König der Monster – Zum Tod von Ray Harryhausen

Am 7. Mai verstarb einer der berühmtesten Trickspezialisten der Filmgeschichte: Ray Harryhausen. Er entwickelte vor allem die Stop-Motion-Technik weiter, die bis hinein in die 1980er Jahre verwendet wurde und teilweise noch immer verwendet wird. Vor allem seine Dinosaurierleidenschaft, die er mit seinem Freund Ray Bradbury teilte, brachte ihn dazu, diesen prähistorischen Ungeheuern Leben einzuhauchen. Sein Hobby machte er später zum Beruf. Er wurde zu einem der führenden Experten für Special Effects.

Fast alle Filme, in denen er den Monstern Leben eingehaucht hat, sind entweder Filmklassiker geworden oder doch zumindest jedem Film- und Phantastikfreund bekannt. Egal, ob es sich um einen Dino handelt, der sich nach New York verirrt, ob fliegende Untertassen Washington angreifen oder ob Sindbad gegen Zyklopen und andere Monster kämpfen muss, eines war stets gewiss: wenn Ray Harryhausen seine Hände im Spiel hatte, so durften sich die Zuschauer auf ein großartiges Spektakel freuen.

Hier ein paar Beispiele seines Schaffens:

Dinosaurier in New York

„Dinonsaurier in New York“ (1953) basierte lose auf der Kurzgeschichte „Das Nebelhorn“ von Ray Bradbury. Bis heute gibt es eine Diskussion darüber, ob dieser Film „Godzilla“ beeinflusst oder ob „Godzilla“ den Dino von New York als Vorlage gedient hat. Im Grunde genommen ist es auch egal. Der Film ist immer wieder von neuem schön anzusehen.

Sindbads 7. Reise

Ein Film, der geradezu vollgestopft ist mit Monstern, trägt den Titel „Sindbads siebente Reise“ (1958). Ein wahrer Leckerbissen für Freunde des Monsterfilms, denn dort geben sich Zyklopen, Riesenvögel und andere Ungeheuer quasi die Klinke in die Hand. Die Skelettszene verwendete Harryhausen nochmals in seinem späteren Film „Jason und die Argonauten“. Insgesamt benötigte er für die Monsterszenen beinahe ein Jahr.

Fliegende Untertassen greifen an

Mitte der 50er Jahre griffen UFOs Washington an. Dies in dem Klassiker „Fliegende Untertassen greifen an“ (1956). Roland Emmerich bediente sich von diesem Film fast schon schamlos für seinen Blockbuster „Independence Day“. Die UFO-Invasion aus den 50ern ist furios in Szene gesetzt und hat bis heute kein bisschen an Faszination eingebüßt.

Kampf der Titanen

„Kampf der Titanen“ (1981) war Harryhausens letzte offizielle Tätigkeit als Trickspezialist. Danach wurde er mehr oder weniger durch die Entwicklung neuer Tricktechniken und der damit verbundenen Gründung neuer Special Effects-Firmen (wie z.B. ILM) aus dem Geschäft gedrängt. Auch in seinem letzten Werk wird der Zuschauer von einem Monster zum nächsten weitergereicht. Eine Mischung aus antiker Sagenwelt und Fantasy, die wunderbar aufgeht. Das Remake von 2010 reicht nicht an die Klasse des Originals heran.

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