Horror de Luxe: Arac Attack (2002)

„Arac Attack“ (2002); © Warner Bros

Für den neuseeländischen Regisseur Ellory Elkayem hätte „Eight Legged Freaks“ der Sprung vom Direct-To-Video-Bereich ins Kino werden sollen. Für diesen Film, der u. a. von Roland Emmerich mit produziert wurde, hatte es auch tatsächlich geklappt. Aber eben nur für diesen einen Film. Danach verschwand der Regisseur wieder in der Versenkung.

Höchstwahrscheinlich lag dies daran, dass der Film nicht den Erfolg erzielte, den sich Warner Bros. gewünscht hatte. Der Film kostete 30 Millionen Dollar und spielte 45 Millionen Dollar ein. Doch sagt das alles nichts über die Qualität von „Arac Attack“ aus. Der Film macht von Anfang bis Ende Spaß.

In der Kleinstadt Prosperity sind die Spinnen los, nachdem ein Lastwagen eine Ladung gefährlicher Chemikalien verloren hat. Denn Spinnenzüchter Joshua füttert seine Tierchen mit verseuchten Grillen, was dazu führt, dass die Spinnen riesige Ausmaße annehmen …

Man könnte „Arac Attack“ als ein Remake von „Earth vs. The Spider“ (1958) betrachten, in dem eine riesige Vogelspinne eine Kleinstadt attackiert. Die Handlung ist durchaus ähnlich, auch wenn bei Elkayems Film eindeutig mehr Spinnen ihr Unwesen treiben. Sozusagen als Gegenstück zu dem eher ernsten Tierhorrorstreifen „Arachnophobia“ (1990) von Frank Marshall, bietet „Eight Legged Freaks“ witzige Horrorunterhaltung. Zudem weist der Film auch eine erstklassige Optik und Farbgebung auf, die beide angelehnt sind an die 50er Jahre. Natürlich gab es wieder die Extremkritiker, die bemängelten, dass die Umweltthematik nicht richtig ausgearbeitet wurde, denen kann man nur antworten: Ja, es stimmt, ein Arthouse-Film sieht anders aus. „Arac Attack“ möchte nichts anderes als unterhalten und das gelingt dem Film zu über 100 Prozent.

Spinnenalram; „Arac Attack“ (2002); © Warner Bros

Der Fokus liegt dabei klarerweise auf den Spezialeffekten, die unglaublich gut in Szene gesetzt sind. Meistens überwiegen CGI-Effekte, doch gelegentlich taucht auch eine Plastikspinne oder ein riesiges Spinnenbein (ebenfalls aus Plastik) auf. All das ist untermalt mit einem schrägen Humor, bei dem sogar die Spinnen mitwirken. Interessant ist, während Scarlett Johansson bei „Arac Attack“ kurz vor ihrem Karrieredurchbruch stand, war es für Kari Wuhrer, die den weiblichen Sheriff der Kleinstadt spielt, die einzige Hauptrolle in ihrer Karriere. Inzwischen ist sie überhaupt nicht mehr als Schauspielerin tätig. Wie bereits erwähnt, konnte auch Regisseur Ellory Elkayem karrieremäßig nicht von dem Film profitieren. Schade, denn in „Arac Attack“ beweist er, dass er sein Handwerk richtig gut versteht.

Arac Attack (OT: Eight Legged Freaks); Regie u. Drehbuch: Ellory Elkayem, Produktion: Bruce Berman, Roland Emmerich, Darsteller: David Arquette, Kari Wuhrer, Scarlett Johansson, Scott Terra. USA/Neuseeland 2002, 99 Min.

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