The 80s: Willow (1988)

Zeigt her eure Zähne: das Ungeheuer in „Willow“ ist ein echter Hingucker; „Willow“ (1988); © Lucasfilm/20th Century Fox/Walt Disney

Die Idee zu „Willow“ hatte George Lucas bereits seit Anfang der 70er Jahre. Doch erst Ende der 80er waren die visuellen Möglichkeiten vorhanden, um das Projekt umsetzen zu können. Trotzdem Lucas bekanntlich mit der damaligen Star Wars-Trilogie zu den erfolgreichsten Filmemachern zählte, wollte dennoch kein Studio seinen neuen Film mitfinanzieren. Erst 20th Century Fox entschloss sich, an dem Projekt teilzunehmen, und somit konnten die Dreharbeiten beginnen.

Es geht um den Zwerg Willow, der eines Tages ein Baby am Ufer eines Flusses findet. Die Bewohner des Dorfes, in dem Willow wohnt, haben Angst, dass dies Unglück über sie bringen könnte und fordern Willow auf, das Baby wegzubringen. Was niemand weiß: das Baby namens Elora ist eine große Gefahr für die böse Königin Baymorda. Daher hat sie ihre Reiter ausgesandt, um das Baby zu finden. Willow gerät daher von einer gefährlichen Situation in die andere, wobei ihn der Schwertkämpfer Madmartigan unfreiwillig unterstützt.

„Willow“ wurde zu einem recht großen Erfolg, auch wenn sich George Lucas mehr erhofft hatte. Doch die Fantasy-Welle war Ende der 80er längst wieder am abklingen. Erst durch „Herr der Ringe“ (2001) sollte sie wiederbelebt werden. Die Kritiken waren damals eher negativ als positiv, besonders Warwick Davis kam dabei schlecht weg. In der Tat überzeugt er in seiner Rolle des Willow eher wenig, seine Figur wirkt zu einseitig, ja im Gegensatz zu den anderen Figuren, fast schon fad. Das liegt jedoch nicht an ihm, sondern eben an der schlecht konzipierten Rolle. Denn das Warwick Davis hervorragend schauspielern kann, zeigte er u. a. in „Leprechaun“ (1993).

Willow und seine Gefährten; „Willow“ (1988); © Lucasfilm/20th Century Fox/Walt Disney

Insgesamt aber ist „Willow“ eine nette und witzige Mischung aus Fantasy und Abenteuer, dessen Höhepunkt nicht das Finale, sondern der Kampf in der Festung Bavmorda darstellt, in der es Willow und Madmartigan nicht nur mit den bösen Soldaten der Königin Baymorda zu tun bekommen, sondern ebenso mit fiesen Trollen und einem zweiköpfigen Riesendrachen, dem wahrscheinlich hässlichsten Monster der Filmgeschichte. Hier kommen die großartigen Spezialeffekte so richtig zur Geltung. Jedenfalls wirkt das eigentliche Finale im Gegensatz zu diesem wilden und sehr gut inszenierten Kampfgetümmel eher mager und einfallslos. – Dennoch ist der Film recht sehenswert, auch wenn er mit Sicherheit kein Meisterwerk ist.

Willow. Regie: Ron Howard, Drehbuch: Bob Dolman, Produktion: George Lucas,  Darsteller: Warwick Davis, Val Kilmer, Joanne Whalley, Billy Barty, Jean Marsh. USA 1988

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.