Die 90er: Firestorm – Brennendes Inferno (1998)

Rettung in letzter Sekunde; „Firestorm“ (1998); © 20th Century Fox

Eigentlich hätte Sylvester Stallone die Hauptrolle bekommen sollen. Doch bevor das Projekt überhaupt nur ansatzweise umgesetzt werden konnte, ging die Produktionsfirma, die aus „Firestorm“ einen superteuren Actionfilm machen wollte, pleite. Das Projekt griff ein paar Jahre später 20th Century Fox auf. Das Budget wurde so minimal wie möglich gehalten und statt Stallone spielte nun der Ex-Footballspieler Howie Long die Hauptrolle.

Es geht um eine Gruppe sog. Smokejumper, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn Menschen von einem Waldbrand überrascht werden oder vom Feuer eingeschlossen sind. Eines Tages kommt es gleich zu zwei Zwischenfällen: zum einen bricht ein unvorhergesehenes Feuer aus, zum anderen ist ein psychopathischer Mörder entflohen, der nun zusammen mit einer Gruppe Schwerverbrecher durch den Wald streift. Jesse Graves und sein Team haben also alle Hände voll zu tun.

Von Anfang an erhielt der Film fast ausnahmslos schlechte Kritiken, was dazu führte, dass „Firestorm“ an den Kinokassen mächtig floppte. Doch heißt das nicht, dass der Film tatsächlich schlecht ist. Nun ja, die Handlung kommt recht uninspiriert daher und erinnert ein wenig an „Cliffhanger“, nur dass hier die Berge mit einem Wald(brand) vertauscht wurden. Auch besitzt Hauptdarsteller Howie Long nicht die Ausstrahlung, um den Film meistern zu können, auch wenn er recht sympathisch rüberkommt.

Dennoch bietet der Film von Anfang an tolle Unterhaltung, und etwas anderes erwartet man ja auch nicht. Regie führte Dean Semler, der eigentlich als Kameramann tätig ist und u. a. mit Kevin Costner zusammengearbeitet hat, wobei er für „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990) einen Oscar erhielt. In „Firestorm“ macht er aus dem geringen Budget, das er für die Produktion erhielt, das beste draus. Die Actionszenen sind hervorragend umgesetzt, und das Feuer heizt einen so richtig ein. Und wenn dann zwischendurch auch noch David Bowies „Putting out Fire“ (auch bekannt unter dem Titel „Cat People“) erklingt, während die Kamera auf den beginnenden Waldbrand zuschwebt, dann weiß jeder Actionfilmfan, dass es jetzt erst so richtig losgeht. Denn die beiden Handlungsstränge Waldbrand und Feuerwehrmann kämpft gegen Psychopathen (gespielt von dem auf Bösewichte abonnierten Schauspieler William Forsythe) steuern unweigerlich auf den Feuersturm zu, der dann auch das großartige Finale bildet.

Kurz und knapp: „Firestorm“ ist solide Actionunterhaltung, die immer wieder Spaß macht.

Firestorm – Brennendes Inferno (Firestorm). Regie: Dean Semler, Drehbuch: Chris Soth, Produktion: Joseph Loeb, Matthew Weisman, Darsteller: Howie Long, William Forsythe, Scott Glenn, Suzy Amis. USA 1998

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