sultan versuchen, zurück nach Bagdad zu gelangen. Nicht nur, um Jaffar vom Thron zu stoßen, sondern auch um die schöne Prinzessin zu retten.

Auch wenn der Film extrem erfolgreich war, so kam es bei der Produktion zu allerhand Problemen, die dazu führten, dass die Dreharbeiten des Filmes sich fast zwei Jahre hinzogen.

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Die Prinzessin (June Duprez) und Jaffar (Conrad Veidt); „Der Dieb von Bagdad“ (1940); Copyright: United Artists

Zu Beginn der Dreharbeiten war kein geeignetes Drehbuch vorhanden. Aus diesem Grunde wurde Miles Malleson dazu beauftragt, das vorhandene Buch umzuschreiben. Im Herbst 1939 mussten die Dreharbeiten abrupt eingestellt werden, da England in den Krieg eingetreten war und man das Studio für die Produktion von Propagandafilmen benötigte. Erst 1940 konnten daher die Dreharbeiten fortgesetzt werden. Nicht zuletzt gab es auch Streit zwischen dem Produzenten Alexander Kordan und dem Regisseur Ludwig Berger. Berger wollte aus dem Film eine Art Kammerspiel machen, Kordan dagegen wollte einen gewaltigen Film, der die Zuschauer von Anfang an in ihren Bann ziehen sollte. Da Berger nicht entlassen werden konnte, stellte man an seine Seite zwei Co-Regisseure: Michael Powell und Tim Whelan.

Trotz aller Turbulenzen war das Ergebnis mehr als nur sehenswert. Bis heute sind der riesige Dschinn, die unheimliche Mörderpuppe, das fliegende Pferd oder auch die Riesenspinne (nicht eingeblendet, sondern ein enorm großes Modell) nicht mehr aus der Welt des phantastischen Films wegzudenken. Nicht zu vergessen Conrad Veidt als Jaffar und natürlich June Duprez als die schöne Prinzessin.

Der Dieb von Bagdad (OT: The Thief of Bagdad), Regie: Ludwig Berger, Michael Powell, Drehbuch: Miles Malleson, Produktion: Alexander Korda, Darsteller: Conrad Veidt, Sabu, June Duprez, John Justin, Rex Ingram, Mary Morris. England 1940, 102 Min.

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captaincleggDie Produktionen der Hammer-Studios prägten das Gesicht des Horrorfilms in den 60er Jahren. Schauspieler wie Peter Cushing, Christopher Lee oder auch Oliver Reed begannen ihre Karrieren mit Filmen dieser inzwischen legendären Produktionsfirma. Mit „Die Bande des Captain Clegg“ verbindet Regisseur Peter Graham Scott ein Piratenabenteuer mit den schaurig-schönen Elementen einer viktorianischen Geistergeschichte.

Die Handlung erzählt von einer kleinen Küstenstadt, die im Rufe steht, dem berüchtigten Piratenkapitän Captain Clegg Unterschlupf zu bieten. Aus diesem Grunde wird der Marine-Hauptmann Captain Collier in diesen Ort geschickt, um den Gerüchten nachzuspüren. Doch mit der Kleinstadt scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Dies liegt nicht allein an den Piratengeschichten, sondern auch an einer nagenden Angst der Bewohner vor Moorgeistern, die dort ihr Unwesen treiben sollen.

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Plakat mit dem alternativen Filmtitel „Night Creatures“.

Wie in den meisten Fällen der Hammer-Produktionen, bietet auch dieser Film aus dem Jahr 1962 beste Unterhaltung. Was zunächst wie ein Piratenabenteuer beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einer Geschichte über Gespenster, Geheimgänge und sonderbare Geheimnisse. Wie in einem Roman von Sheridan LeFanu oder Wilkie Collins bewegt sich die Story zwischen unheimlichem Schauer, rätselhaften Morden und tragischen Familienschicksalen. Hierbei geht Scott stark auf die Zwielichtigkeit der einzelnen Charaktere ein. Nichts ist so wie es zunächst scheint. Diese Thematik durchzieht den gesamten Film. Egal ob es sich um Gräber, Wandverzierungen oder eben Menschen handelt. Alles bzw. jeder besitzt einen sprichwörtlichen doppelten Boden. Aus diesem Spiel zwischen Schein und Sein kreiert Peter Graham Scott eine dichte Spannung, die nichts zu wünschen übrig lässt.

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Wem man im Moor so begegnen kann … „Captain Clegg“ (1962); Copyright: Hammer Productions

Die Kulissen sind wie in fast allen Hammer-Filmen äußerst liebevoll und bis ins kleinste Detail gestaltet. Schon allein die düsteren, windgepeitschten Häuser der Kleinstadt machen dem Zuschauer deutlich, dass hier unheimliche Dinge vor sich gehen. Die Szenen, die auf dem Moor spielen, sind teilweise in einer gelungenen Gespensterästhetik photographiert, die an die unheimlichen Geschichten eines M. R. James erinnert. „Die Bande des Captain Clegg“ ist dadurch ein schönes Beispiel für die Kunst der Hammer-Studios.

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standbymeStephen King ist ein Autor, bei dem die Frage gilt, welche seiner Geschichten eigentlich noch nicht verfilmt wurden. King ist nicht nur Bestsellerautor, sondern – was den Filmmarkt betrifft – auch eine Art Markenzeichen. 1986 verfilmte Rob Reiner die Erzählung „Die Leiche“ (The Body) unter dem Titel „Stand by me“. „Die Leiche“ ist eine der Geschichten, in denen sich King nicht als Horrorautor, sondern als Erzähler hervortut und dies auf großartige Weise. Kein Wunder, dass er in den USA inzwischen mit Mark Twain und John Steinbeck verglichen wird.

In „Die Leiche“ geht es um ein paar Freunde, die mitbekommen, dass irgendwo neben den Gleisen, ein toter Junge liegt. Aus Neugierde und Abenteuerlust, machen sie sich auf den Weg, um die Leiche zu suchen. Regisseur Rob Reiner hielt sich bei seiner Adaption sehr genau an die Vorlage. Er fügte lediglich eine Rahmenhandlung hinzu, in der sich Gordie Lachance (die Hauptfigur) aufgrund der Nachricht des Todes seines besten Freundes Chris Chambers an das damalige Abenteuer erinnert.

„Stand by me“ ist ein sehr schöner, leicht melancholischer Film, eine Mischung aus Drama und Abenteuer, der 1959 in und um Kings fiktiver Kleinstadt Castle Rock spielt. Bis Gordie Lachance und seine Freunde endlich zu dem Ort gelangen, an dem die Leiche liegt, müssen sie u. a. eine Eisenbahnbrücke überqueren, auf der sich gerade ein Zug nähert, und durch einen See waten, der voller Blutegel ist. Zudem müssen sie sich vor Ace Merill und seiner Gang in Acht nehmen, die ebenfalls die Leiche finden wollen. Hin und wieder gibt Lachance eine seiner selbst erfundenen Geschichten zum besten, wobei diejenige herausragt, in der sich ein dicker Junge bei einem Kirschkuchenwettessen an der ganzen Schule rächen möchte.

Interessant ist das Essemble von „Stand by me“. Neben Wil Wheaton, der später in der TV-Serie „Star Trek – Next Generation“ bekannt werden sollte, spielten auch River Phoenix, Corey Feldman, Kiefer Sutherland (natürlich als Bösewicht) und John Cusack (als Gordies älterer Bruder) mit. Für Regisseur Rob Reiner sollte „Stand by me“ nicht die einzige King-Verfilmung bleiben. 1990 drehte er den Thriller „Mysery“ nach Kings gleichnamigen Roman.

 

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