Sector 7 – Eine Rezension

Angestachelt von dem Erfolg von „The Host“ musste natürlich ein weiterer Monsterfilm her und dies im modischen 3D-Gewand. Durch die Marketingstrategie wurden die Erwartungen an diesen Streifen enorm hochgeschraubt. Und genau darin liegt das Problem. „Sector 7“ konnte die angestachelte Euphorie nicht befriedigen. Die Folge: ein durch und durch enttäuschender Film, der an Einfallslosigkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

„Sector 7“ gelingt es leider nicht, die Erwartungen zu erfüllen.

Der Film spielt auf einer Bohrinsel vor der koreanischen Insel Jeju. Dort findet man zwar nicht genügend Öl, dafür aber eine sonderbare Lebensform, eine Mischung aus Qualle und Urzeitwesen. Normalerweise sind diese Viecher klein und harmlos. Doch wenn sie mit Luft in Berührung kommen, dann ist der Teufel los. Und genau das geschieht auf der Ölplattform. Die Folge: die Mannschaft muss sich plötzlich gegen ein Monster wehren.

Wie gesagt, dem Film gelingt es nicht, die Erwartungen zu befriedigen. dabei wäre es so einfach gewesen, hätten sich Regisseur und Drehbuchautor mehr an Filmen wie „Alien“ und „Event Horizon“ orientiert, welche es vor machen, wie unterhaltsame und spannende Filme sein können. Von alldem ist jedoch nichts zu sehen, obwohl die Story regelrecht danach schreit, sich auf diese beiden „Vorgänger“ zu beziehen. So aber wirkt der Film nicht durchkomponiert, sondern wie ein lustlos zusammengeschusterter Actionfilm, der Dramatik und Spannung mit Kitsch und Lächerlichkeit verwechselt.

Die Szenen, in denen das Monster erst einmal laut brüllt, bevor es los legt, wiederholen sich zu oft und wirken ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch langweilig. Die Bewegungen des Monsters erscheinen teils unbeholfen, so als hätten die Macher sich nicht richtig Gedanken darüber gemacht, wie sich ein solches Ungetüm eigentlich bewegen könnte. Ein weiteres Manko sind die Kulissen, welche fast vollständig aus dem Computer stammen. Handgemachte Bordkulissen hätten dem Film mehr Atmosphäre verliehen. Die teils schlecht gemachte Grafik reicht nur selten über das Niveau eines TV-Films hinaus.

Es ist wirklich schade, dass sich die Produktionsfirma nicht genug Zeit gelassen hat, um aus der Handlung eine handfeste Story zu machen. Die Möglichkeiten wären durchaus da gewesen und der Film hätte dadurch gut werden können. Leider aber wollte man anscheinend schnell auf den 3D-Zug springen und erhoffte sich allein durch dieses Stichwort genug Besucherzahlen an den Kinokassen. Natürlich war der Film 2011 ein Erfolg. Zugleich aber auch ein Beispiel dafür, wie man aus einer guten Grundstruktur einen schlechten Film machen kann.

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