The Man from Planet X oder Notlandung im Moor

manfromplanetxDie 50er Jahre waren, was die B-Picure betfrifft, das Jahrzehnt der Invasionen. Manchmal verläuft eine solche offensichtlich, manchmal eher heimlich. Fast schon super-heimlich ist die Invasion, die der Trash-Klassiker „The Man from Planet X“ aus dem Jahr 1951 schildert. Denn dort ist ausnahmsweise mal nicht die USA von fliegenden Untertassen bedroht, sondern eine abgelegene Insel vor Schottland.

In dem Film entdeckt Professor Elliot einen unbekannten Planeten, den er als Planeten X bezeichnet. Das Besondere daran ist, dass der Himmelskörper seine Position verändert und sich dabei der Erde nähert. Elliot ruft deswegen den Reporter John Lawrence an, da er ihm eine sensationelle Story versprochen hat. Kurz darauf überschlagen sich schon die Ereignisse. Kurz nachdem Lawrence das abgelegene, turmartige Haus des Professors erreicht (es liegt mitten im Moor), entdeckt der Reporter zusammen mit Enid, der Tochter des Professors, seltsame Blitze, die von einem metallenen Gegenstand ausgehen, der mitten im Moor liegt. Schnell finden sie heraus, dass es sich dabei um ein Raumschiff handelt. Und mit dem Außerirdischen ist nicht gut Kirschenessen, plant er doch eine Invasion vom Planeten X auf die Erde …

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Enid (Margaret Fields) begegnet dem Man from Planet X (Pat Goldin).

Bei „The Man from Planet X“ handelt es sich um eine Low-Budget-Produktion, deren Handlung nicht nur originell, sondern überaus spannend in Szene gesetzt ist. Natürlich findet man darin die typischen Elemente der Trash-Filme der 50er Jahre, doch verbindet der Film diese Aspekte mit den Merkmalen eines klassischen Gruselfilms. Natürlich sind fast alle SF-Filme der 50er Jahre eine Mischung aus Horror und SF, doch „Man from Planet X“ verbindet SF mit Schauerromantik, was dem Film eine ganz besondere Atmosphäre verleiht.

Der österreichische Regisseur Edgar G. Ulmer, der während der Stummfilmzeit an Klassikern wie „Der Golem“ oder „Metropolis“ beteiligt war und in den 30er Jahren nach Hollywood kam, sorgt von Anfang an für Spannung und eine ungeheure Dichte. So beginnt der Film kurz vorm Finale, in dem Lawrence verzweifelt im Haus des Professors sitzt und den Bericht über die seltsamen Ereignisse schreibt, um nach wenigen Minuten die Geschehnisse zu erzählen, die zu eben dieser Situation geführt haben, in der Lawrence praktisch eine Art „Last Man on Earth“ darstellt.

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Eine Optik, die einfach genial ist: Film Noir trifft Horror in „Man from Planet X“.

Eine Besonderheit des Films ist, dass er, im Gegensatz zu vielen anderen B-Movies der 50er Jahre, die Menschen nicht als gut und die Außerirdischen als böse, sondern beide als Sowohl-als-auch-Typen kreiert. So möchte z.B. Elliots Assistent Dr. Mears aus dem ungewöhnlichen Metall, das im Moor gefunden wurde, sofort Geld machen und setzt alles daran, um seine Gier zu befriedigen. Hier wird also der Wissenschaftler keineswegs als Idealbild dargestellt wie in anderen damaligen SF-Filmen, sondern „Man from Planet X“ geht auf die Verbindung zwischen Forschung und Wirtschaft ein, wobei er diese durchaus kritisch betrachtet. Dr. Mears schreckt auch nicht vor Folter zurück, um an das Geheimnis des Metalls zu kommen. Die Szenen, in denen Mears den Außerirdischen quält, sind harter Tobak und nehmen quasi die Verwischung der Grenze zwischen Gut und Böse, die die postmodernen Horrorfilme der 70er Jahre aufgriffen, vorweg. All dies setzt Ulmer mit einer sehr guten Optik um, die dem Film einen Stil verleiht, der irgendwo zwischen deutschem Expressionismus und Film Noir liegt.

Um den Film herum bildete sich in späteren Jahren ein Gerücht, dass der Darsteller des Außerirdischen unbekannt sei. Dieses hat seinen Ursprung anscheinend in einem Interview mit den beiden Hauptdarstellern, die sich nicht mehr erinnern konnten, wer den Außerirdischen gespielt hat. In der Tat aber handelt es sich um den Darsteller Pat Goldin, der immer wieder in Nebenrollen zu sehen war.

„The Man from Planet X“ ist ein heimlicher Klassiker des SF-Films. Heimlich deswegen, da er zwischendurch beinahe in Vergessenheit geraten war. Inzwischen aber wird er – vor allem in den USA – von Kritikern gelobt. Da der Film nie in deutschen Kinos gezeigt wurde, ist Ungers kleines Meisterwerk hierzulande so gut wie unbekannt.

The Man from Planet X. Regie: Edgar G. Ulmer, Drehbuch u. Produktion: Aubrey Wisberg, Jack Pollexfen, Darsteller:  Robert Clarke, Margaret Fields, Raymond Bond, William Schallert. USA 1951, 70 Min.

Das schwarze Buch – Film Noir trifft auf History

schwarze-buch„Das schwarze Buch“ dürfte, was seinen Stil betrifft, so ziemlich einzigartig innerhalb der Filmgeschichte dastehen. Regisseur Anthony Mann verknüpfte darin zwei völlig unterschiedliche Genres, von denen man zunächst nicht glaubt, dass sie zusammenpassen könnten. Doch der Film zeigt, dass es sehr wohl möglich ist, Film Noir mit Historienfilm zu verbinden, ohne dabei verwirrend oder künstlich zu wirken. Beide Genres werten sich in „Das schwarze Buch“ ästhetisch gegenseitig auf. Das Ergebnis ist ein wahres Filmerlebnis.

Es geht um den Agenten Charles d’Aubigny, der nach Paris reist, um dort die Identität eines von Robespierres Handlangern anzunehmen. Sein eigentliches Ziel ist es, dadurch an das schwarze Buch Robespierres heranzukommen. Dieses enthält sämtliche Namen von Personen, die Robespierre im Weg stehen und daher hingerichtet werden sollen. Eine Veröffentlichung der Liste würde zugleich das Ende des herrschsüchtigen Mannes bedeuten. Doch d’Aubignys Tarnung fliegt auf und von da an ist er auf der Flucht vor Robespierres Geheimpolizei.

Lange Schatten, zwielichtige Gestalten und eine Optik, die manchmal fast ans Surreale heranreicht, das sind die Hauptmerkmale von Anthony Manns Meisterwerk. All dies ist man von einem Historienfilm nicht gewöhnt. Umso erstaunlicher ist es daher, dass der Regisseur auf die Idee kam, die Merkmale des Film Noir in sein spannendes Historiendrama zu integrieren. Die Handlung entwickelt sich dadurch zu einem regelrechten Politthriller, der sich mithilfe einer dicht erzählten Handlung mit den „Nachwehen“ der französischen Revolution auseinandersetzt.

Gut, mit der Historie nimmt man es dann doch nicht so genau, aber das macht den Film keineswegs weniger sehenswert. Gleich der Beginn, in dem die Hauptfiguren vorgestellt werden, arbeitet mit expressionistischen Elementen, die sich in manchen Szenen des Films fortsetzen, wie etwa bei der Kutschenfahrt zu einer Mühle, die angelehnt ist an das Scherenschnitttheater. Den ganzen Film hindurch durchzieht sich der für die 40er und die 50er Jahre typische paranoide Stil, der dem Werk seine knisternde Spannung verleiht.

Anthony Mann reizt die Spannungsmomente bis zur letzten Sekunde aus. Und davon gibt es nicht wenige. Ob es sich nun darum handelt, dass die beiden Helden des Films versuchen, aus dem Gefängnis zu fliehen oder sich schnell vor der Geheimpolizei verstecken müssen, die jeweiligen Situationen sind geradezu radikal in Szene gesetzt und lieferten in ihrer Machart die Grundlage für spätere Thriller- und Suspense-Filme. Anthony Mann schuf mit „Das schwarze Buch“ ein echtes Meisterwerk, das von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt.

Das schwarze Buch (OT: The black Book/AT: Reign of Terror), Regie: Anthony Mann, Drehbuch: Philip Yordan, Produktion: William Cameron, Darsteller: Robert Cummings, Richard Basehart, Arlene Dahl, Richard Hart. USA  1949, 89 Min.

Die 90er: Castle Freak (1995)

castlefreakExperten bezeichnen die Geschichte „Der Außenseiter“ als eine der atmosphärisch intensivsten Kurzgeschichten Lovecrafts. Darin geht es um einen wandelnden Leichnam, der aus seiner Gruft schreitet und mitten hinein in einen Ball der „High Society“ platzt. Falls der ein oder andere Leser diese Geschichte nicht kennt, so kann er sich auf jeden Fall die Konsequenzen davon denken. Das Besondere an Lovecrafts Geschichte ist, dass er sie aus der Perspektive des Leichnams schildert.

1995 nahm sich die Horrorfilmindustrie dieses Stoffes an und produzierte einen Film, der vom Fangoria Magazin mit der „Goldenen Kettensäge“  in der Kategorie Beste Direct-to-Video-Production ausgezeichnet wurde. Mit Lovecrafts Geschichte hat dieser Streifen nicht viel zu tun. Dennoch ist Regisseur Stuart Gordon mit „Castle Freak“ ein recht guter Horrorfilm gelungen.

John Reilly fährt zusammen mit seiner Frau Susan und seiner Tochter Rebecca nach Italien, um dort eine Erbschaft anzutreten. Es handelt sich dabei um ein altes Schloss. Doch kaum ist die Familie dort eingezogen, als Rebecca die Anwesenheit von etwas Unheimlichen spürt. Niemand glaubt ihr. Als jedoch Leute spurlos verschwinden, nimmt sich John Reilly dem Geheimnis um das Schloss an. Ein Fehler. Denn der heimliche Bewohner des Gemäuers ist aus auf Rache.

Drehbuchautor Dennis Paoli und Regisseur Stuart Gordon verwandeln Lovecrafts Kurzgeschichte in eine Art Hommage an Autoren wie Wilkie Collins oder Sheridan Le Fanu. Diese Meister des klassischen Schauerromans bestückten ihre Geschichten stets mit alten Landhäusern oder Schlössern, seltsamen Ereignissen, unheimlichen Morden und rätselhaften Familiengeheimnissen. Und genau das bekommt der Zuschauer in „Castle Freak“ geboten. Eigentlich weit davon entfernt, ein Splatterfilm zu sein (auch wenn es zwei, drei Szenen gibt, die doch ziemlich hart sind), gehört dieser Film viel eher in das Geisterhausgenre, wo mit recht einfachen Mitteln eine düstere, unheimliche Atmosphäre geschaffen wird. Erscheint es zunächst, als würde ein Geist in dem Schloss sein Unwesen treiben, so wird schon recht bald klar, dass wir es hier mit einer überaus tragischen Gestalt zu tun haben, in deren gutmütigen Herzen sich zunehmend Hass und Rachegefühle gesammelt haben. Den Machern gelingt es durch die Anlehnung an die Aspekte der Schauerromantik einen in sich schlüssigen Film zu kreieren, bei dem die Handlungsweisen und Veränderungen der Protagonisten durchaus nachvollziehbar sind. Dies trifft ebenfalls auf den Castle Freak zu, dessen Taten im Grunde genommen als schreckliches Resultat seines tragischen Schicksals erscheinen.

Mit „Castle Freak“ ist Stuart Gordon nach seinem Erfolg „Re-Animator“ ein sehr interessanter Horrorfilm gelungen, der gekonnt die klassischen Motive des Horrorgenres aufgreift und konsequent umsetzt. Aus Lovecrafts Erzählung ist übrigens nur eine Szene übernommen worden. In dieser nähert sich der Castle Freak einem Spiegel und erschrickt schließlich vor seinem eigenen Anblick.

Castle Freak, Regie: Stuart Gordon, Drehbuch: Dennis Paoli, Produktion: Maurizio Maggi, Darsteller: Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Jonathan Fuller, Jessica Dollarhide. USA 1995, 90 Min.

Trash der 60er (6): Der Satan mit den langen Wimpern

nightmareNeben den klassischen Gruselfilmen, in denen es um Geister, Hexen, Vampire und andere unheimliche Geschöpfe geht, produzierten die Hammer-Studios auch eine Reihe Psychothriller, welche an Hitchcocks Kassenschlager „Psycho“ anknüpfen sollten. Dadurch kam es zu Filmen wie „Ein Toter spielt Klavier“ (Scream of Fear) oder „Das Haus des Grauens“ (Paranoiac). Ein weiteres Beispiel dieser anderen Seite von Hammer ist „Der Satan mit den langen Wimpern“. Wie auch in den beiden anderen erwähnten Filmen, schrieb Hammers Drehbuchstar Jimmy Sangster das Script.

In gewisser Weise kann man behaupten, dass es sich bei „Scream of Fear“, „Paranoiac“ und „Nightmare“ um eine lose Trilogie handelt. Denn im Grunde genommen wird in allen drei Filmen dieselbe Geschichte erzählt, allerdings in unterschiedlichen Variationen.

„Der Satan mit den langen Wimpern“ erzählt die Geschichte der jungen Janet, die seit ihrer Kindheit unter Wahnvorstellungen und Angstträumen leidet. Ständig glaubt sie, von ihrer wahnsinnigen Mutter verfolgt zu werden. Janet wird daher aus der Schule entlassen, um sich in ihrem Familienwohnsitz zu erholen. Hier jedoch werden ihre Alpträume und Halluzinationen noch schlimmer. Oder sind es vielleicht gar keine Vorstellungen? Niemand schenkt Janets Angst, dass ihre Mutter aus der Irrenanstalt geflohen sein könnte, Glauben. Dadurch sinkt sie immer tiefer in den Wahnsinn.

Der Film verknüpft gekonnt Psychothriller mit den Aspekten des Haunted-House-Genres. Bereits die gewaltige Fassade von Janets Elternhaus weist daraufhin, dass es innen unübersichtlich ist und man sich in dem Gebäude durchaus verlaufen kann. Dieser Eindruck wird in der Innenausstattung fortgesetzt. Tiefe, undurchdringliche Schatten machen Janets  Zuhause zu einem unheimlichen und ungemütlichen Ort. Obwohl das Haus durch seine enorme Größe hervorsticht, kreieren die Schatten eine Art von Klaustrophobie, die Janets Ängste auf den Zuschauer überträgt.

Janet stößt in ihrem Heim keineswegs auf Geborgenheit. Vielmehr herrschen in den vier Wänden Gefühlskälte, die Erinnerungen an einen grausamen Mord und Scheinheiligkeit. Es kommt zu einem nicht enden wollenden Familienstreit. Dieser wird teilweise so heftig ausgetragen, dass einzelne Szenen auch heute noch recht drastisch wirken. Auch die Schockeffekte erzielen durchaus ihre Wirkung.

Jimmy Sangster und Regisseur Freddie Francis gelingt es, der Story völlig überraschende Wendungen zu geben. Auch wenn man bei Vorkenntnis der anderen beiden Filme weiß, auf was alles letzten Endes hinausläuft, führen Handlungsdichte und Spannungsmomente keineswegs zu Langeweile.

Hammer drehte seine Psychothriller konsequent in Schwarzweiß. Dies erweist sich sehr zum Vorteil der Optik. Die Schatten erscheinen wie mit einem dicken Pinsel aufgetragen. Angst und Wahnsinn bekommen durch das Spiel aus Licht und Schatten eine intensivere Note. Jimmy Sangster behauptete einmal, dass er viel lieber Thriller schreibe, als Drehbücher zu gewohnten Horrorfilmen. Seine Vorliebe stellte er in diesem Film gekonnt unter Beweis.

Der Satan mit den langen Wimpern (OT: Nightmare), Regie: Freddie Francis, Drehbuch u. Produktion: Jimmy Sangster, Darsteller: David Night, Moira Redmond, George A. Cooper. England 1964, 83 Min.

Die Klunkerecke: Kaidan

kaidanRegisseur Hideo Nakata gehört zu den Mitbegründern des modernen japanischen Horrorfilms. Seine Romanadaption „Ring“ wurde wegweisend für viele nachfolgende Produktionen und beeinflusste nicht zuletzt den US-amerikanischen Horrorfilm. Spielen J-Horror-Filme in der Gegenwart, so verlegt Nakata in seinem „Kaidan“ die Handlung in das 18. Jahrhundert und nähert sich damit den Legenden und Märchen an, in denen das Unheimliche der J-Horror-Filme seinen Ursprung hat.

Die Geschichte erzählt davon, wie die reiche Dame Oshiga, die bekannt ist für ihren Musikunterricht, sich in den Hausierer Shinkichi verliebt. Beide heiraten, was einen großen Skandal hervorruft, da Oshiga jemanden aus einem niedrigeren Stand zum Mann nimmt. Nach und nach führt dies dazu, dass Oshigas Schülerinnen wegbleiben. Zugleich macht sich bei ihr eine schwere Krankheit bemerkbar. Shinkichi vergnügt sich inzwischen mit anderen Frauen. Als sie das mitbekommt, schreibt sie auf ihrem Sterbelager einen Fluch nieder, der Shinkichi  immer dann treffen soll, wenn er eine Beziehung zu einer anderen Frau eingehen will. Zunächst hält dieser das Schriftstück für reinen Unfug. Doch dann tritt der Fluch tatsächlich in Kraft …

Im Gegensatz zu den übrigen J-Horror-Beiträgen, ist „Kaidan“ ein eher ruhiger Film, der in wunderbaren Farben schwelgt und mit einer tollen Optik überzeugt. Er verbindet Historie mit Legende und Schauerromantik und ragt durch seinen hohen künstlerischen Anspruch aus den übrigen Produktionen deutlich hervor. Trotzdem neigt Nakata nicht gerade zur Zimperlichkeit bei den Szenen, in denen der Fluch wirksam wird. Hier kommt es zu recht blutigen und grausamen Zwischenfällen, die Shinkichi an den Rand des Irrsinns bringen. Doch Hideo Nakata wollte eben mehr, als „nur“ einen Horrorfilm drehen. So kleidet er „Kaidan“ in die Form eines Dramas, in dem es um Liebe und Hass, Wahnsinn und Rache geht.

Was bei „Kaidan“ jedoch etwas verwundert, ist der Prolog, der im Grunde genommen nicht viel mit der restlichen Geschichte zu tun hat. Jedenfalls wirkt dieser überflüssig, da er im Grunde genommen nichts erklärt und so gut wie nichts mit der Ursache des Fluchs zu tun hat.

Wenn man aber von dieser kleinen Ungereimtheit absieht, ist „Kaidan“ ein Film, der vor allem durch seine sorgfältige Produktion überzeugt

Kaidan, Regie: Hideo Nakata, Drehbuch: Satoko Okudera, Produktion: Takashige Ichise, Darsteller: Kumiko Aso, Tokoaki Enoki, Reona Hirota, Mao Inoue, Tae Kimura. Japan 2007, Laufzeit: 115 Min.

The 80s: Nummer 5 lebt! (1986)

nummer5Eigentlich sind ja die Roboter (fast) immer die Bösen. Man denke nur an „Terminator“, „M.A.R.K. 13“ oder „Death Machine“. John Badham geht in seiner SF-Komödie „Short Curcuit“ einen etwas anderen Weg. Denn was zunächst als böse oder besser gefährlich erscheint, ist es nicht.

Der Film erzählt die Geschichte des Roboters S.A.I.N.T. 5, der durch einen Blitzschlag plötzlich lebendig wird. Eigentlich wurde er zusammen mit vier anderen Maschinen von dem Rüstungskonzern Nova Robotics entwickelt, und zwar als Waffe für zukünftige Kriege. Doch bei der Vorstellung der neuen Entwicklung zieht ein Gewitter auf und ein Blitz trifft den Stromverteiler, an den Nummer 5 gerade angeschlossen ist. Nachdem der Roboter durch den Stromschlag ein eigenes Bewusstsein erlangt hat, verlässt er das Firmengelände. Zum Schrecken der Entwickler und Militärs, die glauben, dass Nummer 5 alles um sich herum pulverisieren wird …

„Nummer 5 lebt!“ ist eine nette und durch und durch witzige Komödie, die es schafft, schwere Fragestellungen einfach und unterhaltsam umzusetzen. Schließlich geht es um nicht weniger als um die Grundfragen unserer Existenz: Was ist Leben? Was ist Bewusstsein? Badham beschäftigt sich mit diesen Fragen innerhalb einer fast 90 Minuten dauernden Verfolgungsjagd. Denn Nummer 5 ist ständig auf der Flucht vor General Schroeder, der den Roboter ohne wenn und aber außer Gefecht setzen möchte. Während Firmenchef Marner nur Angst davor hat, Geld zu verlieren, wollen sich seine beiden Mitarbeiter Newton Crosby und Ben Jabituya davon überzeugen, dass Nummer 5 tatsächlich lebt.

Die einzelnen Situationen sprühen nur so vor lauter Sprachwitz, hierbei ist vor allem der indische Programmierer Jabituya der Renner, der sämtliche Redewendungen durcheinander bringt. Aber auch die Dialoge zwischen Schroeder und Marner haben etwas für sich, zum Klassiker wurde der Gag, wieso niemand Marner darüber informiert habe, weswegen die Hubis nun Helis heißen würden.

Schutz findet Nummer 5 eigentlich nur bei der Tierliebhaberin Stephanie Speck, die den Roboter zunächst für einen Außerirdischen hält. Hierbei macht sich der Film indirekt lustig über die damalige Esoterikwelle. Vor allem aber ist „Nummer 5“ eine Satire auf Militär und Wirtschaft, die er gehörig durch den Kakao zieht. G. W. Bailey, der vor allem durch die „Police Academy“-Filme bekannt ist,  geht regelrecht auf in der Rolle des schreiwütigen Generals, der nur ans Zerstören denkt.

„Nummer 5 lebt!“ gelingt es, tiefgründig zu sein, ohne aber schwer zu wirken. Die Leichtigkeit, mit der diese oben genannten Thematiken abgehandelt werden, ist ein wahres Kunststück und verblüfft immer wieder aufs Neue. Der Erfolg des Films führte klarerweise zu einem Sequel. Doch „Nummer 5 gibt nicht auf“ war weit weniger erfolgreich, als die Produzenten gedacht hatten. Vor wenigen Jahren kamen allerdings Gerüchte auf, dass ein Remake geplant sei. Anscheinend aber wurde die Produktion wieder auf Eis gelegt.

Nummer 5 lebt! (OT: Short Circuit), Regie: John Badham, Drehbuch: Brent Meddock, S. S. Wilson, Produktion: David Foster, Darsteller: Ally Sheedy, Steve Guttenberg, Fisher Stevens, G. W. Bailey, Austin Pendleton. USA 1986, 94 Min.

The 80s: House (1986)

houseSean S. Cunnhingham legte mit „Freitag der 13.“ (1981) quasi den Grundstein für die Welle von Slasher-Filmen, die die 80er Jahre prägten. Mitte der 80er Jahre aber wandte er sich dem Subgenre der Horrorkomödie zu und schuf mit „House“ gleich einen weiteren Klassiker. Wie dies bei vielen anderen der damaligen Horrorfilme der Fall ist, verlegte er die Handlung von „House“ in die typische US-amerikanische Vorstadt.

Es geht um neugierige Nachbarn, Scheinheiligkeit und die Verarbeitung des Vietnamtraumas. Der Horrorschriftsteller Roger Cobb zieht in das Haus seiner verstorbenen Tante, nur um nach kurzer Zeit festzustellen, dass es darin spukt. Es kommt noch schlimmer, als ein Kamerad, den er während eines Gefechts in Vietnam im Stich gelassen hat, plötzlich als Zombie vor der Tür steht, um es Cobb heimzuzahlen.

Das Verhalten der Nachbarn, die ohne anzuklopfen unerwartet durchs Haus schleichen oder sich anbiedern, sowie die offenen und versteckten Meinungen über Cobbs Tante veranschaulichen ähnlich wie in „Poltergeist“ das Spießbürgertum, das sich in den Vorstädten entwickelt hat. Die Sichtweise von Cunningham ist aber eine andere als in Spielbergs Film. „House“ zeigt die Geschehnisse nicht aus der Perspektive früherer Hippies, sondern aus derjenigen von Menschen, welche den Vietnamkrieg am eigenen Leib erfahren mussten.

Der Figur Roger Cobb kommt somit eine Opferrolle zu. Er sucht verzweifelt einen Platz in der Gesellschaft. Seine Familie ist kaputt, sodass er auf sich allein gestellt ist. Seine Vietnamerlebnisse versucht er, in Horrorromanen zu verarbeiten. Es zeigt sich, dass Cobb durch die Teilnahme an dem Krieg stigmatisiert ist. Dies gibt ihm von Anfang an die Charakteristik eines sozialen Außenseiters. Während die Kritiker des Krieges sich nun als Neureiche etablieren, müssen sich die Opfer des Krieges ihren Platz in der Gesellschaft noch erkämpfen. Somit entwirft „House“, und darin ähnelt der Film wiederum „Poltergeist“, ein demaskierendes Bild der Post-70er.

Was allerdings klingt, als wäre „House“ überhaupt nicht lustig, sondern eher ein Sozialdrama, ist in der Tat eine überaus witzige Komödie, deren  Pointen perfekt sitzen. Bereichert wird der Film durch eine Reihe skurriler Monster, die das Haus heimsuchen: z.B. eine Hexe, ein fliegendes Skelett oder eben Cobbs Zombie-Kamerad, der immer wieder einen Spruch auf Lager hat.

„House“ folgten drei Sequels, die allerdings den köstlichen Humor des Originals nicht mehr erreichen, sondern viel eher fantasie- und motivationslos wirken. „House“ allerdings ist zurecht ein Klassiker des Horrorfilms.

House. Regie: Steven Miner, Drehbuch: Ethan Wiley, Produktion: Sean S. Cunnhingham, Darsteller: William Katt, George Wendt, Richard Moll, Kay Lenz. USA 1986, 93 Min.

Starfire – Irgendwie gut und doch vergessen

starfireJa, es gibt Filme, die kurz das Licht der Öffentlichkeit erblicken, bevor sie völlig in Vergessenheit geraten. Dieses Schicksal erleidete u. a. der japanisch-amerikanische SF-Film „Starfire“ aus dem Jahr 1990. Die Produktionskosten betrugen etwa 50 Millionen Dollar, dennoch lief der Film nur in Japan und in Deutschland in den Kinos. In den USA kam er ohne Umwege in die Regale der Videotheken.

Schuld daran war wohl ein Streit zwischen Regisseur Richard C. Sarafian und den japanischen Produzenten, denn diese wollten eine andere Schnittfassung haben als Sarafian. Als Konsequenz wollte Sarafian nicht mehr als Regisseur im Vorspann genannt werden, sodass stattdessen der in solchen Fällen übliche Name Alan Smithee steht.

Aufgrund dieses Streits könnte man meinen, dass der Film alles andere als gelungen ist. Doch eigentlich ist das genaue Gegenteil der Fall. Gut, die Story gibt sich überaus verworren, doch ist letztendlich in sich stimmig. Es geht darum, dass eine enorme Sonneneruption die Erde bedroht. Um die Eruption in eine andere Richtung zu lenken, soll eine Antimateriebombe in die Sonne geworfen werden. Alles leichter gesagt als getan, denn ein Konzern möchte die Aktion verhindern, um dadurch noch mehr Geld schäffeln zu können, und schickt daher einen Saboteur ins Raumschiff …

Mit Schauspielern wie Charlton Heston und Jack Palance hoffte man, doch irgendwie international Aufsehen erregen zu können. Aber, wie bereits bemerkt, klappte alles nicht so wie es sich die Produzenten vorgestellt hatten. Doch eigentlich ist das schade, denn der Film strotzt nur so vor Ideen, die jede für sich wieder einen eigenen Film ergeben würden. Dabei bedient man sich natürlich hin und wieder bei anderen Filmen, sodass man in „Starfire“ von „Blade Runner“ bis zu „Mad Max“ irgendwie alles wiederfindet. Allerdings formt „Starfire“ die Ideen so um, dass sie dann doch wieder originell wirken und dem Film einen eigenwilligen Charme verleihen. Recht nett ist hierbei das „Soylent Green“-Zitat, indem in einer Szene relativ am Anfang Charlton Heston in der Menge tobt und die Leute vor einer schrecklichen Gefahr warnt. Diese kurze Szene ist wirklich nur als Gag am Rande zu verstehen, denn Heston spielt eigentlich eine der Hauptrollen im Film, nämlich den Vater des Kommandanten des Raumschiffs, das zur Sonne fliegen soll.

Der Film ist von Anfang bis Schluss nur eines: extrem hektisch und aufregend. Sarafian hielt sich wohl an die Grundregel von Roger Corman, die besagt, dass in jeder Szene etwas passieren muss. Und genau das setzt „Starfire“ gekonnt um: fast jede Szene ist gewürzt mit Action, hinzu kommen eine Menge an Spezialeffekten, die, dank der Mitarbeit von Syd Mead, hervorragend sind. Nebenbei bemerkt ist auch das Design der Raumschiffe erstklassig. Kurzum: Der Film lässt einen nicht mehr los.

Es ist wirklich schade, dass „Starfire“ ziemlich in Vergessenheit geriet. Dies machte sich fast 20 Jahre später Regisseur Danny Boyle zunutze und drehte mit „Sunshine“ (2007) einen Film mit fast identischer Handlung. Im Grunde genommen ziemlich frech, doch da die Kritiker „Starfire“ nicht mehr im Gedächtnis hatten, wies niemand auf diesen Umstand hin.

Starfire (Alternativtitel: Solar Crisis), Regie: Richard C. Sarafian, Drehbuch: Takeshi Kawata, Joe Gannon, Cri´span Bolt, Produktion: Richard Edlund, Takeshi Kawata, Darsteller: Tim Matheson, Charlton Heston, Peter Boyle, Jack Palance, Annabel Schofield, USA/Japan 1990, 107 Min.

The 80s: Dune (1984)

duneBereits 1976 war eine Verfilmung von Frank Herberts SF-Roman „Der Wüstenplanet“ geplant. Die Produktion des Surrealisten Alejandro Jodorowsky kam jedoch nicht zustande, es kam lediglich zu Skizzen von H. R. Giger, der in das Projekt mit eingebunden war. Erst Anfang der 80er Jahre wurde das Projekt wieder aufgegriffen. Dieses Mal aber nicht von Jodorowsky, sondern von David Lynch. Das Ergebnis seiner Arbeit war bzw. ist ein bildgewaltiger SF-Film, der jedoch an den Kinokassen floppte.

Schuld an dem Flop war sicherlich die doch recht verworrene Inszenierung. Man merkt, dass sich Lynch, der auch das Drehbuch verfasste, mit der Umsetzung des Stoffes schwer tat. Die Geschichte um den Wüstenplaneten ist nun einmal komplex, es grenzt daher fast schon an ein Wunder, dass es überhaupt zu einer Verfilmung kam. Möchte man die Handlung kurz zusammenfassen, so geht es um Paul Atreides, der im Jahr 10191 zusammen mit seinem Vater auf den Wüstenplaneten kommt, um diesen als Lehen zu übernehmen. Der Planet ist von macht- und wirtschaftlicher Bedeutung, da auf ihm das Spice abgebaut wird, das notwendig für die Raumfahrt ist. Doch diverse Intrigen führen dazu, dass Pauls Vater ermordet wird und Paul selbst zusammen mit seiner Mutter fliehen muss.

Wie oben bereits bemerkt, ist der Film ein bildgewaltiger und überaus kunstvoll inszenierter SF-Film. Allerdings kann man sich „Dune“ nicht einfach mal so anschauen. Man muss sich für den Film Zeit nehmen und die Handlung konzentriert verfolgen, ansonsten verliert man recht schnell den Überblick und steht vor einem doch ziemlich wirren Durcheinander von Adelshäusern und intriganten Figuren, die alle vor allem eines wollen: die Kontrolle über das Spice.

„Dune“ ist kein Film, der versucht, aus einer literarischen Vorlage einen oberflächlichen Actionfilm zu machen. Nein, Lynch hat sich intensiv mit dem Werk beschäftigt, und versucht, diesem irgendwie gerecht zu werden. So ist der Film vor allem ein spannendes Drama, dessen Reiz in den wunderbaren Kulissen und Kostümen besteht. Im Laufe des Films konzentriert sich die Handlung verstärkt auf die Entwicklung der Figur Paul Atreides, der sich von einem behüteten Jüngling zu einem Rebellenanführer entwickelt. Hier wird die Handlung klarer und eindeutiger, der Film gewinnt enorm an Spannung.

Aber was wäre „Dune“ ohne die Sandwürmer? Eigentlich sind diese die Stars des Films. Einfach kolossal in Szene gesetzt, brechen diese Biester aus dem Boden und verschlingen dabei ganze Erntestationen. Aber auch dabei löst sich der Film nicht von dem eigentlichen Drama, sondern umgibt die Spezialeffekte und Actionsequenzen mit einer mystischen Aura, die nochmals von der teils psychedlischen Musik Brian Enos unterstrichen wird.

Das Drama im Film wurde später zu einem Drama um den Film. Denn nach der Kinoversion folgte die dreistündige TV-Version, mit der Lynch nichts mehr zu tun haben wollte, weswegen auch sein Name nicht mehr im Vorspann erwähnt wird. Einen Director’s Cut durfte Lynch nicht durchführen. In der TV-Version fehlen ein paar Szenen aus der Kinoversion, auch wurde der Prolog verändert. Fast 10 Minuten ergeht sich die TV-Version in einer Bildergeschichte, die erklärt, wie die politische Situation, die im Film dargestellt wird, zustande gekommen ist. Allerdings spielen manche der im Prolog genannten Konflikte für die eigentliche Geschichte überhaupt keine Rolle. David Lynch bezeichnete später „Dune“ als einen Fehler. Möglicherweise hat er sich inzwischen von dem Film so sehr distanziert, dass es nie zu einem Directors Cut kommen wird. „Dune“ ist dennoch ein außergewöhnlicher SF-Film, den jeder einmal gesehen haben sollte.

Dune. Regie u. Drehbuch: David Lynch, Produktion: Dino de Laurentis, Darsteller: Kyle McLachlan, Francesca Annis, Jürgen Prochnow, Kenneth McMillan, Sting, Max von Sydow, Patrick Stewart, Brad Dourif. USA 1984, 136 Min.

 

The 80s: Waxwork (1988)

waxworkIm Grunde genommen könnte man das Thema Wachsfigurenkabinett als eigenes Subgenre innerhalb des Horrorfilms eingliedern. Seit den 30er Jahren taucht beinahe regelmäßig ein Film auf, der Wachsfiguren als unheimliches Beiwerk aufweist. Ende der 80er Jahre hat sich auch Trash-König Anthony Hickox (Sohn des Horrorregisseurs Douglas Hickox) an diese Thematik herangewagt und eine Horrorkomödie gedreht, die nicht nur urkomisch, sondern auch etwas origineller ist als seine Vorgänger.

In einer amerikanischen Kleinstadt wird mitten in einem Wohnort ein Wachsfigurenkabinett mit dem Namen Waxwork eröffnet. Einer Gruppe Teenager kommt dies seltsam vor. Doch noch eigenartiger wird es, als plötzlich der Besitzer vor ihnen erscheint und sie zur Mitternachtspremiere einlädt. Nach kurzem Überlegen, beschließen sie, der Einladung zu folgen. Allerdings mit fatalen Folgen. Denn die Wachsfiguren stellen die weltweit gemeinsten und bösartigsten Menschen und Monster dar, die nach Blut gieren, um ihr altes Leben zurückzuerhalten.

Der Film will nichts anderes, als den Zuschauern eineinhalb Stunden bei Laune halten. Und genau das gelingt ihm auch. Hier ist nichts ernst und wird auch nichts ernst genommen. Die eingefügten Splatterszenen sind nicht nur herrlich ironisch, sondern auch so witzig eingearbeitet, dass sie beinahe schon wie Slapstickeinlagen wirken. Gewürzt ist der Film mit einer Reihe skurriler Ideen, bei denen sich Anthony Hickox als Meister seines Fachs erweist. Er unterbricht immer wieder die eigentliche Handlung, um Platz zu machen für eine Reihe grotesker Episoden, in denen die Jugendlichen in jeder Hinsicht den Kürzeren ziehen. Als Gegner werden sie von Dracula, einem Werwolf oder auch vom Marquis des Sade empfangen, wobei die Gags gut platziert sind und speziell bei der Dracula-Episode, bei der jeder einmal über das bereits angenagte Vampiropfer stolpert, auch richtig wehtun.

Anthony Hickoxs Film kann man aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Entweder man sieht darin lediglich eine Horrorkomödie oder man erkennt darin eine Andernanderreihung an Zitaten aus bekannten Horrorfilmen. Beides kombiniert Hickox im Stil einer Teeny-Komödie, wobei er den Witz fast schon bis zum Klamauk steigert, dabei aber nie den Faden verliert, sondern die Story innerhalb des vorgegebenen Rahmens auf originelle Weise vorantreibt. Die Geschehnisse geraten mehr und mehr außer Rand und Band, bis es im Finale zu einem regelrechten Monsterdurcheinander kommt. „Waxwork“ gehört zu den Klassikern des 80er Jahre Horrorfilms, in dem sich Genrestars wie Patrick Mcnee, David Warner und John-Rhys Davis die Klinke in die Hand geben. 1992 folgte das Sequel, das sich ebenfalls auf gekonnte Weise als eine Mischung aus Humor und Horrorfilmzitaten versucht.

Waxwork – Eine Reise zurück in die Zeit (OT: Waxwork), Regie u. Drehbuch: Anthony Hickox, Produktion: Staffan Ahrenberg, Darsteller: Zach Galligan, Deborah Foreman, David Warner, Patrick Macnee, Dana Ashbrook, John-Rhys Davis. USA 1988, Laufzeit: 93 Min.