Schatten über Innsmouth – Autoren schreiben über die bekannteste Stadt der Horrorliteratur

innsmouth„Schatten über Innsmouth“ heißt der wohl bekannteste Roman von H. P. Lovecraft (1890 – 1937). Das Schicksal des Ich-Erzählers, der versucht, das Geheimnis dieses unheimlichen Ortes zu lösen, inspirierte unzählige Autoren. 2001 produzierte zudem die spanische Produktionsfirma Filmax die einzige filmische Adaption des Stoffes unter dem Titel „Dagon“ (Regie führte Stuart Gordon).

Der Sammelband „Schatten über Innsmouth“, der nun im Festa Verlag erschienen ist, nimmt sich ebenfalls dieser bekanntesten Stadt der Horrorliteratur an. Herausgeber Stephen Jones (in England längst eine Koryphäe der Horrorliteratur) versammelt in diesem Buch aussschließlich englische Autoren, die mit ihren Geschichten ihre jeweils eigenen Versionen von Innsmouth verfassten. Natürlich ist auch Lovecrafts Originalroman darin enthalten. Dieser eröffnet sozusagen die Sammlung der unheimlichen Erzählungen.

Es ist interessant und erstaunlich zugleich, wie jeder der Autoren die Geschichte um Innsmouth auf seine Weise weiterspinnt. Ob nun in Form einer klassischen Horrorgeschichte, wie dies Basil Copper unternimmt, oder als Kriminalgeschichte im Stile Ramyond Chandlers, die Variationen liefern spannende, unheimliche und teils witzige Unterhaltung. Die Originalität kennt dabei keine Grenzen. Hierbei ist vor allem Kim Newman hervorzuheben, der einen Einblick in das Leben eines Barkeepers von Innsmouth gibt. Doch auch die anderen Geschichten stehen dieser Idee in nichts nach. Mit David Langfords Beitrag erreicht Innsmouth sogar das digitale Zeitalter.

Neben Kim Newman und Basil Copper beinhaltet der Band u. a. auch Geschichten von Ramsey Campbell, Brian Lumley und Neil Gaiman. Sie alle lassen das Geheimnis von Innsmouth neu aufleben. Ob die Erzählungen nun in Neuengland spielen oder an der Küste Großbritanniens oder in Osteuropa, sie alle gehen gekonnt auf Lovecrafts Grundidee ein. Man erhält dadurch nicht nur erstklassige Horrorunterhaltung, sondern zugleich die Crème de la Crème der britischen Horrorliteratur.

Schatten über Innsmouth. Herausgegeben von Stephen Jones. Festa Verlag 2015, 589 Seiten, 13,95 Euro, ISBN: 978-3-86552-322-8.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.