The 80s: Solarfighters (1986)

solarfightersWer tief in den 80er Jahren gräbt, wird irgendwann einmal auf den Film „Solarfighters“ stoßen. Die Story spielt Jahre nach einem Atomkrieg. Die Erde ist eine Wüste und Wasser wird von der Regierung, dem Protektorat, in rationierten Mengen verteilt. Eine Gruppe Jugendlicher flieht aus einem Waisenhaus, um sich auf die Suche nach einem magischen Artefakt zu machen.

Mit „Solarfighters“ versuchte Regisseur Alan Johnson (eigentlich ein bekannter Choreograph, der hier zum ersten und einzigen Mal Regie führte), die „Mad Max“-Welle mit dem damaligen Rollschuhtrend zu kombinieren. Heraus kam ein trashiges Filmchen, in das alles Mögliche hineingewurstet wurde, um die Zuschauer bei Laune zu halten. Allerdings hatten Produzent Mel Brooks und der Regisseur die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn der Film floppte. Erst die Videoauswertung verlieh „Solarfighters“ nach und nach einen größeren Erfolg.

Zum Misserfolg des Films dürfte wahrscheinlich auch der kitschige Originaltitel „Solarbabies“ beigetragen haben. Irgendjemand aus der Produktionsriege wollte anscheinend unbedingt sich selbst versenken. Es ist daher kein Wunder, dass der deutsche Verleih den Film in „Solarfighters“ umbenannte. Doch auch dies hat mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun. Es geht darum, wie eine Gruppe Jugendlicher versucht, das diktatorische System, das die USA beherrscht, zum Zusammenbruch zu bringen. Dies kann ihnen nur gelingen, wenn sie das Problem der Wasserknappheit lösen. Das zufällige Auffinden eines außerirdischen Artefakts kommt da genau richtig. Aber die Leuchtkugel gerät natürlich in falsche Hände.

Alan Johnson nutzt die geradlinige Handlung dazu, sie mit viel Action und lockeren Sprüchen zu würzen. Hinzu kommt ein gut gemachtes postatomares Setdesign, das den Rückfall in eine quasi-mittelalterliche Gesellschaft widerspiegelt. Auf diese Weise reiht sich „Solarfighters“ beinahe lückenlos in die Post-Nuklear-Filme der 80er Jahre ein. Da der Film für ein junges Publikum gedreht wurde, fehlen jedoch die schwarzhumorigen Gags, welche z.B. die „Mad Max“-Filme auflockerten. Dennoch macht der Film großen Spaß, auch wenn die Rollschuh-Action nicht voll ausgereizt wurde. Es ist kurzweiliges Popkornkino, das nicht mehr will, als die Zuschauer zu unterhalten. Und das gelingt dem Film ohne Wenn und Aber.

Solarfighters (Solarbabies), Regie: Alan Johnson, Drehbuch: Walin Green, D. A. Metrov, Produktion: Mel Brooks, Darsteller: Richard Jordan, Jami Gertz, Jason Patric, Lukas Haas, USA 1986, Laufzeit: 91 Min.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.