Der koreanische Thriller „Howling“ – Eine Rezension

Das koreanische Trash-Filmjahr hat schon einmal recht gut begonnen. Der Thriller „Howling“ erzählt die Geschichte einer eigenartigen Mordserie, bei welcher die Opfer Bisswunden von einem Wolfshund aufweisen. Nein, es ist kein Werwolffilm, sondern ein ganz normaler Krimi, auch wenn der Titel des Films unweigerlich an den Horrorklassiker „The Howling“ erinnert. In diesem Sinne dürfte der Titel nicht gerade gut gewählt sein. So lautet der Romantitel der japanischen Vorlage, auf welcher der Film beruht, „The Hunter“. Aus diesem Grunde dürfte der Film bei einem bestimmten Teil des westlichen Publikums zu etwas Verwirrung führen, da der Titel nun einmal gewisse Erwartungen weckt, welche der Film jedoch nicht erfüllt.

In seiner Ästhetik orientiert sich „Howling“ an den Trash-Filmen der 70er Jahre, was sich vor allem in der Farbgebung und im Szenenaufbau bemerkbar macht. Die Story an sich ist recht spannend erzählt. Problem jedoch ist die Beziehung der beiden Hauptfiguren, gespielt von Song Kang-Ho und Lee Na-Young. Das Polizistenpaar, bestehend aus nörgelndem Einzelgänger und unerfahrener Anfängerin, ist nicht gerade neu. Ein wenig mehr Originalität hätte in diesem Punkt dem Film sicherlich gut getan, auch wenn Regisseur Yoo Ha, der mit „Howling“ sein Debut feiert und der zuvor als Dichter tätig gewesen ist, diese Beziehung nutzt, um auf die Benachteiligungen von Frauen im Berufsleben aufmerksam zu machen.

Insgesamt aber liefert der Film durchaus gelungene Trash-Unterhaltung, welche das Interesse auf die noch kommenden Thriller weckt.

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