Die 90er: Die Mumie (1999)

Rick O’Connell (Brendan Fraser) und Evelyn Carnahan (Rachel Weisz) in Bedrängnis; „Die Mumie“ (1999); © Universal Pictures

Auf den Erfolg von Stephen Sommers Abenteuer-Horror-Film „The Mummy“ hatte wohl niemand gewettet. Bis heute gilt er als einer der größten Überraschungshits der 90er Jahre. Bei Kosten von 80 Millionen Dollar spielte er weit über 400 Millionen Dollar ein.

Der Film ist ein Remake des Universal-Horrorklassikers „Die Mumie“ (1932) mit Boris Karloff. Während Karloff noch mit Baumwolle umwickelt wurde, damit er als Mumie durchging, besorgen dies bei Arnold Vosloo CGI-Effekte. Stephen Sommers, der Trash-Freunden durch den Film „Octalus“ bestens bekannt ist, behielt die grundlegende Handlung bei, doch statt Karl Freunds draculaartige Geschichte zu übernehmen, machte er daraus einen klassisch anmutenden Abenteuerfilm mit viel Klamauk und diversen Horrorelementen. Die Mischung passte und sorgte dafür, dass die Produzenten vor Freude in die Hände klatschten.

Es geht um den Hohepriester Imhotep und dessen heimliche Liebesbeziehung zur Mätresse des Pharaos. Als beide in flagranti erwischt werden, wird Anck-Su-Namun von den Wachen ermordet und Imhotep lebendig in einen Sarkophag eingeschlossen, nicht ohne ihn zuvor mit einem Fluch belegt zu haben. Im Jahr 1923 kommen der Abenteurer Rick O’Connell, die Ägyptologin Evelyn Carnahan sowie ihr Bruder Jonathan auf die Spur einer geheimnisvollen Grabstätte, in der ein sagenhafter Schatz vermutet wird. Bei der Suche danach erwecken sie Imhotep zum Leben, der in Evelyn seine einstige Geliebte sieht …

„Die Mumie“ ist zwar keineswegs gruselig, dafür aber sorgt Sommers, der auch das Drehbuch verfasste, für viel großangelegte Action. Der Film kennt nur wenige ruhige Momente, in den meisten Szenen wird geschrien, gerannt und gekämpft, wobei Sommers gekonnt immer wieder klassische Horrorelemente einwebt. Da in den 90er Jahren immer mehr CGI angewandt wurde, so strotzt auch „Die Mumie“ vor lauter Computereffekten, die jedoch keineswegs so aufdringlich sind wie in den beiden Fortsetzungen. Immer wieder lässt Sommers auch Puppen oder als Mumien verkleidete Stuntmen in Aktion treten, was dem Film zusätzlich seine klassisch anmutende Note verleiht.

Insgesamt ist „Die Mumie“ ein Riesenspaß. Die beiden Sequels (Sommers führte auch bei „Die Mumie kehrt zurück“ Regie) reichen allerdings an das Remake nicht mehr heran.

3 Gedanken zu “Die 90er: Die Mumie (1999)

  1. DerStigler März 22, 2020 / 6:53 pm

    Das ist einer der Filme meiner Kindheit neben The Blair Witch Project, Aliens, Jurassic Park 2, Der 13te Krieger, Tanz der Teufel & die Herr der Ringe Trilogie. 😁

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