No Way Out – Gegen die Flammen (2017)

Nach dem Katastrophenfilm „Deep Water Horizon“ musste anscheinend ein weiterer Feuerfilm her, der auf realen Begebenheiten basiert – nicht ohne Grund produzierte daher Lorenzo di Bonaventura beide Filme. Herausgekommen ist dabei „Only The Brave“, bei dem sich unsere deutschen Marketingstrategen mal wieder lange den Kopf zerbrochen haben, bis sie auf den englischen Titel „No Way Out“ gekommen sind. Ich frage mich, wann diese Leute z.B. den „Avengers“ einen anderen englischen Titel verpassen.

Nun ja, es lohnt nicht, sich darüber aufzuregen. Früher oder später werden sie es wieder tun und dann werden wir uns wieder darüber aufregen. Aber zum Film: Nachdem sich die örtliche Feuerwehr von Prescot zur Eliteeinheit gewandelt hat, arbeiten die Männer in vorderster Front, wenn es um die Bekämpfung von Waldbränden geht.

Um es vorweg zu nehmen: „No Way Out“ ist durchaus spannend inszeniert, ist aber nicht wirklich das, was man als Katastrophenfilm an und für sich bezeichnet. Regisseur Joseph Kosinski geht es in der Hauptsache um Feuerwehrchef Eric Marsh und den ehemaligen Drogensüchtigen Brendan, der durch die Arbeit bei der Feuerwehr ein neues Leben beginnen möchte.

Auf diese Weise wirkt der Film in großen Strecken dann eher auch wie ein Drama, das jedoch durch die Präsenz von Josh Brolin als Eric Marsh und Miles Teller als Brendan hervorragend besetzt ist. Beide spielen ihre Rollen absolut überzeugend, hier das Rauhbein Marsh, dort der gebrochene junge Mann Brendan, der weg von seiner Drogensucht kommen möchte. Zwar wirkt die Einführung Brendans in die Handlung ein wenig holprig, wenn nicht sogar unbeholfen, doch wirkt sich das nicht auf den restlichen Film aus.

Punktet „No Way Out“ bei den oben genannten Aspekten, so wirkt er dann überraschend farblos, wenn es um die  Feuerbekämpfung geht. Zwar sind die Spezialeffekte absolut hervorragend, sodass man so gut wie nicht zwischen echtem Feuer und CGI unterscheiden kann, damit aber hat es sich dann auch schon. Die einzelnen Einsätze geraten eher kurz, werden eher skizziert als dargestellt, sodass sich daraus keine wirkliche Dramatik ergibt. Dies mach sich dann besonders im Höhepunkt des Films bemerkbar, wenn es zur eigentlichen Tragödie kommt, diese aber weder beklemmend noch bestürzend wirkt. In dieser Hinsicht vergibt der Film viel Potenzial. Dennoch ist „No Way Out“ durchaus sehenswert.

No Way Out – Gegen die Flammen (OT: Only The Brave). Regie: Joseph Kosinski, Drehbuch: Eric Warren Singer, Produktion: Lorenzo di Bonaventura, Darsteller: Josh Brolin, Miles Teller, Jennifer Connely, Pell James, Andie MacDowell, Jeff Bridges. USA 2018, 134 Min.

 

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2 Gedanken zu “No Way Out – Gegen die Flammen (2017)

  1. christianneffe April 19, 2019 / 12:22 pm

    Also ich habe das am Ende ganz anders empfunden: Ich war tatsächlich sehr bestürzt und überrascht über das, was da geschehen ist. Ansonsten stimme ich dir aber zu :)

    • Film und Buch April 21, 2019 / 9:35 am

      Bei „Feuer-Filmen“ muss ich immer als erstes an den Actionkracher „Fire Storm“ denken. Gibt es leider nicht mehr auf DVD.

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