Ungelöste Rätsel – Ein grenzwissenschaftlicher Rundumblick

ungelösterätselReinhard Habeck gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Grenzwissenschaftlern. Vergangenes Jahr erschien sein Buch „Steinzeit-Astronauten“, in dem er sich mit prähistorischen Felszeichnungen in den Alpen beschäftigt, die bis heute Rätsel aufgeben. In seinem neuen Buch „Ungelöste Rätsel“ lädt der Autor die Leser auf eine Reise durch weitere grenzwissenschaftliche Themen ein. Er liefert dabei einen Rundumblick über Artefakte, für die es bis heute keine Erklärung gibt.

Hierbei fördert Habeck unglaublich Interessantes und Faszinierendes zu Tage. Egal ob im Fernen Osten, in Südamerika oder mitten in Europa, es gibt Dinge, die mit dem herkömmlichen Wissen und den bisherigen Theorien von Archäologen und Historikern nicht zu erklären sind. Bei vielen nicht zu erklärenden Artefakten versuchen Vertreter der klassischen Wissenschaft daher, diese als bloße Gebrauchsgegenstände für unbekannte Riten zu bezeichnen. Der Vorteil, den die Grenzwissenschaft gegenüber der klassischen Wissenschaft besitzt, ist ihre Methode, unvoreingenommen rätselhafte Aspekte zu betrachten. Und aus dieser Perspektive ergeben sich zum Teil neue Blickweisen und Erkenntnisse auf die menschliche Geschichte.

Wie kommt es zum Beispiel dazu, dass sich in einem altägyptischen Grab eine Schale befindet, deren „Design“ an moderne Schwungräder erinnert? Für wen wurden riesige Särge bereitgestellt? Oder wieso fand man als Grabbeigaben Modelle von Fluggeräten? Nebenbei bemerkt, fanden Wissenschaftler bei Experimenten heraus, dass diese „Flugzeuge“ hätten tatsächlich fliegen können.

Globus von Matelica; Copyright: Rabatti-Domingie/akg-images/picturedesk.com

Reinhard Habeck setzt seine spannende und informationsreiche Entdeckungsreise fort, indem er sich mit dem Geheimnis der Pyramiden in Frankreich beschäftigt. Aber auch im Wienerwald lassen sich merkwürdige Artefakte aus der Vorzeit entdecken: eigenartige Steine, deren Bedeutung bis heute nicht geklärt ist. Auch das Erdstall-Phänomen spielt in einem der Kapitel eine Rolle. Erdställe sind in die Erde gebrabene, enge Gänge, von denen man bis heute nicht weiß, für welchen Zweck sie geschaffen wurden. Bewiesen wurde zudem Außergewöhnliches: Bei einem der Gänge, der vor über 10.000 Jahren geschaffen wurde, muss etwas benutzt worden sein, bei dessen Verwendung eine Temperatur von mehr als 1200 Grad Celsius entstanden ist.

Das Buch beinhaltet noch viele weitere Rätsel und Geheimnisse der Menschheit. Unter anderem entdeckten Forscher Spuren von Menschen, die in derselben Zeit wie die Dinosaurier lebten. In einem antiken Schiffswrack wurden Teile eines Apparats entdeckt, den man aus heutiger Perspektive durchaus als Vorform eines Computers bezeichnen kann.

Reinhard Habecks neues Buch ist nicht nur überaus spannend, sondern bringt den Leser auf jeder Seite erneut zum Staunen. Wie bereits in „Steinzeit-Astronauten“, so wägt Habeck auch hier die unterschiedlichen Theorien ab. Dabei zeigt sich, dass viele Vertreter der herkömmlichen Wissenschaft genau diese Rätsel lieber übergehen oder sie als banal abtun, aus Angst, ihre Theorien könnten nicht mehr stimmen. „Ungelöse Rätsel“ zeigt, dass man durchaus die prähistorische Zeit sowie die Antike im Hinblick auf Wissen und Technik neu betrachten muss.

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