The Tunnel oder Korea kann auch schlechte Filme produzieren

tunnel poster
Kinoposter zu „Tunnel“.

Für „The Tunnel“ oder auch bekannt als „Tunnel 3D“ wurde ordentlich die Werbetrommel gerührt. Aber mal wieder zeigt sich, dass – ähnlich wie in „Sector 7“ – man es mit einem absoluten Rohrkrepierer zu tun hat.

Südkoreas Filmproduzenten schaffen es nicht, 3D mit einer spannenden Story zu verbinden. Das zeigte sich bereits in dem oben genannten Horrorfilm „Sector 7“. „Tunnel“ spielt in einem alten Kohlebergwerk, das nach einem Unfall still gelegt wurde. Nun soll aus dem Areal eine luxuriöse Freizeitanlage gemacht werden. Ein Stollen des Bergwerks dient bereits als Disco. Eine Gruppe Freunde ist ebenfalls zu Einweihungsparty eingeladen. Ein verwirrter Mann, der auf der Party auftaucht, behauptet, ein Fluch würde auf dem Bergwerk liegen und alle würden sterben…

tunnel foto
Wer leuchtet, der findet. Aber leider keine spannende Handlung.

Bis dahin klingt ja die Story noch ganz gut. Doch dann konzentriert sich der Film auf die kleine Freundesgruppe, die dem Mann mitten im Wald nochmals begegnet und, als dieser eine von ihnen umbringen will, ihn kurzerhand erschlagen. Die Leiche verstecken sie in einem Stollen. Und dann verlaufen sich alle beim Rückweg. Tja und dann taucht natürlich ein obligatorisches Geistermädchen auf, das von einer der Frauen besitz ergreift.

Nun, der Film beginnt viel versprechend. Man ist der Meinung, ein koreanisches Remake des 80er Jahre Slashers „My Bloody Valentine“ vor sich zu haben. Doch leider nutzt Regisseur Park Gyu-Taek diese Chance nicht, um einen erstklassigen Teeny-Slasher zu kreieren. Die strikte Handlung wird immer wirrer und holpriger. Die Effekte sind unglaublich langweilig. Nein, „The Tunnel“ macht leider überhaupt keinen Spaß. Hier wurde eindeutig eine Chance vertan. Man könnte es auch als das missglückte Debut eines angehenden Regisseurs betrachten.

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Da kann man schon ins Grübeln kommen bei solch einem miserablen Film.

Mit unterhaltsamem Horrorkino hat das nichts mehr zu tun. Der Film beginnt einem ab spätetestens einem Viertel der Länge zu nerven und zu langweilen. Da helfen auch nichts die eingestreuten „My Bloody Valentine“-Zitate. Im Gegenteil, diese Zitate scheinen zu zeigen: seht mal, was wir hätten eigentlich machen können, aber nicht gemacht haben. Von uns erhält „Tunnel 3D“ eine glatte sechs.

 

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